Beiträge von Miguel

    Also Moment mal. Damit ich das richtig verstehe: es gibt bereits eine völlig freie Fläche, auf der bis vor kurzem Gleise verliefen, und die sich direkt an die bisherige (zukünftige) Endstation am Wohnpark anschließt. Diese führt in Hochlage kreuzungsfrei über die Schmidtstraße und könnte zukünftig problemlos weiter über die bereits vorhandene Eisenbahnbrücke führen, die die A5 überquert. Stattdessen plant man einen neuen Streckenverlauf in der Straße Am Römerhof, mit entsprechenden Kreuzungen mit dem Individualverkehr und gegenseitigen Behinderungen, weil die frühere Gleisfläche eine Ausgleichsfläche ist? Für Eidechsen? Nur in Deutschland.


    Dann muss es eben eine Ausgleichsfläche für die Ausgleichsfläche geben. Oder muss diese Ausgleichsfläche für alle Ewigkeit bestehen bleiben? D.h., einmal Ausgleichsfläche, immer Ausgleichsfläche, die für immer freizuhalten ist? Ein schlechter Witz.

    Mon Dieu! Das darf doch nicht wahr sein, es ist noch schlimmer geworden! Der braune Klotz mit den überdimensionierten Pechnasen war schon eine ästhetische Überforderung, das ist ein Desaster für das Westend. Unfassbar, wie kann man nur so eine klobige Monströsität entwerfen. Und als Bauherr auch noch ernsthaft umsetzen wollen. Wer kauft eine Wohnung in diesem Abrisskandidaten? Hoffentlich niemand!

    ^ bridget, ja, absolut, ich rede über die Taunusanlage! :lach: Alles andere wäre ja ein schlechter Scherz.


    m.Ro80, für mich ist das FOUR der größte städtebauliche Glücksfall in Frankfurt überhaupt. Von der herausragenden architektonischen Qualität einmal abgesehen, ist es doch gerade die Höhenabstufung, die an dieser Stelle Dynamik in die Skyline bringt. Ich verstehe ja deine Meinung, dass die geballte Ansammlung von Hochhäusern nicht zu Langeweile führen darf. Aber gerade das ist bei FOUR nunmal überhaupt nicht der Fall. Mich hat die Position der Commerzbank an dieser Stelle am Rand des Hochhaus-Clusters immer gestört, und genau das wird durch den höchsten Turm des FOUR wunderbar korrigiert. Das wird fantastisch aussehen. Die Vereinheitlichung der Höhe, wie Adamas Fotomontage schön zeigt, die ist das Problem, aber eben nicht an der Stelle des FOUR.

    Absolut, die Marieninsel 100 Meter höher zu bauen wäre die perfekte Entwicklung für die Skyline gewesen. Die Investoren und Projektentwickler können sich heute in den Arsch beißen, dass sie es nicht getan haben - wenn man bedenkt, was für eine Entwicklung der Frankfurter Büromarkt in den letzten Jahren genommen hat, welche Knappheit aktuell herrscht, und was in der damaligen lokalpolitischen Situation noch möglich gewesen wäre, aktuell aber aussichtslos ist. Nicht mal die Möglichkeiten des Bebauungsplans haben sie ausgeschöpft. Selbst schuld.
    Leider wird es mit einer Erhöhung vom FraSpa-Turm nichts werden, so schön es auch wäre - und wir wissen auch alle, warum nicht. Bleibt nur die vage Hoffnung auf eine 300-Meter-Bebauung des Bundesbank-Geländes, sagen wir in 10 Jahren.

    Schön, dass in dem neuen Lageplan immer noch vier Brückenhäuser über der Sudermannstraße eingezeichnet sind. Wenn man das mit der weiter obenstehenden, älteren Computergrafik der ABG vergleicht, hat sich deren Anzahl nicht geändert. Gut so! Städtebaulich wäre das ein Verlust gewesen, wenn ausgerechnet diese Brückenhäuser der Verringerung der neu zu bauenden Wohnungen zum Opfer gefallen wären.


    Dass ausgerechnet die SPD hier weniger Sozialwohnungen bauen lassen will, verstehe ich nicht. Warum auch immer: anscheinend wurde eher an den Verbindungsbauten gespart, die jetzt laut Lageplan etwas kleiner erscheinen. Und der größte Brocken dürfte das L-förmige Gebäude nördlich der Sudermannstraße sein. Das entfällt komplett, stattdessen ist jetzt ein Spielplatz eingezeichnet. Städtebaulich kann man den Verzicht darauf wohl am ehesten verschmerzen, und es könnte auch leicht revidiert werden, wenn man bei der SPD wieder zur Vernunft gekommen ist und mehr statt weniger Sozialwohnungen zulässt.

