Sonstige Bauprojekte

  • Neue US-"Housing Area" in WI-Erbenheim/Mechtildshausen

    Südlich der US-Airbase Wiesbaden-Erbenheim soll in zwei Wochen mit dem Bau einer großen "Housing Area" der US-Amerikanischen Streitkräfte begonnen werden.


    Es sollen 324 Einzel- Reihen und Doppelhäuser gebaut werden. Dafür wird im Moment schon ein altes Munitionslager und ein Klärwerk abgerissen. Laut Allgemeiner Zeitung Mainz würde der kommandierende General der US-Heerführung in Europa, Carter Ham, in naher Zukunft gerne das Hauptquartier der Streitkräfte von Heidelberg nach Wiesbaden ziehen sehen.

  • Baubeginn für die schon im Vorbeitrag vorgestellte Housing Area soll im September 2009 sein. Gebaut wird auf einem 35 Hektar großen Areal südlich der Airbase. Die Kosten werden mit 133 Millionen Dollar beziffert.


    Bereits Mitte Juli dieses Jahres ist der Spatenstich für ein "Command-and-Control-Center" geplant. Die auf dem derzeitigen Paradeplatz des Airfields zu errichtende Kommandozentrale soll das Herzstück des neuen Europa-Hauptquartiers der US-Landstreitkräfte in Erbenheim werden. 1.200 Mitarbeiter sollen dort einmal tätig sein. Es wird mit Kosten in Höhe von 119 Millionen Dollar gerechnet.


    Eine endgültige Entscheidung für den Umzug der Europa-Hauptquartiers der US-Landstreitkräfte von Heidelberg nach Wiesbaden steht allerdings noch aus. Umziehen würden ca. 4.800 Militärangehörige und Zivilbeschäftigte. Wiesbadens US-Militär-Gemeinde würde dadurch auf 18.000 Menschen anwachsen.


    Mehr in der Frankfurter Rundschau und im Wiesbadener Tagblatt.

  • Justiz- und Behörendenzentrum

    Das Justiz- und Behörendenzentrum hat enorme Ausmaße. Der Rohbau steht, mit den Fassadenarbeiten wurde begonnen.
    Im Vergleich zu den Computergrafiken in #35 hat sich anscheinend das Fassadenmaterial geändert (leider). Es kommen roter Sandstein ohne dunkle Einschlüsse sowie weinrote Blechelemente zum Einsatz. Ob die Wirkung harmonisch sein wird, lässt sich erst nach dem Fall der Gerüste beantworten.







    Roter Sandstein:



    Weinrote Blechelemente:



    Fotos: Beggi

  • Bereits Mitte Juli dieses Jahres ist der Spatenstich für ein "Command-and-Control-Center" geplant.


    Wurde da eigentlich mittlerweile angefangen ("Mitte Juli"), bzw. steht die Planung noch?
    Laut den letzten Artikeln in den Zeitungen hier gibt es nämlich in Wiesbaden "diesbezüglich keine Bautätigkeit", die Artikel sind aber alle schon zwei, drei Wochen alt.


    Urpsrünglich sollten ja nach Auflösung des Vth Corps HQ dessen Bestandteile zusammen mit HQUSAREUR (beide in Heidelberg) das neue "7th Army HQ" bilden, das dort in Wiesbaden dann einziehen soll. Die Auflösung des Vth Corps - ebenfalls für "Mitte Juli" geplant - wurde jetzt ja um vorerst ein Jahr verschoben, und wird jetzt noch mal komplett überdacht.

  • Das bereits in #32 und #35 erwähnte Verwaltungs- und Justizzentrum in der Mainzer Straße ist mittlerweile fertig gestellt und wird bis zum Jahresende sukzessive bezogen. Zu dem von Engel & Zimmermann entworfenen Bau zählt auch ein Parkhaus mit mehr als 500 Stellplätzen.
    Laut Frankfurter Rundschau ist der Komplex mit 125 Mio. Euro Baukosten das größte Public Private Partnership (PPP)-Projekt in Hessen. In einen Riegel zieht - mit Ausnahme der JVA - die komplette Wiesbadener Justiz, die dafür u. a. das historische Gerichtsgebäude in der Moritzstraße/Gerichtsstraße räumt, in das wiederum die neu gegründete Juristische Fakultät der European Business School (EBS) ziehen soll. In den anderen Riegel ziehen vier städtische Ämter und zwei Dezernate. Stadt und Land haben das Gebäude für 30 Jahre angemietet (pikant: in diesem Zeitraum werden die Mietkosten etwa doppelt so hoch sein wie die Baukosten!). Insgesamt ziehen 1.200 Mitarbeiter in den 200 m langen Neubau.

