Bunter Mix aus Leipzig

  • Bunter Mix aus Leipzig

    Liebe DAF-User meinen Einstand möchte ich mit einem bunten Bilder-Mix aus Leipzig geben. Ähnliche Bilder hatte ich bereits im APH-Forum gezeigt, das Material stammt vorrangig aus dem Jahr 2007


    Die ersten Bilder sind im Stadtteil Gohlis-Süd entstanden. Begonnen habe ich meinen Rundgang am Kickerlingsberg, welcher direkt an den nördlichen Teil des Leipziger Zoos angrenzt. Gekennzeichnet wird dieser Bereich vor allem durch zahlreiche freihstehende Villen, aber auch Mehrfamilienhäuser.





    Besonders zu beachten sind die detailgetreuen Nachbildungen jeglicher Spitzen und Türmchen auf dem Dach




    Ein Blick in die Nebenstraßen






    Dominiert wird das Viertel vor allem auch durch zahlreiche Villen des Jugendstils













    Auch hier hält das Quadrat Einzug




    Und hier ist es auch schon am Entstehen




    Auf der gegenüberliegenden Seite finde man dieses sehr harmonische Bild




    Wie man sieht ist das ganze Gebiet ziemlich großflächig angelegt






    Im Hintergrund ist das Gohliser Schlösschen zu erkennen. Erbaut wurde es von Leipziger Bürgern, nicht etwa durch einen absolutistischen Herrscher.






    Blick zur Menckestraße




    Im Hintergrund die ehemalige Fabrik Felsche, welche heute moderne Lofts beinhaltet




    Ein Blick in die Menckestraße




    Ein wirklich sehr schöner Gründerzeitler....




    ...inklusive zahlreicher Details










    Dieses Objekt steht kurz vor der Sanierung - Mittlerweile ist es fertiggestellt




    ...dieser Gründerzeitler hat sie gerade hinter sich




    Das ehemalige Ärztehaus in der Menckestraße. Eines der schönsten Jugendstilobjekte




    Hier noch einmal das Gohliser Schlösschen von der Menckestraße aus gesehen




    Diese Villa grenzt an den Mediencampus der Uni




    Im Vordergrund das fast fertiggestellte Schokoladenplais und dahinter die Fabrik Felsche






    Der untere Teil der Menckestraße nahe dem Schillerhaus




    An die Menckestraße grenzt auf Höhe des Schillerhauses der Schillerweg




    vor Kurzem erst saniert




    Ein besseres Bild war an der Stelle leider nicht möglich




    Ein eigentlich schöner Gründerzeitler, in sehr ruhiger Lage. Steht im übrigen bei Immobilienscout24 zum Verkauf




    Im Schillerweg trifft man auf zahlreiche Gebäude von vor 1870, als Gohlis selbst noch eigenständiges Dorf war





    Dieses Gebäude markiert den Eingang zur Schorlemmerstraße...




    ...meiner Meinung nach mit eine der schönsten Straßen in Gohlis



    ....und nun Gemischtes inkl. Sanierungsmaßnahmen von 2007 die mittlerweile abgeschlossen sind.



    Hier zu sehen das Eckgebäude Waldstraße 56, während der Sanierung 2007




    Hier das fast fertige Ergebnis Anfang 2008 (Bild von APH-Forum user Leipziger)




    Rechts daneben befindet sich das Schwestergebäude Waldstraße 54







    Hier der Blick in die Hinrichsenstraße, eine Nebenstraße im Waldstraßenviertel






    Hier das Gebäude Funkenburgstraße 25, wird ebenfalls durch die GRK-Holding saniert




    Hier noch einmal die Funkenburgstraße 25




    das Ergebnis (Bild von APH-Forum User Leipziger)




    Steht kurz vor der Sanierung - mittlerweile hat die Sanierung begonnen




    Hier ein Blick in den vorderen Teil der Tschaikowskistraße. Im Hintergrund kann man schon die Großbaustelle Blüthners Careé erahnen.






    Auch die Tschaikowskistraße 7 wird wieder in neuem Glanz erstrahlen. Die Einfahrt die sich im Gebäude befindet, wird als Zugang zur Tiefgarage dienen.






    Insgesamt werden hier 6 Häuser mit einmal durch die GRK-Holding und CG-Gruppe saniert.




