Beiträge von PhilippPro

    und die fortschreitende Digitalisierung ebnen die realweltlich-physischen Fühlungsvorteile der Metropole ein...

    Genau das wurde auch immer re San Francisco/ Bay Area postuliert und es ist nie eingetreten, bis extremer Nimbyismus und katastrophale Governance das Errfolgsmodell in Frage stellten.


    Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung geht in seiner jüngst veröffentlichten Bevölkerungsprognose übrigens weiterhin von einem Bevölkerungsanstieg Berlins auf knapp 4 Millionen Einwohner im Jahr 2040 aus, was einem Zuwachs von über 300.000 Einwohners ggü. jetzt entspricht.


    macht das Wohnen in Metropolen immer unerschwinglicher...

    So teuer ist Berlin immer noch nicht.

    Ich glaube schon, dass SInn an diesem Standpunkt funktionieren kann. Z.B. mein Vater sehnt sich nach einem Bekleidungsfachgeschäft mit guter Beratung. Nur mit grummeligen Verkäuferinnen, die in der Ecke sitzen hat man natürlich keine Chance mehr gg. das Internet.

    Andere Städte sind stolz auf ihre Skyline, in Essen wird sie plattgemacht. Unfassbar!...einfallslose Schuhkartonarchitektur, wie der RWE Campus an der Altenessener Str.

    Die Kritik an der schrumpfenden Skyline teile ich, die Kritik am RWE Campus nicht. Das ist gelungene Firmencampusarchitektur in Backsteinoptik mit gelungener Raumaufteilung, die das neue Selbstverständnis von RWE als Erneuerbare Energien Konzern - "Wir erhöhen uns nicht mehr über die Natur, sondern fügen uns ihn sie ein" - ausdrückt.

    Auch in Lichtenrade.

    Ich finde auch das Argument "Es ist ja nur (hier vermeintlich unwichtigen Ort einfügen)" gerne kombiniert mit "Es sind ja nur (Sozialwohnungen/Vorortgesamtschulen/öffentliche Toiletten) und dem Klassiker "ich habe schon viel schlechtere Gebäude zu viel höheren Preisen gesehen" wenig überzeugend. Man kann überall höherwertig gestalten ohne den Kostenrahmen zu sprengen und da bin ich bei Llewelyn "auch in Lichtenrade".


    P.S.: Zu Endells Punkt. Holz anstelle von Betonskelett ist wichtig um Emmissionen einzusparen. Holz als Fassadenverkleidung ist tricky und aktuelle Bsp. wie das "Hoho" in Wien oder das Deutsche Biomasseforschungszentrum in Leipzig wissen nicht wirklich zu überzeugen.

    Warum keine Umsetzung in rotem Backstein und Metall. Warum spielt man gestalterisch nicht mit den Möglichkeiten die historische Industrieanlagen mit ihren eigenen baulichen Archetypen bieten.

    Ein aktuelles Beispiel aus Dortmund wo die ehemalige Union Brauerei durch ein Gebäude mit Sekundäralumininumverkleidung ergänzt wird.


    dortmunder_u_westlich5bkf6.jpg



    Quelle:
    https://www.ruhr24.de/dortmund…stphal-2021-90210152.html Visualisierung: Landmarken AG


    EIne weitere Visualisierung in etwas kräftigeren Farben.


    dortmunder_u_westlichfyjkh.jpg


    Quelle:
    https://www.dortmund.de/de/leb…/nachricht.jsp?nid=657940 | Visualisierung: Landmarken AG

    "Duisburger Dünen" ist sowohl was Gestaltung als auch den Namen angeht ein einprägsamer und wiedererkennbarer Entwurf, der, und das hoffe ich wirklich, auch über die Stadtgrenzen hinaus positiv wahrgenommen und das Image Duisburg verbessern wird.


    Ich habe auch dafür gestimmt.

    Vielleicht kommt ja auch vom SSH selbst noch etwasDekoration in Form von größeren "Topfplanzen" oder ähnlichem.....

    Am Schauspiel Köln ist genau das passiert. https://www.koeln.de/files/ima…spiel-carlsgarten-565.jpg


    Ich kann mir ähnliches gut in Düsseldorf vorstellen, dass sich die Theaterschaffenden eine kleine grüne Oase schaffen, gerade weil sie so viel Arbeit- und Lebenszeit dort verbringen.


    Mit Rainald Goetz "Reich des Todes" steht sogar eine Köln-Düsseldorfer Theater Koproduktion in Haus, vlt. bringen die Kölner ja die ein o. andere Topfpflanze in die Landeshauptstadt mit. ;)

    Kescha Was für ein schwachsinniger Beitrag.


    hanbrohat's "selbstgemachte Fotos" dienen nicht einfach der "Belebung" sondern sind oftmals unerlässlicher Bildnachweis und Ausgangsbasis für sich anschließende Diskussionen.


    P.S.: Deinen altklugen und unpassenden Ton könntest du auch mal überdenken.

    hanbrohat Noch mal ein explizites Danke Schön für deine geleistete Arbeit. Das altkluge Gelaber von Kescha einfach getrost ignorieren - es trifft auf das was du leistest auch überhaupt nicht zu. Denn deine "selbstgemachten Fotos" dienen nicht einfach der "Belebung" sondern sind oftmals unerlässlicher Bildnachweis und Ausgangsbasis für sich anschließende Diskussionen.


    Gruß von einem Ruhri an den anderen.

