Bahnstadt (in Bau)

  • Erschließung Bahnstadt mit Straßenbahn

    Ursprünglich wurde für die Bahnstadt ja eine recht attraktive Bedienung mit Straßenbahnlinien mittels Verschwenkung der Linien 22 und 26 geplant.


    Mittlerweile scheinen sich die Straßenbahn-Verläufe (die Fuß- und Radwegbrücken sowieso) in Luft aufgelöst zu haben?
    - die Führung der Linie 22 durch die Grüne Meile anstatt der bestehenden Trasse Eppelheimer Straße am Rand ist in der Bahnstadt/Kostenoptimierung mit 2,7 Mio EUR eingespart
    - die Trasse von der Montpellierbrücke bis Czernybrücke soll in den Plänen nicht mehr eingezeichnet sein (siehe SPD/GAL-Antrag zur Gemeinderatsitzung vom 10.2.11)

  • - die Führung der Linie 22 durch die Grüne Meile anstatt der bestehenden Trasse Eppelheimer Straße am Rand ist in der Bahnstadt/Kostenoptimierung mit 2,7 Mio EUR eingespart


    Nö, is se nicht. Die Kostenoptimierung erfolgte 2005/2006, und führte lediglich zur Einsparung einer Haltestelle aus Rentabilitätsgründen. In derselben Optimierung wurde die Plantrasse Czernyring (s.u.) zur Freihaltetrasse bis mindestens 2018 zurückgestuft.


    - die Trasse von der Montpellierbrücke bis Czernybrücke soll in den Plänen nicht mehr eingezeichnet sein (siehe SPD/GAL-Antrag zur Gemeinderatsitzung vom 10.2.11)


    Was SPD und GAL möchten, ist dass die Freihaltetrasse in Baupläne und ähnliches erkennbar eingetragen wird. In diesen war diese bisher nie verzeichnet (fehlt z.B. aktuell wieder im Bebauungsplan zum Campus II, der am selben Tag im Gemeinderat war), sondern diese ist nur in der Rahmenplanung zur Bahnstadt dargestellt, zuletzt 2007 (gibt ja keine neue seitdem).


    (die Fuß- und Radwegbrücken sowieso)


    Wo liest du das raus? Gemäß der optimierten Planung von 2007 sind Fuß- und Radwegbrücken im Rahmen der Entwicklung der Bahnrandgebiete zu bauen - "mit der Entwicklung weiterer Baufelder" (Zitat Dokument Städtebauliche Rahmenplanung Bahnstadt) nach Beginn der Bebauung des südlich an den HBf angrenzenden Gebiets. Und da jenes Gebiet nicht vor 2015 bebaut werden wird...


    In der Anlage 2 zur Rahmenplanung ist die Verlängerung Querbahnsteig (und die Fußgängerbrücke am Bahnhof) als Bauphase 1 dargestellt, die beiden Fußgängerbrücken westlich als Bauphase 2, die neu zu erstellende Querung am Ochsenkopf als Bauphase 3.
    Bauphase 1 entspricht in der Zeitachse der Fertigstellung von Campus II, Schwetzinger Terrassen und Fachmarktzentrum, Bauphase 2 entspricht der restlichen Bebauung zwischen verlängerter Gneisenaustraße und Speyerer Straße (= Bahnstadt-Ost) sowie der Weiterentwicklung am "Eppelheimer Dreieck", Bauphase 3 entspricht dann dem Lückenschluss zwischen diesen Stücken. Zur Grobterminierung: Bauphase 1 = ca 2009-2014, Bauphase 2 = ca 2015-2019, Bauphase 3 = um ca 2020. Wobei das auch nicht wirklich festgelegt ist.

  • Die Bezirksbeiräte der angrenzenden Stadtteile haben am 5.4. in einer gemeinsamen Sitzung eine Satzungsänderung verabschiedet, mit der sie jeweils Gebiete an die zukünftige Bahnstadt abtreten.