    Hier der Blick von der Jahnallee




    Blick Richtung Tschaikowskistraße




    Blick in die Jahnallee


    das fertige Ergebnis findet man hier Klick!





    Hier ein Gebäude in der Gustav-Adolf-Straße...




    ...welches vor allem durch seine prunkvolle Innendekoration besticht,...










    Blick in das Treppenhaus




    Da ich nun gerade einmal auch bei der Innenausstattung bin, hier noch ein schöner Gründerzeitler Ecke Funkenburg/Gustav-Adolf-Straße




    Auch sehr ansprechend wie ich finde



    Kaltmiete für diese Wohnung(141m²) im Übrigen 930€



    Gustav-Adolf-Straße 19 a Kurz vor der Sanierung - mittlerweile ist sie angelaufen




    Hier das fast fertiggestellte neogothische Eckgebäude Gustav-Adolf/Leibnizstraße






    Die Sanierung ist sehr gelungen wie ich finde




    Gegenüber die Stadtvilla Gustav-Adolf-Straße 19




    Im Sonnenlicht gleich noch viel besser :)




    Hier entsteht das jüdische Begegnungszentrum in der Hinrichsenstraße - mittlerweile nahezu fertiggestellt




    Ein Blick auf die gegenüberliegende Straßenseite




    Endlich wird auch die letzte Villa am Ende der Leibnizstraße, direkt neben dem Elstermühlgraben und Rosenthal saniert.(2007) - Die Sanierung ist nun nahezu abgeschlossen, leider habe ich kein Bildmaterial




    Ebenfalls in der Leibnizstraße entdeckt




    Das Eckgebäude an der Jahnallee ist nahezu fertiggestellt 2007




    ..und das fertige Ergebnis (Bild von APH-Forum user Leipziger)







    Auch die Bebauung aus den frühen 50ern an der Jahnallee, wurde endlich umfassend saniert.




    Der gesamte Gebäudekomplex wird als Seniorenheim bzw. zum Teil als Studentenapartements genutzt.




    Hier einmal ein Blick in den Hof des Gebäudes






    ...und das Ergebnis 2008 (Bild von APH-Forum user Leipziger)




    Hier wird das Objekt Jahnallee/Ecke Jacobstraße saniert




    der fast fertige Zustand Ende 2007 (Bild von APH-Forum user Leipziger)




    die Sanierungs dieses Gebäudes ist mittlerweile fast abgeschlossen, besitze aber leider kein aktuelles Bildmaterial




    Ein Blick in die Humboldtstraße, ebenfalls Zentrum Nord-West bzw. Nord, oder auch noch Waldstraßenviertel
















    Hier der Blick zum direkt angrenzenden Rosenthal






    Blick aus der Rosenthalgasse Richtung Humboldtstraße






    Der hintere Teil der Humboldtstraße. Die Rohre dienen im übrigen der Grundwasserüberbrückung auf Grund der Citytunnelbaustelle.




    Blick in die Lortzingstraße






    Nun noch ein Paar freihstehende Villen in der Emil-Fuchs-Straße, direkt dahinter befindet sich der Leipziger Zoo








    Direkt gegenüber das nächste Sanierungsobjekt der GRK-Holding. Die Sanierung wird meiner Meinung nach, noch 2008 anlaufen




    Und noch einmal GRK-Holding direkt am Nordplatz. (2007)




    ...und 2008 (Bild von DAF-user cowboy)




    (Bild von DAF-user cowboy)




    (Bild von DAF-user cowboy)


    Alle restlichen Bilder sind von mir!


    MfG
    Steve

  • danke stiffler und willkommen im club!
    angeregt durch deine fotos bin ich gestern mal im schillerweg gewesen. wirklich sehr idyllisch. und das nachbargebäude vom schillerhaus wird glücklicherweise zur zeit auch saniert. beim haus gegenüber hängt zumindest schon mal eine plane von einem architekturbüro. lange darf man mit der sanierung dort aber nicht mehr warten...

  • Schöner Einstand, Stiffler. Wenn man sich die Bilder anschaut, glaubt man gern, dass die Leute lieber in Alt- statt in Neubauten wohnen wollen.


    Ich bin ja immer für Vergleichsbilder gut zu haben, um die Dynamik in dieser Stadt überhaupt annähernd erfassen bzw. begreifen zu können. Deshalb 4 Beispiele von spätklassizistischen Bauten (alle so ziemlich genau um 1860 entstanden), die von Stiffler oben schon gezeigt wurden und in den letzten 2 Jahren saniert wurden. Weitere Bilder folgen im Laufe der nächsten Tage...


