ESSEN 51 [Planung&Bau]

  • Stadt veröffentlicht Bebauungsplan "ESSEN 51: Zollstraße/Pferdebahnstraße"

    Ab Dienstag, 16. September, wird der Bebauungsplan ''Essen 51'' öffentlich ausgelegt. Die Pressemeldung der Stadt Essen dazu:

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    © Stadt Essen, RVR, Luftbild 2023


    09.09.2025: Die Stadt Essen stellt für einen Teilbereich der ehemaligen Krupp’schen Gussstahlfabrik innerhalb des Stadtentwicklungsbereiches Krupp-Gürtel den Bebauungsplan "ESSEN 51: Zollstraße/Pferdebahnstraße" auf. Diese circa 38,7 Hektar große Fläche liegt im Übergangsbereich der Stadtteile Altendorf, Bochold und Nordviertel, nordwestlich des Essener Zentrums und ermöglicht eine stadträumliche Innenentwicklung mit besonderem Potential.

    Neues Stadtquartier ESSEN 51. mit vielfältiger Nutzung

    Mit der aktuellen Planung entsteht das neue Stadtquartier ESSEN 51. mit einem breiten Nutzungsmix aus urbanem Wohnen (circa 1.700 neuen Wohneinheiten) und hochwertigen Dienstleistungs- und Gewerbeansiedlungen. Das Areal erhält mit dem Denkmal der ehemaligen Schachtanlage Amalie einen Identifikationspunkt und mit dem Marktplatz und den weitgehend autofreien Erschließungsflächen attraktive Aufenthaltsbereiche. Die zentralen Grünflächen mit offenem Wasserlauf schaffen zusätzlich ökologische Qualitäten und verknüpfen den Bereich mit den umliegenden Freibereichen. Zwei große öffentliche Spielplätze sowie der Neubau von einer Grundschule und mehrerer Kitas vervollständigen das Angebot an sozialer Infrastruktur für Kinder. Die neue Citybahn quert ESSEN 51. und sichert die Anbindung über zwei neue Haltestellen an den öffentlichen Personennahverkehr.

    Im nördlichen Bereich des Plangebietes liegt der Nutzungsschwerpunkt auf höherwertigem, gegebenenfalls technologieorientiertem Gewerbe mit Dienstleistungseinheiten, Büros und Gastronomie.

    Öffentliche Auslegung und Beteiligungsmöglichkeiten

    Das Amt für Stadtplanung und Bauordnung veröffentlicht den Bebauungsplan vom 16. September bis zum 16. Oktober im Internet und legt ihn zusätzlich öffentlich aus. Interessierte Bürger*innen können die Planunterlagen unter https://www.essen.de/leben/planen_b…und_baut.de.jsp oder im Amt für Stadtplanung und Bauordnung, Lindenallee 10, Deutschlandhaus, in der 5. Etage, Raum 508, an jedem behördlichen Arbeitstag von montags bis freitags zwischen 8 und 15 Uhr, einsehen.


    Quelle: https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1575104.de.html

  • Auf dem Bebauungsplan und sämtlichen Darstellungen der Gebietsentwicklung ist das ehemalige Verwaltungsgebäude, welches als „erhaltenswerte Bausubstanz“ deklariert wurde, überplant worden. Ich bin super enttäuscht darüber, dass hier eine Chance weggeworfen wird dieses Bestandsgebäude weiter zu nutzen… einerseits beruht es ja auf einem Entwurf des Architekten Edmund Körner, der Essen durch viele Gebäude geprägt hat (sei es die Börse am HBF, die alte Synagoge oder auch sein Wohnhaus im Moltkeviertel), andernseits sind historische Gebäude in einem modernen Quartier immer ein Gewinn durch die Atmosphäre oder durch die präsente Geschichte des Ortes. Das Gebäude hätte perfekt wie die Villa Rü als Kulturzentrum oder ähnliches genutzt werden können und einen wahren Mehrwert geliefert. Klar, es wurde im Krieg erheblich zerstört und verändert, aber auch das erzählt eine Geschichte über das Ruhrgebiet und ist erhaltenswert…

    Eine wirklich vertane Chance!

  • ^ Ja, kann man so sehen, in erster Linie kommen einem sofort Kreativquartiere in Verbindung mit solchen älteren Gebäuden in den Sinn. Vielleicht melden sich hierzu ja noch die Denkmalschützer zu Wort. Das Altertum zu wahren und mit in die Moderne zu nehmen liegt vielerorts ja im Trend.

    Das alte Verwaltungsgebäude im Backsteinformat von Edmund Körner mit seinem repräsentativen Eingang und der Nähe zum Fördergerüst samt Umgebung der ehemaligen Zeche Amalie, könnte bei Erhalt sogar so manchem Architekten die Fassadenstruktur der neuen Wohn- und Bürogebäude final vorgeben. Gemeint ist, dass zumindest in der (engeren) Umgebung die Fassaden einen entsprechenden Anteil an Ziegelsteinen bekommen und nicht nur die einfach weiß verputzten Wände an den meist eintönig wirkenden Kuben, wie die ersten Visualisierungen üblicherweise wieder mal andeuten.

    Vielleicht schafft die Thelen-Gruppe es (bei geplanten 10-15?! Jahren Bauzeit haben sie eine Menge Zeit zu überlegen) dem ganzen Quartier einen Bezug zur historischen Vergangenheit aufzudrücken, wie Thelen-Junior hier beim Gang mit dem WDR über das Gelände referierte.

    Ansichten von dieser Ecke mit den alten noch stehenden Fabrikhallen vom Januar 2022:

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    Alle Fotos hanbrohat: Unter Beachtung des Urheberrechts gemeinfrei

  • ESSEN 51.: Ein neuer Stadtteil geht in die Bauphase I Rund 1.700 Wohnungen und mehrere tausend Arbeitsplätze entstehen in den kommenden Jahren

    Neuigkeiten aus dem Rathaus (Stadtmagazin) mit konkreteren Aussagen, Zahlen und Zeitplan zum weiteren Vorgehen mit Baubeginn evtl. schon ab 2026 zu diesem ambitionierten Projekt vom 22.10.2025. Auszüge:

    Dekoratives Anführungszeichen

    Die ersten Wohngebäude sollen 2027 einzugsbereit sein

    "Wir bewegen Riesenmengen an Erde, um das Gelände baufertig zu machen. Die ersten Bauanträge stellen wir Anfang kommenden Jahres", kündigt Wolfgang Thelen, Geschäftsführender Gesellschafter, während einer Bürgerinformationsveranstaltung an. In den Räumen des Forums Kunst und Architektur am Kopstadtplatz steht ein Modell, an den Fenstern sind zahlreiche Pläne aufgehängt. Sie zeigen das Projekt unter den verschiedensten Aspekten. Rund 80 Interessierte betrachten sie genau.

    Vorbehaltlich des Ratbeschlusses zum Bebauungsplan könnten die Bauarbeiten 2026 beginnen und die ersten Wohnhäuser ESSEN 51. im Jahr 2027 fertiggestellt werden. Bis zur Fertigstellung des gesamten Komplexes werden dann rund 10 bis 15 Jahre vergehen.

    Die Essener Thelen-Gruppe kaufte das Areal 2016, für das die Stadt zusammen mit dem Vorbesitzer thyssenkrupp und dem neuen Eigentümer einen Masterplan entwickelt hatte.

    Nach dem ersten Spatenstich 2018 folgte ein Jahr später ein Architektenwettbewerb. Zusätzlich nötige Gutachten verhinderten die schnelle Aufstellung eines Bebauungsplans.

    Die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg führten zu weiteren Behinderungen: Lieferketten waren unterbrochen, sodass Baustoffe fehlten und sich entsprechend verteuerten.

    Nach der Auslegung des Bebauungsplanes im September/Oktober 2025 wertet das Amt für Stadtplanung und Bauordnung Änderungswünsche und Stellungnahmen aus und legt sie dem Rat im Frühjahr 2026 vor.

    Der Rat wägt die öffentlichen und privaten Belange gegeneinander ab und entscheidet über ihre Berücksichtigung.

    März 2019: Das Büro RKW Architektur + Rhode Kellermann Wawrowsky GmbH aus Düsseldorf gewinnt den ersten Preis des nichtoffenen städtebaulichen Wettbewerbs "Wohnen im Quartier ESSEN 51.". (Q)

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    Als Treffpunkt und für Open-Air-Events steht ein Marktplatz zur Verfügung. Veranstaltungen, ob privat oder öffentlich, finden, so die Planungen, im Gebäude am Fördergerüst der Zeche Amalie statt. markt.jpg

    © Thelen Gruppe

    Quelle: https://www.essen.de/e_magazin/emagazin_1578193.de.html

  • Event-Arena auf Essen 51 vom Tisch

    Eine Anfang 2025 ins Gespräch gebrachte Entertainment-Arena auf Essen51 an der Ecke Berthold-Beitz-Blvd. / Bottroper Str. Standort ist vom Tisch. Der Rat der Stadt kam in seiner letzten Sitzung überein, den bei solchen Großprojekten anfallenden städtischen Eigenanteil (idR ein Viertel) nicht stemmen zu können. Das Projekt mit einem genannten Kostenrahmen von 460 Millionen Euro inkl. Parkhäuser wird nicht weiter verfolgt. Die Großhalle sollte für einen Aufschwung im neu zu bauenden Stadtviertel sorgen.

    Die Stadt hatte dafür 250.000 € bereitgelegt und ihre Marketingberater der EMG sowie eine Münchener Tourismusberatung bis zu diesen Sommer beauftragt das Projekt zwecks einer Weiterverfolgung zu prüfen und Pläne auszuarbeiten. Da weitere Kostensteigerungen zu erwarten sind wurde das Vorhaben ad acta gelegt. (Q: WAZ)

  • Umweltstaatsanwaltschaft ermittelt wegen illegaler Entsorgung

    Die zuständige Dortmunder Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht der illegalen Entsorgung auf dem Gelände Essen 51 nach. Es geht wohl um zwischengelagertes Bodenmaterial. Dafür wurden die Geschäftsräume der Projektentwickler, der Thelen-Gruppe in Essen durchsucht. Auf Grund laufender Ermittlungen konnte der Stadtsprecher keine Details nennen. Die Thelen-Gruppe schließt das aus. Bodenproben sollen nun Aufschluss geben.

    Unabhängig davon gehen die Planungen bei der Stadt Essen und beim Projektentwickler für einen Baubeginn in 2027 weiter. Der Bebauungsplan ist weiter in Arbeit, der Satzungsbeschluss lässt auf sich warten. Die untere Naturschutzbehörde sah noch im Frühjahr Handlungsbedarf wegen der streng geschützten Kreuzkröte, die auf dem Gelände heimisch ist.

    Sobald der rechtskräftige B-Plan vorliegt will die Thelen-Gruppe sofort mit weiteren nötigen Erdbewegungen anfangen, die seit rund drei Jahren ruhen. Der Baubeginn liegt weiter bei 2027. 1700 Wohnungen, drei Kindertagesstätten und eine Grundschule sollen dort gebaut werden, Gastronomie und Gewerbe sich ansiedeln. (Q: WAZ Essen)-Artikel frei verfügbar-