  • Verwaltungs- und Justizzentrum

    Das kann ich bestätigen, Qerido. Gerade legen die Handwerker die letzten Handgriffe an, teilweise ist schon Mobilar durch die Fenster erkennbar.


    Im Vergleich zu der von Schmittchen in #35 gezeigten Computergrafik hat sich die Fassade allerdings stark verändert. U.a. wurden die Ziegelsteinelemente durch rotes Blech bzw. roten Sandstein ersetzt. Klinker hätte mir besser gefallen, für einen 200 Meter langen Gebäudekomplex ist der Gesamteindruck aber annehmbar.


    Vergleich zwischen Computergrafik und Realisation:



    Bild oben: Behrendt + Männchen | KSP Engel und Zimmermann (aus Schmittchens Beitrag #35)



    Der Haupteingang zur Mainzer Straße hin:



    Das Parkhaus:



    Das Verwaltungs- und Justizzentrum besteht aus zwei parallel verlaufenden Gebäudekomplexen mit einem Fußgängerbereich dazwischen. Hier scheint erstaunlicherweise eine Art "Ruhe-Oase" zu entstehen. Es wurden massenhaft Bäume angepflanzt und zwei Wasserspiele installiert. Leider war zum Zeitpunkt der folgenden zwei Aufnahmen die Sonne gerade weg, so dass der tatsächliche Eindruck abgeschwächt wird.



  • Laut Rhein-Neckar-Zeitung von heute hat die US Army letzte Woche den Bauauftrag für das Command Center Wiesbaden vergeben; anscheinend hatte sich der US-Kongress da längere Zeit gesperrt.

  • ^ Das wird ein Hammerprojekt. Angeblich wird es das modernste Armee-Kommandocenter in Europa. Die Baukosten betragen 84 Millionen Euro. Das Führungscenter wird drei Stockwerke und eine Fläche von 26.500 m² haben.


    Quelle: http://derstandard.at/fs/12543…Heidelberg-nach-Wiesbaden


    Der Einzelhandel, die Stadtwerke usw. freuen sich jetzt schon über zusätzliche Kundschaft. Insgesamt ein großer Gewinn für Wiesbaden. Auch wenn Heidelberg bekannter ist - ein schlechter Tausch ist es für die Soldaten wahrlich nicht (und nebenbei ist die Metropole Frankfurt relativ nah). Ich bin gespannt wieviele Informationen ins Forum sickern, schliesslich geht es nicht um irgendeinen Gebäudekomplex.

  • Projekte des US-Militärs in Erbenheim

    Gestern war Spatenstich für den Bau den Führungs- und Kommandozentrums (siehe oben). Dazu ein Bericht der Frankfurter Rundschau. Im einzelnen sind folgende Projekte in Bau oder konkreter Planung:



    • neue Siedlung mit 300 Wohneinheiten
    • sowie Familienfreizeit-Zentrum und Hotel
    • in Bau seit Anfang Dezember 2009
    • Baukosten 133 Millionen Euro


    • Gebäude für Unterstützungseinheiten
    • geplant
    • Baukosten 70 Millionen Euro
  • Also, ich könnte auch auf die Metallvariante verzichten. Bei den bekannten Computergrafiken kommt stets die Natursteinfassade zum Einsatz. Möglicherweise bekommt der Innenhof einen anderen Fassadentyp.

  • Europäisches Hauptquartier der US Army Wiesbaden-Erbenheim

    In Wiesbaden-Erbenheim werden gegenwärtig viele Millionen in das neue Hauptquartier der US Army (Umzug von Heidelberg nach Erbenheim 2012) investiert. Für die Kommandozentrale sind 84 Millionen Euro veranschlagt und für die dazugehörige neue Wohnsiedlung 133 Millionen Euro. In Beitrag #56 sind wichtige Eckdaten zu finden. Trotz des großen Bauvolumens sind bisher Informationen hier im Forum rar. Das mag daran liegen, dass man Militärobjekte besser nicht aus der Nähe fotografieren sollte. (drei Jahre Guantanomo sind dir sonst sicher :))


    Daher leider nur Fernfotos von der Baustelle des Hauptquartiers:



  • Respektabler Respektsabstand ... Es dürfte die Arbeiten verzögert haben, dass auf dem Baugelände ein Hofgut aus der Römerzeit gefunden wurde. Im vergangenen Herbst und zwischen März und Juli 2010 fanden Grabungen statt. Eines der vier aufgefundenen römischen Gebäude soll nun teilweise wieder hergerichtet werden, indem die Mauerreste oberirdisch nachgebildet werden. Dann soll es in die US-Wohnsiedlung integriert werden. Dies schrieb das Wiesbadener Tagblatt anfangs der Woche. Ein Foto der Grabungsarbeiten gibt es auch.