    Leibnizstraße 11


    Zustand Ende 2005

    Foto von mir



    Zustand Herbst 2007

    Foto: leipziger




    Villa Leibnizstraße ?


    Zustand 2005

    Bild von mir



    Zustand 2006

    Bild von mir




    Jahnallee 34 / Leibnizstraße 1


    Zustand 2005



    Bilder von mir



    Zustand 2007

    Bild: leipziger



    Jacobstr. 2


    Zustand 2006

    Bild von mir



    Zustand Ende 2007

    Bild: leipziger

  • Zitat von 'Stiffler2207


    Dieses Objekt steht kurz vor der Sanierung - Mittlerweile ist es fertiggestellt


    Vergleichsfoto von Sonntag gefälligst? Hier kommt's. Achtet mal auf die Eingangstür, da steht links "Ausfahrt", rechts "Einfahrt" geschrieben. Das resultiert gewiss noch aus ganz tiefen Zonen-Zeiten. 'Sollte man der Nachwelt erhalten...

    Bild von mir

  • @Stiffler


    schöne Bilder - danke für's posten - Du hast auch mein Haus photographiert. ;) Leider ist das Leben in einer Jugendstilvilla zu wohnen bald vorbei. Was ich am meistens vermissen werde sind die 4m hohen Decken. :Heuler:

  • ^^ Jetzt bin ich aber neugierig, welche Villa das ist, Liberty One.



    Stiffler hat ja ausschließlich Gebäude in Gohlis und Zentrum Nordwest (Waldstraßenviertel) gezeigt. Ich mache mal weiter, und zeige euch, welche Gebäude dort noch den einen oder anderen Blick lohnen.



    Die Rostentalgasse 1 von Julius Steib anno 1870 ist für mich eines der schönsten spätklassizistischen Villen in Leipzig.




    Liviastraße 6 von Emil Franz Hänsel (Kaufhaus Brühl) um 1906 errichtet





    Es folgen 2 fantastische Jugendstilhäuser von Großmeister Paul Möbius (folgende 3 Fotos von User "leipziger"):


    Waldstraße 4





    Tschaikowskistraße 31





    Waldplatz-Palais





    Michaeliskirche auf dem Nordplatz, von den Architekten Heinrich Rust und Alfred Müller zwischen 1901 und 1904 errichtet.



    Die Gohliser Straße säumen viele Bürgerhäuser mit markanter Dachform.




    Das Schillerhaus in Gohlis ist wohl das letzte Haus, das der gründerzeitlichen Überformung stand hielt. Auf Einladung des Leipziger Freimaurers Christian Gottfried Körner weilte Friedrich Schiller in den Sommermonaten des Jahres 1785 in diesem Haus. Er schrieb dort das Lied an die Freude, das wiederum maßgeblich Verwendung in Beethovens 9. Sinfonie fand, und damit weltweite Berühmtheit erlangte.



    Die Meyerschen Häuser, um 1900 nach den Plänen von Max Pommer errichtet, waren die ersten Sozialwohnungen für Arbeiterfamilien in Leipzig, und zudem die ersten Häuser im typischen Mietskasernenstil. Im ganzen Stadtgebiet existieren noch 3 weitere bauliche Komplexe dieser Art. Die Arbeiterwohnungen wurden über eine Stiftung des Leipziger Unternehmers Hermann Julius Meyer, Sohn des Verlegers Carl Joseph Meyer (Meyers Lexikon), teilfinanziert.




    Zum Schluss noch ein Blick zum Klinikum St. Georg, das zwischen 1910 und 1913 errichtet wurde. Ein Klasse-Baukomplex, wie ich finde. Neobarock in der Kubator, aber die zurückhaltende Fassadenornamentik deutet bereits deutlich auf den Reformstil der Neuen Sachlichkeit hin. Das Areal ist mit einem Park, diversen Plätzen und einer Zufahrt mit Allee-Charakter großzügig angelegt.






    Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir

  • schöne fotos.
    dass das schillerhaus nicht in den gründerjahren abgerissen wurde, ist übrigens nur einer privatinitiative der damaligen zeit zu verdanken. quasi denkmalschutz, ehe es den begriff überhaupt gab. damals entstand auch das portal. und wie gesagt: das gebäude rechts daneben wird zum glück jetzt saniert. war auch höchste zeit.

