Zentralmoschee

  • @Samuel: Jüdische Glaubensgemeinschaften gibt es in Europa länger als das Christenum, sind deshalb Teil unserer Kultur. Zudem haben es die Architekten der früheren und heutigen Synagogen immer geschafft diese harmonisch und ohne Bruch ins Stadtbild zu integrieren. Gute Beispiele sind die Synagogen in Essen und die ehemalige Synagoge in Düsseldorf. Dort hat man sich sich zu jeder Zeit an den herrschenden architektonischen Geschmack, wie die christlichen Kirchenbauer auch, angepasst. Wohlwissend, dass man Teil der Gesellschaft ist. Der Islam ist, man muss es leider sagen, eine alte nicht säkularisierte Religion, dies drückt sich sowohl im Baustil als auch mit der fehlenden Reflektion der eigenen Religion aus. Ausserdem sind sich Christen und Juden um vieles näher als die beiden vorgenannten mit den Muslimen. In Deutschland vor 1933 war die jüdische Bevölkerung ja quasi voll integriert, was man heute von keinem Muslimen behaupten mag.


    Die Synagoge in Berlin finde ich allerdings etwas zu aufgehübscht...das Original war weitaus besser in die Umgebung eingepasst.

  • Ich hab mir gerade auf dem Link zur Ditib mal die anderen Entwürfe für die Moschee angeguckt... Gott oh Gott, da bin ich echt froh, dass man sich für diesen Entwurf entschieden hat! ;) Die anderen sehen ja teilweise richtig übel aus!

  • Die Ansichten erfüllen echt mit Vorfreude.....
    Dieser Baukörper könnte einen großen freien Platz gebrauchen, schade, dass er direkt an der Inneren Kanalstraße liegt...
    aber viellicht gäbe s auch Mittel, diese Straße etwas zu re-urbanisieren...??

  • @ Radio


    Wenn ich das richtig sehe verfügt dieser "Baukörper" über einen recht großen Platz auf der Rückseite der Moschee. Mann könnte die Situation an der Straße nur durch eine gewisse Verbreiterung und verschönerung des Bürgersteigs sowie evtl. ansetzen von kleinen Bäumen etwas passender gestalten. Mehr spielraum sehe ich leider nicht.

  • Vielleicht verbindet sich mit der Entscheidung der Ditib gerade dort eine Moschee zu bauen, der Anfang über die Innere Kanalstraße mal wieder nachzudenken, soll sie wirklich nur die Funktion einer reinen Stadtautobahn erfüllen? Oder will man diese Straße wieder in das Stadtleben integrieren.


    Es gibt von Seiten eines Architekturbüros im Fernsehturm z.B. die Idee, den Fernsehturm nicht mehr zur "plan" zu beleuten sondern permanent. Gerade das könnte noch mal mehr den öffentlichen Blick auf diesen Bereich lenken. Ich könnte mir gut vorstellen das sich hier in Zukunft noch mehr verändern könnte.


    Denn irgendwann wird auch die Telekom gezwungen sein Ihren alten Bürotower an der Inneren Kanalstraße zu modernisieren oder sich Gedanken über deren Zukunft zu machen.

  • Ein paar aktuelle Eindrücke vom Baufortschritt der Ditib Moschee von heute Nachmittag. Insgesamt schon sehr weit vortgeschritten, sieht schon beindruckend aus. Ich hoffe nur das man den Beton irgendwie noch verkleidet! :daumen:











    Quelle: Bilder von mir!

    2 Mal editiert, zuletzt von RainerCGN ()

  • Die Mantelbebauung ist im Rohbau fertig und der Kuppelbau bereits auf eine Höhe von 16 Metern angewachsen - im Dezember soll bereits Richtfest sein. Noch in diesem Jahr soll mit den Fassadenarbeiten begonnen werden, die im Frühjahr abgeschlossen sein sollen. Lt. Architekturbüro Böhm läuft alles nach Plan - Mitte bis Ende nächsten Jahres soll das ganze Projek fertiggestellt sein.


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1281431196603.shtml

  • Die DITIB hatte Donnerstag, 26.08.2010 zur Baustellenbegehung auf die Moscheebaustelle eingeladen.


    Die Nebengebäude sind im Rohbau fertig, ebenso die Tiefgearage. Im Untergeschoss wird bereits die Haustechnik eingebaut - so u.a. eine Geothermieanlage. Durch 100, 30 Meter in den Boden reichende Sonden soll 90% der Heizwärme erzeugt werden, der Rest durch Gasheizung.


    Im EG entsteht eine 60 Meter lange Einkaufspassage in der 11 Läden Platz finden sollen - ebenso ein Konferenzraum für 700 Besucher unterhalb des Gebetsraumes. Durch Lichtkuppeln in der darüberliegenden Platzfläche soll hier viel Tageslicht einfallen.


