Elbtower Baustopp - Diskussionsthread

  • Moin,

    leider zeigt sich bei diesem Projekt wieder einmal, wenn sich Politiker und unseriöse Spekulanten zusammen tun, was

    aus einer ehemals guten Idee werden kann. Der Kurze Olaf spricht für die Politik die während dieser Zeit betrieben wurde.

    Benko ist das Produkt seiner Gier. Der Steuerzahler ist der angeschissene. Der Elbtower war für meine Begriffe ein Hochhaus

    das Hamburg gut gestanden hätte. Ordentliches Design, gute Höhe. Ich denke das Hamburg besseres verdient hat, als diesen

    kümmerlichen Anblick eines gescheiterten Hochhausprojektes.

  • Die Agentur klimawerke ergeht sich in einigen Phantastereien zur Zukunft des Elbtowers. Interessanter ist die Nachricht, dass "die Exklusivitätsvereinbarung zwischen Insolvenzverwalter, Stadt Hamburg und dem Konsortium aus Becken, Kühne Holding und SIGNAL IDUNA am 30. September ausgelaufen" sein soll. Ich habe dazu an anderer Stelle nichts gefunden und bisher war auch nicht bekannt, dass es neben dem Insolvenzverwalter und Becken noch weitere Beteiligte gab. Speziell bei der Stadt halte ich es auch für mehr als zweifelhaft.

    Wie dem auch sein, hier dürfte jetzt für den Insolvenzverwalter ein gewisser Handlungsdruck entstehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Der Kritiker (7. Oktober 2026 um 14:46)

  • Der Kritiker es gab doch "damals" diverse Interessenten neben Becken, unter anderem Unibail Rodamco, die Enka Holding und es waren glaube ich noch zwei.

    Hat nichts direkt mit dem Elbtower zutun aber eben indirekt: das Chrysler Building (ex Signa) hat einen neuen Eigentümer. Ist zwar in New York in Top Lage, hat jedoch auch ewig gedauert. Ist zwar fertig, am Gebäude ist aber meines Wissens ganz schön was zu machen (=investieren).

    https://www.n-tv.de/panorama/Ikoni…id31393693.html

  • Der NDR hat von einem Angebot des Projektentwicklers Büll & Liedtke an den Senat erfahren. Angeblich könnte das Naturkundemuseum in dem Entwicklungsprojekt StadtKontor am Besenbinderhof (ehemals Generali/Volksfürsorge) mit einem Kostenvorteil von 100 Mio gegenüber dem Elbtower untergebracht werden.

    Ich bin mal gespannt. Grundsätzlich ist es begrüßenswert, dass hier ein wenig Wettbewerb entsteht. Allerdings hatte der Senat ja wiederholt auf die unabdingbare Festpreisgarantie hingewiesen. Und die Frage der Ausschreibungspflicht steht natürlich weiter im Raum. Den Standort in St. Georg würde ein Museum mit Sicherheit aufwerten.

    Edit: Laut Abendblatt stellt die Grüne Bürgerschaftsfraktion jetzt das Projekt eines Naturkundemuseums insgesamt in Frage. Ich kann ja verstehen, dass man Prioritäten setzen möchte, aber das wäre ein Bruch des Staatsvertrages mit Nordrhein-Westfalen, der das Ansehen Hamburgs nachhaltig beschädigen dürfte.

    Einmal editiert, zuletzt von Der Kritiker (9. Oktober 2026 um 12:16) aus folgendem Grund: Neue Information

  • Es zeigt sich hier ganz klar das an den Symptomen herumgedoktert wird , aber die wahren Ursachen nicht bekämpft werden.

    Das Projekt Elbtower sollte meiner Meinung nach so ausgeführt werden, wie es ursprünglich geplant war. Alles andere hat

    keinen Zweck, denn alles andere ist nur ein fauler Kompromiß. Wie gesagt wenn zuviel Politik im Spiel ist kommt selten etwas gutes

    dabei heraus. Wenn ein Projekt wie dieses nicht richtig durchkalkuliert wird und Schlußendlich alles zusammenbricht, kann

    ja etwas bei der Zwischenfinanzierung dieses Projekts nicht richtig gewesen sein , so etwas hätte viel eher auffallen

    müssen. Wenn ich mir ein Haus bauen will und die Bank merkt das ich meine Raten nicht mehr bezahlen oder tilgen kann,

    ja was passiert denn dann? Die Antwort gibt es gratis dazu: Ich gerate mit der Tilgung in den Rückstand, das Haus wird letztendlich

    gepfändet und geht an die Bank zurück. Wer gewinnt, die Bank, ich aber bin der Looser. So sieht es nun mal aus. Nur bei dem

    gescheiterten Elbtower Projekt kommt ebend die Allgemeinheit auf, also der Steuerzahler. Schulden aber hat Scholz und Benko

    verursacht. Die sollten persönlich alles bezahlen das wäre der richtige Weg. Die leisten den Offenbahrungseid und das wars.

    Wenn das Projekt keine seriösen Finanzies findet wird selbst aus den faulen Kompromissen nach denen jetz gesucht wird auch nichts

    mehr. Dann kommt es zu Jahrelangen Leerstand, dann zur Ruine , dann zum Abriß. Wie gesagt guter Ansatz, schlechte Ausführung

    zumindest in Finanzieller Hinsicht.

  • Die ursprüngliche Planung ist und wird auch vom Tisch bleiben. Das ist kein Thema mehr. Wenn jetzt schon derartige Schwierigkeiten auftreten und das Projekt aus Teilen des Konsortium selbst als wirtschaftlich unrentabel benannt wird, wird eine höhere Planung erst recht nicht mehr ins Auge gefasst werden

  • Becken meldet sich im Abendblatt und erklärt, dass die Verhandlungen mit der Stadt sehr weit fortgeschritten seien. Man sei sich in zentralen inhaltlichen und wirtschaftlichen Punkten einig. Auch an dem "Globalpauschalfestpreis" von 595 Mio werde festgehalten.

    Frau Blumenthal bestätigt diese Aussagen indirekt im Rahmen der aktuellen Stunde, wenn sie von aktuell vertiefenden Gesprächen erzählt und den Elbtower als besten Ort für das Naturkundemuseum bezeichnet. Angeblich habe man 25 Standorte betrachtet.

    Damit ist auch der Alleingang von Gwosdz beendet und den Verzicht auf das Museum fordern jetzt nur noch die MoPo und die Linke.