Beiträge von dermont

    Dekoratives Anführungszeichen

    Was für ein Quatsch, sorry, dann müsste ja die ganze Stadt abgeschaltet werden, damit alle ruhig schlafen können ...

    Bezieht sich ihre Bemerkung auf die Fledermäuse?

    Falls sie das als "Quatsch" bezeichnen, ist ihnen offenbar entgangen, dass wegen genau dieser Fledermäuse im Sockel jahrelang nicht gebaut werden durfte. Warum müsste dann die ganze Stadt "abgeschaltet" werden? Der Sockel steht unter Denkmalschutz und wurde trotzdem zerhackt und zerbröselt für diese Wippe (die niemals funktionieren wird) -die ganze Stadt steht aber nicht unter Denkmalschutz -deswegen verstehe ich diese Bemerkung nicht.

    Warum kommen sie gleich mit der AFD-Keule?! Bisher gab es überhaupt keine Pläne oder Forderungen das Denkmal original wieder aufzubauen. Nachdem aber das 500 Jahre alte Schloss von den DDR-Stalinisten dem Erdboden gleichgemacht wurde, wurden nun auch noch die letzten kleinen Reste (der Sockel und die Mosaike) zerstört. Es waren Zeugen der Geschichte, mit denen man sich auseinandersetzen sollte -statt sie zu beseitigen.

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    Immerhin, im Sockel fühlen sich die Fledermäuse außerordentlich wohl.

    ..ich denke durch das Wippen (falls die Wippe jemals gebaut werden sollte) würden die Tiere stark gestört werden, denn die Halterungen gehen viele Meter tief in den Sockel hinein und würden die Bewegungsgeräusche übertragen. Die Tiere dürfen auf keinen Fall gestört werden? Wer informiert die Umweltschützer? Mir fehlt leider die Zeit!

    Es wäre besser etwas ruhiges dort zu platzieren. Man könnte die 4 großen Löwen-Plastiken aus dem Tierpark zurück bringen und zur besseren Isolation darunter die Mosaike einsetzen. Das wäre eine tier- und menschenfreundlichere und preiswertere Lösung für unser Nationaldenkmal!

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    Es ist die als sehr hässlich eingestufte Bauqualität vor Ort.

    Der moderne Glockenturm war 3 (!) Jahre eingerüstet ohne, dass etwas passierte. Auf meine Anfrage wurde dann gesagt, es gibt eine Materialprüfung. Dann war das Gerüst weg und wurde vor einigen Jahren nun erneut aufgebaut. Ich habe keine Zeit, aber das müsste mal nachgeprüft werden, das ist für eine "Weltstadt" und "ein Wahrzeichen" unglaublich. Die Touristen bemerken offenbar den Unterschied gar nicht -da der Bau ohne Gerüst auch nicht viel besser aussieht. Touristen fragen mich, warum bei uns in Berlin die Horten-Kaufhausfassade noch nicht abgerissen oder umgebaut wurde.

    Diese Betonrippen-Teile sich ja doppellagig, nur die Innenteile haben Scheiben. Im EG kann man sehen, wie da der Beton aufgesprungen und voller Dreck, Taubenscheiße und Müll ist. Vielleicht kann man das gar nicht mehr sanieren. Obwohl der neue Turm nicht fertig ist, soll nun auch noch der alte geschlossen und umgebaut werden. Wie kann man so etwas machen. Schlimmer, als der neue Glockenturm sind die beiden anderen kleinen Nebengebäuden mit all ihren Pinkelecken. Auf die kann man noch besser verzichten.

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    Ich bin ehrlich gesagt ziemlich angetan.

    Dass Ungers die Vision Messels nicht verwässert, sondern die architektonische Idee in moderner Form weiterführt,

    Nicht verwässert und (wohin) weitergeführt?

    Die große Mehrheit der Bevölkerung ist nicht "angetan", sondern völlig frustriert von der öden, kalten, schmucklosen modernen Architektur, die einem überall aufgezwängt wird und leider auch immer mehr historische Gebäude verunstaltet.

