Beiträge von Ziegel

    Das Becken ist 32 Meter lang, aber es braucht ein Becken, das 25 Meter lang ist? Das kann doch nun wirklich nicht das Problem sein! Es ist sicherlich möglich - rückbaubar und damit denkmalgerecht - einen Teil des Beckens zu verfüllen und damit das Becken auf 25 Meter zu verkleinern. Zumal die Beckentiefe vorn ohnehin sehr flach ist und erst Richtung Osten tief wird.

    Manchmal verstehe ich unser Land wirklich nicht mehr. Wir stehen uns selbst im Weg, wo es nur geht.

    Es wäre doch sicherlich möglich (gewesen), statt Jahre und Jahre zu diskutieren, das Bad Stück für Stück zu ertüchtigen. Wenn die Stadt das kontinuierlich angegangen wäre, könnte man jetzt vielleicht schon wieder dort schwimmen.

    Ich frage mich, warum die Beckengröße nicht für Schul- und Vereinssport geeignet sein soll. Zumindest habe ich in dem Wust an Links nichts dazu gefunden. Laut MDR misst das große Becken in der ehem. Männerschwimmhalle 32x12 Meter. Eine Schwimmbahn hat normalerweise 2,50 Meter Breite. Mit einer Verbreiterung des Beckens um nur 50 cm auf 12,5 Meter bekäme man somit 5 Bahnen unter, das entspricht dem Angebot der Schwimmhalle Mitte (Bahnlänge dort 25 Meter). Vielleicht ist es aber auch ok, wenn die fünf Bahnen nur je 2,40 breit wären.

    Auch wenn diese Art zu denken in Deutschland heute utopisch ist, könnte man ja auch mal bedenken, dass Generationen von Kindern in solchen historischen Becken das Schwimmen gelernt haben und zwar ziemlich gut. Vor ein paar Jahrzehnten war die Nichtschwimmerquote niedriger als heute.

    Na endlich! Meines Wissens wurde der Antrag beim ersten Versuch zurückgezogen, weil andere Fraktionen der Meinung waren, das Verfahren sollte erst noch in anderen Städten getestet werden. Eine geradezu peinliche Begründung. Schade um das Pflaster in der Holbeinstraße.

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    Für eine einer Metropole entsprechenden Skyline mit Fernwirkung muss höher gebaut werden - nicht niedriger!

    Was für ein Widerspruch. Einerseits wird behauptet, die Türme am Alex müssten höher gebaut werden, da sie sonst aus manchen Perspektiven nicht zu sehen wären. Andererseits wird gesagt, es gäbe "immer bestimmte Punkte und Winkel in der Stadt aus der man den Fernsehturm oder andere Landmarken verdeckt… aber ‘so what!?’"

    Genau: "so what" - bezogen auf die neuen Hochhäuser. Die sind nämlich keine Architektur-Ikonen, anders als der Fernsehturm.

    Ich weiß schon, dass in diesem Forum mitunter eine Neurose grassiert, wonach es nie genug Hochhäuser gäbe, die überdies nie hoch genug seien. Mir fehlt aber nach wie vor die architektonische Begründung dafür. Es gibt weit größere Weltstädte ohne "entsprechende Skyline" - "so what".

    Ein Gebäude muss gut nutzbar sein, städtebaulich integriert und schön anzusehen und für den Bauherrn wirtschaftlich sein. Das wären meine Bewertungskriterien.

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    Natürlich ist die technische Umsetzung innen der wichtigste Teil für die Funktionalität. Aber das läuft einem ansprechenden Äußeren nicht zuwider. Wenn man bei der Holzkiste bleibt, bin ich auch dafür, auszulagern.

