Beiträge von ouyawei

    Es geht dabei weniger als die 'Platte' als solches, sondern was darin ist. Nämlich Räume für Künstler, alternative und kreative Nutzung.

    Ein Neubau muss erstmal die Baukosten wieder reinholen bzw müsste ein öffentlicher Bau diese irgendwie rechtfertigen - mit der aktuellen Nutzung wäre es damit für Jahrzehnte vorbei.

    Die 'Platte' ist längst abgeschrieben und bietet viel günstige Nutzfläche. Ein Abriss würde konkret einen Verlust von (nicht unbedingt architektonischer, aber definitiv sozialer) Kultur bedeuten.

    Und so schlimm finde ich den Kontrast auch nicht, es zeigt doch vielmehr die verschiedenen Zeitschichten der Stadt. Städtebaulich ist gegen das Rechenzentrum auch wenig einzuwenden, die Mosaike machen es zudem zu etwas mehr als einen 08/15 Bürobau.

    Aber der Hauptpunkt ist hier definitiv die Kulturelle Nutzung, die man mit einem Neubau definitiv in der Form verlieren würde.

    Es ist ein Thema, das mir doch etwas am Herzen liegt: In den heutigen Neubaublöcken findet sich praktisch nie Platz für eine Kneipe, ein Restaurant ist da schon das höchste der Gefühle und auch nur, wenn das Gebäude an einem belebten Platz steht.

    Nun ist Gewerbe im Erdgeschoss ohnehin selten geworden bei Neubauvorhaben, und wenn dann ist es ein Drogerie- oder Supermarkt.

    Aber was war früher anders, dass jedes Viertel mit einer Gaststätte ausgestattet war? Selbst die WHH GT 18/21 kamen noch standardmäßig mit Gastronomie im Erdgeschoss, heutige Bauprojekte sind dagegen meist in Beton gegossene Abstinenz.

    Sind es neue Regularien, die in Wohngebieten keinen Alkoholausschank zulassen?

    Auch wenn diese Lokalitäten freilich nicht ganz unproblematisch sein mögen, so fehlen doch mit ihnen auch soziale Räume, in denen die Bewohner auch einmal in gelöster Atmosphäre zusammenkommen können. Bei großen Neubauprojekten fehlt so etwas heute völlig, in Altbauviertel dagegen praktisch an jeder Ecke.

    Wie kam es zu diesem Sinneswandel?

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    Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Was hat denn ein Unfall auf der Karl-Liebknecht Straße mit der Führung der Straßenbahn über den Alexanderplatz zu tun?

    Die Tram würde ja trotzdem über die Karl-Liebknecht Straße fahren, und auf dem Alexanderplatz selbst ist sie auch recht langsam unterwegs, so dass ein solcher Unfall dort extrem unwahrscheinlich ist.

    Das hätte ich auch nicht gedacht, dass ich mal so einer abgerockten 70er Jahre Fassade nachtrauern würde, aber was sie ersetzt ist einfach so 08/15, das könnte irgendwo stehen.

    Klar, der Vorgänger war jetzt auch nichts herausragendes, aber hatte mit der Zeit Character angesetzt und die günstigen Mieten haben alternativere Nutzungen ermöglicht.

    Eine Bar oder einen Club wird man nach der Renovierung wohl nicht mehr dort finden, so wird Kreuzberg wieder ein Stück langweiliger.

    Ich finde die Argumentation von ErSieEs sehr schlüssig. Schinkel hat ja auch nicht mit Beton gebaut, da wäre ein "So viel Schinkel wie möglich & so ökologisch wie möglich" ein gut zu vereinbarendes Ziel. Und es hätte auch etwas versönliches, zu zeigen, dass man im Angesicht der Klimakrise nicht alles neu erfinden muss, sondern sich auch auf althergebrachte Techniken rückbesinnen kann.

    Wenn ich allerdings soetwas lese

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wie die Berliner Zeitung nun schreibt, soll die Bauakademie neuen Forderungen gemäß nicht nur an Schinkel, sondern auch an die DDR-Ära erinnern. Während man noch "heftig" darüber streite, ob die Bauakademie überhaupt äußerlich rekonstruiert werden oder aber in neuem Gewand entstehen solle, wollen einige Stimmen auch Bezüge zum DDR-Außenministerium verbindlich in den Wettbewerb aufnehmen.

    sehe ich schwarz. Das Ergebnis haben die Simpsons bereits illustriert. Ein 'Design by Committee', bei dem am Ende ein Kompromiss rauskommt, mit dem niemand zufrieden ist, haben wir ja schon auf der Fischerinsel bekommen.

    Naja es wird ja nicht das letzte mal sein, dass es dort einen Schienenersatzverkehr geben wird. Gebaut werden muss immer mal was, oder es kommt mal zu einer technischen Störung.

    Da ist es schon praktisch, eine wohldefinierte Haltestelle für den Ersatzverkehr zu haben.