Markthäuser (eröffnet 10.08)

  • So - und hier hab ich mal ein paar Bilder der aktuellen Situation:


    Schild:


    Vom Marktplatz aus:


    Von hinten bzw. vorne:


    Seitdem das große Plakat aufgehängt wurde, scheinen die Mainzer das Projekt übrigends auf einmal ganz toll zu finden - auch daran kann man mal wieder sehen, wie schlecht sich alle Meckernden doch informiert hatten...


    Mehr in Bälde!

  • Kleines Update von heute:


    Von hinten:



    Detail von der Seite, sieht qualitativ hochwertig aus:



    Gasse dahinter - wird demn. saniert/umgestaltet:


  • Vielen Dank für die Updates... Als die Häuser abgebrochen wurden hat mich schon fast der Schlag getroffen... Bin jetzt auf das Endergebnis gespannt.
    Gibts vielleicht nen guten Link wo man sich das alles schon mal anschauen kann? Vorallem die Umgestaltung der hinteren Gasse (Korbgasse, glaub ich ) würde mich interessieren.


    gruß :)

  • Danke für den Link... Interessant, aber nicht mein Stil. Schön find ich aber das man den Anbau vom Platz aus nicht direkt sieht, das lässt wenigstens die Illusion der "historischen Bebauung" :) Werds mir im Herbst mal anschauen fahren...

  • Auf der Seite des Architekten gibt es seit dem 3. September einige Bilder zu bestaunen. Zu sehen sind Modelle, Visualisierungen und Innenansichten des neuen Gebäudekomplexes.
    Besonders Bild Nr. 3 finde ich sehr ansprechend und ich wäre begeistert wenn diese Art der Beleuchtung tatsächlich Realität würde.
    Trotz vielfacher Kritik (auch ich war anfangs skeptisch) finde ich die neuen Markthäuser sehr gelungen und freue mich schon auf deren Fertigstellung.


    Hier noch der Link: http://www.fuksas.it

  • Am 6. November ist es soweit, die neuen Markthäuser werden eingeweiht!
    Hier der aktuelle Stand vom 1. November:


    http://freenet-homepage.de/www.pantheria.de/BILD1238.JPG" style="float:left; width:auto; margin-right:10px; margin-bottom:10px;" alt="" />


    http://freenet-homepage.de/www.pantheria.de/BILD1244.JPG" style="float:left; width:auto; margin-right:10px; margin-bottom:10px;" alt="" />

  • Ich habe vor ein paar Tagen den Neubau mit eigenen Augen sehen dürfen und muss leider konstatieren, dass der Architekt nebst Bauherr mit dem Klammerbeutel gepudert sein müssen, wenn man solch sinnentstellte, einfältige wie hässliche Architektur an einem der prominentesten Plätze der Stadt baut. Die drei Markthäuser kaschieren diesen fauxpas nur marginal.


    Unfassbar aber das "Ding" (Das Wort Gebäude wäre eine Übertreibung) ist so banal und einfältig (das Wort muss man in diesem Zusammenhang leider so oft benutzen) und hat bereits schon vor Eröffnung den Charme von vergilbter 70iger Jahre Platte. :nono:


    In anderen Städten merzt man die Fehler der letzten 30 Jahre aus; in Mainz baut man sie gerade.


    Ich kann es nicht fassen. Zwei Schandflecke (der bisher unerwähnte heißt "Am Brand") Tür an Tür.

  • Die Markthäuser sind eröffnet!

    Habe mir gerade die feierliche Eröffnung der Mainzer Markthäuser und des anhängenden Einkaufszentrums (mit Wohnungen) angeschaut.


    Auf dem Platz war unheimlich viel los und nach der Rede von Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) drängten die Menschen begleitet von Musik und einer Tanzaufführung in das Gebäude.


    Mir hat das ganze sehr gut gefallen, die neuen Fassaden machen einen hochwertigen Eindruck und das sechsstöckige Atrium (mit UG) wirkt freundlich und modern.


    Beutel sprach von einem "architektonischen Spannungsfeld" und davon, dass die Arbeiten einer "Operation am offenen Herzen" glichen. Eine ältere Dame sagte: "Also auch wenn mer mansches net gefällt, des gefällt mer!"


    Aber seht selbst (nur ein paar Schnappschüsse):






  • Unglaublich - - wieso baut man sowas? Wie kann man sowas schön finden?! Wer winkt das durch?!
    Bin doch etwas entsetzt. Und das bei meinem ersten Mainz-Thread-Besuch. Ich hoffe dem Rest der Stadt geht's besser (worauf aber nach den vorhergegangenen Posts nicht zu schließen wär)...


    Edit 1: Nachdem ich mir jetzt auch den komplette Thread durchgelesen habe muss ich sagen: die Reko ist hervorragend gelungen, da kann man nichts sagen. Das Hinterteil macht allerdings sprachlos.


    Edit 2: Hab mich jetz mal durch Mainz durchgegoogleeartht (was natl. noch kein objektives Bild geben kann) und hab festgestellt, dass es so schlimm nicht um Mainz bestellt ist. Beim Gebäude im Fokus wollte man die Hinteransicht zum kleinen Platz wohl der restlichen Bebauung anpassen, da herrscht wohl 70er-Beton vor. Meine Meinung kann ich deshalb leider trotzdem nicht revidieren. Bleibt doch grauenhaft.