    "Code Unique" haben sich einem "ansprechenden Äußeren" verweigert. Anders kann ich das nicht sehen. Möglich wäre eine tolle Fassade natürlich. Der Entwurf sieht ein Betongebäude mit einer Fassade aus geschlämmten Ziegeln vor, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

    Dagegen wäre die "Holzkiste" unter meinen Favoriten gewesen, also der Entwurf von Waechter + Waechter. Ja, ich verstehe die Befürchtungen (Brandschutz, Schädlinge, Klima), aber es wäre dann dem Wort "Leuchtturm" gerecht geworden, ein solches Pilotprojekt zu verwirklichen. Archivbauten aus Holz gibt es bisher nicht, auch keine kleineren. Die Bücher sind ja auch aus Holz, ich finde, es hätte gepasst. Optisch hätte ich die Unkonventionalität gut gefunden, einem solchen Freiluft-Architekturmuseum würdig.

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    Auch die zweite "Anerkennung" von Scheidt Kasprusch hätte mich optisch weit mehr überzeugt als die drei Prämierten:

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    Und selbst unter den drei Preisträgern finde ich CODE UNIQUE noch am Unverträglichsten mit dessen wirklich völlig ungegliederter Klotzigkeit.

    Mir hätten entweder asp Architekten...

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    ... oder W&V noch am besten gefallen:

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    Ich finde die Bezugnahme zur Dachform wichtig und letztlich denkmalgerechter als die übliche Abgrenzung. Der Siegerentwurf gräbt sich tief unter das Bodenniveau, wird damit nicht so hoch. Ich finde aber, dass er den Altbau dennoch mehr stört als manch höherer Entwurf:

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    Sehr ausführlich wurde damals auf das automatisierte Verladesystem für die Bücher eingegangen. Dieses wird nun eingespart. Da frage ich mich, ob der "CODE UNIQUE"-Entwurf immer noch so technisch vorteilhaft erschiene.

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    Man könnte gegenüber bauen, man könnte um den nicht wirklich schönen Turm herum bauen.

    Habe eben mal nachgesehen und bin ganz überrascht: Die 1977 und 1982 nach Plänen von Dieter Seidlitz gebauten "Büchertürme" stehen (noch) nicht unter Denkmalschutz. Vielleicht kommt das auch nie, zumal die Hülle bereits erneuert wurde.

    Thomas Hille hatte vor Jahren mal einen Entwurf für ein Weiterbauen der Türme vorgelegt: https://www.lvz.de/lokales/leipzi…R6GXJ5TW2E.html

    Dessen Archibüro klm plant ja nun die Dinger gegenüber.

    Ein architektonisch ansprechendes Archiv zu planen, ist sicherlich anspruchsvoll. Etliche der Entwürfe finde ich ästhetisch überzeugender als die nun gewählte Kistenagglomeration. Allerdings wurde beim damaligen Ausstellungsrundgang (ich berichtete hier) klar gesagt, dass der Entwurf von "Code Unique" wegen seiner technischen Qualitäten gewählt wurde, eher nicht wegen der Optik. Es sei ein Entwurf gewesen, an dem man in den ersten Rundgängen "erst einmal vorbeigegangen" sei, so ähnlich war die Formulierung.

    Im Interview heißt es:

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    Wir hatten sehr gute Architekturbüros im Wettbewerb dabei, die auch die Idee hatten, dass ein solches Gebäude eine Bauskulptur sein kann bzw. etwas anderes als eine großvolumige Kiste. Vor dem Hintergrund fand ich sowohl die Vielfalt der Lösungsansätze als auch die Gestaltung, wie man so ein großes Volumen mit einer Fassade durch Höhenstaffelung interessant gestalten kann, sehr gelungen. Das zeigt sich auch insbesondere in den Arbeiten, die später in der engeren Wahl prämiert worden sind.

    Nun ja.

    Schade, dass die Proportionen nicht hinhauen. Vor allem der Sockel ist viel zu niedrig. Symmetrie würde dem Gebäude auch sehr gut tun, die Auskragung links neben dem Eingangsbereich passt nicht. Die Farbe der braunen Flächen wirkt im Gesamtkonzept fremd auf mich. Dachsteine, am besten Ziegel, würde ich für so ein hochwertigeres Projekt auch passender finden als Blech. Ich hoffe, dass wenigstens nichts metallisch Glänzendes gewählt wird.

