Beiträge von Batō

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    Dem kann ich nur zustimmen. Und selbst wenn die Wippe irgendwann doch mal fertig ist geht der Schrecken vermutlich weiter. Optisch schwer zu ertragen kann ich mir gut vorstellen, dass die Wippfunktion schnell wieder den Geist aufgibt, das Ding gesperrt und wieder für viel Geld renoviert werden muss. Ein Fass ohne Boden.

    ^^

    Ich fand vor allem den Abriss des Bestandsgebäudes Lietzenburger Straße 76 sehr schmerzhaft - auch wenn der Neubau sehr attraktiv geworden ist.

    Der Altbau Wolliner Straße sieht mir auf den street View Fotos schon sehr abgerockt aus. Irgendwann ist die Bausubstanz so schlecht, daß sich eine Sanierung nicht mehr rechnet.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wir vor rund 25 Jahren ein ähnlich beschaffenen Altbau kernsaniert haben. Im Innenhof sah die Fassade noch so aus, als ob gerade erst die Rote Armee vorbei gezogen war. Aber Fassaden sind das eine, die innere Struktur das andere. Hier haben wir leider erst später, trotz vorigen Einsatz von Prüfern, Hausschwammbefall feststellen müssen. Da privat finanziert hat uns das die ein oder andere schlaflose Nacht beschert.

    Auch der Eingriff in die Bausubstanz um moderne TGA zu installieren ist nicht zu unterschätzen. Das ist bei Neubauten alles deutlich besser planbar und weniger risikoreich.

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    Ich fand vor allem den Abriss des Bestandsgebäudes Lietzenburger Straße 76 sehr schmerzhaft - auch wenn der Neubau sehr attraktiv geworden ist.

    Der Altbau Wolliner Straße sieht mir auf den street View Fotos schon sehr abgerockt aus. Irgendwann ist die Bausubstanz so schlecht, daß sich eine Sanierung nicht mehr rechnet.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wir vor rund 25 Jahren ein ähnlich beschaffenen Altbau kernsaniert haben. Im Innenhof sah die Fassade noch so aus, als ob gerade erst die Rote Armee vorbei gezogen war. Aber Fassaden sind das eine, die innere Struktur das andere. Hier haben wir leider erst später, trotz vorigen Einsatz von Prüfern, Hausschwammbefall feststellen müssen. Da privat finanziert hat uns das die ein oder andere schlaflose Nacht beschert.

    Auch der Eingriff in die Bausubstanz um moderne TGA zu installieren ist nicht zu unterschätzen. Das ist bei Neubauten alles deutlich besser planbar und weniger risikoreich.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wahrscheinlich hat man früher nicht jeden Cent durchgerechnet wie heute.

    Warum soll das damals anders gewesen sein als heute?

    Ich meine das mit den hohen Decken auch in den Standardmietskasernen war hier schon irgendwo mal Thema.

    Repräsentation ist sicherlich ein Grund. Es gab aber auch rein praktische hinsichtlich Gesundheit und Hygiene.

    Vor über hundert Jahren waren die allermeisten Gebäude mit Baujahr <1900 mit Öfen ausgestattet in denen tlw verschiedene Brennstoffe (Kohle, Holz,...) genutzt wurden. Für den Fall, daß giftige Stoffe entweichen, konnten sich diese in den hohen Räumen besser nach oben hin verteilen und verdünnen.

    Durch das größere Volumen bei kleiner Grundfläche war die Sauerstoffmenge höher was insbesondere bei starker Überbelegung der Zimmer notwendig war.

    Ein weiterer Aspekt war ein Mindestmaß an Belichtung. Die Mietskasernen wurden damals dicht an dicht gebaut, hatten in Berlin tlw bis zu 4 Hinterhöfe und teils ungünstige Raumschnitte. Bei hohen Geschosshöhen konnten somit auch größere Fenster eingebaut werden und mehr Licht in die Wohnungen lassen.

