• Bin kein Kölner, auch kein Rheinländer und möchte mich nicht allzu sehr einmischen. Sehe aber das allgemeine Leiden im Forum über die derzeitige Verhinderungsinitiative.

    Nur ein Vorschlag zur Argumentation für den Neubau am Offenbach-Platz. Man müsste den großen Lokalpatriotismus der Kölner "packen" und argumentieren, dass die Rivalen Düsseldorf und Bonn in Zukunft kulturell besser aufgestellt sein werden. Zumindest im Falle Bonns wird doch eine neue Spielstätte geplant, die viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird.

    Eventuell wäre das ein Weg, in der Diskussion Oberwasser zu gewinnen. Denn dass die umliegenden Städte besser aufgestellt sind, wird der Kölner nicht auf sich sitzen lassen wollen ;)

  • Konnte leider krankheitsmässig nicht am Montag dabei sein, aber habe die Darstellungen hier und im KSTA verfolgt.
    Hoffe, dass der KSTA auch die PRO-Stimmen nochmal formuliert, habe dorthingeschrieben und hoffe, dass "wir" in irgendeiner Weise ein Forum bekommen....

  • Citysurfer hat’s bereits beschrieben: Das BDA-Montagsgespräch glich eher einer Werbekampagne der „Mut zur Kultur“-Bewegung. Ich hatte auf einen ehrlichen Schlagabtausch gehofft um mich umfassender über das ganze Thema informieren zu können. Daraus wurde nichts.

    Allein der einführende Satz im Impulsvortrag von Herrn Kraus (Direktor von Kolumba) machte deutlich, wohin die Reise an diesem Abend gehen würde. Frei wiedergegeben: „Ist denn irgend jemand hier in diesem Raum, der ernsthaft den Abriss des Schauspielhauses befürwortet?“ Nur einige trauten sich zaghaft auf diese platte Suggestivfrage hin die Hand zu heben. Das man denen nicht für den Rest der Veranstaltung einen Aufkleber mit der Aufschrift „Ich bin barbarisch“ auf die Stirn pappte hat mich echt überrascht.

    Sei’s drum. Wer jetzt aber erwartete, man würde Herrn Kraus nach seiner emotionalisierenden Rede eine Kontrapunkt entgegen setzen, sah sich getäuscht. Auch Herr Ruhnau (Architekt BDA, Weggefährte von Herrn Riphahn) trat für den Erhalt ein und lobte die damalige Architektur, als wäre davor und danach niemals mehr etwas Vergleichbares entworfen worden.

    Danach ging es ans Podium. Allermindestens hier hätte ich mir jetzt einen angemessenen Widerpart erhofft. Aber weit gefehlt. Patrick Wasserbauer (geschäftsführender Direktor der Bühnen der Stadt Köln) war offenbar vollkommen unvorbereitet in diese Löwengrube marschiert und wurde nach seinem überraschenden Offenbarungseid, er habe dieses Amt erst seit 5 (!!) Monaten inne, von keiner Seite mehr recht ernst genommen. Sein Gestammel auf die Frage der Moderatorin, was denn an dem Neubau nachhaltiger sei, war einfach nur ziemlich peinlich und eine Steilvorlage für die Gegner.

    Blieb nur noch Herr Wackerhagen (FDP, Ausschuss für Kunst und Kultur). Diesem muss ich wirklich meinen Respekt aussprechen, denn er war offenbar der Einzige, welcher der Einladung an Ratspolitiker der Stadt gefolgt war und durfte zur Belohnung dafür als Prellbock für den gesammelten Bürgerzorn herhalten. Seine Argumente wirkten zudem auch nicht wirklich stichhaltig und waren nicht von einer überzeugten Haltung geprägt.

    Kritisieren muss ich hier aber auch den BDA, der doch sonst zu jedem Thema eine eindeutige Position bezieht und dafür auch streitbar eintritt. Warum nur hatte nicht einer von denen die Courage sich am Montagabend als Neubau-Befürworter der aufgebrachten Menge zu stellen? Warum überließ man diese Veranstaltung so widerstandslos der Gegenbewegung? Es wäre für einen erfahrenen Architekten ein leichtes gewesen, den teils blumigen Umbau-Ideen von Herrn Thiess etwas Realität entgegenzustellen. So blieben dessen Behauptungen fachlich stets unkommentiert im Raum stehen.

