Beiträge von Ruhrgebietskind

    Eigentlich hat Hörde ein riesiges Potential, weil es eine gewachsene sehr attraktive Architektur besitzt mit vielen alten Gründerzeitlern, aber auch auch Jugendstil und Gebäuden aus der Epoche des Heimatstils. Insofern weiß ich nicht, was da passieren soll. Das einzig Negative kann ja jetzt nur eine Gentrifizierung sein, was über Mieten einen Umtausch der Bevölkerung bewirkt. Mag den Vorteil einer umfassenden Renovierung haben, und den Einzug gehobener Geschäfte. Aber architektonisch ist Hörde sehr gut aufgestellt, besser als Hombruch, um mal ein beliebtes Beispiel zu nennen.

    Ich mag den Stil der 30er Jahre zumeist auch, weil in seiner monumentalen Form doch auch irgendwie zeitlos ist. Neoklassizistische Bauten der Neuzeit könnten durchaus ähnlich ausfallen, umso stört mich der fantasielose Dachausbau ohne Bezug zum Gebäudestil.

    Das hätte man mit ansprechenden Gauben besser lösen können.

    Zu dem Thema Sichtbarkeit von Bürogebäuden entlang der großen Einfallstraßen nach Dortmund (B1, B54) : Ja, ist sicherlich ein Aspekt, der einer Stadt gut zu Gesicht steht. Natürlich wirkt eine Stadt gerade auch über ihre Einfallstraßen. Deswegen ist gerade auch die Gestaltung der B1 sehr wichtig und die Wirkung die billigen Autohäuser von Audi bzw Toyota bei der Einfahrt von Unna aus in die Stadt störend. Auf der anderen Seite ist natürlich die Entwicklung auf Phoenix-West eine absolute Erfolgsgeschichte. Ich kann mich noch an einen Spiegel-Artikel zu Phönix West erinnern, der so herablassend negativ war, dass es schon wirklich zum Kotzen war. Dort schrieb man, dass da nix liefe, bis auf das BMW-Autohaus wäre dort nix los und das wäre eben typisch für Dortmund, solche Projekte kriegt Dortmund halt nicht hin. Doermund kriegt es hin, aber der Spiegel interessiert sich nicht mehr dafür.

    "Bereits 1989 hatte es einen vollständig ausgearbeiteten Denkmalpflegeplan inklusive Gestaltungsfibel für die Gartenstadt gegeben. Die Erstellung erfolgte durch das Planungsbüro Prof. Krause + Partner. Wäre die Planung damals umgesetzt worden, hätten viele Beeinträchtigungen der Bausubstanz verhindert werden können. Zum Haus in der Peter-Florenz-Weddingen-Straße 7 vermerkt der Denkmalpflegeplan von 1989 folgendes: „Der zweigeschossige, giebelständige Putzbau wird an der Schauseite durch eine halbrunde, asymmetrisch angeordnete Auslucht bestimmt. Über der verputzten Sockelzone erhebt sich der glatt verputzte Baukörper, der ohne horizontale Gliederungselemente bis an das profitierte Traufgesims des Walmdachs reicht. Prädikat: Erhaltenswert“.


    Hätte man einfach umsetzen müssen, war eine hervorragende Zusammenstellung mit Erläuterungen, Grundrissen, Zusammenfassungen. Hat aber nicht interessiert, war die falsche Gegend.

    Habe mir mal das Ärtzebaus daneben angesehen. Finde ich optisch okay, hält sich sehr an das rendering. Wirkt von der Fassade her sehr hochwertig. Auch der Innenraum mit dem Atrium wirkt sehr ansprechend.

    Finde ich schon erstaunlich, dass die diesen großen Baukörper voll bekommen haben. Soll nach dem Hörensagen nämlich komplett ausgebucht sein mit einer Reihe von Ärzten.

    Erscheint mir allerdings auch die bessere Lage gegenüber dem Schürmann-Ärztehaus, wo die Parkmöglichkeiten ja eingeschränkt sind. Hier findet sich direkt neben dem Ärztehaus ein großes Parkhaus, was sicherlich die Patienten sehr zu schätzen wissen.

    Naja, ist schon richtig, die Formulierung ist etwas hart und von daher unpassend. Sei es drum, im Grunde kann man sagen, dass das Ruhrgebiet insgesamt sich sehr auf sein architektonisches Erbe besinnen muss und das pflegen muss, weil ansonsten ja das Bild des Ruhrgebietes außerhalb sehr durch Vorurteile geprägt ist, dahingehend, dass es hier überhaupt keine herausragende Architektur gäbe, was ja wirklich falsch ist. Umso wichtiger ist, dass besonders darauf geachtet wird, dass unser architektonisches Erbe erhalten bleibt.

    Ja, der Ausführung ist nichts hinzuzusetzen, wobei ich diesen Text nicht kannte. Dortmund ist arm an schön gestalteten alten Wohngebieten mit einer gehobenen Architektur. Besonders Villen der 20er und 30er Jahre gibt es kaum, ganz im Gegensatz zu anderen größeren Städten. Selbst Hamm hat mit der Ostenallee, Marker Allee, Schlichter Allee mehr zu bieten.

