Beiträge von Kieselgur

    Das Ex-Conrad-Haus steht am bereits fertig gestelltem Abschnitt des Boulevards, die Lage Friedhof 6-8 gehört eher zum Platz rund um die Reinoldikirche.


    Außerdem verfehlt ihr alle den Punkt. ;) Ich habe nichts gegen mehr Gastro an der Kampstraße! Ich wollte nur für den Ausgangskommentar, bei dem Binbinje für möglichst viel Grünfläche am noch umzubauendem Stück der Kampstraße plädiert, ein Argument liefern wollen, wo und wie dies wenn überhaupt möglich wäre.


    Dies Argument ist: Wenn man von von wenig Außengastronomie und geringer Passantenfrequenz entlang (!) der Kampstraße zwischen Katharinenstraße und Platz von Leeds ausginge, dann braucht die Lauffläche nicht so groß sein. Wenn ihr jetzt her kommt und für möglichst viel Außengastro und hoher Passantenfrequenz werbt, dann wird wiederum kein Platz für große Grünflächen bleiben. Das eine schließt das andere aus!


    Für den Grünstreifen in der Mitte ist so kein Platz mehr. Da kommt zukünftig der Radfahrstreifen hin, der auch Platz für Gegenverkehr bieten soll und zudem dem Anlieferverkehr dienen wird. Die jetzigen Fahrspuren für den Radverkehr nutzen, ginge natürlich auch, nur dann kann man die Bürgersteige vor den Häusern eben nicht verbreitern. Wenn man da aber auch Außengastro ansiedeln will und mehr Menschen deutlich bequemer als bisher entlang schlendern sollen, dann braucht man den Platz. Dann reicht die Fahrspur aber nur noch für einen normalen Radweg, ist aber nicht mehr breit genug, dass da auch ein LKW für die Anlieferung entlang fahren kann.


    Es würden sich dann Passanten, Radfahrer und Lieferverkehr ständig ins Gehege kommen, von daher ist es sinnvoller den schnelleren Verkehr in der Mitte zu bündeln. Das bisherige große Pflanzrondell am Platz von Leeds wäre natürlich möglich, wobei eine Wasserfläche mit Brunnenanlage, wie es der bisherige Plan vorsieht, auch gut ist.


    Man kann eben nicht alles auf einmal haben, also hohe Passantenfrequenz, viel Außengastro, schneller Radverkehr und große Grünflächen, so viel Platz ist auf dem Boulevard dann doch nicht. Deshalb ja auch mein Vorschlag für große Blumenkübel. Da kann man auch Grün drin unterbringen, ist aber deutlich flexibler dahingehend, wo sich zukünftig Außengastro ansiedelt. :)

    Für eine geignete Gastro benötigt man entsprechend geignete Ladenlokale. Und es ist halt einfach so, dass die Kampstraße vielfach nur die Rückseite der zum Hellweg orientierten Häuser ist. Aus der etwas sonnigeren Nordseite der Straße hat man zudem vorwiegend große Gebäudeblöcke, wie die Sparkasse, Decathlon und nun auch das Basecamp, dessen Gastro aber zum Platz von Leeds orientiert ist.


    Auf der gegenüberliegenden Seite der Kampstraße beim Basecamp gibt es zwar einige kleinere Ladenlokale, aber dort sitzt man höchstens im Hochsommer erträglich, ansonsten ist es da halt schattig und eher zugig. Von daher denke ich nicht, dass hier Außengastro wirklich erfolgreich sein wird. Es gibt ja auch noch genügend andere Ecken in der Innenstadt.


    Ob außerdem die Passantenfrequenz immer noch weiter zunehmen wird ist fraglich. Dortmund dient ja immer weniger als attraktive Einkaufsstadt fürs ganze Umland. Zu sehen auch an der geplanten Schließung von Karstadt. In Münster bleiben beide Häuser erhalten, obwohl die sich gegenüber liegen und Fläche für Wohnungen in der Innenstadt mit Sicherheit noch teurer bezahlt wird wie in Dortmund.


    Es wäre zur Weihnachtszeit sicherlich nicht verkehrt die Kampstraße zwischen Petri- und Reinoldikirche stärker für den Weihnachtsmarkt zu nutzen. Dafür ist ein fester Untergrund nützlich. Deshalb ja mein Vorschlag viele große Blumenkübel zu nutzen. Also solche, für die man schon einen größeren Gabelstapler zum Transport braucht. Da passt dann auch der ein oder andere kleinere Baum rein. Für den Sommer vielleicht ja auch ein paar Palmen?

