Neues aus aller Welt

  • Neues aus aller Welt

    Römisches Ökohochhaus versorgt sich selbst mit Energie


    Das Architektenbüro JMSchivo&Associati baut eine Ökohochhaus im römischen Vorort Fiumicino. Der "Green Tower" wird 130 Meter hoch sein und seinen Energiebedarf fast vollständig alleine decken und im Vergleich zu konventionell gebauten Hochhäusern 70% weniger Schadstoffe emittieren.


    Dazu sollen sowohl das Konstruktionsprinzip als auch die eingebaute Solaranlage beitragen.


    "...Mit Hilfe der Photovoltaikanlage kann der Bedarf an elektrischem Strom, Warmwasser, Heizung und Lüftung weitgehend gedeckt werden. Für den beabsichtigten Niedrigverbrauch werden die Ausrichtung des Gebäudes nach Süden und die Verwendung spezieller Isolierungsmaterialien sorgen", wird Jean Marc Schivo zitiert.


    Das bedeutet mehr natürliche Wärme und Tageslicht. Während der heißen Jahreszeit hingegen bieten die riesigen Balkonflächen einen Schutz für die Glasfassaden, sodass sich die Innenräume weniger aufheizen.


    Das Hochhaus ruht auf einer gegenüber dem Straßenniveau versenkten Grundfläche, die mit offenen Grünanlagen und Wasserbecken bedeckt ist. Dies bewirkt, dass am Sockel keine Verwirbelungen oder Aufwinde entstehen und gleichzeitig die architektonische Eleganz des Bauwerks besser zur Geltung kommt. Während sich die kleineren Wohnungen auf den unteren Stockwerken befinden, sind in dem oberen Abschnitt ("Admiral Floor") Appartements mit Villencharakter untergebracht. Ein als Gewächshaus gestalteter Großraum dient als Ort der Begegnung und Freizeitaktivitäten.


    Auf einem weiteren Stockwerk ist Platz für ein Restaurant, ein Clubhouse und eine Bar. Um eine möglichst hohe Flexibilität und Wohnqualität zu gewährleisten, sind zahlreiche noch nicht nach Nutzungszwecken festgelegte Freiräume vorgesehen. Die vier obersten Etagen sind mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt, die für Sauerstoff und ein angenehmes Wohlfühlklima sorgen sollen. Das 110 Mio. Euro teure Ökohochhaus wird im Auftrag der Immobiliengesellschaft Parsitalia Real Estate gebaut. Es umfasst eine begehbare Nutzfläche von insgesamt 8.200 Quadratmetern. Mit dem Baubeginn ist Anfang 2008, mit der Fertigstellung Ende 2010 zu rechnen.


    Quelle: pressetext.deutschland



    © JMSchivo&Associati / archiportale.com


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  • weil solche "öko" Hochhäuser in der regel Augenwischerei sind und genausoviel strom brauchen wie ein ganz normales Hochhaus, nur teurer sind.


    Die Commerzbank und der RWE Turm waren übrigens auch als öko hochhäuser konzipiert...naja, mal schauen was draus wird.

  • Das stimmt nicht. Es gibt eine Reihe von Niedrigenergie-Hochhäusern, die dann in der Tat weniger Energie verbrauchen. Auch in Deutschland.


    Natürlich hängt der Energieverbrauch letztlich vom Verhalten der Mieter ab. Die beste Wärmedämmung, Energiesparfenster mit Lüftungsautomat etc. helfen nichts, wenn das Fenster permanent offen ist und die Heizung trotzdem läuft. Und gerade bei den Südeuropäern gibt es einige Verhaltensweisen, die hinterfragt werden dürfen, wenngleich Heizkosten häufig nicht das größte Problem sind.


    Technologisch ist es aber natürlich möglich, so zu bauen. - Wie oben beschrieben: Eine möglichst exakte Ausrichtung, entspr. Fassadengestaltung, Solarstrom und die Nutzung "natürlicher" Klimaeffekte sind keine Augenwischerei! Man muss sich mal überlegen, wieviel Heizleistung alleine die Abluft dieses Hochhauses hergibt.