  • Vielen Dank für die umfangreiche Unterstützung mit Bildmaterial! In dieser Angelegenheit ist Leipzig hier immernoch unterpräsentiert.
    Leider ist meine Kamera momentan defekt :Nieder:


    MfG
    Steve

  • ^ "Kamera defekt", immer die gleichen Ausreden.;) Dann mache ich mal ein bisschen weiter:


    Drahtseilbahnwerke Adolf Bleichert


    Adolf Bleichert gilt als Erfinder und Pionier der Drahtseilbahn-Systeme. 1881 ließ er sich vom Leipziger Architekten Max Bösenberg (der auch später das prächtige Verlagshaus -heute vorbildlich saniert!- für Anton Philipp Reclam errichtete) in Gohlis einen riesigen Werkskomplex errichten. Die Leipziger Drahtseilbahnwerke waren bis Ausbruch des 2. Weltkrieges die größten ihrer Art weltweit. Die Firma Bleichert & Co. baute u.a.:


    1900 Freiburg (Schauinsland), Seilbahn vom Kappler-Stollen
    1902 Tschechien( Mladijov), Industriegleis
    1903 Argentinien, Drahtseilbahn von der Grube Famatina
    1907 Dänemark (Storhaugen), Winkelstation
    1909 China (Schantunger Kohlegebiet), Drahtseilbahn
    1913 Breslau, Förderanlagen für den Bau der Jahrhunderthalle
    1921/22 Parey (Jerichower Land), Holzkabelkrananlage des ehemaligem Sägewerks Köster
    1923/24 Sachsen (Grimma), Hängebrücke
    1926 Innsbruck (Nordkettenbahn), Streckenführung und technisches Konzept


    Seilbahnen:
    1926 Österreichische Zugspitzbahn Ehrwald
    1926 Rax Semmering
    1927 Pfänder Bregenz
    1927 Ebensee Höllengebirge
    1927 Trübsee Schweiz
    1927 Schmittenhöhe Zell am See
    1927 Kanzel Kärnten
    1928 Krosso Norwegen http://www.krossobanen.no
    1928 Patscherkofel Innsbruck
    1928 Hafelekar Innsbruck
    1929 Tafelberg Süd Afrika
    1929 Wank Partenkrichen
    1929 Burgberg Bad Harzburg
    1930 Monserrat Spanien
    1931 Miramar Spanien
    1931 Zugspitze Bayern
    1931 Sestriere Piemont
    1931 Zakopane Polen
    1934 Mont d'Arbrois
    1935 Säntis Schweiz


    1935 Entwicklung eines zweisitzigen Cabriolet mit Elektroantrieb ( 30 km/h, ca. 70 km Reichweite)
    1936/39 die Bleichert Transportanlagen GmbH in Leipzig baut die kleinen Zweisitzer
    1942 Vogelbeck, Zementwerk "Siegfried" in Greiferlaufkranes
    1952 zweiachsige Akku-Grubenlokomotiven, bezeichnet als Elektro-Gleisschlepper Typ EGS "Karli


    Nach dem 2. Weltkrieg fiel das Werk in sozialistische Produktion, 1991 dann das endgültige Aus. Tausende Mitarbeiter verloren ihre Arbeit. Heute ist das Areal in einem sehr schlechten Zustand. Einziger Lichtblick ist das erst vor kurzem sanierte Verwaltungsgebäude entlang der Lützowstr.




    Bleichert-Werke um 1925




    Zustand heute:





    Blick auf das Werksgelände von Osten aus gesehen.



    ...und hier in der Wilhelm-Sammer-Straße



    Auf der gegenüberliegenden Seite verlassene Werkswohnungen. Vermutlich gehörten sie damals zu den Bleichert-Werken.



    Das erst kürzlich sanierte Verwaltungsgebäude kann sich (wieder) sehen lassen.







    Der ehemalige Familiensitz Adolf Bleicherts auf der gegenüberliegenden Seite des Werksgeländes ist eine um 1891 errichtete pompöse Villa im Stil des Historismus, die sog. Villa Hilda. Heute befindet sich in ihr das Heinrich-Budde-Haus, das als Kultur- und Vereinshaus in Gohlis fungiert. In den Sommermonaten läd ein netter Biergarten bis manchmal weit nach Mitternacht zum gemütlichen Verweilen ein. Die Villa wird in viel Eigenregie peu a peu instand gesetzt.