    Im Winter könnte man die dann entweder ganz wegsetzen oder so umgruppieren, dass man gleich eine Barriere hat. Dann bräuchte man auch nicht mehr diese großen Betonblöcke.

    Ich halte den bisherigen Entwurf zwar auch für überholt, eine grüne Oase wird der Bereich wohl allerdings auch nicht werden. Diesen unsinnigen flachen Wasserlauf hat man inzwischen ja auch gestrichen. Der wäre auch nur Stolperfalle und Drecksammelbereich geworden und im Sommer energieintensiv in der Unterhaltung.

    Nur bei der reinen Aufhübschung kann es auf Dauer aber auch nicht bleiben. Allerdings halte ich die Vorstellungen für überholt, dass irgendwann massenhaft Menschen die Kampstraße entlang flanieren werden, wenn werden die weiterhin die Straße vorwiegend kreuzen. Auf den äußeren Enden des Boulevards, also Westentorallee und Brüderweg flanieren seit dem Umbau ja auch nicht mehr Menschen entlang.


    Einen Teil des bisherigen Plans halte ich aber nach wie vor für sinnvoll und das ist den Verkehr in der Mitte der Straße zu bündeln. Hier soll ja auch eine Radwegtrasse mit Fahrspuren in beide Richtungen entstehen. Behielte man einen breiten Grünstreifen in der Mitte bei und legt die Radwege an dessen Außenseiten entlang, wird es weiterhin eher wie eine Schneise durch die Innenstadt wirken und der Bereich Hellweg und Brückstraße werden nicht wirklich verbunden.


    Die Fläche vor der Bebauung braucht man sicherlich nicht so breit und vollständig pflastern wie in den Plänen vorgesehen, denn wie geschrieben erwarte ich keine Menschenmassen, die den Boulevard entlang schlendern und viele weitere Straßencafés oder andere Lokale mit Außengastro wird es auch eher nicht geben. Schmale Grünstreifen oder einzelne kurze flache Beete werden aber umso eher plattgetrampelt und sind damit umso pflegeintensiver.


    Da große Bäume wegen der relativ dicht unter der Oberfläche liegenden Stadtbahnstationen schwierig sind, würde ich eher vorschlagen, dass man statt Grünstreifen bzw. Beeten lieber auf viele große mobile Pflanzgefäße setzt. Die müssen zwar auch gepflegt und gegossen werden, sind aber immerhin flexibler bezüglich Veranstaltungen als flache Beete und werden in den kühleren Jahreszeiten wohl weniger trostlos ausschauen.

    Mit den steigenden Zinsen und Baukosten ist mit schnellen Änderungen nun wohl erst recht nicht mehr zu rechnen. Zumal ja vielleicht noch der ganze Gebäudeblock von Karstadt in der City auch noch auf den Markt kommt.

    Wer will sich da solch ein Projekt wie das Westfalenforum derzeit ans Bein binden. Solange wenigstens ein paar Mieter die Kosten für die Gebäudeunterhaltung decken, kann der derzeitige Besitzer wohl bis zum nächstem Bauboom mit einem Verkauf ausharren. Immerhin schaut das Gebäude von den wichtigsten Seiten halbwegs ordentlich aus und der Leerstand fällt nicht ganz so auf. Nur der Teil des Platzes von Amiens, der den Hinterhof des Gebäudes bildet, ist halt eine einzige Trostlosigkeit.


    Immerhin hat man trotz des derzeitigen Stillstandes immer noch die Möglichkeit mit einem Neubau fertig zu werden, bevor die Stadt Dortmund ihren Boulevard Kampstraße komplett ausgebaut hat. ;)

    ... aber, dass ein schwarzes Dach viel mehr Wärme anzieht als ein helles oder gar begrüntes ist nicht von der Hand zu weisen. Mit den Panels kann man zwar Strom produzieren aber das Dach und die Umgebung werden sich derart aufheizen, dass der gewünschte Klimaeffekt ad absurdum geführt wird. Das ist Schilda!

