Frag das Leipzig-Forum

  • @Albertin_Dominik

    Meines Erachtens gibt es auch noch geborgene Spolien, also Überreste von Deutrichs Hof, die in den den Neubau der historischen Fassade eingebaut werden sollen. Ist ja irgendwie auch ein bisschen "Urban Mining".

    Ich weiß, dass das im Architekturstudium nicht im Fokus steht, aber die Beschäftigung mit lokalen Traditionen und Bedürfnissen finde ich schon wichtig. In Leipzig spielt die Wiederbelebung historischer Strukturen und Architekturen eine wichtige Rolle und findet einen hohen Konsens.

    Die Gebäude der ehemaligen Volkspolizei und teilweise Stasi-Bauten auf dem Matthäikirchhof sollen abgerissen werden. Hierzu gab es kürzlich einen Wettbewerb und Diskussionen um graue Energie. Der Viertplatzierte hat "Urban Mining" vorgeschlagen, umgesetzt wird aber der erste Platz. An dem Alt-Beton von dort könntest du dich also bei deinem fiktiven Projekt bedienen. Auf Baufeld 8 im Löwitz-Quartier soll RE-Beton verwendet werden.

    Gebäude, die aus Ziegeln gebaut sind, werden in Leipzig eher saniert und teilrekonstruiert als abgerissen, da gebe ich den Vorredner/innen recht.

  • Ihr Lieben,

    ich Interessiere mich für die Anfänge des Stadtforums Leipzig und deren Erfolge.

    Könnt ihr mir eine Liste der 71 priorisierten Gebäude des Gebäudesicherungsprogramms zukommen lassen?

    Mich interessieren gerade jene, die dadurch gerettet werden konnten.

    Falls jemand schöne Aufnahmen hat, würde ich mich freuen.

    Danke!

  • Einen herzlichen Gruss in die Community:

    Ich wollte mich kurz vorstellen: bin Akademiker und zog vor 14 Jahren von Heidelberg nach Dresden, wo ich seitdem in einer -teilweise selbst ausgebauten-Fabriketage von 1895 lebe.

    Die enormen städtebaulichen Veränderungen in Sachsen-insbesondere in DD, L und Chemnitz verfolge ich seit vielen Jahren mit grossem Interesse. Insbesondere die bedeutende Industriearchitektur Leipzigs und die hier erfolgte Konversion alter gründerzeitlicher Fabrikanlagen in Kulturzentren

    wie z.B. Westwerk, Tapetenwerk, alte Spinnerei etc. fasziniert mich. Die Stadt Leipzig hat hier m.E.-auch mit den sog. "Wächterhäusern"-etwas in Deutschland

    sehr seltenes bewirkt: Kunst und Kultur zu fördern, Raum für Initiativen und Kreativ-Wirtschaft zu schaffen und somit das reiche industrielle Erbe Leipzigs einer neuen Nutzung zuzuführen.

    Bei einer meiner zahlreichen Exkursionen zu noch nicht sanierten Industrie -Denkmalen in Leipzig besuchte ich kürzlich auch die ehemalige Maschinenfabrik SWIDERSKI in Leipzig/ Plagwitz.

    Dort fand ich an dem im Tudor-Stil erbauten Hauptportal ein bemerkenswertes Kunstwerk vor; es scheint eine bemalte Leinwand -signiert 2024!-zu sein die mit Leim direkt auf die Fassade geklebt wurde.

    Ich stelle mal ein paar Fotos ein und bitte hierzu mal um Infos, weiss denn irgendjemand von wem und wann dieses doch sehr eindrucksvolle Werk dort angebracht wurde-Danke&LG Ralph

  • Hallo ihr Lieben.

    Weiß jemand etwas über die Wandmalerei an der Hauptfassade (Tudor-Turm) der Ruine der Swiderski-Fabrik in Plagwitz?

    Ich war schon am Ende des Sommers dort und das gab es nicht und jetzt sehe ich dieses Gemälde mit der Jahreszahl 2024, aber es sieht schon etwas verblasst aus. Das ist kein gewöhnliches Graffiti.

    Seit wann ist das denn da?

    Schöne Grüße

    Ralph

    Foto: https://s20.directupload.net/images/241210/h5m6iatg.jpg