Sanierung + Erweiterung Wallraf-Richartz-Museum

  • Nun ist es konkret. Der Spatenstich des Erweiterungsbaus für die "Fondation Corboud" des Ehepaares Corboud wird am 28. Mai in Anwesenheit der Stifterin Marisol Corboud erfolgen. Ihr Ehemann, Gérard Corboud ist im Jahre 2017 verstorben. Bereits im Jahre 2001 hatte das Stifteehepaar seine Sammlung aus 170 hochkarätigen Kunstwerken der Stadt Köln übergeben.

    Die Stadt Köln und der Stifterrat hatten gemeinsam entschieden, dass das Projekt nicht mehr von der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, sondern von einem externen Projektsteuerer betreut wird. Bei diesem handelt es sich um Marc Volm, Professor für internationales Projektmanagement an der Hochschule für Technik in Stuttgart. Er verantwortet nicht nur die Errichtung des Neubaus, sondern auch die Sanierung des Bestandsbaus.

    https://www.rundschau-online.d…en-anbau-am-28-mai-771848

    Der Artikel ist bei mir auf dem Laptop nicht, aber auf dem Smartphone lesbar (warum auch immer).

  • Frage: Handelt es sich um eine "Schenkung"? Ich frage nur, weil Spendenquitungen bei solchen Vorgaengen verlangt wird. Bedeutet, dass es sich um einen legalen Steurnachlass handelt, nicht um ein Geschenk. Nach Welt Krieg zwei wurde das Systeem integriert, dass das Spender eine Steuerquitung bekommen. Koeln hat Milliarden an Milliardaeren bezahlt und dadurch an Steuern verloren. Weiss jemand mehr?

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    Ich verstehe nicht ganz, worauf dieser Beitrag abzielt, zumal er nicht ganz korrekt ist. Zunächst einmal werden Spendenquittungen bei solchen Vorgängen nicht generell ausgestellt, wie hier suggeriert wird, sondern nur dann, wenn der Empfänger gemeinnützig ist. Diese Voraussetzung scheint in dem konkreten Fall gegeben zu sein, weil die Trägerin des Museums tatsächlich gemeinnützig ist. Der verlinkte Artikel selbst aber spricht von einer Leihgabe der 170 Kunstwerke. Insofern sind alle weitergehenden Überlegung, worauf die auch immer abzielen, obsolet.

  • Selbst wenn da auch eine Spendenquittung ausgestellt wurde, hätte Köln für den Bruchteil des Marktpreises eine Kunstsammlum im Wert von Milliarden erhalten. Die Spendenquittung würde ja auch nicht über den kompletten Verkehrswert ausgestellt und könnte auch nur begrenzt bei der Einkommenssteuer angerechnet werden. Da der Anteil an der Einkommenssteuer nach Schlüsselzahlen berechnet wird, fallen Steuerausfälle für die Gemeinden durch Spendenquittungen gar nicht so hoch aus.


    Bei Vermögensübertragung an die nächste Generation können Erbschaftssteuern auch mal mit der Übertragung von Kunstwerken beglichen werden. Allerdings stammt Herr Corboud aus der Schweiz, wo Erbschafts- und damit auch Schenkungssteuern, deutlich niedriger liegen als in Deutschland. Die Schenkung fand zwar bereits im Jahre 2001 statt, als das Ehepaar noch in Köln wohnte, zuletzt wohnte er aber wieder in der Schweiz.

    Es lag also mit Sicherheit nicht die Intention Steuern sparen zu wollen bei der Schenkung zugrunde, sondern der Wunsch, dass eine Sammlung, die über ein ganzes Leben zusammen getragen wurde nicht nach dem Tod wieder auseinander gerissen wird.

    Das war ja schon der Wunsch des Nachlasses von Ferdinand Franz Wallraf, der den Grundstock des heutigen Museums zusammentrug.


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    Insgesamt aber erfreulich, dass es mit der Erweiterung endlich mal los geht, es dauert ja inzwischen schon lang genug und die Fertigstellung des gegenüberliegende Museums im Quartier kommt ja nun auch voran.

  • Lt. Stadt Köln handelt es sich bei der Sammlung Coboud um eine "ewige Leihgabe".

    Die ca. 170 Werke befinden sich seit 2001 im Besitz des Wallraf-Richartz-Museums. In einem Vertrag ist geregelt, dass die Werke der Sammlung in den Museumsbestand integriert und angemessen präsentiert werden (daher die Erweiterung, da hierfür nicht genügend Ausstellungsfläche ist) und das Museum die Namenserweiterung "Fondation Corboud" erhält.
    Die Werke dürfen vom Museum weder verkauft, verschenkt, noch getauscht werden.