    Solarpanele schirmen das Dach darunter ziemlich gut von der Sonneneinstrahlung ab, entscheidend ist hier nämlich auch, dass diese wie ein Spiegel einen Gutteil des Sonnenlichtes reflektieren. Dabei spielt es dann weniger eine Rolle, welche Farbe die Solarmodule haben. Einige einzufärben wäre aber sicher interessant, so könnte man z.B. von oben lesbar "Museum XX." oder eine Art Kunstinstallation abbilden.


    https://solaranlage-mit-speich…oltaik/kuehlende-wirkung/


    Insofern ist wirklich nicht zu befürchten, dass sich das Innere des Gebäudes durch Solarpanele auf dem Dach stärker aufheizt, im Gegenteil.

    Ich lehne einen Neubau ja nicht kategorisch ab und der Neubau der Oper darf durchaus etwas kosten. Was ich allerdings ablehne ist, dass man den Architekten keine strikten Vorgaben machen soll.


    Beim Farnsworth House hat diue Bauherrin dem Architekten Mies van der Rohe völlige Gestaltungsfreiheit gelassen. Das Ergebnis ist zwar durchaus schick anzusehen, war für seine geplante Nutzung aber nur bedingt geeignet und hat das Budget völlig überzogen. Das Opernhaus in Sydney und die Elbphilharmonie in Hamburg, so ikonisch beide Gebäude auch sein mögen, wurden ebenfalls vielfach teurer als geplant. Ich glaube kaum, dass der Düsseldorfer Wähler so etwas honorieren würde.


    Deshalb sollte man den Architekten klare Vorgaben machen und sich nicht von einem schicken Entwurf blenden lassen. Ein Neubau eines Kulturgebäudes muss kein reiner Zweckbau sein, aber er sollte eben auch vernünftig, für seinen geplanten Zweck, ohne große Einschränkungen hinnehmen zu müssen, nutzbar sein. Mit guter Planung ist dies durchaus möglich, hier muss sich daher der Architekt in seiner künstlerischen Freiheit einschränken lassen, denn er ist auch Dienstleister und nicht nur Künstler.


    Sicherlich zieht ein spektakulärer Neubau Besucher an. Der Reiz des Neuen ist aber nach dem erstem Hype verflogen. Danach dürfte die Zahl zusätzlicher Besucher durch solch ein Gebäude beim Städtetourismus kaum ins Gewicht fallen. Deswegen rechtfertigt dies keine hunderten Millionen an Zusatzkosten für einen besonders außergewöhnlichen Entwurf.

    Es stellt sich also die Frage, ob diese Spitzenarchitekten durch unrealistische Vorgaben der Stadt in ihren Möglichkeiten eingeschränkt wurden und dadurch der potenzielle Entwurf geschwächt wurde.

    Macht man Spitzenarchitekten keine strikten Vorgaben, bekommt man zwar vielleicht ein ikonisches Gebäude, dies wird dann allerdings auch vielfach teurer als ursprünglich geplant und erst nach zig Nachbesserungen, die alle nochmal Geld verschlingen, verfügt man endlich über ein Gebäude, das auch seinen eigentlichen Zweck erfüllt und nicht nur einfach schick auschaut.

    Kann man machen, es wäre aber eine politische Katastrophe, weil es den Eindruck der Allgemeinheit, dass für imposante "Herrschaftsarchitektur" immer genug Geld zum "Rauswerfen" da ist, während bei Infrastruktur geknausert wird, voll entsprechen würde.


    Ich halte die Visualisierungen von HPP auch für eine Katastrophe, allerdings versuchen sie bei ihren reinen Baumassenstudien erst gar nicht die Architektur hinter ein paar schicken Panelen und Rundungen zu verstecken, wie dies Snøhetta und Henning Larsen machen, deren Entwürfe im Grunde nur entsprechend verkleidete Klötze sind.

    Das beantwortet die Frage ja nur bedingt. "Schon immer" - also seit der Errichtung des Semperbaus, hat es diese Übergänge wohl nicht gegeben. Im 19. Jahrhundert hätte man die auch wohl kaum so mit Kupfer verkleidet. Die dürften also eine Zutat seit dem Wiederaufbau nach dem 2. WK sein. Der Deutsche Pavillion dient seitdem als Restaurierungswerkstatt für die Sempergalerie, es gibt also dort einen Übergang im 1. OG. hier auf dem Bild auch erkennbar.


