E-Moltkeviertel: Ehemaliges Bundesbankgebäude wird zur Grundschule
^^ Der Rohbau hat ein Fassadenmuster bekommen. Es wird viel Holz verbaut.

Foto hanbrohat
^^ Der Rohbau hat ein Fassadenmuster bekommen. Es wird viel Holz verbaut.

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Copyright: HTH Essen GmbH / realblue-kvg.com
Stuttgart, 18. Juli 2025. Die Real Blue Kapitalverwaltungs-GmbH (Real Blue), Kapitalverwaltungsgesellschaft der Drees & Sommer-Gruppe, hat die im Essener Stadtteil Frillendorf gelegene Seniorenresidenz „Auf der Litten“ nach erfolgreichem Bauabschluss und Inbetriebnahme planmäßig in das Portfolio des offenen Spezial-AIF „Real Blue Senior Living“ übernommen. Der Fonds fokussiert sich schwerpunktmäßig auf nachhaltige Investments im Bereich selbstbestimmtes Wohnen im Alter.
Die Neubauimmobilie umfasst rund 3.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und wurde nach dem KfW-Energieeffizienzhausstandard 55 errichtet. Sie verfügt über acht Einheiten des betreuten Wohnens sowie vier ambulant betreute Wohngemeinschaften mit insgesamt 48 Plätzen. Im Außenbereich stehen 14 Pkw-Stellplätze zur Verfügung. Der Standort befindet sich inmitten eines durchmischten Mehrgenerationenquartiers in etablierter Lage in Essen-Frillendorf – eine Umgebung, die Integration, soziale Teilhabe und nachbarschaftliches Miteinander fördert. (realblue-kvg.com)

Foto: Real Blue kvg
Nun fällt sie endlich doch, die neben dem ehemaligen Bundesbankgebäude genutzte Bankiersvilla, die in die Schulneubauten aus baurechtlichen Gründen nicht integriert werden konnte, trotz großer Anwohnerproteste, Stichwort Abstandsflächen.
Mit dem Schuljahresbeginn 2027/2028 soll alles fertig sein, sollen die ersten Schüler unterrichtet werden, so die zuständige Projektleiterin der IME bei einer Baustellenbesichtigung mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. (Quelle: WAZ+)
^^ Auf der Baustelle in der Moltkestraße geht es sichtbar voran – und der Fortschritt zeigt sich nicht nur im Bau, sondern auch in der Ressourcenschonung heißt es bei den ACMS Architekten bei LinkedIn:
Alles anzeigenBestand nutzen – Beton und CO₂ sparen
Durch den Erhalt des bestehenden Rohbaus konnten wir:
- ca. 4.500 m³ Stahlbeton und dessen graue Energie weiter nutzen. Das entspricht einem massiven Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 16,5 m – und zugleich der Vermeidung von entsprechendem Bauschutt.
- ca. 970 t CO₂-Äquivalente vermeiden, die im Falle eines Neubaus in Stahlbeton-Skelettbauweise emittiert worden wären. Selbst im Vergleich zu einer Holz-Hybrid-Bauweise liegt die Einsparung noch bei ca. 510 t CO₂-Äqv.
So verbinden wir nachhaltiges Bauen mit klarem Baufortschritt – ein Projekt, das ökologischen Mehrwert schafft.
Dazu gibt es Baustellenbilder und Darstellungen der Einsparpotentiale:




Fotos © ACMS – Manuel Heywinkel
Die hier im Juli 25' eingerüstet gezeigte Stadtvilla sieht nun wie folgt aus. Neben Wohneinheiten befinden sich in den unteren Etagen ein Pflegedienst:


Alle Fotos hanbrohat: Unter Benennung der Urheberschaft © hanbrohat gemeinfrei
Die Arbeiten auf dem Grundstück nehmen nun vielfach Fahrt auf, gleich mehrere Gewerke laufen parallel. Innerhalb werden die Grundrisse durch das einziehen neuer Wände verändert, Öffnungen in der Fassade erweitert oder reduziert. Ein Anbau ist entstanden der das längliche Gebäude weiter streckt, die nicht einsehbare Baugrube hinter dem Hauptgebäude soll später die Sporthalle aufnehmen, außerdem wurde die zuvor nebenan befindliche Bundesbank-Villa per Gerichtsbeschluss mittlerweile abgerissen. Auf dem Dach entsteht wieder ein Staffelgeschoss mit geringerer Höhe zum Ursprungsgeschoss.