  • Hier gibt es mal ein nettes architektonisches Gimmick zu sehen ;)



    Hier wurde eine "Hauswand" zur drehbaren Hauswand. Dieses Objekt steht in Liverpool und heißt "Turning The Place Over". Es wird vom 20. Juni an bis Ende 2008 laufen und hat £450,000 gekostet.

  • Manuel :
    hast du ne Liste von funktionierenden Niedrigenergiehochhäusern oder Beispielen wo solche Systeme tatsächlich langfristig mehr Energie einsparen, als sie anfangs gekostet haben und auch nur ansaztweise wirtschaftlich betrieben werden können?

  • Die Howoge hat in Lichtenberg zwei Plattenbauten mit 18 und 21 Etagen renoviert. Dreifach isolierte Fenster wurden eingebaut, 12 cm Wärmedämmung aufgebracht, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und ein Blockheizkraftwerk eingebaut.


    Die Betriebskosten sinken um 53 Cent pro Quadratmeter. Durch die gesamte Renovierung ist die Miete um EUR 1,04 gestiegen. Das schreckt interessierte Mieter aber offenbar nicht, den die Vermietung in "Deutschlands größtem Niedrigenergiehaus" läuft sehr gut.


    Artikel im Tagesspiegel vom März 2007


    Also: Es ist vollkommen logisch, dass man durch Einsatz moderner Technik Energie sparen kann. Und bei steigenden Energiekosten rechnet sich das dann sogar. Volkswirtschaftlich rechnet sich das m.E. auf jeden Fall. Denn erstens führt geringerer Verbrauch von zu importierenden Ressourcen zu steigender Energieunabhängigkeit, zweitens schafft es uns einen Vorsprung in einer wichtigen Schlüsseltechnologie dieses Jahrhunderts und drittens können wir es drehen und wenden wie wir wollen: Gas und Öl sind nun einmal nicht unbegrenzt da.


    Wenn wir nicht wollen, dass wir heute von Öl- und Gasimporten abhängig sind und morgen davon abhängig sind, dass andere uns die Technologie verkaufen, für deren Entwicklung, Nutzung und Vertrieb wir uns (hoffentlich nicht) wieder einmal als zu blöd erwiesen haben, sollten wir uns stärker mit diesen Themen beschäftigen. Meines Erachtens sollte Energiesparen zur Staatsräson werden. Wir haben zugeschaut, wie andere den Stahlmarkt leerkaufen. Wollen wir auch noch zuschauen, wie andere höhere Preise für Öl und Gas bieten?


    Ein Volk, dass ausreichend eigene Ressourcen hat, aber zu blöd für deren Nutzung ist und sich stattdessen lieber an andere verkauft und politisch prostituiert, kann für sich keine große Rolle im Weltgeschehen reklamieren.

  • Green Building - Thema der Zeit

    Moin Moin aus dem Norden,


    komme gerade vom Fassadenkongress des VDI - Blick in die Zukunft.
    Green Building, Öko-Logisch, Ressourcen, Nachhaltigleit, Energieeffizient..... und Saudi Arabien, Emirate, Dubai... es wird gebaut, plötzlich mit Neuen Themen.
    Transsolar, DS-Plan planen die Hochhäuser der Zukunft, ja sogar ganze Städte.
    Wo kommt das her, warum nicht schon früher Zero-Emission. Ist auf jeden Fall super das wir aus Deutschland das High-Tec / Low-Tec / Know-How in der Welt repräsentieren.
    Ingenhoven-Architects präsentierte ein Zero-Emission Hochhaus in Sydney. Es wird das Erste seiner Art in Australien sein.


    http://www.ingenhovenarchitekten.de/ Bligh Street Sydney


    Natural Ventialtion und die entsprechenden Fensterelemente sind perfekt geeignet für die Gebäude der Zukunft.
    http://www.Lacker.de
    http://www.WindowMaster.de