    Vorderansicht der Villa Hilda. Der rechte Risalit fehlt heute.



    weitere Ansichten der Villa Hilda




    Fotos von mir


    Weitere Infos und Bilder zu den Bleichert-Werken findet ihr auf folgenden Websites:


    http://www.cable-car.de/bleichert.htm


    http://www.leipzig-gohlis.de/tourismus/bleichert.html


    http://marodes.de/vorschau/72-…fabrik-fuer-schwebebahnen

  • Noch ein Nachtrag zu den Bleichert-Werken. Während die Fabrik wie schon erwähnt nach dem Krieg in sozialistische Produktion überging, gründete sich im baden-württembergischen Osterburken ein Ableger des Unternehmens, die heute mittelständische Bleichert Förderanlagen GmbH. Auf deren Homepage unter der Rubrik Historie gehen die Verantwortlichen mit keiner Silbe auf das tradtionsreiche wie erfolgreiche Leipziger Unternehmen ein, auf dem diese GmbH schließlich aufbaute. Das ist einfach nur traurig wie leider auch typisch. Besonders auch deshalb, weil der Leipziger "Mutterkonzern" davor über 4000 Seilbahnen auf der ganzen Welt baute, die zu einem Großteil heute noch in Betrieb sind. Die Seilbahnen sind heute nach wie vor von der glorreichen Ära Bleicherts geprägt, ob für jedermann sofort ersichtlich, wie an der Station der Krossobahn in Norwegen (siehe Bildgalerie), oder im Verborgenen wie bei der Kohlegrubenbahn im australischen Katoomba.

  • ^^ Jetzt bin ich aber neugierig, welche Villa das ist, Liberty One.


    Die Gohliser Straße säumen viele Bürgerhäuser mit markanter Dachform.


    Ist mir klar dass du neugierig bist. :D


    Sag mal, sind wir Nachbarn? Wohnst Du in dem Haus woraus das Bild oben gemacht worden ist?

  • ^ Ich fühle mich von dir langsam ein wenig verschaukelt. Wenn du nicht sagen willst - falls das ernst gemeint war -, wo dein Haus steht, ist es doch völlig okay. Zu deiner Gegenfrage: Die Aufnahme ist aus dem Fenster meiner Schwester geknipst worden, die bis letztes Jahr in der Gohliser Str. 8 wohnte.


    Edit: Liberty One hat mir 'ne nette PN geschickt, und alles ist wieder im Lot:daumen:

  • Nachstes Jahr feiert der Straßenbahnhof in Möckern seinen 100sten Geburtstag. Er wird heute ausschließlich für museale Zwecke genutzt, wobei die restaurierten Straßenbahnen meines Wissens auch für Stadtrundfahrten gebucht werden können.








    Diese 2 Fahrzeuge stammen noch aus jüngerer Geschichte. So einen gut erhaltenen Lada sieht man im Osten eigentlich überhaupt nicht mehr.


    Bilder von mir

  • Klasse Fotos Cowboy :daumen: . Die Straßenbahnbilder hätten auch von Dave LE kommen können :lach: .


    "Diese 2 Fahrzeuge stammen noch aus jüngerer Geschichte. So einen gut erhaltenen Lada sieht man im Osten eigentlich überhaupt nicht mehr."
    In Leipzig gibt es ein Autohändler der sich auf solche Fahrzeuge spezialisiert hat.

  • Verlagshaus Anton Philipp Reclam


    Das ehemalige Verlagshaus wurde zwischen 1887 und 1905 von Max Bösenberg (siehe Bleichert-Werke) für den Verleger A. P. Reclam errichtet. Es befindet sich im sog. Graphischen Viertel (Ostvorstadt). Reclam, Begründer der berühmten Reclambibliothek, arbeitete dort bis zu seinem Tode.


    Der heutige Sitz des Reclam-Verlags befindet sich in Ditzingen bei Stuttgart. Der Leipziger Reclam-Verlag wurde 1992 reprivatisiert. Die Zweigniederlassung wurde aber aus angeblichen Kostengründen 2006 wieder eingestellt. Bücher mit der Aufschrift "Reclam-Leipzig" werden seitdem ausschließlich in Ditzingen verlegt.



