Straßenbau & -planung

  • Was die Löwentorstrasse angeht kann man geteilter Meinung sein. Ich fahre da nu auch täglich lang und muss sagen, man könnte die zweite Spur entbehren, aber jetzt wo sie schon mal da ist an der Stelle is es ok. Vor allem da eh genug Platz ist für die Stadtbahn würde ich sie net zurückbauen, denn es würde Stau zufolge haben, Ampelschaltung hin oder her.


    Holger2


    Also den Planie-Tunnel überflüssig zu nennen ist schon ein schönes Stück. Ich glaube du fährst nur Fahrrad oder Stadtbahn. Dann hätte man sich ja den Tunnel am Pragsattel auch sparen können oder den Heslacher Tunnel - fährt man halt rum. Wenn du net gern vom Charlottenplatz zur Heilbronner fährts durch den Tunnel dann fahr doch über Staatsgalerie und stell dich einfach zu den anderen und geniesse den langen Blick auf den schönen Gebhart-Müller-Platz. Manche Leute lieben halt Stau....

  • @Vorredner: Genau so sehe ich es auch. Man würde hier wohl keine vier Spuren fordern, wenn es nur zwei wären. Genausowenig aber sollte man zwei fordern, wenn es schon mal vier sind, nur weil es dort - möglicherweise gerade wegen der vier Spuren - noch keine Stauprobleme gibt.


    Also den Planie-Tunnel überflüssig zu nennen ist schon ein schönes Stück. Ich glaube du fährst nur Fahrrad oder Stadtbahn.


    Ich glaube er ist nur einfach nicht ganz dicht. Solche Leute gibt es auch wie man nie vergessen sollte und offenbar können sie sogar ins Internet.


    Bitte auf verträglichen Umgangston achten.

  • Zitat

    Also den Planie-Tunnel überflüssig zu nennen ist schon ein schönes Stück. Ich glaube du fährst nur Fahrrad oder Stadtbahn.


    Ich glaube er ist nur einfach nicht ganz dicht. Solche Leute gibt es auch wie man nie vergessen sollte und offenbar können sie sogar ins Internet


    Nanana, wenn einem die Argumente fehlen, ist es halt für den einen oder anderen schwer, mit seiner Niederlage umzugehen.


    Tatsache ist:selbst zur HVZ fahren nicht mehr als 1000 Autos pro Stunde und Richtung durch den Tunnel, was für so ein Bauwerk extrem wenig ist - das Bauwerk hat ja auch hohe Betriebskosten.


    Besser und viel wichtiger in meinen Augen: der 4spurige Ausbau des Heslacher Tunnels, der Ausbau des Cannstätter Ei und endlich die Untertunnelung der Hauptstätter Str.


    Es gibt halt immer noch einige ewig Gestrige, die am Liebsten aus der Innenstadt einen betonierten Parkplatz machen möchten und die sich dann wundern, dass die Leute dann lieber gleich ins Breuningerland nach Ludwigsburg fahren! Zurück in die 60er? Sollen wir aus Stuttgart ein Mega - Ludwigshafen machen? Ich sage: Nein danke!


    Nächstes Thema ist für mich die Befreiung der Th. - Heuss - Allee vom Durchgangsverkehr. Diese Straße ist wichtig für den Quell- und Zielverkehr aus der Innenstadt, aber als Altstadtring viel zu zentral. Besser: Führung über Kriegsberg-, Holzgarten- und F. Elsas - Str. Außerdem weiterer o.g. Ausbau der B14 und Konzentration des fließenden Verkehrs auf diese Str.


    Holger

  • Hallo. Halte Dir zugute, daß Du noch nicht lange in Stuggi bist. Die B14 ist schön und gut, allerdings mit kompletter Ost-West-Ausrichtung. Auf einer Straßenkarte wirst Du schnell erkennen, daß der Planietunnel zwingend ist, den Verkehr in Nord-Süd-Richtung aufzunehmen. Einzige streckenmäßig noch sinnvolle Alternative wäre die Schillerstraße. Aber dann platzt der Gebhard-Müller-Platz endgültig aus den Nähten und die Kulturmeile versänke komplett im Chaos. Statt der Planie die Paulinenbrücke zu nehmen, erklärst Du mal den betroffenen Anwohnern im Heusteigviertel. Käme im übrigen einer halben Sackgassenlösung gleich, so man weiß wie sich die Straße nach dem Österr. Platz fortsetzt.


