Projekt Rheinboulevard

  • Projekt Rheinboulevard

    Im Rahmen der "Regionale 2010" wird nun diskutiert, den Fußgängersteg auf der Südseite der Hohenzollernbrücke zu ersetzen.


    Statt des Fußgängerweges soll eine rund zehn Meter breite Brückenerweiterung für Fußgänger und Radfahrer neben der Hohenzollernbrücke errichtet werden. Dabei könnten die noch vorhandenen baulichen Anlagen - Widerlager, Pfeilerfundamente und Straßenanbindungen - der ehemaligen Straßenbrücke an dieser Stelle genutzt werden.


    Eine sehr schöne Idee, die linksrheinsche Innenstadt noch enger mit Deutz zu verbinden. Die Umsetzung ist m. E. auch geboten, da der Deutzer Bahnhof als ICE-Haltepunkt immer wichtiger wird.


    Bericht mit Bild im Kölner Stadt-Anzeiger.

  • Die Idee und auch den Entwurf finde ich sehr gelungen. Das wäre wirklich was besonderes für Köln. Für Fußgänger und Radfahrer ist so ein Boulevard im Gegensatz zur jetzigen Situation (enger Fuß- und Radweg) ideal. Der Stadtteil Deutz (zählt ja auch zur Innenstadt) wird dadurch fast perfekt in die "Innenstadt" (Dom und Umgebung) eingebunden. Da der Standort Deutz immer wichtiger wird (Kölnarena, RTL, Talanx/Gerling, Kölntriangel, Lufthansa, Messe, usw.) ist so eine Baumaßnahme insgesamt sehr wichtig und fördernd für Köln.

  • Die Stadt Köln zeigt sich aufgeschlossen gegenüber einer Neugestaltung der linken Rheinuferseite zwischen Bastei (etwa Höhe nördliche Ringe) und Breslauer Platz (Einfahrt zum Rheiufertunnel am HBf, Beginn Rheingarten).


    Schön dass man sich wenigstens dessen bewusst ist dass es mit einer Umgestaltung der rechten Rheinseite bis 2010 nicht getan ist...allerdings finde Ich auch dass durch die neue Hochwasserschutz-Baumassnahmen schon viel erreicht wurde, das ganze Areal entlang des Kunibertviertels bis hin zur Zoobrücke wirkt durch die neuen Gehwege etc viel sauberer und aufgeräumter.


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1176130314239.shtml

  • Stimmt, durch die Neugestaltung rund um die Hochwasserschutzmauer gewinnt die Uferpromenade einiges. Besonders gut gefällt mir, dass jetzt auf der Promenade die Radfahrer hinter der Mauer einen breiten Radweg bekommen, und nicht mehr den Touristen/-Fußgängern zwischen den Beinen rumfahren. Gut wäre, wenn die vielen Verkehrsschilder noch auf Notwendigkeit geprüft würden. IMO könnten viele entfallen.

  • Der Wettbewerb ist entschieden! Gewonnen hat:


    Planorama aus Berlin
    http://www.rheinboulevard-koel…bewerb/ergebnisse/79.html


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1187348191288.shtml


    Nördlich der Hohenzollernbrücke, auf der Höhe der RTL-Rheinhallen, soll ein Ponton auf dem Wasser verankert werden und zu einer Bühne für kulturelle Veranstaltungen werden.


    Zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke ist eine breite Betontreppe mit Stufen bis ins Wasser geplant.


    Zwischen Deutzer Brücke und Severinsbrücke soll an der Ufermauer ein Freizeitbereich mit Spielmöglichkeit entstehen.


    Südlich der severinsbrücke, an der Siegburger Straße, wird ein „Stadtbalkon“ auf Resten einer preußischen Befestigungsmauer geplant.


    Unklar ist mir, wie die Thematik der direkten Brückenumgebung gelöst werden soll und welche Gestaltung das Areal um das Lufthansa-Hochhaus erhalten wird.


    Der erste Bauabschnitt, wahrscheinlich der mittlere Bereich zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke, soll bis 2010 fertig sein.

  • Klasse - mit einer klaren Handschrift das Maximum an Wirkung erzielt. Und kurzfristig realisierbar.


    Gibt es die Renderings noch irgendwo größer? Auf der HP des Planungsbüros ist garnix.

  • Kaum hat man sich auf diesen sehr guten Entwurf geeinigt, gibt es auch schon die Ersten, die etwas zu mäkeln haben.


    Herr Streitberger ist skeptisch, ob die Treppe bis ins Wasser des Rheins gebaut werden kann. Und Herr Sterck von der FDP bemerkt, dass es die Stadt nicht einmal schaffe, die neue Domtreppe sauber zu halten und es ihr mit dieser, sehr viel breiteren, Treppe wohl auch nicht gelingen werde.


    Ist hier möglicherweise ein etwas kleingeistiges, negatives - vielleicht auch im ein oder anderen Falle gar neidisches - Denken im Spiel?


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1187348191590.shtml


    Meines Erachtens ist eine wirklich großstädtische Lösung gefunden worden, die sehr viel Format hat. Die jetzt, sehr früh angebrachte Kritik, ist - gelinde gesagt - peinlich und beschämend.

  • Die Frage ist auch ob die Bauaufsicht das ganze Bauwerk so abnimmt... Eine Treppe bis in den Rhein hat halt gewisse Sicherheitsrisiken.
    Eine Möglichkeit wäre ein Geländer am Ende der Treppe, wie im Rheinauhafen (Yachthafen).