    Gibt bestimmt noch andere praktische Gründe.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wahrscheinlich hat man früher nicht jeden Cent durchgerechnet wie heute.

    Warum soll das damals anders gewesen sein als heute?

    Ich meine das mit den hohen Decken auch in den Standardmietskasernen war hier schon irgendwo mal Thema.

    Repräsentation ist sicherlich ein Grund. Es gab aber auch rein praktische hinsichtlich Gesundheit und Hygiene.

    Vor über hundert Jahren waren die allermeisten Gebäude mit Baujahr <1900 mit Öfen ausgestattet in denen tlw verschiedene Brennstoffe (Kohle, Holz,...) genutzt wurden. Für den Fall, daß giftige Stoffe entweichen, konnten sich diese in den hohen Räumen besser nach oben hin verteilen und verdünnen.

    Durch das größere Volumen bei kleiner Grundfläche war die Sauerstoffmenge höher was insbesondere bei starker Überbelegung der Zimmer notwendig war.

    Ein weiterer Aspekt war ein Mindestmaß an Belichtung. Die Mietskasernen wurden damals dicht an dicht gebaut, hatten in Berlin tlw bis zu 4 Hinterhöfe und teils ungünstige Raumschnitte. Bei hohen Geschosshöhen konnten somit auch größere Fenster eingebaut werden und mehr Licht in die Wohnungen lassen.

    Gibt bestimmt noch andere praktische Gründe.

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    Ganz einfach: es lässt sich am günstigsten und schnellsten industriell fertigen. Damit die Wohnungen und Büros in der Vermietung nicht zu teuer werden, sind aufwändige Fassadenmaterialien anscheinend nicht gewünscht.

    Dekoratives Anführungszeichen

    138 Meter sind inzwischen die offizielle bestätigte Höhe (Quelle hier).

    Komischerweise finden sich in keiner der angegebenen Quellen die 138m. Vielmehr ist von 134m die Rede.

    Naja, lassen wir uns einfach überraschen. 4m mehr oder weniger sind jetzt auch nicht entscheidend. 😀

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    Der Mynd Tower entsteht sogar minimal weiter zurückgesetzt vom Platz als der Covivio Turm. Finde ich das schlimm? Nö!

    Hauptaufgabe des Mynd Tower ist schließlich einen sichtbaren Abschluss an der Westseite des Alex-Areals und mit der Lage direkt an der K-L-S, neue spannende Sichtbeziehungen zu bilden. Die vielen Fotoupdates zeigen jetzt bereits schon, dass hier ein großartiges Stück urbane Stadt mit fast schon klassischem New Yorker Hochhausfeeling entsteht. Besonders die Sichtbeziehungen mit dem Stadtbahnviadukt und dem Bahnhof haben es mir angetan. Dass zudem die Fassade attraktiv gestaltet wird rundet das ganze Projekt für mich positiv ab.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Der ist nicht breiter als das Alexanderhaus und schon gar nicht breiter als der Galeria-Kaufhof-Bau Einzig die Höhe variiert.

    Hinter dem Alexanderhaus soll aber auch kein gestutzter Turm von nur 130m Höhe entstehen. Wenn ich mich recht erinnere wurde das hier im DAF aber ausgiebig diskutiert, dass dadurch die Proportionen leiden und der Sockelbau viel stärker in den Vordergrund rückt.

    Dass es nun doch nicht das dunkle grau wird ist immerhin eine positive Nachricht; insofern danke A. W.

    Wenn man denn wenigstens aktuelle Trends wie von MVRDV und ihr Vertical Village in Paris mit einfließen lassen würde. Das würde die überdimensionierte Wirkung sichtlich etwas abmildern. Am Ostbahnhof hat man mit dem Up Berlin gezeigt, wie sich ähnliche Bauvolumina in einen modernen und weniger wuchtigen Baukörper transformieren lassen.

    Das was jetzt geplant ist kommt mir wie eine plumpe Rückkehr zum Brutalismus der 60er Jahre, ähnlich dem Trellick Tower, vor.