Migrationsmuseum Selma

  • Das künftige Migrationsmuseum und Dokumentationszentrum des Trägervereins DOMID soll den Namen SELMA tragen. Der weiblich Vorname Selma extistiere in unterschiedlichen Kulturen, zudem wurde ein weiblicher Name gewählt, weil die Geschichte der Migration bislang fast ausschließlich anhand von Männerbiographien erzählt wurde.
    Der Verein besitzt 150.000 zeitgeschichtliche Dokumente zur Geschichte der Migration. Die Halle 70 bietet 10.000 m² Bruttogeschoßfläche.

    Entstehen soll das Museum in Halle 70 der "Hallen Kalk" der Klöckner-Humboldt-Deutz AG an der Dillenburger Str.

    Die Stadt Köln stellt Grundstück und Halle, Land und Bund fördern das Museum mit 45 Millionen Euro. Das Museum soll 2029 fertiggestellt sein.

    https://www1.wdr.de/kultur/kulturn…-selma-100.html

    https://domid.org/haus-der-einwa…chaft/standort/

    https://buergerinfo.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=976015&type=do
    https://www.ksta.de/koeln/kalk/kal…nthuellt-884545

  • Das Migrationsmuseum soll nun doch nicht in die Halle Kalk. Die ursprünglichen erwarteten Umbaukosten sind von 44 auf 77 Millionen Euro gestiegen. Die Hallen befänden sich zudem in einem schlechteren Zustand als erwartet.

    Die Stadt prüft nun, ob eine Ansiedlung im Museumskomplex des Rautenstrauch-Joest-Museums (RJM) möglich ist. Hierzu könne evtl. der dortige Raum für Wechselausstellungen dienen. Dieser bietet allerdings nur 2.000 m² statt der 10.000 m² Fläche, die in der Halle Kalk zur Verfügung gestanden hätte - also 80% weniger Ausstellungsfläche.

    Der Rat der Stadt will sich kommenden Donnerstag mit der Thematik befassen.

    (beide Artikel ohne Paywall lesbar)

    https://www.msn.com/de-de/nachrich…den/ar-AA1YQ3s6

    https://www.rundschau-online.de/koeln/kalk/kal…tstehen-1245929

  • Schade, die RJM-Lösung würde beiden Museen nicht gerecht.

    Ein zweites Museum in ein anderes quetschen würde die Möglichkeiten des RJM sehr stark einschränken.
    Ich glaube man muss akzeptieren, dass man bei einer derartig schlechten Haushaltlage nicht alle (neuen) Projekte realisieren kann.

  • Finanziell die absolut richtige Entscheidung. Köln kann sich eben nicht alles leisten. Außerdem ist das RJM kein wirklicher Publikumsmagnet und in seiner Form völlig überdimensioniert. Es würde für beide einen Mehrwert bieten und hoffentlich auch zu mehr Publikum.