  • Rheingeo : Eine Treppe die in einer Stadt völlig offen in einem (noch dazu fließenden) Gewässer endet wird es in Deutschland bestimmt nicht geben. Man hätte wohl mehrere Ertrunkene jährlich (insb. Kinder, Betrunkene).


    Gestalterisch ist das überzeugend, aber ist es umsetzbar? Mit einem Geländer säh' es jedenfalls schon wesentlich schlechter aus.

  • Auf koeln.de gibt's eine Bildergallerie, die einen näheren Eindruck vermittelt:


    http://www.koeln.de/artikel/Ko…-auf-den-Dom-37489-1.html


    Das gefällt mir schon wesentlich besser, diese Gliederung mit eingeschalteten Balkonen und Zwischenpfaden. Sonst hätte die Treppe doch zu sehr wie eine Stadiontribüne gewirkt. Ziemlich merkwürdig das Bild vom Bereich der Deutzer Werft: Was soll denn da die Veränderung zu jetzt sein? Fände ich sehr schade, wenn nur die Grünfläche etwas erweitert und der karge Platz mit den Basketball-Feldern beibehalten würde.


    Was die bauliche Umsetzung angeht bin ich auch gespannt. Ein Geländer am Fuß macht ja nicht wirklich Sinn, wenn's schon beim geringsten Hochwasser absäuft. Am Berliner Spreekanal jedenfalls gibt es etliche Uferbereiche ohne Geländer, mit den Vorschriften kenne ich mich aber nicht aus.


    Stimme ottcgn1 übrigens völlig zu, die Äußerungen von Baudezernet Streitberger und FDP-Fraktionschef Ralph Sterck sind mal wieder kaum zu ertragen und ein trauriges Beispiel für den Führungsstil in dieser Stadt. Vielleicht sollte man Herrn Sterck empfehlen, gleich gar keine Gebäude mehr in Köln zu errichten - Die könnten ja sonst mit Graffiti beprüht werden.

  • Auch kölnarchitektur.de hat sich des Themas erneut angenommen:


    http://www.koelnarchitektur.de…/de/home/aktuell/1872.htm


    Der Kommentator sieht in der prämierten Planung "keinen großen Wurf, da dieser eher eine brave Umsetzung der Vorgaben aus der Bestandsanalyse des Arbeitskreises Rheinboulevard sei, ohne eigene "Idee".


    Ich darf anmerken, dass der Kommentator auch keine besseren, eigenen Ideen zu bieten hat. Es wäre durchaus hilfreich zu wissen, was dieser Herr denn unter einem "großen Wurf" ebenda verstünde - er ist doch scheinbar vom Fach. Nicht der erste, seltsam negative Bericht zu Kölner Projekten auf dieser Webseite.


    Richtig ist freilich die Anmerkung, dass ein innovativer, kreativer Ansatz zur Zugänglichkeit des Rheinufers von den Brückenköpfen der Deutzer Brücke und der Severinsbrücke nicht erkennbar ist. Deren Gestaltung wird für den Gesamteindruck mit entscheidend sein. Was en Bereich der Severinsbrücke angeht, ist zwingend zunächst zu entscheiden, was mit dem Hochhaus werden soll.

  • Email zum Thema Plan 07 / Rheinboulevard

    Wen es interessiert - Ich habe folgende Email erhalten:


    Regionale 2010 - Wettbewerb Rheinboulevard
    Einladung


    Sehr geehrte Interessierte!


    Nachdem der Wettbewerb Rheinboulevard durch das Votum der Jury am 05. September 2007 entschieden wurde, möchte ich Sie im Rahmen der Ausstellung Plan 07 über das Ergebnis informieren.


    Es wird folgende Veranstaltungen geben, zu denen ich Sie herzlich einlade:



    Sonntag, 23. September 2007, 12.00 Uhr Eröffnung der Ausstellung mit Preisverleihung


    Freitag 28. September, 18.00 Uhr Finissage mit Vortrag und Podiumsdiskussion


    vom 21. bis 28. September 2007 Ausstellung der Ergebnisse



    Öffnungszeiten:


    Freitag 21.09.2007 von 18.00 – 22.00 Uhr
    Samstag, 22.09.2007 – Freitag 28.09.2007 von 13.00 – 21.00 Uhr


    Ort ist jeweils das Souterrain im Lufthansahochhaus, Kennedy-Ufer 1 in Köln Deutz/Eingang Deutzer Brücke.


    Für Ihre Teilnahme am bisherigen Verfahren, durch die wichtige Impulse für die Planung gegeben wurden, möchte ich mich in diesem Zusammenhang herzlich bedanken. Ich werde Sie auch weiterhin über die Entwurfsplanung und Umsetzung der Maßnahme bis zum Präsentationsjahr der Regionale in 2010 informieren.


    Mit freundlichen Grüßen


    In Vertretung
    Bernd Streitberger

  • Von der Ausstellung der Ergebnisse im Lufthansa-Hochhaus berichtet "report-k":


    http://www.report-k.de/content/view/6601/


    Auch Herr Dezernent Streitberger wird zitiert, der sich nunmehr mit dem Entwurf angefeundet zu haben scheint. Er lobt ausdrücklich den Siegerentwurf von Planorama und die monumentale Steintreppe zwischen den Brücken.


    Er bezeichnet die Treppe als "großartig" und äußert weiter, dass sich diese "viele von uns" von Anfang an gewünscht hätten sowie weiter, dass man damit bei allen Wasserständen zum Wasser geleitet werden könne und dass dies das Element sei, das den Entwurf im Besonderen auszeichnet.


    Danke Herr Streitberger. Auf diese Worte habe ich gewartet.