    Ende Mai soll der Gemeinderat dann die Bahnstadt auf Basis dieser Gebiete offiziell zum Stadtteil erheben. Ein eigener Bezirksbeirat für die Bahnstadt ist ab 2014 vorgesehen, bis dahin wird das Gebiet durch den Bezirksbeirat Weststadt/Südstadt verwaltet. Auf Basis der abgetretenen Gebiete umfasst die Bahnstadt derzeit eine Wohnbevölkerung von 1.104 Personen auf 146,8 Hektar Fläche, und wird somit für einige Zeit von der Einwohnerzahl der kleinste Stadtteil Heidelbergs sein; von der Fläche her ist lediglich Bergheim kleiner.


    Karte zu den abgetretenen Gebieten:

    Bildquelle: Stadt Heidelberg


    Die abgetretenen Gebiete umfassen neben dem eigentlichen Entwicklungsgebiet Bahnstadt auch das bestehende Wohngebiet Im Sand, das angrenzende Gewerbegebiet Hebelstraße, das Gebiet Speyrer Schnauz mit der Neuen Feuerwache sowie das noch zu Wieblingen gehörende ex-Bahnbetriebswerk ohne S-Bahn-Abstellgruppe West. Nicht der Bahnstadt zugeordnet wird der Hauptbahnhof selbst, dieser verbleibt bei der Weststadt als Nahtpunkt zwischen Weststadt, Bahnstadt und Bergheim.


    Die Zuordnung des bestehenden Wohngebietes ist umstritten, die SPD fordert eine Befragung der ansässigen Bürger zum Thema.

  • Mittlerweile findet sich hier auch eine vierte Webcam mit Blick auf die Baustelle SkyLabs. Im Hintergrund ist dabei auch das Baufeld W5 zu sehen.


    Die Webcam auf dem Schlauchturm der Feuerwache mit Blickrichtung Nordwest zeigt mittlerweile schön den Baufortschritt im Baufeld W6.

  • Wo liest du das raus? Gemäß der optimierten Planung von 2007 sind Fuß- und Radwegbrücken im Rahmen der Entwicklung der Bahnrandgebiete zu bauen


    Verstehe. Aber was ist z.B. mit der Fuß- und Radwegbrücke über der "autobahnänlichen" Speyerer Str.? In der "Kostenoptimierung"-Präsentation v. 5.7.2007 wird dafür -1.0 Mio. EUR angesetzt. Ansonsten ist diese Brücke (im Gegensatz zu den anderen) in der Präsentation nicht beschriftet. Auffällig finde ich auch, dass im Online-Stadtplan der Stadt Heidelberg (bei der die im Bau/Planung befindlichen Gebäude der Bahnstadt bereits eingetragen sind), eine solche Brücke über die Speyerer Str. nicht wie in den Rahmenplanungen angedeutet geradlinig am Rand des ehemaligen Bahndamms auf die "Schwetzinger Terassen" zuläuft, sondern (über einen Tennisplatz o.ä.) in Richtung Feuerwache verschwenkt wird; der Weg, auf den sie trifft, dürfte ca. 5 Meter unterhalb der Bahnstadt-Ebene liegen. So richtig blödsinnig, wohl damit es später entfallen kann.

  • der Weg, auf den sie trifft, dürfte ca. 5 Meter unterhalb der Bahnstadt-Ebene liegen.


    In sämtlichen mir bekannten Visualisierungen wird dieser Weg zwischen Tierheim und Speyerer Straße als Rampe hoch gebaut, so dass er an der Brücke auf Höhe der Terasse liegt. Deswegen endet auch die Eidechsenmassensiedlung 30 Meter vor der Speyerer Straße. Die Radfahrer (und die werden die Hauptnutzer sein) geradeaus auf den Weg unten zu schicken ist eh viel sinnvoller, als sie auf die Fußgänger auf der Terrasse donnern zu lassen.


    Der Weg ist der Parallelweg zum Damm auf dessen unterer Kante.


    In der "Kostenoptimierung"-Präsentation v. 5.7.2007 wird dafür -1.0 Mio. EUR angesetzt.


    Ja, weil sie gegenüber der Ursprungsplanung billiger wurde...