    Ein normaler Übergang zwischen Semperbau und dem Marmorsaal im Obergeschoss des Französischen Pavillions wird fürs allgemeine Publikum gar nicht vorgesehen sein. Eine Überdachung ist daher nicht notwendig. Der Marmorsaal soll für diverse Veranstaltungen auch außerhalb der musealen Öffnungszeiten genutzt werden, ergo benötigt dieser einen barrierefreien Zugang und daher einen Aufzug. Das Fußbodenniveau Obergeschoss des Semperbaus liegt sowiso noch höher, dies erreicht der Lift gar nicht. Der Zugang zur Sempergalerie dürfte hier vorwiegend den Zweck einen Notausgangs erfüllen. Eine Überdachung/komplette Einhausung davor würde nicht nur mehr vom Gebäude verdecken, sondern könnte ja auch verrauchen und ein weiteres Hindernis für Rettungskräfte darstellen.


    Die kupferverkleidete Wand Richtung Zwingerinnenhof wird Mehrfachfunktion sowohl Zugangskontrolle bei Veranstaltungen im Marmorsaal, als auch als Sicht- und Windschutz vor dessen Eingang/Ausgang des Aufzugs haben. Außerdem verdeckt sie die Treppe vorm dem Eingang des Semperbaus. Da wie geschrieben ein Übergang zwischen diesem und dem Marmorsaal üblicherweise nicht vorgesehen ist, braucht es vor der Tür zum Semperbau keinen kompletten Sichtschutz.

    Da sind ja noch einige Lücken bzw. 1-2 geschossige Altbauten auf manchen Grundstücken, die dringend mal einer Aufwertung bedürfen.

    Die Probleme bei solchen Lücken sind aber oft auch vielfältig. Wenn man sich z.B. die angesprochene Baulücke hinter Betten Hutt und das Gebäude der Telekom danaben von oben anschaut, dann sieht es schwer danach aus, als hatte die Telekom mal vor einen zweiten Bauabschnitt zu bauen, zu dem es dann nie gekommen ist:

    screenshot2023-02-2617ic5r.jpg

    Bild: Google Maps Screenshot


    Eine Baulücke an der Kampstraße an der täglich sicher noch mehr Leute vorbei kommen und die alles andere als schön ist , wäre die hinter Rossmann:

    screenshot2023-02-261evfxq.jpg

    screenshot2023-02-2611bcp7.jpg

    Bild: Google Maps/Streetview Screenshot


    Dort hat man zwar rechts und links Brandwand, aber eben auch Mülltonnenabstellplatz, Tiefgaragenzufahrt und zweiter Rettungsweg vom Gebäude in dem Rossmann unten drin ist (das alte Streetviewfoto zeigt die Wendeltreppe noch nicht). Da die Belange der beteiligten Parteien unter einen Hut zu bekommen dürfte schwierig sein. Selbst wenn man das Erdgeschoss nur wie bisher nutzen würde, aber hinter einem ansehnlicherem Rolltor verschwinden ließe, so rechtfertigt der geringe Gewinn an Fläche in den Obergeschossen halt nicht die Baukosten.


    Bei Minderbebauung nach Kriegszerstörung, wie sie am Westenhellweg z.B. bei der Corsoapotheke samt daneben liegendem Juwelier vorliegt, würde ich fast drauf wetten, dass es hier aufgrund der Eigentumsverhältnisse zu keiner weiteren Entwicklung kommt. Wenn das Gebäude z.B. einer Erbengemeinschaft gehört, dann ist die selten willig und fähig die Immobilie weiter zu entwickeln. Die beiden vermieteten Ladenlokale bringen eine Menge Geld ein, ohne das groß was investiert werden muss. Bei einem Abriss und Neubau fallen für mindestens zwei Jahre die Mieten komplett aus und dann muss erstmal der Neubau abbezahlt werden, bevor es wieder Gewinnauschüttungen gibt.

    Wenn's mehrere gemeinsame Besitzer sind, müssen die sich für einen Verkauf einig sein, aber dann solch eine sichere und ertragreiche Geldanlage für den eigenen Anteil erstmal zu finden, ist halt nicht einfach. Da kann man dann nur abwarten und hoffen, dass aus irgendwelchen Gründen es schließlich doch mal an einen Verkauf, etwa an eine größere Immobiliengesellschaft, kommt, der der zeitweise Mietausfall egal ist und die lieber auf die Wertsteigerung durch Neubau setzt.