    Was hat denn die Zeilgalerie jetzt damit zu tun? Geht es hier um die Skyline-Entwicklung oder um Spitzenmieten oder Urbanität? Ziemlich abstruse Zusammenhänge...


    Meiner Meinung nach erzeugt man Urbanität und damit das Gegenteil von "eng, unwirtlich und lebensfeindlich" (lebensfeindlich? Wirklich?) vor allem mit einer ansprechenden öffentlichen Nutzung der Erdgeschosse. Dass das im Bankenviertel in der Vergangenheit nicht immer gegeben war, bezweifelt niemand. Aber genau das ändert sich ja mit den neuen Türmen.


    Das Four als Fehlplanung zu bezeichnen, zumal mit der Begründung, man könne damit keine Urbanität schaffen, ist so ziemlich der größte Unfug, den ich seit langer Zeit in diesem Forum gelesen habe. Das Four wird ein Paradebeispiel von großstädtischer Urbanität werden, davon bin ich überzeugt. Von der atemberaubenden Skyline-Wirkung einmal abgesehen. Offensichtlich geht es hier ja nur ein weiteres Mal darum, die Sichtweise eines Einzelnen und seine Ablehnung von Clusterbildung auszubreiten. Da das schon zigfach in diversen Strängen geschehen ist, immer wieder gern mit besonderen Formatierungen und Hervorhebungen, jetzt zurück zum Thema "Neue Hochhäuser in der SKYLINE !":




    Handybilder: Miguel

    Neues Jahr, neue Visionen

    Im Jahr 2050 hat die Stadt längst die Millionen-Einwohner-Marke überschritten, auch dank der Eingemeindung Offenbachs und der dichten und urbanen Bebauung der Oberräder Äcker.


    Die Bebauung des riesigen innenstadtnahen Geländes wurde möglich, da der Schallschutzbereich in der Einflugschneise des Flughafens aufgehoben wurde - aus dem einfachen Grund, weil Flugzeuge keinen Lärm mehr produzieren. Schließlich haben auch die Flugzeugbauer auf Elektroantrieb umgestellt, und der Flughafen regelte Start- und Landegebühren wie seit langem über Lärmemissionen (je lauter das Flugzeug, desto teurer). Das hat prima funktioniert und der Flughafen konnte weiter wachsen. Mittlerweile ist die 5. Bahn in Betrieb, westlich gelegen von der alten Startbahn West, parallel dazu verlaufend. Trotzdem beschweren sich die Anwohner nicht mehr, denn seit den 20er Jahren sind Elektroflugzeuge im Liniendienst (Hirngespinst?).


    Der gesamte Stadtbereich, der früher als Umweltzone bekannt war, ist gesperrt für Autos mit Verbrennungsmotoren. Und natürlich auch für nicht selbst fahrende Autos, das versteht sich. Wie sollte sonst ein unfallfreier Verkehrsfluss ohne Ampeln und ohne Staus funktionieren?


    Die unendliche Baustelle Riederwaldtunnel wurde endlich fertig und der Tunnel ist seit 2 Jahren in Betrieb. ;) Man hat Lehren daraus gezogen. Das Jahrhundertbauwerk hat dazu beigetragen, Genehmigungs- und Planungsprozesse in der EU deutlich zu beschleunigen.


    Zudem wurde der ÖPNV massiv ausgebaut, dazu zählen folgende Projekte:

    • U-Bahnlinien bzw. Stadtbahnlinien und zum Teil auch Straßenbahnen wurden unter die Erde verlegt. Nicht nur wegen besserem Verkehrsfluss, mehr Geschwindigkeit und höherer Kapazität, sondern auch zur Steigerung der Lebensqualität: mehr Platz an der Oberfläche für Bäume, Spielplätze, Gastronomie. Und mehr Sicherheit vor Unfällen.
    • Die Nordmainische S-Bahn ist längst in Betrieb
    • Die Regionaltangenten West und Ost sind gebaut, sodass sich ein geschlossener S-Bahn-Ring ergibt
    • Die Ginnheimer Kurve ist fertig, sowie die Verlängerungen der Linien 1-8 südlich des Südbahnhofs, die der Linie U6 über das Offenbacher Nordend bis zum Hauptbahnhof Offenbach, und eine neue Linie abzweigend vom Güterplatz bis nach Höchst.