    Mein Fazit: Hier war nichts in irgendeiner Weise objektiv. Und das sollte es auch gar nicht sein. Hier ging es hauptsächlich um eine Abrechnung mit der Stadt und ihren Entscheidungsträgern als Folge all der allseits bekannten Missstände der letzten Jahre (und Jahrzehnte). Ich kann die Leute sogar verstehen und befürworte diese Iitiativen im Grunde. Aber das Thema „Neubau Schauspiel – Ja oder Nein?“ ist für mich hier nur ein Exempel, um die Bewegung ins Rollen zu bringen.

  • Der nächste Akt im absurden Theater! Lt. WDR-Lokalzeit drohen Anwohner des Offenbach-Platzes (bzw. NS-Fahrt) der Stadt mit Klage, wenn das neue Schauspielhaus gebaut würde, da die Bebauung zu weit an ihre Häuser heranrücken würde!
    Dazu Baudezernent Streitberger: "Es ist durchaus üblich, dass auf der anderen Straßenseite Häuser stehen, bzw. gebaut werden (nicht wörtlich, aber so ungefähr)." :nono: :lach:

  • Was mich noch bewegt, ist die Frage was im Falle eines erfolgreichen Bürgerbegehren passiert?

    Das Bürgerbegehren ist ja nur ein Instrument um Ratsbeschlüße zu kippen.
    Also würde dann lediglich der Abriss- und Neubaubeschluß für nichtig erklärt werden. Dieses Bürgervotum hätte dann 5 Jahre bestand.

    Damit wäre aber der Weg für eine Sanierung des Schauspielhauses nicht geebnet. Im Gegenteil: Da ja die Neubaubefürworter im Rat über eine Mehrheit verfügen (Hoffentlich lassen die sich nicht blenden) dürfte es eher auf eine Aufschiebung des Problems hinauslaufen. Der Stadtrat müsste 5 Jahre warten bis er nicht mehr an das Bürgerbegehren gebunden ist und dann einen neuen Anlauf zum Neubau starten. Ergo wird in dieser Zeit nichts passieren, bis auf dass man Millionen für ein nicht (oder wegen Baufälligkeit doch?) genutztes Ausweichquartier ausgegeben hat.

    Das soll Mut zur Kultur sein?
    Ein sicheres Überleben des Schauspiels mit funktionierender Infrastruktur zu Vehindern?

    Was dabei noch fehlt: Würde die Sanierung der Oper unter einem erfolgreichen Bürgerbegehren leiden? Meiner Einschätzung nach würde auch dieser Beschluß kassiert werden und eine Sanierung der Oper auf Jahre verzögern.

    Mit dieser Horrorvorstellung verabschiede ich mich mal (Aber an die Konsequenzen muss mal gedacht werden).

  • Eine sache liegt mir noch am Herzen:

    Die meisten Leute unterschreiben bei der Aktion doch einfach weil sie es für Geldverschwendung heissen und der Stadt Köln querschiessen wollen (zumindest glaub ich das).

    Die Berechnungen der Gegner zufolge liegt der Unterscheid zwischen Sanierung und Neubau bei 20 Millionen euro. Ohne noch div. Kosten wie neuer Wettbewerb und zusätzliche Kosten in der Sanierung zu berechnen (hier liegt doch immer der Fehler von Köln, extrem knappe Kalkulation ohne Puffer und am ende geiern alle: Das hätte man doch vorher klar machen können)

    Wie der Geier kann man sich bei einen 300 Millionen Projekt um 20 Millionen aufregen? Das kann, will und werde ich nicht verstehen.

  • wie schätzt ihr den Artikel im KSTA ein?

    mich interessiert, wie schätzt ihr die berichterstattung heute im KSTA ein?

    ich persönlich finde ihn, auch wenn das nicht direkt deutlich wird, tendenziös. keine klare pro-kontra positionierung, sondern ein gemisch das mit den mängeln, die der entwurf noch hat, ein stark gemischtes gefühl zum neubau zurücklässt.

    mein leserbrief ist nicht abgedruckt worden.

