Beiträge von Gärtner

    Für mich sind Straßenbahnen die Dinosaurier der Städte.


    Entschuldigung, aber ich glaube eher sie sind der Dinosaurier. Natürlich hat man in den 70igern fast überall die Straßenbahnen abgeschafft oder radikal zurückgebaut. Heute wird das aber als Fehler angesehen und es werden nicht ohne Grund wieder neue Straßenbahnlinien gebaut. Frankreich ist da das Musterland. Fahren sie mal nach Montpellier, Lyon, Strasbourg, Bordeaux oder Paris etc. und schauen sie sich an was alles möglich ist. Mit Lärm hat das nichts mehr zu tun und das Stadtbild wird sogar eher aufgewertet durch die Bahn. Wenn sie schon nach Alternativen suchen, dann sprechen sie lieber O-Busse statt eine U-Bahn an. Allerdings nützt das wenig wenn es bis nach Talheim gehen soll. Und nur weil sie das nicht brauchen, heißt das noch lange nicht, das es sinnlos ist. Die Menschen in Talheim, Erfenschlag oder Burkhardtsdorf werden da sicher anderer Meinung sein als sie. Oder wollen sie die nicht mit abstimmen lassen?

    Vielleicht sollten Sie sich ein anderes Thema suchen. Ich schlage den Weltfrieden vor.


    Oder etwas näher am Thema - die Rettung der Regenwälder. ;)


    Die Pläne sind in Beitrag #11 zu finden.


    Und wie es schon in einem anderen Beitrag stand - das hier sind Stadtbäume. Die sind nicht mal "natürlich" gekommen, sondern von menschenhand angepflanzt wurden. Im strengen Sinne sind die also nicht Natur. Aber gut - prinzipiell haben sie natürlich recht,wir sollten mehr mit der Natur leben. Ansonsten wird die Natur bald ohne uns leben. Aber das jetzt auf die Reichenhainer zu beziehen halte ich für ein wenig übertrieben. Vor allem wenn man doch bedenkt, wie sinnvoll das Chemnitzer-Modell mit seiner Verknüpfung vom Umland- und Stadtverkehr und zahlreichen Umsteigebeziehungen auch in Hinblick auf einen vernünftigeren Umgang mit der Natur ist. Viele Studenten (und auch Arbeiter) kommen ja deswegen mit dem Auto, weil sie außerhalb Chemnitz wohnen und die Anbindung einfach schlecht und unzureichend ist. Und eine Straßenbahn ist in der Umweltbilanz außerdem wohl vorteilhafter als ein Bus oder gar das eigene Auto. Und dem Grünstreifen Aufenthaltsqualität zuzusprechen, halte ich ebenfalls für übertrieben. Oder setzen sie sich dort hin und lesen Bücher oder spielen mit ihren Kindern? Und um zu flanieren ist es durch die vielen Kreuzungen auch nicht zu empfehlen und wird es auch nicht genutzt. Eigentlich wird der Grünstreifen gar nicht genutzt. Kann mir auch ehrlich gesagt so wie es ist keine sinnvolle Nutzung vorstellen. Höchstens als Boulodrom mit den Platanen. ;)


    Was allerdings m.M. diskutabel und praktikabel wäre, wäre die Gleisführung als Straßenbahn, also ohne separate Gleistrasse, sondern mit auf der heutigen Straße. So hoch ist das Verkehrsaufkommen da nicht. Aber das ist wahrscheinlich nicht förderfähig.


    Was ich aber an dem Projekt schade finde, ist das man es nicht konsequent verwirklicht mit einer Trassenführung über die gesamte Reichenhainer Straße und den Friedhof und die Sportanlagen mit anbindet. Dann kann man sich die Buslinie komplett sparen. Den Anschluß an das Schienennetz kann man dann unten am Kreisverkehr verwirklichen. Dann könnte man sogar einen Abzweig nach Altchemnitz bringen und hätte auch die Wendemöglichkeit für die Straßenbahn.