    Sie sprechen davon, dass angeblich nichts "verwässert" wird. Sieht aber wie abrasiert aus! Die Idee der Museumsinsel war es, dem Besucher ein Raumerlebnis der vergangenen Architektur-Epochen zu ermöglichen. Der neue Eingang im Hof für das Pergamonmuseum sieht jetzt aber leider aus, wie Galeria Kaufhof am Alex. Hier war ursprünglich ein kleiner Tempel geplant, natürlich mit Säulen und Dekorationen...

    Nur 3 Säulen des des Pergamonaltars sind übrigens echt -alles andere ist eine Rekonstruktion zum Erleben von klassischer Architektur. Das ist das Konzept, so war es vom ursprünglichen Architekten geplant und das ist auch der Grund für den Erfolg und die Beliebtheit der Museumsinsel. Trotzdem weigern sich heutige "Star-Architekten" die Museumsinsel in diesem Sinne zu rekonstruieren.

    Wie bei der James Simon Galerie wird alles rücksichtslos "in moderner (öder schmuckloser) Form weitergeführt". Das ist doch keine "Weiterführung", das ist Rückführung auf den Rohbau!. Können oder wollen sie den Unterschied zwischen den alten Fassaden des Pergamonmuseums mit Giebeln, Säulen (statt Pfeilern) mit Sockeln und Kapitellen wirklich nicht erkennen? Dann gehen sie doch mal zum Kaufhof oder zum Reichsparteitagsgelände nach Nürnberg.

    Auch wenn sie das "schön" finden: Es ist an diesem Ort rücksichtslos gegenüber dem ursprünglichen Konzept und dem Besucher.

    Wie können und dürfen Architekten heutzutage nur so egozentrisch sein und das bei einem Unesco Kulturerbe!?

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    Wer das Ding nicht mag, so what, seid ehrlich

    Vielleicht sollten Sie (bzw. ihre Fan-Gemeinde) jetzt einmal ehrlich sein. Manchmal ist ein Perspektivwechsel sinnvoll: Sie mögen die Wippschale und denken es wird schon gehen, das sind alles nur "ausgedachte" Gründe.

    Glauben sie wirklich, Deutschland wäre nicht in der Lage eine große Wippe zu bauen -wenn die Pläne und das Konzept schlüssig sind. Wir exportieren Autos und Flugzeuge...

    17 Jahre Verzögerung, nur weil die Projektplaner zu lahm waren oder in ihrer Sprache mit dem "Arsch" Probleme hatten? Für die Baufirma hätte es eine wunderbare Werbung werden können.

    Nicht die Kritiker des Projekts sind verblendet -sie selbst sind es wohl eher. Denken sie mal darüber nach oder lassen sie einfach die Fakten sprechen.

    Informieren sie sich doch einmal über den Zumthor-Entwurf für die Topographie des Terrors.

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    Ein Fass ohne Boden.

    ...da stimme ich zu!

    Wachmannschaften für 24 Stunden, störungsfreie Technik?

    Ich denke, wir sind von einem funktionierenden Plan für die Wippe noch weit entfernt.

    Die neue Absturzsicherung, muss noch vom TÜV freigegeben werden. Im ersten Entwurf -den einige Politiker begeistert ausgewählt haben- gab es diese Geländer noch gar nicht. Die Schale war auch nicht so breit und sah eleganter aus. Das Büro Milla und Partner für den Entwurf, kannte ich eher von der McDonalds-Werbung. Vielleicht wird es doch eher ein Burger statt der Bananenschale?

    Die Wippfunktion wird auch noch einige Probleme aufwerfen. Wie soll der Mechanismus bei Dreck, toten Mäusen oder Kiesel (Granulat im Winter) auf Dauer funktionieren?

    E-Roller, Skateboardfahrer, Handicapped People, Rollstühle, Kinderwagen, kleine Kinder, die klettern wollen -wer soll das 24 Stunden überwachen, verhindern oder betreuen? Wir sind auf einem Podest, da kann alles schnell ins Wasser fallen.

    Das ist eine teure oder unlösbare Aufgabe. Wo kommen die Kisten für das Personal bei Wind und Wetter hin -sind sie bei dem zerstörerischen Designkonzept berücksichtigt worden? Müssen noch mehr Teile des eigentlichen Nationaldenkmals oder Mosaike weggehackt werden?

