In dem Bereich hinter dem Uniklinikum soll sich bekanntlich relativ viel verändern. Für einen besseren Überblick hier erst einmal eine Karte.

Quelle: https://medtech-mannheim.de/sites/default/…_mmt-campus.jpg
TPMA1 ist fertiggestellt, das Cubex One ist im Bau und die Pläne für das Alte Brauerei Gelände haben wir in diesem Thread vor Kurzem schon besprochen. Vor ein paar Tagen wurde auch der Wettbewerb für den gelben Bereich entschieden, auf dem ab 2025 für rund 140 Mio. € der Campus der medizinischen Fakultät Mannheim gebaut werden soll. Gewonnen haben die Frankfurter Architekten Wörner Traxler Richter. Visualisierungen findet man hier.
Dazu kommt noch der Plan für die neue Mitte im Uniklinikum. Was sich dort alles genau verändern soll, ist mir nicht bekannt, aber zumindest sind Pläne öffentlich, dass das Gebäude in dem sich die Apotheke befindet (ganz links oben im blauen Bereich) aufgestockt werden soll. Visualisierungen findet man hier.
Trotz all dieser baulichen Veränderungen wird dieses Gebiet aber weiterhin "tot" sein. Jegliche Aufenthaltsqualität wird durch die Röntgenstraße und durch die bauliche Konzeption der Uniklinik zunichtegemacht. Da Träumen aber nicht verboten ist, würde ich hier gerne mal meine Wunschvorstellungen für das Gebiet aufschreiben.
Um den größten Malus in dem Gebiet zu entfernen, müsste man die Röntgenstraße zwischen Hauptfriedhof und Friedrich-Ebert-Straße unter die Erde verlegen. Verkehrstechnisch sollte dies kein großes Problem darstellen (die Kosten und der Nutzen stehen aber natürlich in keinem Verhältnis, vor allem auch in Anbetracht der deutlich größeren Baustellen, welche die Stadt hat). Die Straßenbahn könnte oben bleiben, wobei ihr Gleisbett begrünt werden sollte. Insgesamt könnte man auf der Freifläche einen kleinen Park anlegen. Als Nächstes müsste man durch die neue Mitte versuchen, die Uniklinik in Richtung der Neubauten und dem neuen Park zu öffnen. Um schlussendlich den Nutzen zu maximieren, müsste neben dem Bestand (grünes Gebiet) und vor allem auch die Eichbaum-Brauerei von dort verschwinden. Vielleicht hätte man dieses Gebiet auch in die Buga einbeziehen können und dadurch das eher bescheidene Kosten-Nutzen-Verhältnis aufbessern können. Für solche Ideen ist es jetzt aber schon zu spät.
Ende der Träumerei - Zurück in die Realität. Der Medizinstandort Mannheim wird durch diese Vielzahl an Projekten sicherlich stark profitieren. Der Stadt wird es aber im besten Fall, außer Arbeitsplätze und Steuereinnahmen nicht viel bringen (was ja aber auch nicht ganz unwichtige Dinge sind). Architektonisch entstehen dort sicherlich auch relativ interessante Dinge, aber städtebaulich wird die Gegend weiterhin trostlos bleiben.
Noch eine kurze Erwähnung: In den nächsten Tagen soll der Wettbewerb für die neue Stadtbücherei auf N2 entschieden werden. Auf die Entwürfe bin ich schon mehr als gespannt.