    Baugeschehen: Kaßberg & Schloßchemnitz

    Hallo zusammen,
    frohe Botschaft vom Kaßberg: Beim wichtigen Eckhaus Hübschmannstraße/Weststraße scheint sich etwas zu bewegen. Es steht ein Baucontainer davor und Arbeiter haben schon entrümpelt. Lässt auf eine Rettung dieses wichtigen Hauses schließen. Plakat hab ich aber noch keines gesehen.


    Link zu bing:
    bing

    Mal diese ganzen sinnlosen Chemnitz-Leipzig Vergleiche beiseite gelassen, das wird eh zu emotional. Erklär doch mal bitte was so toll an den Höfen ist? Außer der positiven Auswirkungen auf die umgrenzende nördliche Innenstadt (Hainspitze, Hotel de Pologne und Bilderwinkel), die ich ebenfalls positiv finde, kam da noch nicht viel. Von meinen Argumenten zu den Höfen, bspw. der fehlenden Dachgestaltung und der somit eben zu niedrigen Höhenwirkung, der einheitlichen Kubatur mit den gleichartigen und sich wiederholenden glatten Fassaden wurde hier m.W. noch nichts zerpflückt. Und dass in einer Innenstadt auf einer Grundfläche von über 20.000m² sage und schreibe 31 Wohnungen geschaffen werden, sollte doch nicht mehr als eine Randnotiz wert sein, oder? Das mit dem Kindergarten hat sich ja nun auch, wahrscheinlich zur Freude des Investors, auch erledigt. Dafür entstehen 820 neue Parkplätze, wohlgemerkt auch oberirdisch. Und woher hast du eigentlich die Informationen für die zukünftige Autofreiheit des Brühls? Auf einer Visualisierung sind sogar Autos zu erkennen und der schon fertiggestellte Teil der Straße sieht irgendwie nicht nach Fußgängerzone mit Freisitzen aus. Übrigens kann ich auch auf den Visualisierungen beim besten Willen keine erkennen. Zudem hieß es ja vor kurzem, dass es wohl schwierig wird für die Geschäfte, 2 Eingänge zu realisieren und somit wahrscheinlich darauf verzichtet wird. Aber wie auch schonmal gesagt - ich lass mich da gerne überraschen und in ein paar Monaten werden wir ja sehen wie toll die Höfe geworden sind.

    @dase: Okay, sollte der Brühl wirklich autofrei werden, dann ist das natürlich sehr positiv. Vielleicht kann man dann dort tatsächlich auch mal ein Eis essen. Vielleicht wird ja irgendwann, wie in Chemnitz, nahezu die gesamte Innenstadt autofrei. Nichts destotrotz gibt es kaum ruhenden Passantenverkehr in der Stadt - das kann man kaum bestreiten, oder nenne mir einen ruhigen schön isolierten städtischen Platz.


    @tinitus: Den Leipziger Hochmut kannst du dir sparen. Die Höfe sprechen sicher nicht für die "Weltstadt" Leipzig. In Chemnitz waren ganz andere "Architekten Kaliber" am Werk - aber das nur mal am Rande. In Chemnitz interessiert das keinen. Da bleibt man lieber am Boden. Und mit dem Tietz und dem Schockens hat man sowieso auch etwas zu bieten, aber gut. Das zu sehen, fällt natürlich dem Leipziger Weltbürgertum schwer.


    Ich frage mich außerdem, warum man am Brühl nicht auch kleinteiliger hätte bauen können. Wenigstens in zwei Teile hätte man das Baufeld teilen können und dann zwei Entwürfe verwirklichen. Dann hätte man wirklich die Proportionen gewahrt und auch historisch nicht fehlgelegen, schaut man sich bspw. die Größe der Messehäuser an. Nun platziert man da einen gleichförmigen riesigen Baukörper, mit marginal unterschiedlichen "Fassaden" und Quaderhöhen und eindeutiger Wirkung nach innen. Die Vorzüge, die du beschreibst, insbesondere die Widerherstellung der historischen Kanten, sah und sehe ich natürlich auch. Im Vergleich zur DDR-Bebauung ist das natürlich schon ein gewaltiger Unterschied. Nur erscheint mir die Ausführung jetzt in natura irgendwie komplett fehlplatziert,gleichförmig und langweilig und auch nicht gerade qualitativ hochwertig und angemessen. Ich frage mich, warum man heutzutage noch so einen gewaltigen Baukörper in eine der funktionierensten Innenstädte setzen muss.