    Die Wippen im Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz stehen jedenfalls seit vielen Jahren aus Sicherheitsgründen still. Selbst wenn vor der Schlosskuppel weiter gebaut wird: Ein sicherer Betrieb ist nicht sehr wahrscheinlich -kein guter Plan unsere eigentlich „schöne Einheit“ auf diese Weise durch ein „deplatziertes, schlecht durchdachtes Denkmal“ zu blamieren und zu gefährden.

    Ich frage mich, warum ist die Hochbahn im Prenzlauer Berg grün?!

    Wann wurde das so angestrichen, war es zu DDR-Zeiten, aber da gab es eine Mangelwirtschaft.

    Ich habe dazu nie Informationen gefunden und es ist wirklich sehr ungewöhnlich...

    Wer kann mir weiterhelfen?

    [mod]Schriftgröße auf erträgliches Maß reduziert. [/mod]

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    Das ist ein Cinderella Schloss, was da gezeigt wird.

    Bei dem "Cinderella-Schloss" im Disneyland wurde etwas in die Wüste Kaliforniens gebaut, was da niemals war. In Deutschland baut man endlich die historischen Innenstädte und Schlösser wieder auf -das hat nichts mit Disney zu tun. Es ist der authentische Ort, die Pläne und Handwerkskunst haben überdauert, das Land, das Volk -alles ist noch da. Wegen der Gaslampen sind in Europa alle Opernhäuser mehrfach abgebrannt und immer wieder aufgebaut worden –zum Glück, wo ist das Problem. Nebenbei ist das Disneyland ein urbaner und wunderschöner Ort, wo sich Millionen Menschen wohlfühlen, wo ist das Problem. Wollen Sie Architektur, in der sich die Menschen nicht wohlfühlen?

    [mod]Schriftformat etwas normalisiert. [/mod]

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    Nollendorfplatz 6
    NO6

    nochmal kurz zur Erinnerung die zwei bekannten Visualisierungen:

    Jemanden der am Boden liegt noch ein paar Schläge und Tritte verpassen -Danke dafür!

    Völlig egal, ob man ein Freund der modernen Architektur ist oder nicht: Es ist eindeutig, dass auf die Stadtbild prägende Fassade des ehemaligen Theaters am Nollendorfplatz absolut keine Rücksicht genommen wird. Warum nicht!?

    Die "bekannte Visualisierung" zeigt natürlich in den "wunderschönen" Fenstern den "romantischen, traumhaften" Sonnenuntergang, obwohl hier die Nordseite ist.

    In der Realität wird man abends hinter den Scheiben wieder die verkramten häßlichen Büros sehen und tagsüber diese öden Wellblech- Jalousien an der Raster-Fassade.

    Für mich ist es so, als wenn man jemanden der am Boden liegt (= dem verschandelten Nolendorfplatz) trotzdem noch ein paar Schläge und Tritte verpasst (=die Fassade des alten Theaters durch diesen Glaskasten aus dem Platz heraus drängt). Es ist schwer zu ertragen, dass "Merlin und Maselzr" auch noch sehnsüchtig warten, dass diese letzte Ecke des Nollendorfplatzes auch noch "modern überformt" wird. Es gibt schon so viele moderne Gebäude, warum diese Schadenfreunde? Welchen Gewinn soll das für uns Anwohner bringen, haben die sich überhaupt schon mal mit der Geschichte des Theaters und des Platzes auseinander gesetzt, oder muss dringend alles, wirklich alles in dieser Stadt mit einfältigen Glas-Raster-Kisten zugebaut werden?

    Man hätte einfach das alte Haus an dieser Stelle wieder "nachhaltig" aufbauen können. Fundamente und einige Stockwerke standen noch.

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    Dermont legt hier mehrfach nahe, eine originale, historische Innenausstattung sei aus ideologischen Gründung mutwillig zerstört worden.