    In der aktuellen Bebauungsplansänderungsbegründung (Promenade) vom 4.5. 2011 stehen sämtliche Brücken auch weiter drin ("Neubau einer Brücke über die Speyerer Straße", "drei neue Querungen über die Bahngleise", "Fußgängersteg am Hauptbahnhof" - d.h. die Verlängerung), das Projekt ist also durchaus weiter vorhanden und nicht gestrichen.

  • Die Radfahrer geradeaus auf den Weg unten zu schicken ist eh viel sinnvoller, als sie auf die Fußgänger auf der Terrasse donnern zu lassen.


    Der Weg ist der Parallelweg zum Damm auf dessen unterer Kante.


    :Nieder: eine gegenüber dem Original vielleicht doppelt so lange verschwenkte Fahrradbrücke (wird bestimmt billiger, wer's glaubt), die in dieses dunkle Loch von Wirtschaftweg statt in die Bahnstadt führt, ist ja typisch für Heidelberg! Im aktuell (bis 15.8.) ausliegenden Bebauungsplan "Promenade" übrigens führt"e" der Fuß- und Radweg beiderseitig der Speyerer Straße diese geradlinig querend nah an den Gewerbepartzellen MK1 und MK2 verbau, dafür mit Abstand zu dem südwestlich geplanten Spielplatz. Brücken jeglicher Art fehlen natürlich. Was aus dem Plan auch hervorgeht: der tiefer gelegte Wirtschaftsweg liegt außerhalb der Grenzen des Bebauungsplans, hier dürfte gar nichts passieren. Aber Hauptsache, die Autozufahrten sind schön ausgebaut.

  • Wie soll eigentlich das Straßen- und Wegennetz an diese Treppenabgänge (anscheinend auf Bahnsteigniveau) angebunden werden


    Momentan, nachdem großteils das gebaut wurde:


    - bestehende Straße ab Kreuzung Czernyring/Güteramtsstraße runter zum Bauhof US-Army und östlich um diesen vorbei
    - auf Höhe der östlichen Vorbeifahrt: Treppenabgang von Bushaltestelle auf Czernyring
    - Einfahrt/Weg hiervon ca auf Höhe Ostende der Bahnsteige
    - Parallel zu Bauhof und Gleisen dann komplett P+R bis Höhe Querbahnsteig, wo Zugang zu den Aufgängen besteht.


    Evtl. kommt man von Straße/Weg unten auch mit einem kurzen Schlenker nach Osten in den Posttunnel. Wäre als Übergangslösung kürzer als übern Querbahnsteig zu laufen.

  • Die Querbahnsteig-Verlängerung wurde heute eröffnet.


    Artikel mit Bildern dazu (Stadt Heidelberg)


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    Zur weiteren Vermarktung bzw. den geplanten Baustarts liest sich diese Zusammenfassung recht gut. Hieraus die folgenden Daten.


    Vorgesehen sind als Baubeginne für aktuelle Projekte, die noch nicht begonnen wurden:
    - W4 (Argon RG, 117 WE) : Oktober 2011
    - Z6 (Grundkontor, je nach Planung 457 oder ca 538 WE in zwei Bauabschnitten) : "Sommer 2011"
    - Z7 (Immo-Wohnbau, 230 WE) : I/2012
    - S2 (Unmüssig, Bürogebäude am "Stadttor" - s.a. #71): III/2012
    - S3.2 (B&B Hotels - s.a. #106 - 123 Zimmer, 2 Sterne): noch nicht festgelegt


    In der oben verlinkten Zusammenfassung findet sich zu jedem Entwurf eine Visualisierung (in schwarz-weiß, warum auch immer).


    Von obigen soll Z7 auch Einzelhandel und/oder Gastro beinhalten (6 Mieteinheiten); das Baufeld liegt am zukünftigen "Gadamer Platz". Bei dem Projekt in Z6 handelt es sich um eine Studentenwohnanlage.


    Skylabs und W6 haben im September jeweils Richtfest.


  • - auf Höhe der östlichen Vorbeifahrt: Treppenabgang von Bushaltestelle auf Czernyring


    Vielen Dank für die Ortsbeschreibung. Kommt man von der Treppe oben


    - praktisch nur zur Bushaltestelle (33er stadteinwärts) bzw.
    - muss der Czernyring zwingend überquert werden, um weiter in südlicher Richtung zu gelangen oder
    - wird mit der Baumaßnahme auch irgendwie der Weg zur Montpellierbrücke (Tramhaltestelle 26) verkürzt
    ?