  • Wiesbaden Fußgängerzone - Neubau Wohn- und Geschäftshaus

    In der Fußgängerzone gegenüber von Karstadt ist mit dem Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses begonnen worden.


    Bauherr: SEG - Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH
    Architekt: Turkali Architekten, Frankfurt
    Computergrafik vom Bauzaun (© Turkali Architekten, Frankfurt):



    Baustellenfotos:




  • Sanierung Hauptbahnhof

    Die Hallendächer des Wiesbadener Hauptbahnhofs werden für 35 Millionen Euro saniert. Zum Zuge kam das Bauunternehmen Züblin.


    Erbaut wurde der Bahnhof von 1904 bis 1906:



    Die Sanierung scheint dringend notwendig zu sein:



    Züblin mischt auch in Wiesbaden mit:




    Die Hallendächer von innen:




    Sehr ansprechende Front des Hauptbahnhofs:



  • Gestaltungswettbewerb Neubau Parkhaus Coulinstraße

    Als Ersatz für ein bestehendes Parkhaus in der Innenstadt soll ein neues Parkhaus gebaut werden. Der aus den 1970er-Jahren stammende Bestand (Foto) muss demnächst wegen Baufälligkeit geschlossen werden. Danach soll das Gebäude abgerissen werden. Details in diesem Presseartikel.


    Also wurde ein Gestaltungswettbewerb ausgerichtet. Der vergleichsweise hochkarätig besetzte Wettbewerb mit über 90 Teilnehmern wurde in der vergangenen Woche entschieden. Die Jury hat sich für den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft BHSF Architekten aus Zürich mit Claus en Kaan Architekten aus Amsterdam ausgesprochen. Die weiteren Ränge belegten die Architekturbüros Meyer + Partner aus Bayreuth, Kissler + Effgen aus Wiesbaden, Professor Jens Wittfoht aus Stuttgart und Peter Haimerl Architektur aus München. Dazu auch die Pressemitteilung der Stadt sowie die Meldung im Baunetz. Visualisierungen:



    Bilder: Stadt Wiesbaden / BHSF Architekten und Claus en Kaan Architekten


    Nach dem einstimmigen Urteil der Jury zeichnet sich diese Arbeit insbesondere dadurch aus, dass sie hinsichtlich der städtebaulichen Einbindung, der Architektur, der funktionalen Zusammenhänge und der Wirtschaftlichkeit den hohen Qualitäten des Standortes am Besten gerecht wurde.


    Aha. Eine aus meiner Sicht vor allem hinsichtlich der städtebaulichen Einbindung wirklich erstaunliche Auffassung, sieht man sich die Umgebung des geplanten Gebäudes auf dem Bing-Luftbild an. Die unmittelbar im historischen Kontext stehende Fassade ist übrigens aus perforiertem Aluminium. Mir fällt dazu zweierlei ein: 1. Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. 2. In der Innenstadt gehören Autos in Tiefgaragen.


    Immerhin gestalterisch und konstruktiv interessant, wenngleich von kompletter Rücksichtslosigkeit gegenüber der Umgebung geprägt, der auf Rang fünf platzierte Entwurf von Peter Haimerl Architektur:



    Ein toller Entwurf beispielsweise für den Frankfurter Flughafen. Aber m. E. nichts für die Wiesbadener Innenstadt.



    Bilder: Stadt Wiesbaden / Peter Haimerl Architektur

  • Ohweia, sieht wirklich schlimm aus! Das soll der Siegerentwurf eines Gestalungswettbewerbs sein?
    Mir fällt ein: Schlimmer geht 's nimmer.


    Die Fahrzeuge und die Betondecken schimmern durch die umgebungsunverträgliche Aluminiumfassade. Das wird ein städtebaulicher Schandfleck für Wiesbaden!

  • Ja, wie auf Deinem Foto vom Parkhaus des Börse-Cube in Eschborn. Es erstaunt schon, welche unfassbaren Missgriffe gerade in Wiesbaden immer wieder vorkommen. Dabei hat die Stadt mit ihrer prächtigen, ausgedehnten und im Krieg nur wenig zerstörten Bausubstanz aus Zeiten der Weltkurstadt doch allerbeste Grundlagen. Und eine daraus resultierende Verpflichtung. Glaubt man wirklich, mit Lochblechboxen inmitten von Historismus auf die Weltkulturerbeliste zu kommen?



    Vernichtend auch die Leserkommentare im Wiesbadener Kurier.