    Gut ist, dass es überhaupt eine deutliche Dreiteilung von Sockel - Mittelteil - Dach gibt. Ein so ausgeprägtes Dach macht auf jeden Fall etwas her, auch mit Gaubenbatterien. Nur stört dort die Asymmetrie ganz besonders. Das Café in der Ecke wäre toll und sehr ungewöhnlich für so einen kleinen Neubau. Kann ich mir in der Lage auch kaum wirtschaftlich vorstellen. Hier gezeigte Details wie Faschen um Fenster und Türen, Sockel- und Traufgesims, Bossierung des Sockels und vor allem die gestalteten Fensterbrüstungen werden immer wieder unterschätzt. 👍️ Sehr schön auch, dass etwas Grün und neue Bäume gezeigt werden.

    Große Frage wird sein, was davon tatsächlich umgesetzt wird.

    Dass die Fallrohre visualisiert wurden, bekommt ein Ehrlichkeits-Sternchen.

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    Dass die veranschlagten Breiten offenbar nicht genehmigungsfähig sind und dass das in all den Monaten der Diskussion niemandem auffiel, ist skandalös und lässt mich wirklich sprachlos zurück. [...] Und niemand in der Stadtverwaltung oder im Expertengremium scheint das aufgefallen zu sein. Ich bin gerade wirklich fassungslos.

    Ich muss erst noch meinen Frust überwinden, um hier mal wieder einen längeren Beitrag zu verfassen.

    Natürlich hat die Stadtverwaltung das gewusst. Es wurde jedoch nicht, wie so vieles, der Öffentlichkeit mitgeteilt.

    Hier der entsprechende Ausschnitt aus der Analyse, welche die Bau-Stadträte und alle im Begleitgremium vertretenen Vertreter von der Initiative Carolabrücke erhalten haben. Das Thema der Breiten haben wir per Sozialen Medien und Pressemitteilung kommuniziert. Die Presse hat es nicht aufgegriffen.


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    Die kurz vor der Stadtratsentscheidung von der Verwaltung ausgegebene Marschlinie, den FHECOR-Entwurf als "Beauftragung einer mangelhaften Leistung" festzuschreiben, wurde durchgezogen. Ich staune, dass sich FHECOR darauf einließ, denn das kann Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe nach sich ziehen. Vielleicht ist denen das gar nicht bewusst. Die FHECOR-Vertreter, die bisher in Dresden auftraten, waren des Deutschen nicht verständig.


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    Ich zeige dieses Bauvorhaben in aller Ausführlichkeit, weil ich es ausgesprochen interessant finde.

    Bei zeitgenössischen Entwürfen selbst in Gründerzeitquartieren noch nicht überall angekommen: Eckbetonung.

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    Manches Detail geht in Ordnung, hier die Dacheindeckung - kein Blech, wie visualisiert wurde. Auch ein Traufgesims gibt es:

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    Anderes scheint danebengegangen, hier der Versatz in der Fluchtlinie:

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    Umgebungsbebauung, vielleicht das "größte zusammenhängende Postmoderne-Quartier Leipzigs"? ^.^ Ich finde das Stadtbild hier überzeugend, was für die Epochen nach 1933 bei mir nicht sehr oft vorkommt. Natürlich ist das hier Stadtrand, die Lebendigkeit der Südvorstadt nicht zu erwarten. Das muss aber auch nicht überall sein.

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    Die "Paprikasiedlung" (Klinker-Spitzname) gegenüber im Feldhasenweg ist schon einzelgängerischer unterwegs:

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    Allein schon für die Mauer zum Hof gibt es von mir Punktabzug:

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    (eigene Bilder)

    Dagegen knüpft der Neubau stark an den vermutlich etwas älteren Nachbarn an, was der Gegend sehr gut tut. Kritikpunkte hätte ich natürlich auch, aber die sind in der Gesamtschau sehr untergeordnet. Ich würde mir wünschen, dass sich alle Neubauten in Leipzig so harmonisch in ihre spezifische Umgebung einfügen. Ich habe leider nicht herausgefunden, von wem der Entwurf stammt und tippe auf jemanden mit Bauingenieurstudium. Für Architektur-Studierte ist es eigentlich zu gut.