    Und das dir der Unterschied zwischen der Glasfassade des Peek und Cloppenburg oder des Kaufhofes in Chemnitz und der Vorhangfassaden der Höfe nicht klar ist, überrascht mich. Da ist kein grauer Beton dahinter, aber gut, ist auch ein anderes Konzept hinter. Vergleicht man ähnliche Konzepte, wirkt selbst der Kollhoff-Brunsche Terracotta-Tempel "Galerie roter Turm" gefälliger.

    Naja, meinen Eisbecher genieße ich dann doch lieber autofrei, anstatt am Brühl. Außerdem bin ich mir da nicht so sicher, ob das mit den Freisitzen wirklich so kommt. Und ich stellte mir eher bezahlbaren Wohnraum vor und keine Luxuslofts auf dem Parkhausdach, wobei mir das fast schon ein Widerspruch zu sein scheint und wohl auch nicht wirklich im Interesse des Investor liegt, sondern wie du ja selbst angedeutet hast, im Interesse der Stadt und quasi als notwendiges Übel immer noch mit rangehangen wird. Die Wohnscheiben waren da schon ein anderes Kaliber. Architektonisch und stadtplanerisch natürlich auch. ;)

    Chemnitz

    Naja, der Hochbunker auf St.Pauli zum Beispiel hat ja wenigstens noch Fenster. Aber gut, diese Diskussion geht ins uferlose.


    Nur mal hier als "Anregung" ein paar Impressionen aus Chemnitz.



    Quelle jeweils: "www.exporeal.sachsen.de"



    Quelle: "handelsjournal.de"


    Klar, darüber kann man wunderbar streiten, aber es geht also auch ohne Beton und auch in erträglichen Proportionen und siehe Rathauspassage und Umgebung sogar kleinteilig. Dort hat man sogar Wohnungen geschaffen. Und Aufenthaltsqualität, z.B. am Düsseldorfer Platz. Etwas was in Leipzigs Innenstadt (mangels städtischer Plätze und regem Durchgangs- und Durchfahrverkehr überall) irgendwie nur schwerlich zu finden ist und woran ein Konzept wie die Höfe am Brühl auch nichts ändern werden, wo man höchsten zum Aufenthalt in den Geschäften oder zu einem Eisbecher unter Kunstlicht eingeladen wird.

    Das Foto zeigt vor allem wie unpassend und wenig ansprechend solch simple Klotzarchitektur ist und wie wichtig eine Fassaden- und Dachlandschaft wäre. Von der Eckgestaltung gar nicht zu reden. Und irgendwie scheinen mir die Höfe ein bißchen zu niedrig sind, auch aufgrund des fehlenden Daches.


    Sorry, aber so gut ich die Höfe für die Entwicklung der Innenstadt halte, architektonisch ist das der Gipfel der Einfallslosig- und Mittelmäßigkeit. Da gibt es sogar schönere Parkhäuser. Da hilft dann auch das Verblenden der Betondecken nicht viel, falls es überhaupt noch passiert.

    Vielen Dank für eure Antworten. Natürlich habt ihr Recht - Gebäude wie der Kaufhof in Chemnitz oder die KPMG sind komplett anders aufgebaut. Die Fassade ist dort nicht nur zur Schau, sondern gewissermaßen Teil des Gesamtgebäudes. Wobei man beim "gläsernen" Kaufhof wahrlich sehr viel verschenkt. Bei den Höfen dagegen scheint die gläserne Fassade ausschließlich nur zur Zierde angebracht zu sein. Darunter ist es ein Betonbunker wie man ja jetzt sieht.


    Ich hoffe halt nur das das nicht so bleibt mit dem Durchscheinen von unregelmäßigen Betonelementen und dann auch noch fahrenden Autos. Und nur weil es auf der Visualisierung anders aussieht, bin ich da längst nicht beruhigt. Mich würde es keineswegs überraschen wenn das letztlich so bleibt. Vielleicht ist dies ja jetzt PostPostmoderne. Aber vielleicht sollte man auch noch etwas warten mit einer Meinung bis das Gebäude fertig ist. ;)

    Wie bei allen Glasfassaden wird sich das direkte Durchscheinen auf bestimmte Sonnenstände beschränken (in dem Fall wohl auf die winterliche Mittagssonne, die frontal und aus niedriger Höhe darauf scheint) und ansonsten eher ein Spiegeleffekt vorherrschen. Eine Überraschung ist das jedenfalls nicht.


