Beiträge von Audi80

    Die Baugrube ist ja schon sehr tief....wenn entlang der Moskauer Straße gebaut wird, wo das Gelände zur Moskauer hin ja auch ansteigend ist müsste zum restlichen Projekt eine ziemlich hohe blinde Wand entstehen oder?

    Nicht grundlos gibt es das Beispiel vom Turmbau zu Babel...


    Und die Linke (wähle die nicht) ist kein Hochhausfeind. Zu recht, wie DocHH schreibt, werden halt reine Glaspaläste die nur der Kapitalanlage dienen kritisiert. Nicht umsonst ist die SPD in den 60ern, damals übrigens echt "links" und nicht so wie heute, mit dem sozialen Wohnbau in die Höhe gegangen. Wie man in den Plattenbauten jedoch feststellen kann, oft mit schlechtem Ausgang. Es gibt jedoch auch einige positive Beispiele, z.B. Ratingen-West, was nie wirklich sozialer Brennpunkt war. Da ich da her komme, weiß ich auch warum: Architektenwettbewerb mit vielen unterschiedlichen Konzepten, viel grün und Aufenthaltsqualität, kaum "Durchgangsstraßen", Bildung und Nahversorgung für alle Bildungsschichten präsent und - auch heute noch - erschwingliche Mieten. Dazu ein ausgewogenes Verhältnis von Eigentümern und Mietern.

    Mod: Beitrag zum Projekt "Four"



    In der Mitte der Baustelle ist ein weiterer Krananker auf (Kletter-)Rahmen zu erkennen…der wird dann zusätzlich wohl mit Tower 1 in die Höhe gehen…

    Also ich finde die Höhe generell auch bei dem ein oder anderen Vorschlag zu hoch und dei Baukörper zu massiv...aber ich habe in dem Artikel nicht ein stichhaltiges Argument gegen ein hohes Gebäude gelesen. Die Kirche? Sorry die ist eh total verbaut und von nirgendwo in irgendeiner Sichtachse nernünftig zu sehen...heutzutage die Höhe von Kirchen (ausser vllt Kölner Dom und Ulmer Münster) als Argument zu nutzen ist irgendwie daneben....



    Mod: Bitte nicht jeweils den kompletten Vorbeitrag "zitieren". Es versteht sich von selbst, dass darauf geantwortet wird.

    Ich sehe das auch so. Das Viertel ist ähnlich dem Frankfurter Europaviertel-West bis auf den oben schon erwähnten ersten Bauabschnitt gesichtslos und lieblos umgesetzt. Ich habe Freunde die zwei Wohnungen im LeFlair bewohnen. Die Qualität der verbauten Materialien ist echt nicht gut - auch nicht echt schlecht. Aber das was sich aussen zeigt, setzt sich innen fort - Beliebigkeit. Und dann bei Preisen wo ich als Hausbesitzer aus dem Düsseldorfer Umland mit den Ohren schlacker bei 1500-2000€ pro qm weniger hätte ich das einen fairen Preis genannt....das städtische Wohnumfeld ist meinem klein- bis mittelstädtischen haushoch von der Lebensqualität (mit Kindern) unterlegen....Im LeFlair die 5-8 jährigen Kinder mit den Worten "geht mal alleine draußen spielen" ohne Sorge (Toulouser Allee, Straßenbahn, Raser im Wohnviertel - sorry anders kann ich das nicht sagen) raus zu schicken ist annähernd unvorstellbar...


    Die Bauten die in Ende der 50er/Anfang der 60er durch die Bundespost, die Deutsche Bundesbahn und Genossenschaften errichtet wurden (vornehmlich Lörick/Oberkassel) sind von der Großzügigkeit - und ich lehne mich mal aus dem Fenster auch von der Qualitätsanmutung und der Anlage des Wohnumfelds im Vergleich der Jahrzente deutlich hochwertiger gewesen (Mein Opa und Oma haben auf dem Lichtenbroicher Weg ein Postwohnung bewohnt). Eine Einschränkung: Dieser fiese Sandputz auf dem keine Tapete hält.


    Es wird Zeit den Wohnungsbau auch von Seiten der Politik wieder in die Hände von dem Gemeinwohl orientierten Bauherren zu vergeben und die Investoren für diese unsägliche Preisspirale abzustrafen. Auch die Unternehmen die damals Werkswohnungen errichtet haben, waren nicht in erster Linie am Profit orientiert, sondern wollten ihren Mitarbeiten ein Wohlfühlumfeld bieten, um diese länger an die Firma zu binden - was sich langfristig als profitabel herausstellt.

    Die beiden Krananker der Firma Schlun wurden direktan der Worringer Straße einbetoniert. Ein Kran ist auch schon mit einer beachtlichen Höhe im Aufbau. Denke es wird auch dank Fertigteilen jetzt recht flott gehen...


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