    [mod]Sein Beitrag ist nun im BoS. [/mod]

    Dermont hat nie behauptet, dass in der Hedwigs-Kathedrale "originale und historische" Innenausstattung aus der Antike oder dem Mittelalter entfernt wurde. Es ist die Gestaltung der DDR, die verschwunden ist. Dabei hatten es die Katholiken in DDR sehr schwer -nun ist endlich alles weg. Ich und viele andere Gemeindemitglieder und Besucher loben die Veränderungen sehr, alles sieht jetzt so "frisch, sauber und modern aus". Das Pantheon in Rom war mal Vorbild für das Gebäude. Ich gehe davon aus, das sich die Vorbild-Funktion jetzt umkehrt, denn diese gestalterische neue Leistung ist sensationell und wird sich durchsetzen. Man braucht dazu nur die staunenden Besucher beobachten und die Leserbriefe auswerten. Da es nach dem neuen Konzept kein Kreuz mehr gibt, wäre es eine gute Idee ein Bild des Architekten aufzuhängen, was dann angebetet werden kann. Obwohl es schon viele spannende Reaktionen und Austausch zu meinen Beitrag gab, wurde er natürlich "in den Mülleimer" verschoben. Das alles wird dazu beitragen, dass Liebhaber der modernen Architektur immer mehr zu Göttern werden, die sich für einen Austausch von Gedanken nicht mehr hergeben brauchen.

    Umbau der Hedwigs-Kathedrale?!

    Die Katholischen Oberhäupter in der Hauptstadt haben das neue Konzept so schön erklärt. Ich finde, von den selben Architekten der Hedwigs-Kathedrale sollte dringend auch der Kölner Dom in eine "gesamtdeutsche, helle Version" umgestaltet werden. Warum immer nur bei uns in Berlin?!

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    Jede Epoche - auch die, die wir heute "rekonstruieren" wollen - hat in ihrer Zeit versucht, etwas Neues zu schaffen.

    Immer etwas Neues schaffen? In der Geschichte hat sich vieles weiterentwickelt. Jede Architekturepoche hat an die vorhergehenden angeknüpft und etwas dazu gedichtet. Selbst die Römer haben Schmuck auf ihre Rundbögen gesetzt und griechische Kapitelle dazu kombiniert.

    Die Moderne hat jedoch mit allem gebrochen, man erkennt kein Dach, kein Portal oder Sockelgeschoss mehr. Die Vertreter der Moderne kopieren "ihre 3 Stilelemente" immer wieder in trostloser, langweiliger Monotonie -das ist armselig und überhaupt nicht zeitgemäß. Jeder Koch verwendet bei einem neuen Rezept trotzdem Pfeffer und Salz -wie können Modernisten nur glauben, dass ein Gebäude ohne jeden Schmuck auskommen kann: Das war ideologischer Irrsinn!

    Es soll auch moderne Gebäude wie die Philharmonie geben, aber Niemand würde auf die Idee kommen als Anbau dort eine Barockportal vorzuschlagen.

    Das gibt es nur umgekehrt: Moderne Architekten verhindern radikal jede Art von Ornament und sie müssen an einem Dom auch noch ihr Bunker anbauen.

    Danke für die Erklärung mit den den Bunkerfenstern. Meine Mutter hat im 2. Weltkrieg in Bunkern sitzen müssen. Man hätte ihr vielleicht nur sagen müssen, dass sie sich ganz "traditionell" wie in einer Kathedrale fühlen soll. Sie fühlte sich jedoch aufgrund von Sichtbeton eher wie in einem Erdloch und nicht dem Himmel sehr nah wie in einer Kirche. Es muss einem nur alles gut erklärt werden, dann wird es sicher schön.

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    „Es ist immer das gleiche Muster. Weil man eine demokratische, bzw. Rechtsstaatliche Entscheidung nicht anerkennen will“

    Ich glaube an unseren Rechtsstaat, aber in Bezug auf die „freien demokratischen Wettbewerbe“ im Zusammenhang mit Architektur, habe ich dann doch ein paar kritische Nachfragen. Man hat den Eindruck, dass alle Jurys und Schlüsselfunktionen einheitlich von “Modernisten“ besetzt sind. Neue und unerfahrene Politiker werden nur in die Richtung beraten, dass heute moderne „Glas-Raster-Stahl-Beton-Kisten“ (Stahlschalen gehen auch!) gebaut werden dürfen, sonst ist man Nazi oder will einen Kaiser haben.