    Auf der Platzfläche eintsteht ein Brunnen (in Anlehnung an die Form der Minarette) dessen Wasser in die Erdgeschossebene fließt. Dieser ist umgeben von einer Wasserfläche mit Glasboden, durch den auch Licht in die untere Ebene fallen kann.


    Die Minarette sollen nach den Vorstellungen von Böhm nach Fertigstellung von innen angestrahlt werden und nach oben heraus strahlen (die runde Grundform der Minarette ist nicht geschlossen).


    Die Fassade soll aus möglichst wenig Stahl und sehr viel Glas bestehen.
    Mit den Arbeiten liege man voll im Zeit - als auch im Kostenrahmen. Fertigstellung ist für Ende 2011 geplant.



    http://www.rundschau-online.de…tikel/1281431214179.shtml
    http://www.ksta.de/html/artikel/1281431655019.shtml
    http://www.wdr.de/mediathek/ht…schau/lokalzeit_koeln.xml


    Diverse Bildergalerien in den Artikeln sowie Flimbeitrag aus der WDR-Mediathek (soweit ich weiß, 7 Tage online).

  • Bei meinem gestrigen Spaziergang habe ich mal ein paar aktuelle Fotos gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Oberfläche des Sichtbetons der Ditib Moschee anscheinend bearbeitet wurde. Diese Struktur ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Sie ähnelt ein wenig der Struktur des Sichtbetons des neuen Seminargebäudes der Universität. Obwohl die Struktur des Betons des neuen Seminargebäudes in sich feiner ist als die der Moschee. Es wirkt von ein paar Metern Entfernunung fast wie Naturstein.


    Ich habe leider niemanden gesehen der an der Betonfassade gearbeitet hat, aber man hat einen Presslufthammer im Hintergrund gehört.?..







    Quelle: Bilder von mir.

    Einmal editiert, zuletzt von RainerCGN ()

  • Hier mal ein Update zum Moscheebau von heute 16.10.2010






    Quelle: Alle Bilder von mir!


    RebellHAI : Ich denke das die Fassade des Büro- und Geschäftskomplexes so bleibt! Was mit der Kuppel sowie den Minaretten passiert weiß ich nicht, aber ich denke nicht, dass man beides in dieser Form beläßt.

  • Koelnarchitektur.de widmet sich in seinem aktuellen Artikel, dem Moscheebau in Ehrenfeld. David Kasparek, der diesen Artikel schreibt, sieht in dem Moscheekomplex, der neben der Moschee auch Büros und Einzelhandel sowie ein Kulturzentrum beherbergt, das neue Aushängeschild für Köln.


    Dieser Moscheebau ist sowohl für Ehrenfeld, aber auch für die gesamte Stadt ein großer architektonischer Gewinn. Es ist meiner Meinung nach, ein Stück lebendige Stadt erschaffen worden. Ich bin sehr gespannt wie belebt dieser Bau nachher sein wird. Auf mich wirkt er schon jetzt sehr einladend und es macht neugierig den Bau zu entdecken.


    http://www.koelnarchitektur.de…/de/home/aktuell/2518.htm

  • Ich sehe in dem ganzen auch eine Chance für mehr Akzeptanz des Islams und dessen Gläubigen. Ein Tag der offenen Tür mit Besuch der Moschee, den Einzelnhandelsläden und den Büros mit all es Islamischen Mitarbeitern ist mit Sicherheit eine absolut lohnenswerte Geschichte und in dem Umfang einmalig. Darauf sollte man, sobald fertig, lieber früh als spät zurückgreifen.

  • Mit diesen Bericht bestätigt sich (leider) meine Vermutung das hier gänzlich auf Farbe/Putz verzichtet wird. Es bleibt dieser Sichtbeton. Sicher nicht schlecht so wie er ist... aber ganz in Weiss wie in den Renderings wäre wunderbar gewesen.

  • Nach 15 Monaten Bauzeit hat die Ditib am 02. Februar Richtfest gefeiert. Wie der KSTA und die Kölner-Rundschau berichteten. Ich bin immer noch begeistert von dem Bau. OB-Roters sprach in seiner Rede vom Zeichen der Normalität und das der Moscheebau Ausdruck der Integration der Muslime in Deutschland und Köln sei.


    Bereits Ende dieses Jahres soll die Moschee eröffnet werden. In beiden Artikeln gibt es interessante Bildergallerien vom Rohbau.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1296551994906.shtml
    http://www.rundschau-online.de…tikel/1296657054079.shtml

  • Ich war gestern vor Ort und finde den Bau bemerkenswert. Wertet die gesamte Gegend sehr auf, eine Schande, dass daneben direkt eine Tankstelle steht! Gibt es eigentlich Kirchen direkt neben Tankstellen in Köln oder schickt sich das nicht? Jedenfalls, auch wenn mich der Rohbau des Kuppelsaals noch eher an ein kleines Atomkraftwerk erinnert, wird das bestimmt ne feine Sache. :daumen: