Dresden: Kulturhistorisches Zentrum - Residenzkomplex

  • Dresden: Kulturhistorisches Zentrum - Residenzkomplex

    Stadtmitte, Dreh- und Angelpunkt, architektonisches Zentrum, touristisches Highlight von Weltrang
    HERZ und SEELE der STADT


    Kulturhistorisches Zentrum
    Höfisch-Repräsentatives Ensemble
    Residenz der sächsischen Kurfürsten


    Dieser Strang widmet sich der heutigen Darstellung des einzigartigen Bauensembles und ist aufgrund der Bedeutung auch Fotogalerie. Denn nach Jahrzehnten des Wiederaufbaus präsentiert sich dieser herausragende Stadtbereich vorrangig in seiner fertigen Gestalt und nur noch bedingt durch vereinzelte abschließende Baumaßnahmen in den nächsten Jahren.


    Das Gebiet umfasst den Bereich Theaterplatz, den Komplex des Residenzschlosses, die Zwingeranlagen, die Brühlsche Terrasse mit ihren Bauten und die Verflechtung zum Neumarkt mit dem Johanneum.


    Zum Theaterplatz zählen die Staatsoper (Semperoper), die Gemäldegalerie Alte Meister (Sempergalerie), die Kathedrale St. Trinitatis (Katholische Hofkirche), die Altstädter Wache (Schinkelwache) sowie das Italienische Dörfchen.


    Zum Residenzkomplex zählen das Residenzschloss (Dresdner Schloss), der Georgenbau (Georgentor), der Fürstenzug, der Stallhof, das Johanneum und das Taschenbergpalais. Der Zwinger gehört zur Residenz wie auch zum Theaterplatz.


    Zur Brühlschen Terrasse zählen das Festungsbauwerk (Balkon Europas), das Ständehaus, die Secundogenitur, die Bauten der Kunsthochschule und des Kunstvereins sowie das Albertinum am Brühlschen Garten.


    Anfangs werden im Strang einige der o.g. Bauten vorgestellt und dann kann auf die anstehenden Baumaßnahmen eingegangen werden.


    Zum Einstand zunächst ein paar allgemeine Impressionen.
















  • Die Brühlsche Terrasse (Balkon Europas)






    Das Palais der Secundogenitur:


    Das Albertinum (links) und der Kunstverein (rechts) am Brühlschen Garten:



    Die Kunsthochschule und die Kuppel der Frauenkirche:



  • Sanierung Gemäldegalerie Alte Meister

    Seit dem letzten Jahr wird die Sempergalerie im Zwinger saniert, nachdem erhebliche Schäden festgestellt worden waren. Durch undichte Stellen im Dach ist Wasser in das Gebäude eingedrungen und hat Wände, Decken und die Parkettböden stark in Mitleidenschaft gezogen. Schimmelbefall war die Folge. Der Freistaat Sachsen investiert in 2013/2014 insgesamt 14,5 Millionen Euro, geht jedoch von einem Gesamtbedarf von 50 Millionen Euro aus. Die Bauarbeiten finden bei laufendem Betrieb statt. Die Ausstellungsfläche der Sempergalerie wurde jedoch notgedrungen verkleinert und zahlreiche Gemälde eingelagert. Zuletzt fand eine Sanierung in den Jahren 1989-92 statt.



    Momentan läuft der erste Bauabschnitt von insgesamt drei BA. Laut der Seite der ausführenden Architekten Sunder-Plassmann Architekten wird sich das Gesamtvorhaben bis 2017 ausdehnen.



    Die Arbeiten betreffen in diesem Bauabschnitt den östlichen Gebäudeteil.


  • Für das Vorziehen dieser Maßnahme muss hauptsächlich das Residenzschloss zurückstehen. Aber die wiederholte Nennung der fast 50 Millionen nur aufgrund von Bauschäden und raumklimatischen Folgen in der Presse greift meines Erachtens zu kurz, denn es wird immer verschwiegen, dass im Ostflügel (derzeit in Bau) bislang die Rüstkammer das gesamte Erdgeschoss in Beschlag nahm. Bevor nun die Alten Meister in die jahrzehntelang fremdgenutzten Räume wieder einziehen, war doch klar, dass dafür gegebenenfalls umfangreiche Umbauten erforderlich sind. Das kombiniert man sinnvollerweise mit einer schon bekannten Sanierungserfordernis am Restgebäude. Die Rüstkammer glänzt nun wieder im Riesensaal des Dresdner Schlosses. Die Gemäldegalerie wird nun für eine Komplettnutzung durch die Alten Meister ertüchtigt und Bauschäden behoben.
    Ist der Galerie-Ostflügel fertig, zieht die Interims-Ausstellung dorthin rüber und der Westflügel wird zwecks Sanierung geschlossen.

  • Gut, dass du das noch einmal erwähnst. Ich hielt die 50 Millionen zunächst auch für etwas überzogen, wenn es sich hierbei nur um eine reine Sanierung der vorhandenen Gebäudesubstanz handelt. Das Gebäude scheint auch lange Zeit durch ein Notdach geschützt worden zu sein, um weitere Schäden abzuwenden. Das Gebäude wird also letztlich fit gemacht für dessen endgültige Nutzung als Präsentationsfläche für die "Alten Meister". Das bedeutet wohl auch, dass sich die Galerie nach der Beendigung aller Arbeiten stark vergrößern wird, wenn zuvor ein Teil der Räumlichkeiten fremdgenutzt worden sind.

  • Georgenbau des Schlosses (Georgentor)


    Umbau für die Staatlichen Kunstsammlungen im Residenzschloss


    der georgenbau wurde unter herzog georg zwischen 1533 und 1535 erbaut.
    nachdem der bau seit der wende schon mehrfach baumassnahmen unterzogen war, laufen derzeit entscheidende und finale umbauten im inneren, was von aussen kaum zu erkennen ist.
    hauptsächlich geht es um den ausbau des 1. und 2. obergeschosses mit fast 2000qm fläche.
    hier der blick vom stallhof: durch die fenster ist der rohbauzustand zu erkennen. erschreckend - fast 70 jahre nach der zerstörung


    nun aber gehts voran:

    Zitat

    Mit fünf Millionen Euro unterstützt der Bund den weiteren Ausbau des Dresdner Residenzschlosses zum Museumszentrum der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD). Damit kann der Georgenbau bis 2015 weitgehend fertiggestellt werden.

    quelle: dnn-online.de


    Seit 2008 wurden die haustechnischen Anlagen stückweise erneuert. Daher die "Dauerbaustelle" und Schließung des Gebäudes.
    Die jetzige Maßnahme umfasst den Ausbau des 1. + 2. OG zu Museums- und Ausstellungsräumen für die Rüstkammer und die Münzsammlung . Als verbindendes Element der Ausstellungen wird das innen liegende Treppenhaus komplett neu errichtet. Im Dachgeschoss ist eine neue Technikzentrale vorgesehen.
    Bis 2015 sollen die Räume den Museen zur Verfügung stehen.


    hier noch zwei bilder vom georgenbau (georgentor)

  • Umbau Gemäldegalerie Alte Meister - Semperbau


    nun wird klar, warum die baukosten bei fast 50 mille liegen.
    die zeitungen wussten nichts, im web ist noch nichts zu finden (auch nicht bei SIB)
    aber die transparente am bauzaun verraten die baupläne:


    es entsteht ein neuer hauptzugang im untergeschoss, welches den ost- mit dem westflügel verbindet.


    im ostflügel entsteht ein neukonstruiertes treppenhaus mit liftanlage (barrierefreier zugang zu allen etagen).
    allerdings wird die galerie auch mit dem umbau nicht barrierefrei, der zugang ist nach wie vor über die türen im tordurchgang und auch im inneren folgen darauf noch kleinere treppenhindernisse.



    bunter bauzaun mit viel werbung für die sächsischen touri-highlights



    ostflügel (darunter folgend: westflügel)
    .



    die unterirdische hallenanlage insgesamt



    die bauabschnitte in den jeweiligen geschossen



    blick in den tordurchgang zum zwinger mit seinen kassettendecken



    anblick zu zeiten der zerstörung



    die galerie wird etwas fitter für die zukunft gemacht - v.a. für die erhofften besuchermassen.

  • Kronentor des Zwingers


    letztes jahr fanden am kronentor kleinere aber wohl notwendige ausbesserungsarbeiten an sandsteinbauteilen und kupferabdeckungen statt. seitdem siehts zum beispiel so aus:


  • Residenzschloss - aktuelle ansichten


    hier ein blick von der nördlichen ecke des riesensaals in den großen schloßhof:
    die südfassade (linke bildhälfte) ist noch nicht lange vollständig wiederhergestellt



    hier eine ansicht der ostfassade (rechts) sowie des nordöstlichen wendelsteins - die fassadenrekonstruktion in sgrafitto-technik ist damit abgeschlossen



    hier der prunkvolle laubengang des altans am hausmannsturm



    hier mal ein blick in das haupttreppenhaus in bärengartenflügel - ein modernes implantat im schloßkomplex



    das moderne kuppeldach von kulka über dem kleinen schlosshof - dem hauptentree



    zwischen kleinem schloßhof und taschenberg gibt es noch einen weiteren minihof - welcher bereits seit der wiederherstellung des südflügels überdacht ist
    (im südflügel befinden sich die kunstbibliothek sowie büros der staatlichen kunstsammlungen dresden SKD)



    aussicht von erkerfenster des riesensaals auf die schloßstrasse

  • Figurenschmuck an der Kunstakademie - Beispiele





    über dem portikus des ausstellungsbaus des kunstvereins thront mittig die athene, die von prometheus und psyche flankiert wird. darunter stehen seitlich je zwei der frauenskulpturen von rudolf hölbe, welche allegorisch für die damalig herausragenden kunstmetropolen stehen: berlin, münchen, düsseldorf und wien.
    hier fräulein berlin und münchen. das große relief des tympanon-giebeldreiecks symbolisiert eine kunstausstellung - die verschiedenen künste bringen ihre gaben der bekrönten saxonia dar:


    die berlin hält in der linken hand eine statuette der nike und in der rechten einen insignienstab mit dem adler. die monachia - münchen repräsentierend - hält ein modell der bavaria mit der sie umgebender ruhmeshalle in der hand.



    hier die kuppelabfolge mit der goldenen fama



    28 künstler und bildhauer schufen den figurenschmuck des gesamtkomplexes

    das hauptgebäude der kunstakademie mit gelenkpavillon



    rekonstruierte vergoldete königskrone über der großen kartusche des nordflügels. daneben stehen auf dem attikagesims der kleinen nordkuppel die symbolischen frauenfiguren der kunstgattungen - architektur, bildhauerei, malerei und kupferstich - welche damals hier gelehrt wurden.


    hier letztere beiden im bild und wohl nachahmende putti zu füssen.



    der mittelrisalit des nordflügels ist mit reicher ikonografie geschmück. antike und renaissance (links und rechts des haupteingangs) stehen für antike und christliche kunst. die antike trägt als attribut zeus in der hand, die renaissance hält eine tafel mit raffaels sixtinischer madonna. im mittigen schlußstein ist der genius der kunst dargestellt - als verbindung der kunstepochen.


    hier die renaissance mit der sixtina