    Sorry, aber wenn das so bleibt, und der Rohbau und der blanke Beton durch das Glas schimmert, dann halte ich das schon für einen außergewöhnlichen Makel. Das würde ich nicht als normal bezeichen. Schau dir mal das KPMG Gebäude oder den Kaufhof in Chemnitz an oder andere Glasfassaden. Zudem scheint die Glasverkleidung überhaupt nicht auf den Rohbau abgestimmt worden zu sein, dann gänge es ja noch. Ich glaube auch nicht das man es nur in der "Wintersonne" sehen wird. Mir fällt es jedenfalls jedesmal auf. Naja, vielleicht sollte man bei so einem Einkaufsbunker eben lieber nicht hinter die Fassade schauen. ;)

    Außenjalousie

    Friedrich-Ebert-Straße 86


    Nachdem die Friedrich-Ebert-Straße 83-85 kurz vor der Fertigstellung steht - letzte Arbeiten an Fassade, Treppenhaus und Wohnungen - wurde am Mittwoch die Friedrich-Ebert-Straße 86 aus dem Jahre 1866/1867 eingerüstet.


    Sehr schöne Nachrichten. Was auffällt und ich für sehr positiv weil wichtig halte: Das Beibehalten der historischen Außenjalousien samt Blende. Nicht nur ästhetische Vervollkommung, welche die Häuser m.E. ganz anders wirken lässt, sondern auch einen hohen praktischen Nutzen. Leider viel zu selten gesehen, das sowas rekonstruiert wird (in diesem Falle sind ja glücklicherweise die Originaljalousien noch erhalten).

    Danke für den Link und danke an die FAZ

    Böse, aber sehr lustitsch:


    FAZ, 26.10.2011
    Perspektiven der Stadt (9): Chemnitz Geriatriker aller Länder: Vereinigt euch!
    Wenn man im Alterungsanzug künstlich vergreist in Deutschlands ältester Stadt unterwegs ist, hat man nicht nur Spaß, sondern auch Visionen. Denn man sieht die Zukunft.
    Von Oliver Maria Schmitt
    http://www.faz.net/aktuell/rei…einigt-euch-11505562.html


    Vielen Dank für den Link. Ich habe sehr gelacht. Der Autor (Oliver Maria Schmitt) war ja Chefredakteur des TITANIC-Magazin, das merkt man und er zeichnet ein durchaus sympathisches und treffendes Bild einer Stadt, mit großer Vergangenheit (wann wird das schonmal erwähnt in einer überregionalen Tageszeitung) und kleinen Lichtblicken und viel Ehrlichkeit der Menschen in Chemnitz. Im Gegensatz bspw. zum gemeinen Leipziger, der meint eine Weltstadt zu bewohnen, bleibt man hier am Boden, hat aber letztlich in einigen Bereichen viel mehr zu bieten und kann getrost auf pseudoweltstädtisches Gehabe verzichten. Toller Artikel - danke für den Link.

    Da muss man gar nicht allzu weit fahren, in Zwickau gibt es ein sehr gut erhaltenes Jugendstilbad -> http://www.johannisbad.de/johannisbad-historie.php


    Und wenn schon nach Zwickau, dann gleich noch ein Abstecher nach Chemnitz. Nach dem Jugendstilschock kann ein wenig neue Sachlichkeit nicht schaden. ;-)


    http://www.kreplinduwensee.de/Stadtbad_Chemnitz.html


    Gerade sehr aufwendig und behutsam saniert worden. Galt vor dem 2.WK als eines der schönsten und größten Hallenbäder Europas.