    Der Planietunnel hat nebenbei bemerkt die Fußgängerzone vom Autoverkehr befreit und warum nun ausgerechnet bei diesem relativ kurzen Tunnel besonders hohe Unterhaltskosten auftreten sollten - so liest sich Dein Ansinnen - ist mir auch etwas schleierhaft. Tatsächlich fahren dort kaum LKWs, was sich eher günstig auswirkt.



    Es gibt halt immer noch einige ewig Gestrige, die am Liebsten aus der Innenstadt einen betonierten Parkplatz machen möchten
    Wie Du richtig sagst: alleinfalls einige wenige. Ich kenne gar keinen.



    Allgemein gilt m.E. wie in München und anderen Städten: Innerhalb des Altstadtrings keine Schnellstraßen.
    Erstens gilt - schon wegen der besonders beengten Lage im Stuttgarter Kessel - allgemein nicht.


    Zweitens gibt es trotzdem keine Schnellstraßen innerhalb des Altstadtrings. Höchstens unterhalb. Es gibt dort auch keine Stadtbahn oder S-Bahn, sondern unterhalb. Und Flugzeuge oberhalb. Angesichts der Tatsache, an welchen Straßen sich in Stuttgart oder München die vielbevölkerten Partymeilen angesiedelt haben, kann man auch kaum von Menschenfeindlichkeit oder Geschäftsschädigung sprechen. Ist eben auch immer ein gehöriger Schuß politisches Interesse und Ideologie dabei.

    • Region stellt neue "Filderauffahrt" zw. B10 und A8 vor
    • Ältere Version vor 4 Jahren von BVerkehrsministerium verworfen
    • Kosten: 200 Mio. EURO
    • Beginn B10-Anschluss "Hafen Süd", im Tunnel um Hedelfingen herum bis Lederbergauffahrt
    • Kurzer Tunnel zwischen Heumaden und Riedenberg und unter Kemnat
    • Aufnahme in Regionalplan angestrebt


    Quelle: StN 03.03.09


    • Esslingen bekommt ev. weitere Ein- und Ausfahrt auf A8
    • Planfeststellungsverfahren eingeleitet


    Quelle: StZ-Online

  • So etwa einen Halbanschluß alle fünf Jahre, das bekommt man noch gebacken. Außer der B10 Friedrichswahl-Wilhelma, da geht ja fast Unerhörtes für Stuttgarter Verhältnisse. Wenngleich mit Verzicht auf die große Lösung Krailenshalde.

  • BB Hahn ist hellauf begeistert von der neuen Filderauffahrt und fragt sich, wie man jemals etwas anderes planen konnte.
    Quelle: StN-Online


    Vielleicht mag Straßenverkehrsexperte Max BGF kommentieren (bin selbst zu schlecht informiert).

  • Die vergötterte Plantrasse windet sich ja fast schon pervers. Offenbar spielen Energieverbrauch und Co2-Ausstoß dann keine Rolle mehr, wenn man die Autofahrer anderweitig noch mehr drangsalieren kann. So jedenfalls beteiligt sich der Bund zurecht nicht und das Land müßte ebenso verfahren. Sollen die beteiligten Städte ihre Hedelfinger-Kemnater-Ortsumgehung bauen und Bund/Land bauen ihrerseits eine leistungsfähige B10-A8-Verbindung. Das wäre die beste Lösung, allen wäre gedient.

    Wer den Artikel neutral unter verkehrlichen Gesichtspunkten liest, dem springt dessen Mangel ganz schnell ins Auge. Es geht um Entlastung, Folgenminimierung und Lärmschutz. Eigentlich müßte es zunächst um Verkehrsgünstigkeit, dann um Beachtung der anderen Aspekte gehen. Und zwar weil eine neue Filderauffahrt verkehrlich höchst erforderlich statt nur eine Verschönerungsmaßnahme im Zuge Ortskernberuhigung ist.


    Daher: Thema verfehlt.


    Bin mir aber nicht mehr sicher, ob der Baubürgermeister sich absichtlich dumm stellt. Man unterstellt gerne Strategie, weil man es nicht glauben mag. Inzwischen vermute ich, daß er es tatsächlich nicht hinbekommt, wesentliches von unwesentlichem zu unterscheiden und mehrere Kriterien einer vernünftigen Gesamtbeurteilung zuzuführen. Dann gälte hier einfach der Strahlensatz: Hähnchen=Hirnchen.

