Hat jemand ein Bild des betreffenden Gebäudes?
Interessante Berlin-Infos
-
Matte -
23. Oktober 2003 um 23:17 -
Geschlossen
-
-
-
Gute Frage...Da ist doch so ziemlich alles hässlich! Etwas präziser hätten die schon sein können...Obwohl, das "Berlin Carrée" wird es wohl (leider) nicht sein, dan wären sie bestimmt mehr auf die Lage ggü. von Domaquarée, Rathaus oder Fernsehturm eingegangen...
Ich tippe demnach Mal auf das Haus, das dirket links hinter der S-Bahn-Brücke steht...Ist eben typisch Platte...
-
Ihr seid ja 'n paar Experten ;).
Das Gebäude Karl-Liebknecht-Straße 32-34 ist ein Bürohaus. Daher kann es weder der Riegel sein, in dem sich das Berlin-Carree befindet (der steht eh unter Denkmalschutz; zu recht!), noch das Gebäude, "direkt links hinter der S-Bahn-Brücke" (auch ein Wohnhaus; zwar nicht erhaltenswert, aber dennoch ist das Grundstück nicht in den "Kollhoff-Plan" einbezogen). Ernst, ich tippe mal, mit "hässlichstes Haus auf dem Planeten" meinst Du das Ensemble an der darauf folgenden Ecke, das also an der Memhardstraße direkt vor dem Berliner Verlag steht (erinnert mich immer an Bilder aus südosteuropäischen Krisengebieten ;)) ; nicht erhaltenswert, verschwindet auch nach Masterplan, allerdings auch ein Wohnhaus und damit nicht das Gemeinte).
Es ist vielmehr ein unauffälliger Büroriegel auf der anderen Seite der Straße, schräg gegenüber dem Berliner Verlag, nördlich vom Alexanderplatz und von diesem nicht einsehbar. Auf dem von Ben geposteten Luftbild-Link ist der Bau gut erkennbar. Er beginnt dort, wo der Schatten des Forum-Hotels auf dem Foto endet (rechte Ecke).
Also, seid nicht zu euphorisch, da haben andere Gebäude auf diesem Areal die Abrissbirne noch eher verdient, z. B. besagte zwei Wohnhäuser (die übrigens zur Zeit ihrer Entstehung Anfang der Achtziger Luxus waren, da die DDR hier ausnahmsweise noch einmal Sonderbauten projektierte, wo zu dieser Zeit im Wohnungsbau sonst ausschließlich noch "Wiederverwendungsprojekte" weniger Serien zum Einsatz kamen; besonders "interessant" ist dabei das nördliche Ensemble, da hier ausnahmsweise eine Höhenstaffelung innerhalb eines Gebäudes stattfand, das gab es woanders zwar zu hauf - siehe z. B. die Gropiusstadt - im DDR-Bauwesen wurde das aber sonst beinahe nirgends praktiziert). Dringend weg müsste m. E. auch der Bau an der nördlichen Ecke zur Einmündung des Platzes in die Karl-Marx-Allee (ehem. Bürohaus des DDR-Innenministeriums), der zudem rückwärtig über eine übelste Hofsituation verfügt (weiträumig zubetoniert, erinnert an Industriebrachen in der Pampa, echt sehenswert! ;)), langfristig soll daneben wieder die Landsberger Allee einmünden (war in Prof. Kollhoffs prämiertem Wettbewerbsbeitrag noch ein Hochhausstandort).
Gruss
AeG -
Ach, das ist noch K.-L.-Str.? Ich dachte, das wär schon die Prenzlauer Allee...Ist ja auch egal. Der Platz und seine gesamte Umgeung ist - wie man auf dem Foto sieht - einfach nur zum :puke: und total unwirtlich, egal, was es vielleicht für besonderheiten sein mögen...
-
Zitat von AeG
Ernst, ich tippe mal, mit "hässlichstes Haus auf dem Planeten" meinst Du das Ensemble an der darauf folgenden Ecke, das also an der Memhardstraße direkt vor dem Berliner Verlag steht (erinnert mich immer an Bilder aus südosteuropäischen Krisengebieten ;))
Ja. Du hast recht. Ich hatte den unfaßbar häßlichen Wohnblock vor Augen, bei dessen Anblick man meint, man befinde sich in einer Vorstadt von Omsk oder Novosibirsk, aber nicht im Zentrum von Berlin. Schade, daß ich mich geirrt habe, aber immerhin gut zu wissen, daß das Ding auch noch wegkommen soll.