    Zu den Fotos:


    Äußere Gebäudeansichten






    Im Innenhof befindet sich das ehemalige Heizhaus, wo einst eine Dampfmaschine den Komplex mit Energie versorgte.




    Eigene Fotos

  • Urbanität, wie ich sie mag

    Ich schmücke mich mal wieder mit fremden Federn, und zeige euch ein Bild aus der Härtelstraße in der Südvorstadt, das von User DaseBLN letztes Wochenende geknipst wurde. Das Bild zeigt u.a. Historismus, Jugendstil, Reformstil, Expressionismus und den modernen Glasbau von KPMG. Nach einem Hinweis von User Wolfsheim_Jena habe ich im Netz entdeckt, dass einer der Gründer von KPMG, Reinhard Goerdeler, der für das "G" im Namen steht, der Sohn von Carl Goerdeler ist, der von 1930 bis 1937 in Leipzig Bürgermeister war. Man lernt nie aus: Die Wurzeln von KPMG liegen indirekt in Leipzig.


    Nun aber das angekündigte Foto von der Härtelstraße, das ich mit freundlicher Genehmigung von DaseBLN einstelle

  • Aufschwung Ost mit Zaha Hadid

    BMW-Werk Leipzig




    Werksgelände aus Richtung Westen gesehen



    Das BMW-Hauptgebäude wurde von der Londoner Architektin Zaha Hadid entworfen






    Auch ein Ableger der BMW-Niederlassung Leipzig hat es hierher geschafft


    Eigene Fotos

  • Hallo,


    hier noch ein paar Bilder vom vorvergangenen Wochenende, ein wenig durcheinander zwar und ohne großartige Kommentare, trotzdem (denke ich) sehenswert.


    Los gehts am Rabet:






    Weiter in die Comeniusstraße




    Richtung Dresdner Straße/Grafisches Viertel:







    Die Handwerkskammer:





    Und schliesslich die Zentrale des Kreisverbands des Roten Kreuzes in der Brandvorwerkstraße:



    Grüße,
    *D

  • Danke für die Bilder, Dase. Da du im graphischen Viertel unterwegs warst, kommt dazu noch 'ne kleine Ergänzung von mir. In diesem Viertel waren einst über 2200 Firmen im Buchgewerbe beschäftigt, darunter 848 Verlage, 113 Musikalienhandlungen, 44 Antiquariate, 201 Buchbindereien und 189 Druckereien. Das Reclam-Gebäude hatte ich oben in #16 ja schon vorgestellt, und bei Dases Bilder ist auch eine Seitenansicht des Druckhaus Oscar Brandstetters zu sehen, auf das ich jetzt noch einmal kurz zu sprechen komme:



    Druckhaus Otto Brandstetter (heute "Haus des Handwerks"), erbaut 1906/07 von Curt Nebel. Die detailreiche Fassade ist noch im Original erhalten. Die plastischen Darstellungen zeigen die polygraphische Geschichte der Stadt Leipzig. In einem nicht mehr vorhandenen Nebengebäude erschien 1901 die Erstausgabe der "Buddenbrooks" von Thomas Mann.




    Das Buchhändlerhaus war bis zu seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg Sitz des Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

    Bild: http://www.lipsikon.de



    Selbiger Verein ließ 1995/96 das nüchterne "Haus des Buches" an gleicher Stelle errichten, das heute das Kulturamt der Stadt Leipzig sowie Büros der Buchbranche beherbergt.




    Gleich daneben befand sich das Buchgewerbehaus, das im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört, und in der Nachkriegszeit provisorisch (vermutlich aus Trümmersteinen) wiederaufgebaut wurde.

    Bild: http://www.lispikon.de


    Zustand heute, Zukunft ungwiss.




    Deutlich besser sieht es beim Sanierungsgrad der noch vielen vorhandenen, villenartigen Wohnhäuser im Viertel aus, die den einstigen Gründergeist und Reichtum des graphischen Viertel widerspiegeln. Hier ein Beispiel von einem Wohnhaus in der Chopinstraße/Ecke Salomonstraße.



    Die Seitenansicht verrät, dass es sich bei diesem Haus "nur" um einen Anbau eines klassizistischen Wohnhauses (vmtl. um 1860 errichtet) handelt.


    Eigene Bilder
    Das Einbinden der Bilder aus lipsikon.de ist mir erlaubt