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Konkretere Maßnahmen zum Projekt und weitere Visualisierungen des Ruhrturms zeigt die digitale WAZ in einem +Artikel.
Die Eigentümerfamilie Paulus mit ihrem Unternehmen P-Touch-Group wollte eigentlich bereits diesen Sommer mit der Revitalisierung, der Entkernung der 40.000 m² Nutzfläche großen Immobilie beginnen. Das verschiebt sich voraussichtlich in Q1 / 2027 und soll nach zwei Jahren abgeschlossen werden. Dafür wird das komplette Gebäude geschlossen.
Die überwiegenden Büroflächen sollen einer breiten Umnutzung zum Opfer fallen, angedacht sind Hotel, Gesundheitshaus, Appartments, Senioren-WG, Kita, Kiosk sowie einige Büros und Konferenzräume.
Der ins Gespräch gebrachte Supermarkt soll nicht kommen, dafür aber eine Rooftop-Bar auf dem 67 Meter hohen Turmgebäude. Aktuell befindet sich dort in Etage 18 und 19 die Haustechnik. Die daneben liegenden Dächer sollen ebenso wie der Eingangsbereich begrünt, die flächige Versieglung davor entfernt werden, das betrifft auch einen Teil des großen Glaskubus der dort zurückgebaut werden soll.



Visualisierungen © WAZ Essen | P-Touch Group
^^ Chapeau, wenn das am Ende wirklich so umgesetzt wird. Auf mich wirkt das Ganze erstaunlich hochwertig und vor allem deutlich durchdachter als viele andere Umbauprojekte von alten Bürohochhäusern. Besonders spannend finde ich den Nutzungsmix. Hotel, Rooftop-Bar, Fitnessstudio, Kita, Senioren-WG, Gesundheitszentrum, Azubiwohnungen und Gastro in einem Gebäude – das klingt fast wie eine kleine Stadt in vertikal. Genau deshalb bin ich aber auch gespannt, ob das alles am Ende wirklich so funktioniert. Auf dem Papier klingt sowas oft super modern und urban, aber im Alltag muss der Mix am Ende auch harmonieren. Gerade die Kombination aus Wohnen, Eventflächen und öffentlicher Nutzung kann schnell kompliziert werden.
Trotzdem: Die Richtung gefällt mir extrem gut. Man merkt, dass hier nicht einfach nur ein altes Hochhaus saniert werden soll, sondern dass man versucht, dem Gebäude eine komplett neue Identität zu geben.Wenn das am Ende atmosphärisch und architektonisch so hochwertig wird wie auf den Visualisierungen, könnte das echt eines der interessantesten Projekte im Ruhrgebiet werden.
Übrigens: Hätte dieses Projekt nicht einen eigenen Strang verdient ? ![]()
Ich wäre hier auch erstmal etwas vorsichtiger, ob dieses große Umbauprojekt genauso kommt. Zuviel wurde bisher verschoben und gecancelt bei den aktuellen Rahmenbedingungen. In der Tat Chapeau, wenn die Eigentümerfamilie Paulus das so durchzieht.
Über die Kosten wurde kein Wort verloren, 90-prozentige Vermietung werden bis Ende diesen Monats bereits (zu?) optimistisch angegeben. Betont ebenso die gute Bauqualität des Gebäudes aus den 1970ern was einiges beim Umbau einfacher machen soll.
Das könnte darauf hindeuten, dass nicht alle Teile beim Umbau zu hundert Prozent angepackt und modernisiert werden, sondern nur unterschiedlich große Teilbereiche.
Das dort befindliche Webers Hotel will jedenfalls schließen und modernisieren, aktuell kam es jetzt unter das Dach der Accor-Gruppe.
Das komplett entkernte Gebäude erhält die Umwandlung zur Schule rasch. Seit März (oben) wurden Holzfassadenteile angebracht und Fenster zur Straßenseite eingebaut, die Verlängerung des Traktes durch einen Anbau erreicht. Das zweite neue Obergeschoss ist z.Zt. in Arbeit.



Fotos hanbrohat: Unter Benennung der Urheberschaft © hanbrohat gemeinfrei
Ehem. Bundesbank/Leerstand im Frühjahr 2023 / Foto von mir:

Entkernt/Neuer Anbau, Winter 2026 / Foto von mir:

Sommer 2026; Holzfassade/Zusatzgeschoss im Bau / Foto von mir:

Schulneubau im Sommer 2027:

© Animation: Ufer Leowald GmbH (Q)
Seit ein paar Monaten im Betrieb und auf einer ehemaligen Brachfläche entstanden. Der aktuelle Bedarf an Kitas ist weiterhin hoch, entsprechend hat die Stadt ordentlich Geld in die Hand genommen um weitere Einrichtungen voran zu bringen.
Neben der Kita ist mit einem ehemaligen Sportplatz ein weiteres Stück Brachland für geplante Wohngebäude vorgesehen, es fehlt allein noch der Bauherr.


Fotos hanbrohat: Unter Benennung der Urheberschaft © hanbrohat gemeinfrei
Um das fertige Seniorenwohnheim aus betreutem Wohnen und einer Demenz-WG entstehen aktuell Eigenheime, meist in Form von Punkthäusern. 3-4 Grundstücke werden bzw. können noch bebaut werden. Es handelt sich der Stadt nach um ein kleines generationsübergreifendes Wohnquartier.
Auch hier wird innerstädtisches Brachland bebaut, wobei die Fläche noch zum früheren Schacht Hubert gehört haben dürfte. Einen Steinwurf entfernt ist das Gelände des TÜV Nord / Technologiepark der ebenfalls derzeit entwickelt wird. (Standort)

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