    ^Wenn ich Investor wäre, würde ich das sofort ausprobieren. Deckenhöhe wenigstens leicht anheben auf 2.75 - klassische Strukturen des Gebäudes, günstiger Außenstuck, verputzen, fertig ist die maximal-renditen-kiste mitsamt ornament&verbrechen - nur eben dieses mal in "schön". Ich WETTE: es gäbe mehr als genug Interessenten und der Vorteil gegenüber lieblos wirkenden Würfelhusten wäre spür- und berechenbar. :/

    Das ist auch das was ich nicht verstehe - es gibt doch einen Markt dafür, warum wird der nicht häufiger bedient? Wo bleibt der Stuck aus dem 3D Drucker?

    Du weißt schon, dass der Platz dort maximal für nen Kiosk reicht, um nicht historische Baumbestände zu fällen?

    Deswegen schrieb ich ja, dass man am jetzigen Standort aufforsten müsse.


    Aber an diesem Satz von deloro

    Wenn Düsseldorf ein stadtbildprägendes Leuchtturmprojekt haben will, muss es direkt am Rhein bauen.

    ist schon viel Wahres dran.

    PS: Auch im Ruhrgebiet ist nach ein Haus heute noch etwas wert.

    Natürlich. Aber es hat auch Vorteile bei dem aus den EIsenbahnerwohnungen entstandenen größten deutschen Immobilienkonzerns Vonovia Mieter zu sein, der aus seinem Portfolio auch einfach mal 1000 Wohnungen in der wirtschaftlich komplett erodierenden Stadt Gelsenkirchen "abschreiben" kann. Als EInzelperson ist man nie so flexibel, in der Masse lassen sich RIsiken teilen.


    Das Ruhrgebiet ist auch ein schönes Beispiel wie sich das Schicksal von Städten und Regionen ändern kann. Anfang der 60er Jahre war der "Pott" HIghtech und Duisburg die reichste Stadt Deutschlands. Davon ist ein halbes Jahrhundert später fast nichts übrig geblieben. Aber das hat jetzt wirklich nichts mehr mit diesem Thread zu tun.

    La Scala, Royal Opera House, Sydney, Bolshoi Moscow, New York, Paris Opéra, Wien; das ist allererste Liga. Nur weil man ein paar Mal in Düsseldorf gute Bewertungen bekommen hat, heißt das doch nicht, dass man wirklich ganz oben ist.

    Ballett, Ballett, ich redete von Ballett! Oper/Musiktheater macht nur einen Teil des Spielplans aus. In der Intendanz von Martin Schläpfer (2010-2020) war Düsseldorf 4x Kompanie des Jahres und Schläpfer wurde 2014 zum besten europäischen Regisseur gewählt. Und von der New York TImes gelobt, gerade weil er Schwanensee auf links gedreht hat und sich nicht sklavisch an alte Traditionen gehalten hat.


    Auch deine Fußballanalogie hinkt ein wenig. Nur weil eine Stadt wie Sydney oder Kopenhagen ein neues Haus baut, heißt das nicht, dass sie was das Künstlerische angeht Geschichte schreibt. Ihre Häuser sind einfach als Postkartenmotiv bekannter. Die Semperoper ist auch nicht "viel bedeutender". Sie war es vielleicht mal. Aber das waren Rot-Weiß Essen und der MSV Duisburg auch. Nur von Tradition allein kann man nicht leben.

    Ob die Hauptstadt des wirtschaftlich stärksten Landes in der EU in den nächsten Jahrzehnten unattraktiv und billiger wird?

    Nein und Berlin ist durch die ganzen politiknahen, quasi konjunkturabhängigen Jobs, natürlich vor zu großen Schwankungen gefeit. Solange keine Londoner Verhältnisse entstehen und die realen ökonomischen Gegebenheiten vor Ort abgekoppelt werden von chinesischer und russischer Immobiliengeldwäsche ist ja alles gut. Dann können sich sowohl Krankenschwester als auch Gründer in spe die Mieten leisten. Und wenn man mal weiter raus ziehen musst ist das auch ok solange weiter an (öffentlicher) Verkehrsinfrastruktur gearbeitet wird.

    Wer "abgesichert" im Eigenheim lebt, ist risikoaffiner (z.B. höhere Aktienquote).

    Das stimmt natürlich - aber der-/diejenige hat meist nur noch wenig Geld übrig. Mit den restlichen 100 Euro nach dem Hauskauf kann man natürlich Aktienbonanza betreiben. ;)


    Ob der häufig postulierte Zusammenhang zwischen Mobilität und Arbeitsmarkt für die deutschen Großstädte mit ihren kaum 20 - 30 % Eigenheimanteil, in Berlin sind es glaube ich um die 15 %, wirklich signifikant ist?

    DIe Studie bezieht sich auf die USA, für Deutschland dementsprechend weniger relevant. In den USA sind die Distanzen ein krasses Problem. Wenn eine Stadt wie Detroit wirtschaftlich zusammenbricht, können Immobilien fast wertlos werden, weil Pendeln in die nächstgelegene wirtschaftlich gesunde Stadt fast unmöglich ist (Chicago ist 4 Stunden entfernt).


    In Deutschland sind die Distanzen natürlich viel geringer. Wer in der Duisburger Stahlfabrik seinen Job verliert, muss sein Eigenheim meist nicht aufgeben, denn das wirtschaftlich prosperierende Düsseldorf ist nur 20 Minuten entfernt. Nicht umsonst stellen Duisburger die größte Gruppe der Arbeiter am Düsseldorfer Flughafen.