    Einst hatte ich vor, die gebauten Ergebnisse dieser Wohnanlage mit jener des "Urbanums" zu vergleichen. Beide sollten mal zeitgleich fertig werden. Beim Urbanum wurde hier im Forum ja die Materialität gelobhudelt. Ich bin ziemlich sicher, dass sie sich kaum vom Stadtrandhaus unterschieden hätte. Von Dingen wir Eckbetonung und Dachlandschaft will ich gar nicht erst anfangen. Hoffentlich bleibt dieser Klumpen Leipzig dauerhaft erspart. Am Stadtrand wär's ok.

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    (c) Unnewehr Packbauer Architekten https://unnewehr-packbauer.com/bauten-projekt…erplatz-leipzig

    Außenputz statt Fliese, eine freundlichere Farbe und dunkle Fensterrahmen. So einfach wär's gewesen, aus meiner Sicht. Wäre wahrscheinlich sogar günstiger gewesen als die nun realisierte Quetschkommode.

    An der Brandenburger Straße gegenüber des OBI-Baumarktes entsteht irgendetwas Interessantes. Die alten Gewerbe-Flachbauten werden instandgesetzt und offenbar in ähnlichem Stil ergänzt:

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    (eigenes Bild)

    Was dort das Ziel ist, konnte ich bisher nicht herausfinden.

    In einer Mitteilung der Stadt hieß es 2023: "Die vorhandenen baulichen Strukturen, überwiegend Lager- und Speichergebäude, sind von geringem architektonischen Wert. Der neue Bebauungsplan Nr. 473 „Quartier östlich der Brandenburger Straße“ soll dafür sorgen, dass das Gewerbegebiet auch in Zukunft Bestand hat und eine nachhaltige Nutzungsperspektive erhält."

    Nun ja. Einen B-Plan (-Entwurf) konnte ich nicht finden, vielleicht kann uns ja LE Mon. hist. über den aktuellen Planungsstand aufklären. Und wenn die Altbauten von geringem architektonischen Wert nicht durch Neubauten mit noch geringerem Wert ersetzt werden, soll's mich freuen.

    @Moderation Den verschobenen Beitrag von Konstantin kann man über sein Profil ja noch nachlesen, aber warum der verschoben wurde, leuchtet wirklich nicht ein. Das hier ist die Lounge und sein Beitrag hatte Bezug zum Thema Wahlausgang und sogar noch zum Thema Bauen. Der Beitrag war interessanter und besser zum Architekturforum passend als die meisten anderen zuvor. Dann bitte den ganzen Strang dichtmachen, wenn die Diskussion nicht gewünscht ist.

    User "Konstantin" ist meines Wissens selbst als Projektentwickler in der Immobilienbranche aktiv, es kann dem Forum nicht schaden, dessen Erwägungen aus erster Hand zu erfahren.

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    meine Kritik war nicht gegen den von Dir so bezeichneten „Wohnbunker“ gerichtet

    Eben. Dabei ist der das eigentliche atmosphärische Problem an der Stelle. Das macht auch Coca Cola nicht wett. Aus Richtung Leipziger Straße kommend sieht das Haus vielleicht etwas weniger übel aus, aber man sieht dort auch das Wäldchen nicht. Und dass es noch weit schlimmer geht und die WBM es noch weit schlimmer kann, und überhaupt die Leipziger Straße eine Katastrophe ist, ist mir auch bekannt. Das Wäldchen ist jedenfalls das geringste Thema an diesem generellen Unort. Ich vermute sogar, es haben Menschen Freude an diesen paar Quadratmetern.