-
Hat jemand vielleicht Renderings vom ICC Hotel?
Wäre sehr nett wenn er sie posten könnte. -
karl-liebknecht-strasse 32-34 ist in der tat der bau, den aeg mutmasste - mit abblaetterndem hellen putz im uebrigen und einem grossen "vermiet-poster" behaengt ...
in dem bau befand sich bis vor kurzem uebrigens auch die "junge welt", die hauspostille der kommunistischen/sozialistischen altOssis und der pds ... und uebrigens mit-stichwortgeber fuer den antiamerikanismus, auf den so viele dumme deutsche reingefallen sind.. jaja, auf honecker..
ein teil des schwachmatischen antiamerikanischen unsinns kommt aus der ecke... wer auf den bloedsinn reingefallen ist, waere auch ein anstaendiger ddr-buerger geworden!

-
Und die SED lässt zu, dass man dieses Haus abreißt!?! Kaum zu gauben...
-
-
Auch bekannt unter ihrem Künsterlnamen PDS...
-
ja und?
ps: uebrigens soll der wegzuggrund der 'jungen welt' aus dem haus (nach gegenueber) "zu hohe miete" gewesen sein ...
-
Zitat von trance-x
karl-liebknecht-strasse 32-34 ist in der tat der bau, den aeg mutmasste - [...]
Du nun wieder
;). Ich habe in diesem Gebäude meine Theorie zum Segelflugschein (1885 - 86 ) absolviert. Folglich "mutmaße" ich nicht, ich weiß, um welche Gebäude es sich hierbei handelt :D.Gruss
AeG -
"Akademie der Künste zu teuer und zu klein"
Geschieht ihr Recht, nachdem sie diese Glaswand am Pariser hat bauen lassen...
-
Zitat von Ben
"Akademie der Künste zu teuer und zu klein"
Geschieht ihr Recht, nachdem sie diese Glaswand am Pariser hat bauen lassen...
...und obendrein ist sie auch noch hässlich. Was für eine Fehlplanung.

-
...und obendrein ist sie auch noch hässlich.
Das wollte ich einegtlich damit sagen
!Ich hoffe, die kriegen nichts vom Bund! Das wär die gerechte Strafe!Was für eine Fehlplanung.

Wie so vieles...
-
Ein kleiner aber feiner Ausschnitt, aus diesem Artikel bez. der Geldverschwendung des Bundes...http://www.welt.de/data/2004/11/17/361513.html
- Die Kulturstaatsministerin im Bundeskanzleramt finanziert über Zuwendungen Baumaßnahmen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz auf der Museumsinsel in Berlin. Die werden teurer, weil sich die Stiftung nicht mit der Wiederherstellung der historischen Bauwerke begnügt. Außerdem sollen ein neues Eingangsgebäude, eine Absenkung des Kellerfußbodens im Pergamonmuseum und unterirdische Gänge zur Verbindung der fünf Museen finanziert werden. Zusatzkosten: 140 Millionen Euro.
-
Zitat von Ben
Ein kleiner aber feiner Ausschnitt, aus diesem Artikel bez. der Geldverschwendung des Bundes...http://www.welt.de/data/2004/11/17/361513.html
Ja, unfassbar. Der Bund hat auch kein Geld mehr und die Stadt Berlin ist faktisch bankrott. Für derartigen Luxus ist zur Zeit kein Geld mehr da. Die Stadt soll erstmal ihren Haushalt sanieren, und dieses geht nur mit radikalen Sparmassnahmen.
Die Stadt Berlin scheint weiterhin auf die Solidarität des Bundes und der anderen Länder zu setzen und macht weiterhin Schulden.

-
Mir gings eher darum, dass Berlin u.a. bez. der "Konservierung" des Neuen Museums jetzt Mal offiziell eins reingewürgt bekommt!