  • Du triffst es ganz gut. Ich hatte bis jetzt nichts dazu geschrieben, weil ich nicht wusste, was ich davon halten sollte.
    Aufgefallen ist mir nur eines: Unter den prominenten Fürsprechern für das Bürgerbegehren wird u.a. - Alfred Neven Dumont - genannt. Kann man da wirklich eine ausgewogene Berichterstattung erwarten?

    P.S.: Schick deinen Leserbrief nochmal.

    Einmal editiert, zuletzt von Citysurfer (27. Februar 2010 um 12:04)

  • [...] Was soll ich groß sagen zum KSTA Artikel... der Artikel war ziemlich gut geschrieben so das ich 2mal Lesen musste das es doch sehr Pro erhalt istund kontra Neubau.

    Man erzählt zwar die Positiven Aspekte des Neubaus doch gerade die Negativen wurden hervorgehoben. Schade.

    Schick den Leserbrief so oft hin bis er abgedruckt wird. Und sag dann bescheid, befalls ich den überlesen sollte :D
    (am sonsten geh deinen weg über die Express... die Drucken doch jeden Schmarn. Dann sollte dein Brief erst Recht gute Chancen haben (weil kein Schmarn) :daumen:


    Bitte keine Beschimpfungen, erst recht nicht unter Nennung einer konkreten Person!

  • Beim Gucken der Lokalzeit von gestern hab ich mit Schrecken festgestellt, dass das Bürgerbegehren anscheinend die nötigen Unterschriften (und sogar noch mehr) gesammelt hat, so dass sich die Politik nun erneut mit dem Opernquatier beschäftigen muss - so ein Sch... :Nieder:
    Ist das wirklich wahr? Habt Ihr da auch schon irgendwelche Infos zu?

  • Steht so auch im Stadtanzeiger.
    http://www.ksta.de/html/artikel/1264185901350.shtml

    Das kann ja was werden.
    Ich gehe davon aus, dass sich im Laufe des Umbaus die Kosten für die Sanierung den Neubaukosten annähern werden. Das zeigt zumindest die Praxis. Dann werden wieder alle über die Stadtpolitik meckern.

    Jetzt wird also wahrscheinlich viel Geld für ein, meiner Meinung nach, wenig schützenswertes Ensemble ausgegeben bei dem schon vor Jahren klar war, dass es modernen Ansprüchen auch bei einem Umbau nicht gerecht werden kann.
    Das alles wurde veranlasst von einer elitären Minderheit die keine Ahnung hat und die Bürger falsch informiert. Das ganze mit Unterstützung der kölner Lokalpresse unter Du Mont (Klüngel halt). Für mich ist das Zustandekommen des Bürgerbegehrens ein politischer Skandal.

    So provinziell ist man normalerweise eher im Ruhrgebiet.

  • Na ja, war wohl zu erwarten. Das kann es für den Neubau schon gewesen sein. Denn ob die Stadt sich wirklich der Peinlichkeit eines möglicherweise erfolgreichen Bürgerentscheids aussetzen will, kann ich mir nicht vorstellen.

    Wie provinziell das ist, will ich mal dahin gestellt lassen. Die Entscheidungsträger haben sich schließlich jahrzehntelang durch ihr eigenes (provinzielles) Klüngel-Gebaren die Suppe selbst eingebrockt. Das Vertrauensverhältnis von Stadtoberen zu Bürgern scheint langfristig kaputt. Der Bürgerzorn sucht sich jetzt eben ein Ventil und das Opernquartier ist das Exempel. Objektive Überlegungen spielen da kaum mehr eine Rolle.

    Ich weiß gar nicht, wann unter diesen Voraussetzungen wieder ein wichtiges städtebauliches Projekt in Köln umgesetzt werden kann. Vielleicht leitet man ja demnächst noch ein Bürgerbegehren zum Erhalt des Deutzer Rheinufers oder gegen die Umsetzung des Masterplans ein. Möglicher Obertitel: "Mut zum Stillstand - Gegen jegliche Weiterentwicklung der Stadt Köln"

  • @ Tilou

    Sehe ich genauso. Die Bürger der Stadt sind frustriert und suchen tatsächlich nach jeder Möglichkeit der Politik die gelbe Karte zu zeigen. Diese Wechselwirkung zwischen oftmals nicht gelungener und z.T. korrupter Stadtpolitik und der Frustration der Bürger wird Köln in den nächsten Jahren schwer zu schaffen machen und notwendige Veränderungen verhindern.