  • Mittelalterlich anmutend mit modernster Technik

    Matthias Schuler von Transsolar referierte über diese Stadt bei dem besagten VDI-Fassadenkongress.
    Es gibt für Notfälle futuristische Elektro-Cars (wie bei James Bond, echt, voll spaceig). Der Verkehr findet im Tunnelberich (Underground) statt, so auch die Warenlieferungen. Die Wände sind hoch, so daß im tiefen Häuserschatten die Sonne draußen bleibt. Eine mittelalterlich anmutende Stadt mit hochmodernster Technik... Back to the Routes... Es wird ausschließlich Notebooks geben. Jedes Elektrogerät muß A+++ sein, es wird alles exakt vorgeschrieben, sonst funktioniert das nicht. Die Solarfelder sind schon im Bau.
    Ein Experiment der Extraklasse, Respekt vor Transsolar.


    Experten und FassadenQuerdenker vom Feinsten..
    Prof. Dr.-Ing. U. Knaack TU Delft und Detmolder Schule für Architektur
    (noch) Dipl.-Ing. Marc Bilow .. dito Delft und Detmold
    Die Beiden werden noch eine Menge verrückter Dinge tun...aber genau das brauchen wir. Innovation entsteht durch Querdenken, durch probieren und experementieren, nicht immer nach Referenzen fragen sondern denken "das hat hoffentlich noch keiner", nur so kommen wir voran. So entsteht Fortschritt.
    Gruß Fassadenfreak.

  • NY/London: Baaltempel von Palmyra

    Der Baaltempel von Palmyra wurde im August 2015 von der IS zerstört - bis auf ein Eingangstor. Diesem Artikel nach soll das Eingangstor mit der Benutzung des 3D-Drucks nachgebildet werden, die Nachbauten sollen auf dem New Yorker Times Square und auf dem Londoner Trafalgar Square aufgestellt werden - eine Visualisierung im Artikel zeigt das zweite Vorhaben.


    Das am Projekt beteiligte Institute for Digital Archeology will zusammen mit der UNESCO sicherheitshalber 3D-Fotos mehrerer Baudenkmäler in Krisengebieten anfertigen.


    Mir kommen gleich die ewigen Diskussionen im Berliner DAF-Unterforum mit dem Tenor zerstört ist zerstört in den Sinn - woanders ist man viel williger, verlorengegangenes Bauerbe bei Bedarf wiederherzustellen, auch mit modernsten Techniken.

  • Warschau: Varso Tower

    Ich habe das Projekt mal in der internen Lounge erwähnt: Der seit 2016 nach einem Entwurf von Foster + Partners gebaute Varso Tower mit 54 Geschossen und 310 Metern Höhe wird nach der Fertigstellung 2020 das höchste Hochhaus der EU. Die Investitionssumme beträgt 500 Millionen EUR.
    Demnach gehört das Hochhaus zum Komplex von drei Türmen und niedrigeren Bauten, die kleineren Hochhäuser sollen 90 und 81 Meter hoch sein. Insgesamt werden auf einem Grundstück von 18 Tsd. Qm 140.000 Qm Bürofläche errichtet. Im EG soll es Läden, Restaurants und Cafés geben; außerdem in ein Restaurant mit Aussicht im 46./47. OG geplant.


    # Ein weiterer Artikel vom Januar 2017 mit Visualisierungen
    # Dieser polnische Artikel bietet noch mehr Bilder und ein Video
    # Der Standort auf Google Map
    # Videos vom Baugeschehen auf Youtube (gefunden auf www.skyscrapercity.com)

  • Hochhaus-Wälder

    www.ingenieur.de berichtete gestern über Hochhausprojekte, die mit Wäldern auf den Fassaden die Bosco Verticale (Wikipedia-Artikel) nachahmen:


    # Ein Hochhaus von Stefano Boeri in Lausanne - derzeit im Bau


    # Zwei Hochhäuser in Nanjing, das höhere mit 207 Metern soll Büros beherbergen, das niedrigere mit 107 Metern das Hyatt Hotel mit 247 Zimmern. Im Sockel ist ein Einkaufszentrum geplant. 2018 sollen sie fertig sein.