    Wäre natürlich insgesamt schön, wenn solche mindergenutzten Grundstücke mal mit entsprechender Bebauung aufgewertet würden, aber zwingen kann man keinen. Dortmund leidet nicht unter solchem Flächenmangel, dass Investoren für solch schierige Grundstücke Preise bezahlen würden, bei dem Besitzer immer schwach werden.

    Eine Zusammenlegung der verschiedenen Klinikstandorte ist auf jeden Fall sinnvoll, um kurze Wege und damit Synergien zu nutzen, einige der Klinikgebäude sind über die Jahrzehnte auch ziemlich verbaut und verschachtelt.


    Eine Ausnahme davon bildet das Gebäude der Hautklinik, welches sich im ehemaligem Standortlazarett befindet. Das Gebäude entspricht zwar wohl nicht mehr komplett modernen Klinikansprüchen und für Intensivpatienten der Dermatologie, etwa bei schweren Verbrennungen und allen Patienten die Operationen benötigen, ist eine bessere Anbindung ans Zentralklinikum sicher sinnvoll. Für Patienten in ambulanter Therapie macht es keinen Unterschied. Für Patienten der Dermatologie, die mehrmals am Tag eher oberbeflächliche Anwendungen bekommen und mehr oder weniger beweglich sind, ist das jetzige großzügige Gebäude mit seinem Park wahrscheinlich idealer als ein wuseliges Zentralklinikum.


    Wie auch immer, mich würde interessieren ob man sich schon Gedanken über die zukünftige Nutzung dieses Standortes gibt. Das Gebäude steht ja unter Denkmalschutz und ist samt Park drumherum nicht gerade klein. Darüber lässt sich allerdings noch nichts in Erfahrung bringen. Na ja, sind noch einige Jahre hin bis ein Umzug der Klinik ansteht.

    Für ein Hochhaus auf dem Servatiparkplatz sehe ich wenig Chancen. Wenn der Neubau des "Bildungs- und Begegnungscampus" von der Erlöserkirche aus treppenförmig ansteigt, dann macht es wenig Sinn, die von der anderen Seite gleich wieder mit einem Hochhaus komplett in den Schatten zu stellen.


    Mit der Verbreiterung der Eisenbahnstraße entfällt aber auch die Notwendigkeit den Abbiegeverkehr zur Warendorfer Straße über die Friedrichstraße zu führen, so dass die Verkehrsführung in der Ecke neu geordnet werden kann. Die Chance für Bebauung des Parkplatzes dürfte daher steigen.

    Ich finde es zwar gut, dass der Schützenhofbunker erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt wird, aber muss dieses Grau in Grau so sein?


    Als man diese Hochbunker gebaut hat, war doch zumeist eher das Ziel diese wenn möglich ins Stadtbild einzufügen, damit sie nicht sofort auffallen. Immerhin fiel er mit seinem braunem Anstrich, teilweise Fassadengrün und den ganzen Bäumen drum herum nicht ganz so harsch auf. Jetzt wird der Sichtbeton hier wieder geradezu glorifiziert und das in Zeiten wo mit hohem Aufwand begrünte Hochhausfassaden eher als "in" gelten.

    Ich hoffe es werden wenigstens wieder ein paar Bäume gepflanzt...

    Das Problem mit der Universität wäre halt gewesen, dass die ja kein dauerhafter Mieter geworden wären, sie aber erstmal das komplette Gebäude anmieten wollte, aber eben nur für einige Jahre, bis die Bibliothek neu gebaut ist.


    Nur für fast das gesamte Erdgeschoss des Gebäudes steht C&A als Mieter praktisch fest, da sie aus ihrem jetzigem Gebäude raus müssen, weil dieses auch umgebaut werden soll. Die Fläche die Zara derzeit belegt will C&A wohl mit als Verkaufsfläche nutzen, nur Zara wollte nicht vorzeitig aus dem Mietvertrag raus. Ansonsten wäre der Umbau wohl schon eher gestartet,


    Die noch nicht vermieteten Flächen betreffen daher eher die Büroflächen der Obergeschosse, die lassen sich auch kurzfristiger vermieten, sobald sie fertig sind. Optisch fällt dortiger Leerstand ja auch weniger auf als bei Ladenflächen.

    Ich halte die Chance auf eine kulturelle Nutzung für eher gering, als Museum wird Münster den Bau nicht benötigen, bzw. nicht selbst betreiben können.