  • Das Ganze ist einfach nur traurig. Ich bin auch der Meinung, dass es in naher Zukunft sehr, sehr schwer sein wird, noch große Projekte in Köln umzusetzen.

    Die Kölner (DuMont)-Presselandschaft zeigt ja ohnehin nicht zum erstenmal, dass sie gerne den "Bremser gibt". Ich erinnere hier mal an die Kampagne gegen das Jüdische Museum/die Archäologische Zone - wo die DuMont-Presse massiv gegen eine Bebauung des sogenannten Rathausplatzes geschossen hat.

    Ich bin gespannt auf die Reaktionen der (den Neubau befürwortenden) Kölner Parteien (SPD, FDP und CDU). Eigentlich müsste jetzt eine Informationskampagne 'pro Neubau' starten, um der der teilweise betriebenen Desinformation der Bevölkerung durch die Initiatoren des Bürgerbegehrens etwas entgegenzusetzen. Hierzu bedarf es allerdings auch eines Mittuns der Presse - und das stimmt mich wenig optimistisch.

    Wie sieht eine Abstimmung bei einem Bürgerbegehren eigentlich genau aus? Geht es da nur um Zustimmung oder nicht (nur Zählung der Pro-Stimmen) - oder hat der Bürger auch die Möglichkeit für die Neubaupläne zu stimmen. Das finde ich nicht ganz unerheblich, da bislang nur die Gegener (des Neubaus) "eine Stimme" hatten.

  • Eine Erstaunliche entwicklung. Ich habe nicht damit gerechnet das dass Bürgerbegehren so hohe Wellen schlägt.

    Hoffentlich kommt jetzt nicht noch ein Bürgerbegehren "Pro Baustopp Ubahn"... denn dann währe die Stadt Köln Bankrott.:nono:

    Edit says:
    Achja... meine letztens irgendwo gelesen zu haben das ein Erfolgreiches Bürgerbegehren nur die erste Stufe ist.
    Die nächste Stufe die darauf folgt ist eine Stadtwahl an dem sich rund 150.000 Bürger beteiligen müssten oder sollten.
    Kann mich jemand bestätigen oder sehe ich das gerade im falschen zusammenhang?!

  • Vorschlag: gemeinsamer Brief an KSTA

    Ich möchte einen Vorschlag in dieser ideologisch geführten Debatte um das Opernquartier machen, in der sich die "Mut-zu-Kultur" Seite ja sehr erfolgreich darstellt und nach und nach sämtliche Stadt-Medien auf ihre Seite zieht:

    Einen gemeinsamen, ausführlichen Leserbrief an den KSTA schicken, zu dem wir jeweils im Bekanntenkreis Unterschriften sammeln und den mit diesen dorthin schicken. Anregen möchte ich als Basis Deinen längeren Eintrag, citysurfer, ich weiss nicht, ob Du dir das vorstellen kannst, diesen zu einem Brief zu verarbeiten.

    Wichtig zu ergänzen fände ich auch die Enttäuschung über die Darstellung im KSTA, der ja zunächst fast euphorisch von dem Neubauprojekt berichtete und von dem ich ein offenes Forum, ein offenes Pro und Kontra erwartet hätte. Stattdessen das Betonen der Mängel des Entwurfes bei gleichzeitiger Euphorie für den Denkmalschutzgedanken.
    Ich finde es in der Situation jetzt wichtig, sich zu äußern, wo die Stadt sich in einer Krisensituation kollektiv in eine "M´r losse der Dom en Kölle"-Haltung zurückzuziehen scheint. Am besten schütten wir die U-Bahn zu und neu bauen wollen wir auch nicht mehr....

    Ideal wäre dafür sicher eine eigene Hoempage, leider bin ich darin nicht so fit. Provisorisch können wir ja dieses Forum zum gemeinsamen Verfassen des Briefes nutzen.

  • Der Leitartikel von Herrn Pauls ist aus meiner Wahrnehmung offenbar unter hoher emotionaler Beteiligung entstanden, also leider nicht ausreichend objektiv.

