Warum die Zukunft Hamburgs nicht im Hafen liegt

  • https://www.abendblatt.de/hamburg/hambur…afen-liegt.html

    Hier ein sehr spannender Artikel über Hamburg und den Hafen und die Zukunft der Stadt. Ein "Metropolen-Berater" hat hier so einige interessante Punkte und Vorschläge. Kleine Zusammenfassung:

    Um den Standort langfristig wettbewerbsfähig und wirtschaftlich stabil aufzustellen, plädiert der Artikel für folgende konkrete Maßnahmen und Richtungswechsel:

    • Fokus auf Wertschöpfung statt reiner Umschlagmenge: Der Erfolg des Hafens sollte nicht mehr nur an den Umschlagzahlen (TEU) gemessen werden, sondern daran, wie viel Wertschöpfung und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze vor Ort entstehen.
    • Ausbau zur grünen Energiedrehscheibe: Freie und frei werdende Hafenflächen sollen gezielt für Zukunftstechnologien genutzt werden – insbesondere für den Import, die Produktion und die Verarbeitung von grünem Wasserstoff und nachhaltigen Energieträgern.
    • Gezielte Ansiedlung von Industrie und Innovation: Anstelle reiner Logistik- und Lagerflächen soll die Ansiedlung von moderner Industrie, Forschungseinrichtungen und innovativen Gewerbebetrieben gefördert werden, die komplexe Güter verarbeiten oder veredeln.

    Die 2-Millionen-Einwohner-Schwelle als Wirtschaftsfaktor

    Die Überschreitung der Marke von 2 Millionen Einwohnern gilt in der Stadt- und Regionalökonomie als psychologisch wie auch strukturell entscheidende Hürde. Ab dieser Schwelle gewinnt eine Metropole international drastisch an Strahlkraft für Konzerne, Talente, Investoren und kulturelle Institutionen. Ein weiteres Bevölkerungswachstum stärkt die Binnennachfrage, steigert die Steuereinnahmen und hilft, den Fachkräftemangel sowie den demografischen Wandel abzufedern. Um dieses Ziel zu erreichen, fehlen Hamburg jedoch die Flächen.

    Besiedlung von Hafenflächen (400.000 Menschen)

    Potenzial der Hafenumwidmung: Da der traditionelle Güterumschlag und Containerflächen durch Automatisierung und veränderte Schiffsrouten flächeneffizienter werden (oder Brachflächen hinterlassen), rückt das gigantische Areal des Hafens südlich der Norderelbe in den Fokus. Die Vision, Teile des heutigen Hafengebiets für bis zu 400.000 Menschen als Wohn- und Mischquartiere zu erschließen, wird als einziger realisierbarer Weg gesehen, um innerhalb der Stadtgrenzen massiv neuen Wohnraum zu schaffen.

    Der historische Vergleich mit London (Docklands)

    Der Vergleich zieht Parallelen zum Niedergang der historischen London Docklands an der Themse ab den 1960er-/1970er-Jahren, als die Frachtschiffe zu groß für den Themsehafen wurden und flussabwärts nach Tilbury auswichen. London nutzte den Wegfall des traditionellen Hafens für eines der weltweit größten Stadtentwicklungsprojekte. Aus alten Hafenbecken entstanden Finanzdistrikte (Canary Wharf), riesige Wohnviertel und neue Nahverkehrsnetze.

    Lektion für Hamburg: Der Londoner Vergleich soll verdeutlichen, dass das Ausfahren von Umschlagszahlen kein Selbstzweck ist. Wenn sich Schifffahrtsrouten verlagern, bedeutet das nicht das Ende der wirtschaftlichen Bedeutung der Flächen – im Gegenteil: Die Umwandlung von reinen Logistik- und Industriebrachen in urbane, dicht besiedelte Stadtteile kann einer Metropole einen viel größeren Entwicklungsschub verleihen als das Festhalten an alten Hafennutzungen.

  • Das was dieser Thomas Sevcik da von sich gibt ist maximaler Schwachsinn.

    Sowas dient nur einem Zweck: nämlich dem, etwas Kontroverses von sich zu geben, damit die Medien es abdrucken und somit gratis Werbung für diesen obskuren Thinktank machen.

    Selbiger sitzt übrigens im Gewerbegebiet in Eschborn, falls noch jemand Fragen hat...

  • Das wäre vor 50 Jahren wirklich schlaue gewesen, aber jetzt? Der Hafen hat massiv an Arbeitsplätzen verloren, aber es gibt relativ viel Industrie die an dem Hafen hängt. Die wurde ja auch gefördert. Es gibt in Hamburg sogar mehrere Dockland ähnliche Projekte wie die HafenCity, Grasbrook und dem Harburger Hafen. Auf Wilhelmsburg werden diese Flächen auch mit weiteren Neubauvierteln verbunden. Dazu kommt noch Nachverdichtung in anderen Teilen Hamburgs durch Projekte wie die Erweiterungen der S-Bahnen und dem Bau der U5.