Hamburger Hochhaus-Diskussion

  • Hochhäuser für Hamburg?

    Das Hamburger Abendblatt von heute (22.09.)

    Wolkenkratzer für Hamburg?
    Visionen: In einer Expertenrunde forderte Stadtentwicklungssenator Freytag eine "spektakuläre Architektur". Platz dafür sei im Bezirk Harburg.

    Sollen in Hamburg wie in anderen deutschen Großstädten auch Wolkenkratzer gebaut werden? Oder soll weiterhin die Stadtsilhouette von den alles überragenden Kirchtürmen beherrscht werden? In dieser Frage will Stadtentwicklungssenator Michael Freytag (CDU) die Richtung vorgeben. Er fordert eine "spektakuläre Architektur", die in bestimmten Stadtteilen auch in die Höhe gehen könne.
    ...
    den Rest gibts unter:

    http://www.abendblatt.de/daten/2004/09/22/343847.html

  • Ich finde das hört sich zunächst einmal ganz toll an, da Harburg bisher eh häßlich ist, da jetzt schon ein paar ganz nette Hochhäuschen entstanden sind (Silo, ChannelTower) und das alles weit weit weg von den Kirchtürmen ist.

    Ich frange mich nur welche großen Firmen da denn alle hin wollen. Die Verkehrsanbindung von Harburg ist auch nicht so doll. Na ja mach schauen was aus der Debatte wird.

  • Das sehe ich ähnlich. Gegen Hochhäuser in Harburg wäre aus städtebaulicher Sicht nichts einzuwenden. Aber wer will da schon Wolkankratzer bauen?

    Im Stadtzentrum selbst ist die historisch gewachsene Kirchturm-Skyline ein wichtiges identitätsstiftendes Gut (und nicht zuletzt für den Tourismus wichtig). Meiner Ansicht nach sollte sie so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Aber in gemessenen Abstand dazu, in Altona, Hammerbrook, dem östlichen Teil der Hafencity oder in der City Nord hätte ich nichts gegen Hochhäuser, solange sie nicht Frankfurter Größenwahn-Dimensionen erreichen. Aber 150m, in Einzelfällen vielleicht auch 200 Meter? Warum nicht?

  • frankfurter grössenwahn? es gibt gerade mal 10 türme mit 150m+

    zum text: man hätte ein schönes hochhausviertel in der hafencity planen können - leider hat man da die chance verpasst. es hätte auch eine ansamlung von 100m türmen schon akzente gesetzt - da muss man nicht gleich 200m hoch bauen

  • Der Kernbereich der Hafencity liegt zu nahe am historischen Stadtzentrum. Hier hätten größere Hochhäuser die berühmte Stadtsilhouette erheblich beeinträchtigt. Im östlichen Teil sind ja durchaus Hochhäuser angedacht, aber das ist noch Zukunftsmusik.

  • eben, die hafencity ist gross genug.

    die stadtsilhouette von hamburg ist nicht so bekannt, wie die hafenansichten - zumindest international gesehen. die meisten leute wären überfragt, welche stadt sie denn sehen, wenn sie ein bild von den kirchtürmen hamburgs sehen würden. natürlich würden hochhäuser wenig daran ändern, wenn überhaupt etwas. ein landmark muss her, und es muss nichtmal ein hochhaus sein.

  • ....geil....ich stelle mir gerade vor wie glei die hafensiluette mit hochhäusern im hintergrund aussehen würde......diese häßlichen wohnhochhäuser wirken da ja schon und lassen hamburg boomtown-mäßig aussehen......denkte mal an rotterdam....

  • Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von BMXican

    eben, die hafencity ist gross genug.

    die stadtsilhouette von hamburg ist nicht so bekannt, wie die hafenansichten - zumindest international gesehen. die meisten leute wären überfragt, welche stadt sie denn sehen, wenn sie ein bild von den kirchtürmen hamburgs sehen würden. natürlich würden hochhäuser wenig daran ändern, wenn überhaupt etwas. ein landmark muss her, und es muss nichtmal ein hochhaus sein.


    Ein "Lightower"wars gewesen :mad::nono:

  • Ooh nein! Der "Lighttower" wäre der städtebauliche GAU gewesen. Der nackte Irrsinn. Man stelle sich nur vor, wie das Stadtbild von der Alster aus betrachtet ausgesehen hätte. Nicht auszudenken. Sowas planen nur größenwahnsinnige Architekten wie Teherani, die sich selbst ein Denkmal setzen wollen und denen das Gesamtbild der Stadt egal ist.

    Gegen eine moderne Landmarke habe ich ja nichts, aber bitte verträglich mit der Stadtsilhouette. Warum kann man sich für sowas nicht die Oper von Sidney als Vorbild nehmen? Die Philharmonie auf dem Kaispeicher scheint mir da schon in die richtige Richtung zu gehen. Auch der Ort wäre prima. Nur leider finde ich die Planungen ziemlich häßlich. :(

  • Mit nem guten Lichtkonzept könnte das wunderschön aussehen, finde ich:)
    In meinem IDagramm habe ich das schonmal ein bischen angedeutet:


    Die Oper gefällt mir tiersch gut!

  • Na hoffentlich hast Du recht. Ich bin durchaus dafür, das zu bauen, wenn niemand eine noch überzeugendere Idee hat, denn es ist immerhin wirklich einzigartig. Ein echter "Hingucker", und das ist schon ein Wert an sich.