    Herr Pauls stellt aus meiner Sicht richtig dar, dass die Antistimmung gegen das Projekt durch ein allgemein skeptisches Gefühl der Bürger gegen Projekte der Stadt genährt wird. Die Betreiber des Volksbegehrens nutzten und nutzen diese Stimmung geschickt, um das Projekt zu torpedieren.

    Ich hätte mir gewünscht, dass Herr Paul sich in dem Artikel etwas mehr mit den Fakten beschäftigt hätte. So beschreibt er richtig, dass die Stadt das Bestandsgebäude über Jahrzehnte hat verkommen lassen, lässt jedoch die notwendigen Konsequenzen für heute (bewusst?) im Dunkeln.

    Richtig ist doch, dass sich die Stadt jetzt seit Jahren mit den Planungen bemüht, für das Theater wieder optimale Bedingungen zu schaffen. Richtig ist doch auch, dass selbst durch den bestmöglichen Umbau des Bestandsgebäudes, schon aus Platzgründen, niemals zeitgemäße Strukturen für einen State-of-the-art Theaterbetrieb geschaffen werden können und das Theater im Übrigen dann weiterhin ein nur sehr mäßig erfolgreiches "Mauerblümchendasein" im Kulturleben der Stadt führen wird (in dem sich der eine oder andere auch wohlfühlt).

    Also was schlägt Herr Pauls jetzt vor? Zwischen den Zeilen gelesen steht er wohl für die Sanierung - das geringere und populistischere Übel.

    Ich lese jedoch aus dem Artikel auch eine Verzweifelung heraus, die von mir und wohl viele in dieser Stadt geteilt wird, das die Stadtverwaltung und die Politik nicht in der Lage ist, einen Dialog mit den Kontrahenten zu organisieren, um die Argumente sowie die wahren Stimmungen und Interessen hinter dem Volksbegehren aufzufangen und kritisch aufarbeiten zu können. Die städtischen Verantwortlichen wirken in dieser Situation irgendwie hilf- und ratlos - genau das Gegenteil eines professionellen (Krisen-)Managements.

    Vielleicht geht es einigen Künstlern nur darum, dass sie nicht gefragt und in die Planung hinreichend einbezogen worden waren (Ego Shooter - im Kulturbereich häufig anzutreffen) oder einigen Aktionisten hauptsächlich darum, die Planungskultur zu professionalisieren und damit zu optimieren um verloren gegangenes Vertrauen in die Stadt wieder herzustellen - und damit im Kern gar nicht um das Theatergebäude. Dass der alte, wenig ansehnliche und architektonisch nicht unbedingt wertvolle "Kasten" kein 1A-Theater ist, auf das Köln stolz sein kann, und die Sanierung nach seriöser Berechnung nicht signifikant günstiger ist als ein Neubau, dürfte allen klar sein - hier kann also das wahre Interesse nicht liegen, ist allenfalls ein Vorwand.

    Der Dialog über die Interessen, die hinter den Positionen stehen, ist offensichtlich bisher nicht ausreichend geführt. Dazu würde ich OB Roters und die Stadtverwaltung jetzt gerne dringend aufrufen. Von Propagandaveranstaltungen wie im Domforum sollte man sich dabei nicht irritieren lassen. Etwaige Verhandlungen sind ohne vernünftigen und praktischen Dialog von vornherein zum Scheitern verurteilt und damit womöglich auch eine sinnvolle und durch die Mehrheit in der Stadt getragene Lösung.

    Einen Leserbrief an den KStA zu schicken oder ein Schreiben an OB Roters zu richten, halte ich für durchaus sinnvoll. Vielleicht könnte man die Redakteure und die Verwaltung bei dieser Gelegenheit auf die in diesem Forum veröffentlichten Meinungen und Inhalte hinweisen.

    In der Visualisierung sieht man übrigens sehr schön, wie durch den entstehenden Platz der Riphanbau mit seiner besonderen Architektur viel besser im Stadtraum wahrgenommen werden kann.

    Einmal editiert, zuletzt von ottcgn1 (7. März 2010 um 15:12) aus folgendem Grund: Rechtschreibung