    Auch städtebaulich hat sich viel getan:

    • Man hat die alte Idee einer "Parkstadt Rebstock" wieder aufgegriffen und ist gerade dabei, diese umzusetzen
    • Wir betreiben inzwischen “Vertical Farming”, und zwar nicht nur im industriellen Maßstab, sondern auch für's private Vergnügen. Dieses Thema ist der große Renner im Freizeitbereich (eignet sich auch prima zum Grillen mit Aussicht) und hat die leidigen Diskussionen um zu bebauende Kleingärten vollständig abgelöst.
    • Natürlich stehen viel mehr Hochhäuser, nicht zuletzt auch Wohnhochhäuser in der Stadt. Beispielsweise ist östlich der Konstablerwache ein neuer Hochhauscluster aus gemischt genutzten Türmen entstanden, die anstelle der nicht mehr zeitgemäßen Nachkriegsgebäude errichtet wurden. Insbesondere ist hier der Hochhaustyp "unten Einzelhandel, darüber Parkhaus, darüber Wohnungen, darüber Gastronomie" anzutreffen.
    • Die neuen Hochhäuser haben Landeplätze für Drohnen auf den Dächern, sodass nicht nur im Internet bestellte Waren schneller und direkter geliefert werden können, sondern auch die Personenbeförderung durch einen neuen Transportweg revolutioniert wurde (Ausblick?).
    • Es wurden mehr Altstadthäuser rekonstruiert, insbesondere der Bereich südlich und nördlich der Berliner Straße und direkt am Mainufer entlang.
    • Die Dächer des Rathauses wurden rekonstruiert, ebenso der lange Franz und der kleine Cohn.


    Und nicht zuletzt... steht der Messeturm als eine Ikone der Postmoderne und als das Wahrzeichen für Rhein-Main schlechthin längst unter Denkmalschutz!

    wenn Banken wie die Commerzbank oder die Deutsche Bank zb.3000 Stellen in Frankfurt abbauen,bedeutet das nicht,dass sie dann ca.45 000 bis 60 000 qm weniger Bürofläche benötigen?Was wird dann aus den Türmen?Werden die untervermietet oder irgendwann,wenn es so weitergeht,ganz aufgegeben?Oder waren die bisher einfach zu voll und jetzt gibt es eben mehr Platz?


    Weder noch. Die Türme der Zentralen von beiden Großbanken werden sicherlich nicht zum Teil untervermietet und auch nicht ganz aufgegeben, solange es diese beiden Banken gibt. Beispiel Commerzbank: diese hatte und hat zum Teil immer noch unzählige Büroobjekte über das ganze Stadtgebiet verteilt angemietet. Auch darüber hinaus, z. B. in Eschborn, und das zählt alles zur Zentrale. Vor ein paar Jahren waren das noch Dutzende Objekte, mittlerweile dürften es weniger sein und auch zukünftig noch weniger werden. Man legt viele kleinere Objekte zusammen und zieht die weniger werdenden verbleibenden Mitarbeiter um. Ein Beispiel dafür sind die sogenannten "Lateral Towers Frankfurt", das ist die ehemalige "Neue Börse" in Hausen. Die Einheiten, die dort zusammengezogen wurden, waren vorher auf bestimmt 10 verschiedene Objekte verteilt. Bei der Deutschen wird das ähnlich laufen.

    Gibt es auch Öffnungen im Boden, durch die weder der Trichter noch eine Rolltreppe fließt? Wüsste ich jetzt nicht auswendig, aber das wären ja die einzigen Öffnungen, die überhaupt für eine Schließung in Frage kämen.

    Wir haben alle den überarbeiteten 80-Meter-Entwurf noch nicht gesehen, insofern können wir noch nichts zur konkreten Architektur sagen. Ich hoffe, dass es vielleicht gar nicht so "schlimm" (sprich: gedrungen und schlecht proportioniert) aussehen wird - jetzt sind die Architekten gefragt.
    Solange irgendwann auf der gegenüberliegenden Straßenseite der 100-Meter-Turm für die Messe gebaut wird, kann man vielleicht auch mit einer 80-Meter-Variante städtebaulich ganz gut leben. Zumindest würde sich eine schöne Höhen-Abstufung vom Porsche Tower über den Messeeingang Süd hin zum Torhaus ergeben.


    Was mich aber wirklich ärgert ist dieser mangelnde Pragmatismus! Freilich war keiner von uns bei den Verhandlungen der beiden Parteien dabei. Und natürlich muss man dem Investor vorwerfen, dass er viel zu viel Zeit vertrödelt hat. Aber die ganze Sache riecht stark nach einem ideologischen Vorgehen seitens des Planungsdezernenten. Der Investor will keinen geförderten Wohnraum in dem Gebäude, aber höher bauen? Da hätten frühere, pragmatisch agierende Dezernenten den Bau von Sozialwohnungen in der Nähe des Gebäudes und noch eine KiTa oder eine Parkvergrößerung rausgeholt.


    Was haben wir jetzt? Nichts davon, weniger "Luxuswohnungen" durch ein niedrigeres Gebäude und weniger "Sozialwohnungen" - also weniger Wohnungsangebot und damit höhere Preise für alle. Tolle Leistung! :Nieder:

    Kann mir mal jemand erklären, was zurzeit in dieser Stadt los ist? Es nervt mich gewaltig, dass...


