• Die Abhängigen sind gegenüber Passanten und vor allem der Polizei nicht gewaltbereit. Das ist ein Youtube-Mythos. Dieser Kurt hat es halt rausgefordert mit seiner Kamera und wollte dann weiter provozieren für die Klicks. Wäre er ohne Kamera da durch, wäre es nicht zu Konfrontationen gekommen, da darf man nicht auf jedes Medien-Framing reinfallen.

    Das Versagen der Polizei liegt darin, dass sie trotz aller Prioritäten und Ressourcen immer noch keinen Verkaufsort zugekriegt haben. Die sind das Backbone des Drogenhandels im Viertel. Jeder weiß welche das sind und wer zwei mal durch die rote Zone (s.o.) läuft, hat auch ein recht klares Bild. Woran es liegt? Inkompetenz, Bequemlichkeit, Kompetenzgerangel, kA. im Viertel werden auch noch andere Vermutungen angestellt ...

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Man muss auch nicht auf jeden Ragebait anspringen...

    ... da darf man nicht auf jedes Medien-Framing reinfallen.

    Unterschiedliche Standpunkte und der argumentative Austausch darüber sind Kern und Zweck einer Debatte. Doch ich finde nicht in Ordnung, dass du deine Gesprächspartner dabei ständig als "fehlinformierte Medienopfer" darstellen willst, weil du meinst, die alleinige Deutungshoheit übers Viertel zu haben.

    Mit einem freundlichen Augenzwingern gesagt: Wärst du so smart, hättest du nicht grad erst eine Spritze im Schuh stecken gehabt.

    Und ich bleibe bei meinem Punkt: die Polizei wird nichts lösen können, so lange die Täter nach der Polizeiarbeit mit einem Fingerklaps aus dem Gericht spazieren. Hohe Haftstrafen fürs Drogendealen, konsequente und sofortige Abschiebung straffälliger Zuwanderer, Haftstrafen für Drogenkonsum im öffentlichen Raum, Hilfsangebote nur für Ortsansässige: dann sähen die Straßen im Viertel ganz anders aus.

    Leider geht die Politik im Allgemeinen und Frankfurt im Speziellen aktuell in die entgegengesetzte Richtung, in der es - mit einer Prise Sarkasmus formuliert - um die Fühlis der lieben Junkies geht und die schwere Kindheit der armen Dealer: Gruppenumarmung! Mit dem für alle offenen Crack-Zentrum werden wir endgültig die Drogenhauptstadt Deutschlands, wenn nicht gar Europas.

  • Hat mir smart nichts zu tun. Aber es gibt vlt. doch einen kleinen Unterschied zw. jemanden, der seit Jahrzehnten in diesem Viertel verkehrt und viele Leute aus dieser Szene gut kennt, und jemandem, bei dem das offenbar nicht der Fall ist (korrigiere mich gerne). In anderen Themen kennst du dich sicherlich besser aus, aber hier dürfte es so sein.

    Die Polizei kann sicherlich auch mal Probleme lösen, auch in diesem Rechtsrahmen, ganz unfähig sind die nämlich nicht, hoffe ich zumindest. Und die Polizei selbst hat ja dieses Ambitionsniveau formuliert, nicht ich. In messe sie an ihren eigenen Zielen.

    Bisher hat man sich in Frankfurt weitgehend auf Social-Media-relevante Aktionen, Kratzen an der Oberfläche, Eigenlob, Ablenkung auf das südliche Viertel, Schönrednerei und Zurechtlügen der Situation beschränkt. Ein paar Ergebnisse gab es, aber angesichts dessen wie offensichtlich alles ist und auch angesichts der verstrichenen Zeit und der eingesetzen Ressourcen ist es zu wenig. Jetzt kommt ein südafrikanischer Influencer und das ganze Kartenhaus fällt in sich zusammen. Vor der ganzen Welt. EDIT: mittlerweile haben die Instagram Clips zu dem Video 13 Millionen Klicks.

    Einmal editiert, zuletzt von Rud (10. August 2025 um 19:50)

  • Schade, offensichtlich bist du nicht im Stande zu diskutieren ohne zu versuchen, deine Gesprächspartner als Medienopfer oder Ahnungslose zu diskreditieren.

    So bleibt mir nur noch eines zu sagen: Wo du doch das einzig wahre Wissen hast, und darüber hinaus auch noch bestens vernetzt bist, dann kandidiere bitte für ein öffentliches Amt, in dem du dafür sorgst, dass wieder Recht und Ordnung herrschen. Und gerne auch etwas Sauberkeit. Und sehr gerne beeilst du dich!