    Das trifft es ganz gut. Ich bezog mich aber eher auf die neu entstehenden Fassaden an den Höfen, als auf die Blechfassade, auch wenn es natürlich auch "nur" eine Vorhangfassade ist. Nur hat diese n.m.E. durchaus eine Wirkung. Vor allem vom Ring gesehen aus und mit der markanten Bogenform war das eigentlich immer ein "Highlight". Und für ein Parkhaus, wie schon gesagt, kann ich mir keine bessere Verkleidung wünschen.


    Ob die neuen Fassaden mit wie auch immer aufgebrachten Motiven eine ähnliche Wirkung haben, mag ich bezweifeln, lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen. Vielleicht hat jemand ja Bilder, wo so etwas schon mal verwirklicht wurde. Mir fallen höchstens gerade die Hausmalereien in Lyon ein.


    http://www.visitelyon.fr/murs-lyonnais.php


    Aber so wirds wohl kaum werden. ;-)

    Naja gut-entschuldigt die Wortwahl. Vielleicht passt Blendfassade besser. Sieht man ja jetzt noch sehr schön, das dahinter außer kahlen Betonwänden nix ist.


    Ich erinnere auch gerne nochmal an die Pläne zur sogenannten "Glaselementfassade mit grauer Motivbedruckung. Letztere zeigen z. B. historische Bauten und Persönlichkeiten Leipzigs." Hier werden Bilder von historischen Fassaden auf die "Fassade" aufgedruckt. Oder wahlweise Notenschlüssel oder Wagner-Bilder. Da kann man schonmal von Pseudofassade sprechen. Oder nicht?


    http://www.hoefe-am-bruehl.de/…=Ihre-Arcaden/architektur

    Ach Gott - der Fassadenstreit geht wieder los.


    Also ich will es alles wieder so wie hier haben.


    http://i196.photobucket.com/al…1119990449973_tring2k.jpg
    (Foto aus Beitrag #576 von Cowboy)


    So Schade dass damals dieses schöne klassizistische Eckgebäude der Erweiterung eines unsäglichen Konsumtempels weichen musste. ;-)


    Ich freue mich schon auf das Wiedersehen mit der Blechbüchse. Für ein Parkhaus kann man sich keine bessere Fassade wünschen. Man wird eher sehen, wie toll die Blechfassade im Gegensatz zu den "modernen" Pseudofassaden des restlichen Kaufhauses wirken wird.

    Trotzdem frage ich mich, was Sprüche wie...




    ...in diesem Forum zu suchen haben. Für mich spiegelt sowas die geistige Haltung der Nachkriegszeit wieder, in der man am liebsten das, was der Krieg übrig gelassen hat, auch noch weggesprengt hätte – folgt man diesem Gedankengang, ist ganz Leipzig ein ekelhafter Abklatsch vergangener Stile. Muss sowas sein?


    Naja, ich glaube sie haben mich falsch verstanden. Vielleicht war es auch etwas sehr polemisch ausgedrückt.


    Das Eckgebäude an der Harkortstraße ist ein wunderbares Beispiel gründerzeitlicher Architektur. Aber ich halte nichts von die Kopierversuchen à la Dresdner Neumarkt. Die Bauten rechts des Ärztehaus sind gewissermaßen abschreckende Beispiele für Bauten aus den 90igern, die irgendwie versucht haben, zumindestens den Baukörper, die Gründerzeit zu kopieren. Rausgekommen sind nichtssagende Gebäude, die den Platz am Reichsgericht eher ab- als aufwerten. Im Gegensatz zum neuen Gebäude, was sich trotz eigener Formschprache und kleiner Fehler doch recht harmonisch einfügt.

    Das ist ja mal wieder ein für die Stelle herzhaft unpassender Lückenfüller. Schade eigentlich.


    Was hätten sie es sich denn gewünscht? Ein weiteres Nichtssagendes Gebäude wie die 2 rechts davon? Oder eine Disneyland-Kopie von dem Eckgebäude?


    Ich finde dieses Gebäude ist eines der wenigen gelungenen neuen Gebäude. Es ist eben nicht nur Lückenfüller wie so viele andere und die 2 rechts davon. Einen Makel hat es aber m.E.: Man hätte nur das letzte Geschoss zurücksetzen sollen, nicht das vorletzte auch noch. Dann würde es noch besser wirken.