    • der Goetheturm von einem Brandstifter abgefackelt wurde, der wahrscheinlich auch die beiden Pavillons auf dem Gewissen hat und der immer noch nicht gefasst wurde
    • die Neubebauung in der Ostbahnhofstraße dermaßen qualitativ nach unten korrigiert wurde, dass es schmerzt
    • die Neuentwicklung des alten Polizeipräsidiums mit einem Hochhaus von der Stadt so torpediert wird, dass am Ende wohl nur Mittelmaß rauskommen wird
    • der Bahnhofsumbau sich noch weiter verschiebt
    • der Riederwaldtunnel anscheinend im Jahr 2030 noch nicht fertig wird
    • der Pavillon am Tel-Aviv-Platz doch keine Gastronomie beherbergen soll
    • der Porsche Design Tower 20 Meter kürzer wird
    • und der geplante Wohnturm des Grand Ouest jetzt einem monströs hässlichen fetten Klotz weicht


    Was läuft denn hier gerade schief? Und warum?

    Um Himmels Willen, ich bin fassungslos. Ich war jetzt auch kein übermäßig großer Freund der vorherigen Planung, weil ich da den Turm - zumindest aus der anderen Perspektive - schon zu massig bzw. schlecht proportioniert fand. Aber er war wenigstens zeitlos und einigermaßen elegant, hat gut ins Westend gepasst. Außerdem hätte ein kleines Hochhäuschen auf der gegenüberliegenden Straßenseite des WestendGate und des One Forty West eine schöne Wirkung im Ensenble ergeben können. Wenn da jetzt kein Hochhaus hinkommt, auch nicht so schlimm - aber dieser Entwurf ist einfach unglaublich hässlich und deplaziert.


    Da passt nichts: weder die versetzten Fensterreihen, noch die Proportionen, noch die Farbe, noch die angeklebten Balkone, noch diese sinnlosen weißen Einrahmungen in den oberen Stockwerken, noch das Zusammenspiel mit den dahinterliegenden Nebengebäuden. Einfach eine Scheußlichkeit sondergleichen, wer will denn da wohnen?

    Danke für die tollen Bilder! Auf dem ersten Bild wird überdeutlich, wie sehr das Hochhäuschen in der Nähe vom Lokalbahnhof eine Revitalisierung nötig hat. Ich meine den ca. 10-Geschosser in der Bildmitte, in dem früher mal Canon ansässig war.

    Mal eine andere Frage: weiß jemand, warum das nagelneue Wohngebäude neben dem Sofitel an der Alten Oper schon wieder eingerüstet ist?


    Und städtebaulich wesentlich drängender: wie lange brauchen die denn noch, um das Gerüst am Sofitel selbst, auf der Seite zur Oper hin, endlich abzubauen? Da klafft ein Dreivierteljahr nach Eröffnung noch immer eine große Lücke in der Fassade, beinahe über die gesamte Gebäudehöhe. Wohl (auch) deswegen steht die Ladenfläche an der Ecke zur Liesel-Christ-Anlage noch immer leer. Was machen die denn da so lange?

    ^ Hoffentlich nur ein Platzhalter. Und ich muss zustimmen, mir ist der Entwurf auch zu kopflastig. Die schmalere Seite von Osten her gesehen geht ja noch einigermaßen, aber auf der breiteren Westseite kommt das Auskragende zu stark zum Vorschein. Vermutlich wird der unruhige Eindruck auch durch die Dämmerungsansicht mit Innenbeleuchtung verstärkt. Ein Tages-Rendering wäre interessant. Wie dem auch sei, ich hoffe auf eine Verfeinerung und Verjüngung nach oben hin im nächsten Schritt.

    Sehr schöne Nachricht! Lange genug hat's gedauert, aber ich denke, das Konzept wird gut funktionieren. Nebenan befindet sich ja schon das "TechQuartier", was für die gleiche Zielgruppe gedacht ist und wohl auch gut angenommen wird. Insbesondere das Thema "agiles Arbeiten" und damit die sprichwörtliche Flexibilität beim Flächenbedarf und der Aufteilung wird noch wichtiger, als es heute bereits ist. Nicht zu vergessen die dazugehörigen Design-Aspekte im Innenraum und die informellen Bereiche.


    Bin gespannt, in welcher Etage die Skybar entstehen wird, also ob im 15., oberhalb des Hotels, oder wirklich ganz oben.


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    Mod: Die Skybar entsteht im obersten Stockwerk. Das wurde in diesen Beiträgen geklärt und steht heute auch ausdrücklich in der Druckausgabe der FAZ-RMZ.