Aber Berlin saniert ja lieber Platten von dem Bundesgeld, anstatt es in was vernünftiges zu stecken...
-
Sowie ich das immer gehört habe, sind im öffentlichen Dienst in Berlin in Relation zur Bevölkerung überproportional viele Leute beschäftigt. Wäre dass nicht auch ein Sparansatz?
-
Eben stoße ich bei einer Recherche im Internet zufällig auf eine Anfrage der FDP im Berliner Abgeordnetenhaus vom 30. 7. dieses Jahres:
Alles anzeigenMarienviertel - Wiederentstehung eines Quartiers
Der Senat wird aufgefordert, auf der Grundlage konkurrierender Verfahren ein städtebauliches Konzept zur Neuordnung des Marienviertels zwischen Spandauer Straße, Karl-Liebknecht-Straße, Bahnhof Alexanderplatz und Rathausstraße zu erarbeiten, das folgenden Punkten Rechnung trägt:• Integration des Quartiers in den noch vorhandenen stadträumlichen Kontext von Alt-Berlin und Abstimmung mit der städtebaulichen Entwicklung des „Marx-Engels-Forums“,
• Wiederherstellung zumindest von Teilen des historischen Stadtgrundrisses, einschließlich des Neuen Marktes, in Verbindung mit einem Freiraumkonzept,
• Bebauung von Teilbereichen, insbesondere bauliche Fassung der Marienkirche, des Rathaus- und Bahnhofsvorfeldes und neue Umbauung des Fernsehturms,
• Neugestaltung und funktionale Aufwertung der Rathaus-, Spandauer- und Karl-Liebknecht-Straße als Geschäftsstraßen.Ferner sind die die verkehrlichen, liegenschaftsbezogenen, rechtlichen und finanziellen Fragen zu klären. Das Konzept ist in das ‚Planwerk Innenstadt’ zu integrieren. Im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit ist die stadtgeschichtliche Bedeutung des Gebietes darzustellen.
Dem Abgeordnetenhaus ist bis zum 31. März 2005 über den Verfahrensstand zu berichten.
Begründung
Während im ehemaligen Westteil der Stadt Scharouns Kulturforum mit großem Aufwand überplant wird und der in den fünfziger und sechziger Jahren wiederaufgebaute Kern der City West, der Breitscheidplatz, tief greifenden baulichen Veränderungen entgegensieht, unternimmt die Berliner Stadtplanung nichts, um die städtebaulichen Hinterlassenschaften des Sozialismus im Marienviertel anzugehen. Versuche, zum Beispiel im Rahmen des ‚Planwerks Innenstadt’, hier konzeptionell tätig zu werden, sind bislang am Widerstand all derer gescheitert, die das Resultat des in der Ulbricht-Ära erfolgten Umbaus des Marienviertels offenbar als städtebauliche Bereicherung bewerten. Über die „Qualitäten“ des Marienviertels schrieb kürzlich Klaus Hartung, Journalist der Wochen-zeitschrift „Die Zeit“:
„Mehr als ein Drittel des mittelalterlichen Berlins liegt unter Rasenflächen, Kakteenkübeln und Gehplatten. Die unterschiedlichen stadtplanerischen Ambitionen, die in dieser Leere agieren, kommen nicht zur Ruhe. Was entstand, ist typisch für Berlin: ein Zustand provisorischer Permanenz, ein erstarrter urbaner Kriegszustand …“ Und: „Die Ersetzung des Marienviertels durch einen anonymen Platz erscheint wie eine Allegorie der Anonymisierung des Städters. “
Es wird Zeit, den im Marienviertel von einem totalitärem Regime herbeigeführten „Kriegszustand“ zu beenden und dieses historische Quartier der bürgerlichen Stadt zurückzugeben.
Quelle: http://www.fdpfraktionberlin.de
Endlich kümmert sich mal jemand um dieses Thema! Ich habe allerdings nicht herausfinden können, was mit dem Antrag geschehen ist. Die Archiv-Suche des Abgeordnetenhauses ist anscheinend inkompatibel mit sämtlichen Browsern, die mir zur Verfügung stehen. Kann es vielleicht jemand von Euch herausfinden?
-