  • Hallo Zusammen!
    Ich kann das hier gar nicht nachvollziehen, ich liebe die neuen Markthäuser!
    Zunächst war ich auch erschüttert, als die Häuser abgerissen wurden, damals wusste ich aber auch noch nicht, dass es sich nur um angesetzte Fassaden aus den 70ern gehandelt hat.
    Durch die neue (durchaus gewagte) Architektur entsteht aber ein toller Brückenschlag zu den 2 verschiedenen Bereichen.
    Steht man auf dem Marktplatz, so hat man die herrlichen alten Fassaden, die eine wunderbare Einheit zum Dom bieten.
    Nach hinten raus entdeckt man dann diese top moderne Architektur, das Bindeglied zu "Am Brand", einem Einkaufsbereich welcher schon durch moderne Bauten geprägt ist!


    Ich finde einfach, dass man das Haus live gesehen haben muss bevor man sich ein Urteil darüber bilden kann. Klar, Bilder vermitteln auch schon einen Eindruck, aber dieses Bauwerk ist einfach sensationell und bei den Mainzern gar nicht mehr so negativ gesehen wie es am Anfang war und wie es hier ist!


    In Mainz gibt es schon seit mitte der 90er Verknüpfungen von alt und modern! So kann man in der Mainzer Römerpassage, einem Einkaufzentrum, einen alten Tempel besichtigen welcher bei den Bauarbeiten entdeckt wurde: das Isis und Mata Magna Heiligtum!


    Wer wirklich auf alte Architekur steht kann in Mainz aber auch einiges finden, zB die Augustinerstraße, die Mainzer Altstadt. Hier stehen Fachwerkhäuser, Barocke Kirchen, etc.


    Habe noch Innenansichten von den Markthäusern, werde die später mal nachreichen!


    Gruß Stefan

  • Die neuen Häuser sind gewöhnungsbedürftig. Trotzdem gefallen sie mir recht gut. Wichtig ist zum einen, dass die Markthäuser zum Platz hin rekonstruiert wurden, hoffentlich in guter Qualität!


    Zum anderen ist nach wie vor eine der brennenden Fragen, wie man die zerstörten mittelalterlich geprägten Altstädte wieder aufbauen kann. (barock geprägte Raster sind viel einfacher wieder zu rekonstruieren mit großen Gebäuden, siehe Berlin. Auch haben barock oder klassizistisch geprägte Städte bereits ausreichend große Strassen, Nachkriegsschneisen eher selten entstanden.)
    Eine befriedigende Antwort hat darauf bisher keiner gefunden. Weder nazionalsozialistische, bundesdeutsche oder kommunistisch geprägte (moderne) Architektur noch Rekonstruktionen konnten oder können die zerstörten Altstädte durch etwas gleichwertiges oder besseres ersetzen!
    Eine Antwort sind sicherlich kleinteilige Bauten, ev. mit Spitzdach. Insofern halte ich das Mainzer Beispiel für eine interessante und engagierte Antwort auf diese noch nicht gelöste Problematik. Vor allem die Verquickung von Rekonstruktion und modernern Architektur ist sympathisch unideologisch. Das Material ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber die oben erwähnte qualitativ hochwertige Ausführung rechtfertigt die Materialwahl meiner Meinung nach.
    Wichtig ist doch, dass es den Mainzern gefällt. Trotz allem ist Mainz immer noch reich an historischer Architektur.
    Ein gar nicht provinzielles Gebäude mit einem interessanten Ansatz. Dies lässt meiner Meinung nach den Nachbar Frankfurt ein wenig alt aussehen, wo mit Rekonsruktion und Wolkenkratzer versucht wird, verlorenen Identität wiederzugewinnen.

  • mischakr


    Der Ansatz auf Kleinteiligkeit mit Spitzdächern wie auch einer Mixtur aus Rekonstruktion und Moderne zu setzen, ist in der Tat aller Ehren wert. Der Mainzer Marktplatz bleibt stimmig und die Rückseite eröffnet neue, ungeahnte Einblicke. Wie eine Art Überraschungsei.


    Zu Mainz muss man allerdings generell sagen, dass trotz der beschaulichen Altstadt, die brutalistisch-modernen Kuben am Mainzer Rheinufer das Stadtbild doch recht entscheidend prägen (z.B. das Mainzer Rathaus, Rheingoldhalle, Hilton). In den 70er Jahren mögen diese Gebäude noch für eine gesellschaftliche Aufbruchstimmung gestanden haben, mittlerweile verdüstern diese doch recht banalen Bauten leider den Mainzer Stadtkern.


    Zu Frankfurt: Das Palais Quartier Projekt verwendet einen fast identischen Ansatz zum Mainzer Modell, nur im XXL Format. Rekonstruktion (Thurn und Taxis Palais) gemischt mit Moderne (Glas und Stahl Türme wie Einkaufszentrum). Die Identitätssuche der Frankfurter an Architektur-Debatten fest zu machen, ist sicherlich nicht falsch, aber auch nicht ausreichend. Die Stadt definiert sich primär über ihre Internationalität und ihre kulturelle Vielfalt, die Banken-Türme und Altstadt dienen eher als Symbolik für diese Werte. Die Altstadt Diskussion findet bei Politikern, Architekten und Stadtplanern zugegebenermaßen auf einem recht niedrigen Niveau statt, aber sie ist durchaus von Belang und wird eventuell einen passablen Kompromiss ermöglichen. Vielleicht kann man sich ja an den Mainzer Markthäusern orientieren?

    Einmal editiert, zuletzt von Golden Age () aus folgendem Grund: Grammatik

  • In der Korbgasse direkt hinter den neuen Markthäusern bzw. dem Einkaufszentrum wir jetzt endlich auch renoviert. Ähnlich wie bei P&C um die Ecke sollen hier wohl mit hellem Sandstein verkleidete Einzelhandelsflächen entstehen. Die Gasse wird dadurch enger, die Kosten liegen um die zwei Millionen Euro und es waren Marken wie Prada oder Gucci im Gespräch. Also entsteht eine Art Nobelgasse - alles besser als vorher.