  • PM IHK Region Stuttgart vom 20.02.09


    Arbeitsplatzrisiko durch Staus in der Region immer größer
    IHK: Verkehrsprobleme werden zum Standortnachteil


    Die Region Stuttgart nimmt mit ihren Verkehrsproblemen bundesweit eine negative Spitzenposition ein. Dies ist das Ergebnis einer von allen IHKs in Deutschland erstellten Studie (Stau-Atlas), bei der die Stauschwerpunkte im Straßenverkehr nach einheitlichen Kriterien erhoben und gegenübergestellt worden sind. Danach leidet Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bundesländern unter besonderen Defiziten. „Wir fordern nicht zum ersten Mal Bundesverkehrsministerium und Landesregierung auf, endlich für den Erhalt und den Ausbau der Straßen des Transitlandes Baden-Württembergs die erforderlichen Mittel einzusetzen“, so Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart. Dies wäre angesichts der knappen Mittel eigentlich simpel. „Wenn das Geld endlich dorthin fließen würde, wo Verkehr tatsächlich ist und Wirtschaft real stattfindet, wäre uns sehr geholfen“, so Richter.


    An der Tatsache, dass in der Region Stuttgart 25 Prozent des Straßenverkehrs im Land stattfinde, aber nur 12 Prozent des Straßennetzes vorgehalten werde, habe sich in den zurückliegenden Jahren nichts geändert. Vielmehr werde die Lage immer kritischer. Rund um die Landeshauptstadt stocke der Verkehr mittlerweile regelmäßig auf insgesamt rund 40 regionalen Autobahnkilometern. Der fast schon alltägliche Verkehrskollaps ist laut IHK ein enormer Standortnachteil. Berechnungen, die im Auftrag der IHK Region Stuttgart durch neutrale Experten durchgeführt wurden, haben einen volkswirtschaftlichen Schaden von mehr als 290 Millionen Euro im Jahr ergeben, die durch in Staus verlorene Zeit, Unfallkosten und zusätzliche Umweltbelastungen entstehen.


    Umso mehr fordert die IHK mehr Einsatz im Bund und beim Land. „Wir brauchen weder Zuwendungen nach einem überholten Länderproporz und nicht noch weitere hundert Kreisverkehre in der Region sondern vorrangig ein leistungsfähigeres Netz von Autobahnen-, Bundes- und Landesstraßen“, so Richter. Derzeit könne man nicht erkennen, dass die Wirtschaftskrise für eine gewisse Entspannung bei der verkehrlichen Belastung sorge. Vielmehr sei damit zu rechnen, dass sich die Stausituation im nächsten Aufschwung nachteilig auf den Standort Region Stuttgart und seine Arbeitsplätze auswirken werden. „Faktisch hat die Region das Risiko, dass der Wiederaufschwung vor ihren Toren buchstäblich im Stau stecken bleibt“, so Richter. Werde der Produktionsverbund wegen der Engpässe auf den Straßen immer wieder unterbrochen, werden auf Dauer neue Arbeitsplätze vorrangig dort entstehen, wo die Lieferanten ihre Kunden auch sicher erreichen.


    Deshalb müssten Lösungen für die aufgezeigten Engpässe schneller vorangetrieben werden, wie zum Beispiel der Ausbau der A 81 von der Anschlussstelle Stuttgart-Zuffenhausen bis zur Anschlussstelle Ludwigsburg-Nord und zwischen den Anschlussstellen Mundelsheim und Pleidelsheim sowie der Neubau der A 8 von der Anschlussstelle Mühlhausen bis zur Anschlussstelle Merklingen. Das Prinzip Hoffnung, dass sich ein Investor für den Albaufstieg finde, habe sich zerschlagen. Jetzt müsse für das Projekt dringend eine Finanzierung über den Verkehrshaushalt ermöglicht werden.


    Auch der Abschnitt Sindelfingen-Ost - Böblingen-Hulb der A 81 müsse jetzt vorangetrieben und das Planfeststellungsverfahren schnell zu einem Ende gebracht werden. Dann gelte es, umgehend mit dem Bau einschließlich geeigneter Lärmschutzmaßnahmen zu beginnen.


    Quelle: IHK Region Stuttgart

  • Rosensteintunnel

    • In den nächsten Wochen erste vorbereitende Maßnahmen, Baubeginn noch in diesem Jahr
    • Eröffnung 2015
    • Kritik von Umweltverbänden, Verkehrszunahme befürchtet, Zweifel an Entlastung für Bad Cannstatt und S-Ost


    Luftbild


    Quelle: EZ-Online

  • Tja, das der Verkehr hir zunehmen wird ist wohl richtig. Dafür nimmt er aber woanderst ab! Das ist doch der Sinn des Tunnel, den Verkehr effektiver zu führen. Es wird sicherlich niemand aus Spaß an der Freude einen Umweg fahren nur um den Tunnel zu "genießen".