    # In Vietnam sind drei begrünte Hochhäuser je 22 Geschosse mit insgesamt 720 WE geplant, die eine Brücke verbindet.

  • Prag: V Tower

    Der V Tower mit 30 Geschossen, 104 Metern Höhe und 120 WE hat eine sehr charakteristische Form. Deswegen wurde das Hochhaus schnell zum beliebten Fotomotiv - Ende April habe ich in Prag eine Fotoausstellung gesehen, wo der Neubau auf vielen Fotos mehrerer Autoren abgebildet wurde. Ich konnte ihn auch selbst vom Vyšehrad aus fotografieren (insgesamt habe ich mehr Fotos, drei sollten hier reichen):







  • Chongqing (China)

    Für den Fall, dass sich die Hochhausfantasien des einen oder anderen Forenmitgliedes sich mal wieder vergaloppieren, empfehle ich den Blick auf das Geschehen im fernen Asien. In Städten, deren Namen viele von uns nicht einmal gehört haben, kann es passieren, dass Bauprojekte nicht nur vorgestellt, sondern auch zügig umgesetzt werden, welche die Dimensionen unseres bescheidenen Mittelerdes Mitteleuropas locker sprengen. Ein solches Beispiel ist aktuell der Entwurf für die zentralchinesische Stadt Chongqing (28 Mio. Einwohner) von UNStudio, den der Bauherr akzeptiert hat und so oder ähnlich in die Umsetzung geben will. Sechs Supertalls mit durchschnittlich 285 Metern Höhe. Standort ist das Gebiet der "18-Stufen-Plattform", deren historische Pfahlbauten durch dieses "Redevelopment" wohl komplett verschwinden werden. Tabula Rasa in China:



    Bild: UNStudio, Amsterdam

  • CDMX Mexiko-Stadt / Neubau Hochhaus Chapultepec uno

    Bilder von letzter Woche / Fotos de la semana passada / pictures from last week


    Nutzung Büro / Hotel / Wohnungen Projektseite



    CDMX Neubau Chapultepec uno by Kleist Berlin, auf Flickr



    CDMX Neubau Chapultepec uno by Kleist Berlin, auf Flickr



    CDMX Neubau Chapultepec uno by Kleist Berlin, auf Flickr



    CDMX Neubau Chapultepec uno by Kleist Berlin, auf Flickr



    CDMX Neubau Chapultepec uno by Kleist Berlin, auf Flickr



    CDMX Neubau Chapultepec uno by Kleist Berlin, auf Flickr

  • CDMX Stadtteil Santa Fe Neubau Torre Mistral

    Projektseite / sitio web del proyecto / website of the project


    Nutzung: Wohnen, 43 Etagen 171 m hoch


    Dieses Projekt steht neben zahlreichen anderen Neubauten ~ 12 km vom Zentrum entfernt. Das würde in jeder deutschen Innenstadtlage Beachtung finden.



    CDMX Santa Fe Proyecto Torre Mistral by Kleist Berlin, auf Flickr



    CDMX Santa Fe - Proyecto Torre Mistral by Kleist Berlin, auf Flickr



    CDMX Santa Fe - Proyecto Torre Mistral by Kleist Berlin, auf Flickr



    CDMX Santa Fe - Proyecto Torre Mistral by Kleist Berlin, auf Flickr



    CDMX Santa Fe - Proyecto Torre Mistral by Kleist Berlin, auf Flickr

  • Warschau: Abriss des Kulturpalastes?

    Diese Nachricht wurde bisher übersehen - wie (neben vielen anderen Medien) Deutschlandfunk berichtete, der polnische Kulturminister soll für den Abriss des Kultur- und Wissenschaftspalastes aus den Jahren 1952–1955 als kommunistisches Erbe plädiert haben. Für den Abriss ist laut Meldung auch Mateusz Morawiecki, derzeit Ministerpräsident des Landes.
    Der Bau ist mit 237 Metern immer noch das höchste Hochhaus der Stadt und zählt zu den Wahrzeichen Warschaus. Die Meldung nennt die Abrisskosten mit "zig Millionen Euro".