  • Es tut sich was in der Kaiserstraße 54. Im breiten EG des Gebäudes (zw. Goldies und Haus des Döners), war früher der Dolly Buster Sexshop drin, ich glaube seit dem steht es seit vielen Jahren leer. Mittlerweile wird dort renoviert, es wird ein Restaurant reinkommen. Es handelt sich dabei um sehr viel Fläche und auch eine breite Front zur Straße, das wird also einen Impact auf die Gegend haben.

    Was dabei auffällt: wie sehr das klobige Betonklo, das Mike Josef dort hingebombt hat, die Ecke runterreist. Hässliches Ding, steht da auf dem Weg, wird gerne auch mal für Liebesdienste verwendet, der Schließmechanismus der Tür funktioniert nicht richtig, oft steht die Tür offen und man sieht sehr Unappetietliches. Für die Gastronomen, insb. das HDD, ist das eine Zumutung.

  • Auf der Taunusstraße (östlicher Block) macht ein neuer Kiosk auf, soweit so unspektakulär. Allerdings hat der Kiosk Haftbefehls legendäre Frankfurt-Hymne "069" auf ein Fenster foliert. Dazu muss man wissen, dass das Video dazu auf der Taunusstraße gedreht wurde. Könnte zum Fotomotiv / Wallfahrsort werden, deswegen erwähnte ich es hier.

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  • Dekoratives Anführungszeichen

    Mal ein kleiner Situation Report vom Hauptbahnhof. Wie hat sich die Situation um Gebäude während des Umbaus entwickelt, wie ist der Wohlfühlfaktor und wie ist die Hygienesituation?

    Ich gebe mal folgende Prognose ab:

    Der Hauptbahnhof wird nie "fertig". Wie der Kölner Dom. Solche Vorhaben sind zu komplex. Sie können, wollen, sollen nicht fertig werden. Derzeit ist Frankfurt voll mit Großbaustellen (BHF Haus, Hauptbahnhof, Bockenheimer Landstrasse etc etc). Und die Stadt funktioniert trotzdem. Ich denke, das ist wie mit der Sektsteuer oder dem "Soli". Die sind dann halt da. Und sind gekommen, um zu bleiben.

    Irgendwie scheint "der Frankfurter" ja Schmuddeligkeit auch zu mögen. Bei uns im Westend spaziert man an stolz aufgestellten Mülltonnen vorbei, Drahl- und Jähgerzäunen, Klingelschildern aus dem 9-Nadel-Drucker, keine Tore, dafür Bodenbedecker wie bei Nena 1980 wenn sie den Arm hebt.

    Es gibt hier kein Pöseldorf, kein Falkenstein, kein Belgravia. Der in Ehren ergraute 68er in seiner vermieften 200qm-Wohnung und der Spiesser aus FFM-Sonstwasheim oder -Oberdingensbach sind sich ästhetisch viel näher als man denkt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Im Moment ist die ganze Stadt ziemlich schmutzig, aber das Bahnhofsviertel ist wirklich extrem.

    Ich hätte eine Idee: Vernünftige, schöne Zäune um die Parks, und spätestens ab Mitternach schliessen. Nein, es muss nicht alles immer für jeden/e offen sein. Wenn nachts um 3 kein Park ist, ist eben kein Park. Aber vermutlich ist das irgendwie "rechts" oder auf andere Weise nicht genehm.

    Man könnte es doch einmal mal ausprobieren. Wenn die Parks dann am kommenden Morgen nicht vollgeschissen daherkommen, findet ja vielleicht die Mehrheit daran Gefallen?

  • Die Taunusanlage, ok, könnte man vlt sogar Machen, die Müllhotspots im Bahnhofsviertel sind aber ohnehin andere. Wenn man die Müll- und Drecksituation im Bahnhofsviertel angehen will, wir es glaube ich mit der nächtlichen Schließung der Taunus-Gallusanlage nicht getan sein, dann muss man anders vorgehen. Man wird nicht umhinkommen, die Menschen zu disziplinieren. Das ginge auch, aber ist der Politik vermutlich zu unbequem.

  • Richtig aber es gibt begrenzte Ressourcen, so dass man schon auswählen muss. Und das Risiko ist natürlich immer, dass die Politik sich mit einer medienträchtigen Strohmannaktion aus der Affäre zieht, die wenig bringt, aber als Talking Point reicht, so nach dem Motto „wartet mal x Jahre, gebt dem Ganzen Zeit, dann werdet ihr schon sehen …“ während es immer schlimmer wird. Das Crackzentrum zähle ich zu dieser Kategorie.

  • Bis jetzt hat die Frankfurter Stadtpolitik keine besonderen Anstrengungen unternommen, durch simple Maßnahmen wie Zäune dem Unrat und Vagabundentum Einhalt zu gebieten.