    Meine Familie und ich, wir sind echte Berliner und meine Oma hat miterleben müssen, wie das völlig unzerstörte (und nach 1945 beliebtes Fotomotiv) alte Nationaldenkmal willkürlich von der stalinistischen DDR-Regierung abgetragen wurde. Die vier edlen Löwen –ähnlich wie am Trafalgar Square- wurden entsprechend des intellektuellen Niveaus des neuen Arbeiter- und Bauerstaates in den Tierpark vor das Löwenhaus gestellt.

    Auf den Siegerentwürfen für die Wippe waren die Mosaike des alten Nationaldenkmals noch zu sehen und es hieß die Gewölbe des Fundaments werden nicht beschädigt. Auch aufgrund dieser Aussagen wurde für den Entwurf gestimmt.

    Daher würde ich das Zitat von Tadeus532 mal etwas verändern: Weil man ein Projekt grundsätzlich haben will (weil es so wunderbar modern ist und nicht zu den Schlossfassaden passt?), wird eben versucht durch vorgeschobene Gründe - in diesem Fall das immer bewährte Lieblingsargument Sicherheit (= der Mechanismus für die Wippe braucht doch mehr Platz und das Gewölbe wird einfach doch zerstört)- dieses Projekt umzufunktionieren, bis schließlich auch die alten Mosaike vollständig verschwinden. Das ist also echte Rechtsstaatlichkeit? Wer das komisch findet, führt Scheindebatten? Denkmalschutz ist dann auch egal –der „moderne Zweck“ heiligt die Mittel?

    Die bösen Freunde der klassischen Architektur brauchen sich gar nicht jahrelange Bemühen und diese Projekte zu sabotieren und tuen es auch nicht. Die Verzögerungen haben ganz andere Ursachen. Aber 90% aller Meinungen und Leserbriefe sind gegen eine Wippe an diesem Standort –irgendwann müsste es doch auch den größten Befürwortern des Projekts mal aufgefallen sein, das hier bei der fairen demokratischen Planung ohne Einbeziehung der Bevölkerung etwas schief läuft. Die Wippe trägt doch schon längst eher zur Spaltung bei.

    Wir erleben trotz Demokratie ein zweites Mal das Schleifen eines Denkmals. Ich ich finde es daher unfreundlich, dem verwunderten Bürger „Demokratiefeindlichkeit“ vorzuwerfen, wenn er ein paar Nachfragen hat. Erfahrungsgemäß wird in diesem deutschen Architekturforum der Chat für einige Monate gesperrt (wie beim Lesesaal der Stabi), wenn die kritischen Stimmen zu viel sind. Die Mehrheit der modernen Architekten und deren Befürworter wollen sich offenbar gar nicht austauschen –die ja nur „Möchtegern-Experten“ und neuerdings auch nicht „rechtsstaatlich“ sind. Das erinnert mich schon an die Zustände in den USA. Bitte lasst uns doch weiter im Gespräch bleiben.

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    Abwarten, wenn das Ding fertig ist, und das ist mehr eine politisch-finanzielle, als eine technische Frage, dann wird es eins der Top-Highlights in Berlin.

    "Abwarten"? Wir warten ja schon geduldig eine sehr lange Zeit. Kommt es Ihnen nicht verdächtig vor, dass es so viele Jahre dauert eine Schale zu bauen? Waren Sie mal an den Wippen im Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz oder lesen Sie doch mal die Berichte aus den damaligen Zeitungen dazu. Ich glaube die Feuerwehr musste zeitweise täglich kommen.

    Ich bewundere Ihre Zuversicht -die ist offenbar sogar den Planern der Wippe abhanden gekommen -man hört überhaupt nichts von einem Konzept -weder zur Fertigstellung, Finanzierung noch Ideen zum reibungslosen Betrieb. Das würde ich als deutliches Zeichen werten, dass hier etwas nicht stimmt. Die Firma hätte eigentlich durch diesen zuverlässigen staatlichen Großauftrag einen Aufschwung erleben müssen -sie ist aber seltsamer Weise Pleite gegangen....

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    Ich glaube ja mittlerweile, dass es hier Zweckskepsis bei den "Gegnern" des Projekt gibt.