  • Die Querbahnsteig-Verlängerung wurde heute eröffnet.


    Ich war bei der Eröffnung und habe Bilder gemacht (und auch einen kurzen Bericht geschrieben). Ein paar Ansichten:






    Beleuchtung bei Nacht:





    Innenansicht vom Anbau aus:





    Vom alten Querbahnsteig kommend:


  • Kommt man von der Treppe oben [...]


    Die Treppe befindet sich rund 50 Meter östlich der Bushaltestelle stadteinwärts (BL 33, 721). Um in die Speyerer Straße, Max-Jarecki-Straße - umbenannte Güteramtsstraße - oder zur Montpellierbrücke zu gelangen muß man vor zur Kreuzung nach der Bushaltestelle und dort an der Ampel den Czernyring queren, da es auf der Nordseite des Czernyrings keinen Gehsteig gibt.


    Der Gehsteig setzt sich Richtung Osten entlang des Unterfliegers fort und kommt auf der anderen Seite der Montpellierbrücke raus.


    Wobei es fast schon traditionell ist an der Stelle den Czernyring einfach so zu queren - an der Bushaltestelle stand sogar früher ein Schild das explizit auf die Ampel und die Gefährlichkeit des wilden Kreuzens hinwies.


    ilpadre : Vielen Dank!

  • "Stadttor Heidelberg"


    Nutzung: Gewerbe/Bürofläche
    Investitionsrahmen: 30 Millionen
    Spatenstich: 20.09.2011
    Fertigstellung: Frühjahr 2012
    Gesamtgröße: 10.000 m² Nutzfläche
    Aktueller Vermietungsstand: 70%
    Ankermieter: i+o Industrieplanung+Organisation GmbH (4.000 m²)
    Lage: Kreuzung Schwetzinger Terrasse / Speyerer Straße



    Quelle: Immobilienreport Rhein-Neckar

  • Die Güteramtsstraße wurde mittlerweile nach Umbau wiedereröffnet und in Max-Jarecki-Straße umbenannt. Links im Bild Skylabs, die letztens Richtfest hatten.



    Eigenes Bild

  • Irgendwie fehlt mir in der Grafik ja die Kreuzung und die Querstraße, die gleich hinter dem Neubau kommt und bereits fertig ist ;)


    Aber schön daß die Eidechsenautobahn in die Brücke einbezogen wird. Die Jungs Haben anscheinend ne wirklich gute Lobby.

  • Der Gemeinderat hat grünes Licht für die Fußgänger- und Raddfahrer-Brücke über die Speyerer Straße gegeben.


    Wobei in dem Beschluss ein Baubeginn ab Frühjahr 2013 nur dann als realistisch angesehen wird, wenn Förderanträge noch in den nächsten Wochen abgegeben werden. Die schon länger versprochenen Radwege auf dem Güterbahndamm dürften dann auch nicht vorher kommen.

  • Treppenaufgang zur Bushaltestelle Czernyring - Die war hier glaub ich noch nicht abgebildet


    Die kurze "Blütezeit" dieses Treppenaufgangs ist auch bald schon wieder vorbei: den meisten Planungsvarianten nach wird die Linie 33 ab September 2012 nicht mehr über den Czernyring fahren, somit entfällt der Zugang zu der Bushaltestelle.


    Verheimlicht wird bei den Planungsvarianten (darunter auch eine fast komplette Parallelführung mit der Straßenbahnlinie 26 in diesem Bereich - die neue Linieführung der 33 ist kürzer und billiger und kann dann wegen der Parallelführung mit der Straßenbahnlinie 26 später auch eingestellt werden) auch, dass die einzige im 300-Meter-Radius des Wohngebiets "Alte Stadtgärtnerei" vorhandene Haltestelle "Carl-Benz-Str.", die stadteinwärts eigentlich direkt an der Einmündung Carl-Bosch-Str. liegt, entfallen würde.