    • In den nächsten Wochen erste vorbereitende Maßnahmen, Baubeginn noch in diesem Jahr
    • Eröffnung 2015
    • Kritik von Umweltverbänden, Verkehrszunahme befürchtet, Zweifel an Entlastung für Bad Cannstatt und S-Ost


    Stuttgarter Zeitung online heute:
    Kritik am Rosensteintunnel durch den Landesnaturschutzverband konkretisiert.


    > Vierspuriger Tunnel führt zur Verschiebung des Verkehrs von der A8 zur B10 hin.


    > Schaffung einer Stadtautobahn für Fernverkehr für Stuttgart nicht wünschenswert.


    > An den Knotenpunkten (z.B. Neckartor und Zuffenhausen) noch größere Belastung an Verkehr und Abgasen nicht zumutbar.


    > Vorschlag eines 2-spurigen (statt 4-spurigen) Tunnels als Alternative, um den Fernverkehr aus der Stadt rauszuhalten.


    > Forderung der Untertunnelung von Übergang B10/B27 in Zuffenhausen.


    STZ-online


    In diesem Artikel wird auch die Verkehrsführung am Neckartor genauer beschrieben (respektive der Versuch unternommen - so richtig vorstellen kann ich es mir nämlich nicht . . . vllt. gibt es ja eine Skizze dazu?)


    Wie der Rest der B10 (vom Plochinger Dreieck bis Gaskessel) die geplante Erhöhung des Verkehraufkommen aufnehmen soll, ist mir auf Grund der täglichen Staus entlang dieser Strecke ein Rätsel . . .

  • Zitat

    Wie der Rest der B10 (vom Plochinger Dreieck bis Gaskessel) die geplante Erhöhung des Verkehraufkommen aufnehmen soll, ist mir auf Grund der täglichen Staus entlang dieser Strecke ein Rätsel . .



    Der Standstreifen soll doch ummarkiert werden und so eine durchgehende 6-streifige B10 von der Gaisburger Brücke bis Hafen-Süd geschaffen werden. War letzte Woche im Zusammenhang mit der neuen Filderauffahrt zu lesen.


    http://www.region-stuttgart.or…action=view&pi_docid=2058

  • Regent
    Tja, das der Verkehr hir zunehmen wird ist wohl richtig. Dafür nimmt er aber woanderst ab! Das ist doch der Sinn des Tunnel, den Verkehr effektiver zu führen. Es wird sicherlich niemand aus Spaß an der Freude einen Umweg fahren nur um den Tunnel zu "genießen".


    Genau so ist es. Daher "Straßen ziehen Verkehr an" Schwachsinn. Natürlich ziehen sie Verkehr an, sonst wären sie ja nachteilig gegenüber einer Bestandstrasse. Es kommt darauf an, daß der Nachher-Zustand per Saldo besser ist.

  • Filderauffahrt

    • Region nimmt Trasse mit Untertunnelung Kemnats in Regionalplan auf
    • Regionalpräsident "Kompromiss auf weitgehendem Konsens"
    • Grüne: Völlig utopisch, kein Bedarf an autobahnähnlicher Umfahrung Stuttgarts, nicht finanzierbar, lieber ÖPNV stärken
    • Ostfildern, Esslingen und Stuttgart positiv eingestellt
    • Zustimmung auch für neue A8-Ein- und Ausfahrt zwischen Ostfildern-Scharnhausen und Neuhausen


    Quelle: StZ-Online

  • "Kompromiss auf weitgehendem Konsens" :lol:
    Ich vertraue hier wie bei S21 (+1 :D) mal ganz auf die Grünen, daß sie diese Deppentrasse verhindern.

  • OB lehnt Nordostring kategorisch ab, keine Perspektive, keine konkreten Pläne, keine Finanzierung.
    Quelle: EZ-Online


    Am Freitag wurde das Kommunalwahlprogramm der CDU verabschiedet. Dort wird beim Thema Verkehr nicht nur der Nordostring, sondern u. a. auch die Filderauffahrt und eine zweite Röhre für den Heslacher Tunnel gefordert.


    Siehe Seite 18 oben


    http://www.cdu-stuttgart.de/fi…-18_programmentwurf_2.pdf