    Zum Vergleich ein solches Wäldchen in Leipzig. Bei uns wird dazu "Mikrowald" gesagt, nicht berlinerisch "Tiny forest":

    https://vs-lpz.de/news/neue-grue…ohnen-zu-hause/

    Das pflanzten und betreuen Grundschüler und Vereinsleute unter fachlicher Anleitung und mit großer Begeisterung. Inzwischen sind ein paar Monate vergangen und es sieht schon recht beachtlich aus. Welcher der Zäune besser aussieht, Geschmackssache. Ich finde beide Varianten ganz sympathisch. Eigentlich sind sie sogar noch das architektonisch Aufregendste und Individuellste, das auf den Fotos zu sehen ist.

    Das ungleich größere Problem zeigt sich auf den Bildern aus beiden Städten hinter den Mikrowäldern: die Gebäude. Camondo s Diagnose: "sieht eigentlich aus wie überall in Berlin [...] einfach entsetzlich", finde ich für den Wohnbunker viel treffender. Die frühere Urbanität kommt vorerst nicht zurück, auch dann nicht, wenn am Spittelmarkt alles komplett neu bebaut würde. Vielleicht besteht einige Architekt/innen-Generationen in der Zukunft wieder Hoffnung auf Besseres.

    Das Höhenverhältnis zwischen Sockel und Turm fällt also am Alex stärker zugunsten Turm aus als bei den anderen Beispielen. Somit verfängt dieses Ins-Verhältnis-Setzen nicht, um mehr Höhe einzufordern. Ich behaupte: Kein Forist könnte am gebauten Ergebnis erkennen, ob es nun zehn Meter mehr oder weniger sind. Am besten wäre es, es würden gar keine Höhenangaben mehr veröffentlicht. Die Bandbreite an hier diskutierten Schätzungen wäre vermutlich enorm.

    Aus meiner Sicht ist es ganz einfach. Die Höhe ist ein äußerst untergeordnetes Kriterium, um die Qualität von Architektur zu beurteilen. Es gibt so viele Beispiele dafür, gerade aus der Epoche des Expressionismus, in der etliche herrliche „Stumpen-Hochhäuser“ gebaut wurden, mal wahllos herausgegriffen das Hansa-Hochhaus.

    Städtebaulich wäre ebenfalls die Höhe der Hochhäuser das Letzte, das mir am Alex zu kritisieren einfiele. Ich finde generell die Setzung der Hochhäuser und auch die sogenannte Einheitshöhe gelungen. Das verleiht dem Städtebau eine gewisse Strenge, ein Raster, damit auch eine Beruhigung und Wiedererkennungswert gegenüber dem Hochhaus-Wildwuchs überall auf der Welt.

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    Der Antrag wird aber bis auf die wahrscheinliche Zustimmung der AfD-Fraktion keine Chance auf Annahme haben.

    Leider.

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    Nur sind große Scheiben überproportional teurer als kleine.

    Richtig. Und noch dazu sind sie für die Belichtung vollkommen unnötig. Und einfaches Lüften damit auch nicht möglich. Der Entwurf hätte von Beginn an auf normalgroße Fenster setzen sollen und noch andere Entwurfsgedanken entwickeln sollen als einfach nur Holz, Glas und Stein wie in einer Materialausstellung zur Schau zu stellen.

    Und noch einmal: Warum wird hier so beharrlich vom „Rotstift“ geschrieben? Warum? Der Bau hat sich stärker verteuert als andere Forschungsbauten der Region im gleichen Zeitraum. Er ist auch pro qm teurer. Das ist ein teures Bauwerk. Andere bauen für weniger Geld Besseres.

    Dass der Bauherr der Staat ist, ist durchaus ein Problem. Da redet keiner den Architekten wegen „schlechtem Geschmack“ rein. Aber die Gesellschaft hat auch insgesamt „schlechten Geschmack“. Sonst wären wenigstens wir hier im Forum auf die Barrikaden gegangen, schon bei Vorstellung der Wettbewerbsentwürfe.