    Als Kulturzentrum oder gar Nutzung als Club wäre es zwar von der Atmosphäre her attraktiv, aber da das Gebäude nicht die allerbeste Verkehrsanbindung hat, halte ich diese für höchst unwahrscheinlich. Auch wenn Münster sehr aufs Fahrrad fixiert ist, kann man bei Nutzung als Kulturzentrum/Club das überregionale Publikum nicht einfach ausblenden. Autoverkehr abends und am Wochenende wird man hier mit Sicherheit nicht haben wollen.


    Ideal wäre ja, wenn man hier ein Institut der Uni/der Fachhochschule unterbringen könnte und ehemalige Zellen für Büros nutzen könnte, das halte ich aber für unwahrscheinlich. Selbst eine Nutzung als größeres Studentenheim wird mit der schlechten Bausubstanz kaum vereinbar sein. Mit normalen Wohnungen wird es noch schwieriger, da passen die Grundrisse ins bestehende Gebäude gar nicht mehr.


    Insofern ist ein Abriss des Hauptgebäudes wohl das Wahrscheinlichste. Die Eingangsgebäude lassen sich aber vielleicht erhalten. Es dürfte dann wohl auf eine größere Wohnanlage mit dem Namen "Gartenhof" oder so ähnlich hinauslaufen.

    Umbau/Sanierung Prinzipalmarkt 41


    Die Fassade mit neuem Giebel ist fertig gestellt. Eine leichte Verbesserung des vorherigen Zustandes, aber sicherlich nichts über das man in Begeisterungsstürme ausbrechen muss. Letzter Beitrag unter 371.


    (Bild ist meins)

    Würde bei einem Komplettneubau nicht der Denkmalschutz mit der Vorgabe, bei Neubauten Strompfeiler möglichst zu vermeiden, kollidieren?


    So rein wirtschaftlich wäre es doch wohl am günstigsten für die dritte Brücke und den Brückenersatzneubau baugleiche Brückenbögen zu verwenden. Dann könnte man zuerst die dritte Brücke bauen, aber den Mittelbogen erstmal nur provisorisch einsetzen. Anschließend den Verkehr umleiten, die alte Brücke abreißen, neue Widerlager errichten und die dritte Brücke auf diese versetzen.

    Da man für den Bogen der dritten Brücke eh einen Bauplatz am Flußufer errichten muss, könnte man dort auch nach Fertigstellung des ersten Mittelträgers direkt am zweiten weiterbauen, um diesen dann auch direkt nach der Verschiebung des ersten einschwimmen zu können. Die Sperrzeiten dürften so am kürzesten bleiben und vom Gesamtergebnis sähe es am elegantesten aus. Um dem Denkmalschutz zu genügen, könnte man den alten Fachwerkträger ja an anderer Stelle weiterverwenden.


    Dass die Bahn direkt den Neubau der alten Brücke beantragt könnte, auf solch ein Vorgehen hindeuten - andererseits Bahn, Logik und Effizienz haben oft wenig miteinander zu tun... Na ja, die genauen Pläne werden bald raus sein.

    ^^


    Der Denkmalschutz hat halt einen Original-Fetisch. Einfach abreißen und exakt rekonstruieren ist deshalb keine Option, da dann kein Denkmalschutz mehr fortbestehen kann. Der Bauträger muss ja das Risiko nur die fragile Fassade stehen zu lassen nicht eingehen, tut er es doch ist es sein Problem.


    Möglicherweise wurde hier allerdings das Versagen der Schutzmaßnahmen von vornherein mit einkalkuliert und es war halt "Schicksal", dass die Schutzmaßnahmen nicht ausreichten...


    Teilweise ein echtes Rumgemurkse, vor allem, wenn die Oberfläche einer Fassade hinterher stark überarbeitet wird, etwa in dem neuer Putz/Farbe oder gar komplett neue Fassadenplatten angebracht werden, so dass von der Originalsubstanz eh nix mehr zu sehen ist. Ob das alles wirklich so sinnvoll ist bezweifle ich mal.

    Umbau/Sanierung Prinzipalmarkt 41


    Inzwischen ist erkennbar, dass bei dieser Sanierung auch der Giebel neu gemacht wird. Er wird dadurch in der Höhe mit seinen Nachbarhäusern gleich ziehen und dadurch weniger auffallen. Die deutlich aufwändigere Giebelgestaltung der Vorkriegszeit des Knipperdollinghauses wird allerdings nicht zurückkehren. Den letzten Beitrag hier gab es unter der 346.


    (Bild ist von mir)