    Ungünstigstenfalls wird es ein kleiner Schandfleck. Aber das ist der Kaispeicher in seiner jetzigen Form ohnehin. Günstigstenfalls wird es ein prächtig schillerndes Eingangstor zur Stadt. Da es in keinem Fall das gesamte Stadtbild ruinieren wird, wäre es einen Versuch wert.

  • So sehe ich das auch!
    Habe letzes Wochenende mal wieder eine (sau teure) große Hafentundfahrt gemacht und wenn man sich vorstellt wie diese hässlichen alten industrielandschafen in ein paar Jahren SICHER aussehen werden, kann man sich imho jetzt schon tierisch drauf freuen, was da auf uns zukommt:):)
    Unbedingt zu empfehlen ist auch die "!Neue Hafencity austellung" im alten Kesselhaus der Speicherstadt!

  • ich hätte auch nichts gegen ein modernes haus in der innenstadt, in der größenordnung der kirchen, natürlich kein "massives hochhaus", sondern ein turm, ähnlich dem des rathauses und der kirchen. von mir aus auch glas, aber es sollte eine ausnahme bleiben und als landmarke fungieren.

  • Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von Samuel

    Mit nem guten Lichtkonzept könnte das wunderschön aussehen, finde ich:)
    In meinem IDagramm habe ich das schonmal ein bischen angedeutet:


    Die Oper gefällt mir tiersch gut!


    das wäre ein klasse landmark

  • Moin,

    der ursprüngliche Abendblattartikel zeit eigentlich in punkto skyscraper etwas Halbherziges. Die ins gespräch geprachte Hochhäuser sollen in Harburg entstehen. damit wirken sie sich auf das stadtbild überhaupt nicht aus. sie sind auch kein Bestandteil der Hafencity, sondern liegen etwa 15 km südlich der Norderelbe.

  • Harburg waere sehr geeignet fuer eine Clusterbildung, waere zu geil, wenn man da eine art "La Defense" hinsetzen wuerde, Harburg, obwohl zu HH-gehoerend, ist irgendwie eine Twilight-Zone, waere nicht schlecht diesen Stadtteil aufzuwerten.
    Die Frage ist natuerlich, ob Hamburg noch mehr leerstehende Bueroflaeche braucht...

  • hier zu noch ein artikel aus dem Hamburger Abendblatt

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wolkenkratzer nach Harburg?
    Vision: Stadtentwicklungssenator Michael Freytag (CDU) sieht gigantische Hochhäuser im Hamburger Süden. Was sagen die Harburger?

    Harburg - Mit seinen 80 Metern und 18 Stockwerken könnte Hamburgs höchstes Haus südlich der Elbe, der Harburger Channel-Tower an der Ecke Karnapp/Schellerdamm, vielleicht schon bald zu den Zwergen unter den Hochbauten der Stadt zählen. Nach dem Abendblatt-Bericht gestern über die Fachgespräche von Stadtentwicklungssenator Michael Freytag mit berühmten Architekten wie dem Berliner Sony Center-Entwickler Helmut Jahn über Hamburgs städtebauliche Zukunft, nannte Freytag den Bezirk Harburg als möglichen Standort für Wolkenkratzer.

    Die Idee fällt im Hamburger Süden auf fruchtbaren Boden. Harburgs Baudezernent Peter Koch: "Wir hatten bereits im Sommer vergangenen Jahres einen Wettbewerb internationaler Architekten, die zum ,Sprung über die Elbe' fantastische Entwürfe ablieferten. Ich halte es für denkbar, dass sich große Unternehmen - ähnlich wie die Banken in Frankfurt am Main - in Zukunft mit Hochhausbauten im Hamburger Süden niederlassen."
    ..
    Gerhard Löwe, Geschäftsführer von Karstadt in Harburg: "Harburg zeigt bereits deutlich, dass die Zeiten des alten Arbeiter-Stadtteils vorbei sind und dass der Bezirk auf dem Weg zu einem modernen Zentrum ist. Die Channel- und Silo-Bauten im Binnenhafen sind herausragend, ebenso das neue Phoenix Center von ECE oder auch das neue Gesundheitszentrum. Ich begrüße die Ansichten von Hamburgs Stadtentwicklungssenator und halte jede Investition in den Bezirk für wichtig. Für wichtig halte ich auch, dass wir alle Einrichtungen erlebbar machen."
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    Grundsätzlich ist festzustellen, dass Hochhäuser in Deutschland, egal ob für Geschäfts- oder Wohnzwecke, weniger verbreitet und beliebt sind.Im Harburger Binnenhafen haben wir mehrere Hochhaus-Bauplätze vorgesehen."

    Einen davon will Channel-Bauherr Arne Weber an der Blohmstraße mit dem "China Tower" belegen. Weber: "Der wird deutlich größer als der Channel-Tower. Im Oktober verhandeln wir mit einem chinesischen Investor. Ich denke, dass wir dabei vorwärts kommen werden."

  • Also eigentlich sollte der China-Tower ja nicht höher als der Channel-Tower werden - also tut sich da grade was? In jedem Fall interessant dass man in Hamburg über ein eigenes Hochhausviertel nachdenkt.

    Könnte einer der Hamburger vielleicht mal einen Kartenausschnitt des Harburger Binnenhafens nehmen und die Hochhäuser (vorhanden, geplant und denkbare Standorte) einzeichnen?