    ... es handelt sich wohl eher um eine "Zweckszuversicht" der Befürworter, das zeigt ja wohl schon die Tatsache dass die Anlage bis heute nicht steht. Der Vergleich mit einem Fahrstuhl ist unangemessen, oder plant man beim Zugang auf die Wippe inzwischen doppelte Türen mit Lichtschranken? Mit der Achterbahn gibt es Ähnlichkeiten, nur dass dort bei jedem Einstieg die Größe und Fahrtüchtigkeit der Mitfahrer geprüft wird und ständig Sicherheitspersonal dabei, oder die Anlage geschlossen ist. Der große Unterschied ist jedoch, dass die Wippe eine ganz neue Erfindung ist. Die Sicherheitsfreigabe und die Haftung dafür sind noch völlig unklar und in dieser Hinsicht wird sich meiner Meinung nach auch nicht viel ändern. Auch die bauliche Fertigstellung ist bisher nicht gelungen. Es hat aber geklappt die wunderbare mit Booten befahrbaren Fundamente des alten Nationaldenkmals zu zerstören und die Mosaike zu beseitigen.

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    Ich hoffe einfach mal, dass nun auch noch letzte Hürden überwunden und auch alle technischen Aspekte erfolgreich umgesetzt werden können.

    Wie soll das Umsetzen denn technisch funktionieren? Wachmannschaften für 24 Stunden, störungsfreie Technik?

    Ich denke, wir sind von einem funktionierenden Plan für die Wippe noch weit entfernt.

    Die neue Absturzsicherung, muss noch vom TÜV freigegeben werden. Im ersten Entwurf -den einige Politiker begeistert ausgewählt haben- gab es diese Geländer noch gar nicht. Die Schale war auch nicht so breit und sah eleganter aus. Das Büro Milla und Partner für den Entwurf, kannte ich eher von der McDonalds-Werbung. Vielleicht wird es doch eher ein Burger statt der Bananenschale?

    Die Wippfunktion wird auch noch einige Probleme aufwerfen. Wie soll der Mechanismus bei Dreck, toten Mäusen oder Kiesel (Granulat im Winter) auf Dauer funktionieren?

    E-Roller, Skateboardfahrer, Handicapped People, Rollstühle, Kinderwagen, kleine Kinder, die klettern wollen -wer soll das 24 Stunden überwachen, verhindern oder betreuen? Wir sind auf einem Podest, da kann alles schnell ins Wasser fallen.

    Das ist eine teure oder unlösbare Aufgabe. Wo kommen die Kisten für das Personal bei Wind und Wetter hin -sind sie bei dem zerstörerischen Designkonzept berücksichtigt worden? Müssen noch mehr Teile des eigentlichen Nationaldenkmals oder Mosaike weggehackt werden?

    Die Wippen im Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz stehen jedenfalls seit vielen Jahren aus Sicherheitsgründen still. Selbst wenn vor der Schlosskuppel weiter gebaut wird: Ein sicherer Betrieb ist nicht sehr wahrscheinlich -kein guter Plan unsere eigentlich „schöne Einheit“ auf diese Weise durch ein „deplatziertes, schlecht durchdachtes Denkmal“ zu blamieren und zu gefährden.

    Daher stimme ist nicht zu, dass das Selbstbewusstsein der Ostdeutsch damit gestärkt werden könnte -leider ganz im Gegenteil.

    Moderne Architektur ist einfältig und funktionslos?!

    Jetzt ist es amtlich: Der neue Lesesaal der Stabi unter dem Linden wird viel zu warm durch das Milchglas.

    Bei der Berliner Philharmonie hat man aufgrund der Form wirklich eine wunderbare Akustik. Hier konnte man trotz der ungewöhnlichen Formen auch mal für moderne Architektur schwärmen. Bei immer mehr modernen Gebäuden trifft das leider nicht mehr zu. Daher frage ich mich, warum dürfen sich Architekten einen so starken Bruch mit allen Bautraditionen leisten?

    Der neue Lesesaal ist farblich unpassend, er lässt die Besucher durch die völlig einfältige Gestaltung orientierungslos zurück, die historische Uhr ist zugebaut, die Treppe ist störend in der Mitte angelegt und diese öde, einfältige Milchglaskiste erwärmt sich viel zu stark.

    Wie konnte ein solchen Konzept in allen Instanzen genehmigt werden? nachhaltiges Bauen und die Globale Erwärmung spielen bei öffentlichen Bauten schon immer eine große Rolle.

    https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/k…taatsbibliothek