    Man sollte sich dann wenigstens das erhalten, was an hat.

    Das hat auch gar nicht nur etwas mit Villenvierteln zu tun. Genauso setzen wir uns ja alle mit der Renovierung in der Nordstadt auseinander und freuen uns über jedes!!! dort stilvoll renoviertes Haus. Deswegen beschäftigen wir uns mit dem Stadtbild und den Entwicklungen, weil wir wollen, dass unser kulturelles Erbe bewährt wird und gepflegt wird und nicht weggeworfen wird, indem die Abrissbirne wütet.

    Deswegen finde ich es auch immer toll, wenn Kreuzviertel uns hier das Denkmal des Monats präsentiert. Da sieht man, was die alten Häuser für ein Potential haben.

    Übrigens hat dem Haus in der Gartenstadt ja auch ein altes Haus weichen müssen, was von außen gefällig aussah.

    Tut mir leid, ich halte das Haus schlichtweg für einen architektonischen Fehlgriff. Es ersetzt Architektur durch plumpe Masse und wirkt an der Stelle völlig fehlplatziert, weil drum herum ja Häuser stehen, die mit hohem architektonischen Anspruch konzipiert worden sind und entsprechend eine architektonische Ausdruckskraft besitzen, die dieser massive Baukörper nicht hat. Alles wird dann auch noch betont durch die schwarze Farbe , was zu guter Letzt eigentlich nur als provokative Baukultur bezeichnet werden kann, in meinen Augen schräg und mit Sicherheit nicht einer architektonisch bewanderten Gruppe von Mitstreitern vermittelbar.

    Diese aufgesetzte Haube sieht ja gruselig aus. Die ist viel zu groß ausgefallen. Dadurch wirkt das Gebäude sehr unproportioniert. Schade, denn ansonsten ist der Versuch, dieses Gebäude zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen, sehr lobenswert.

    Ich kann mir nicht helfen, aber in den meisten Fällen gefallen mir Giebeldächer bei den kleinen Mehrfamilienhäusern besser als Flachdächer, obwohl natürlich weniger Wohnraum zur Verfügung steht und eine Penthousewohnung für die Bewohner selbst ihren Reiz hat.

    Absolut richtig, was von Paco Do gesagt wurde. Der Hinweis auf den jüdischen Arzt Dr Stefan Engel ist aus meiner Sicht auch noch mal sehr wichtig. Mir war diese Information nicht bekannt. Ich halte es für gerechtfertigt, die Stadt auf diese Tatsache auch noch mal hinzuweisen, gegebenenfalls auch die Ruhr-Nachrichten dafür zu benutzen, diese Information in die Öffentlichkeit zu geben. Ich bin der Auffassung, dass in Dortmund nach dem Krieg sowieso schon viel zu viel Altbausubstanz zerstört worden ist, unabhängig davon, dass der Krieg natürlich selbst zu gigantischen Zerstörungen in der Innenstadt geführt hat. Die Stadt sollte dringend Ihre Geschichte auch mit Hilfe der Stadtarchitektur pflegen und auf diese Art und Weise auch eine historische Kontinuität ihrer Entwicklung verdeutlichen als immer wieder sorglos mit alten Gebäuden umzugehen, wie es zuletzt ja mit dem Altenheim im Dortmunder Norden geschehen ist.

    Die Häuser machen im Bestand einer Klinik ja auch keinen Sinn. Natürlich lassen Sie sich funktional nicht vernünftig für die Aufgaben einer Klinik verwenden, ganz abgesehen davon, dass ja zumeist auch noch ein größerer Garten hinter diesen Häusern liegt. Das sind klassische Wohnhäuser, in der Form sollte man sie erhalten. Diese Häuser lassen sich auch problemlos gut vermarkten, denn wie jeder weiß, ist das Klinikviertel/Kreuzviertel sehr beliebt. Warum sollte das klinikum diese Häuser nicht verkaufen, somit dem Wohnungsmarkt zuführen. Die Funktionen, die das Klinikum braucht, lassen sich auf deren Gelände problemlos realisieren.

    https://www.stadtbild-deutschl…ad/150-dortmund/&pageNo=9


    Stadtbild Deutschland hat zu den Häusern Fotos präsentiert, die die Fassade dieser Häuser zeigen. Die gesamte Jugendstil-Ornamentik ist bei diesen Häusern noch erhalten. Selbst die Fenster haben noch die alte Aufteilung. Die Häuser zeigen Loggien im Eingangsbereich Erker und Altane, so dass sie insgesamt ein sehr stimmiges und sehr schönes Bild abgeben. Es wäre ein Trauerspiel, wenn diese Häuser zu Gunsten von gesichtslosen Klötzen abgerissen würden. Es ist doch ganz eindeutig, dass die Denkmalschutzbehörde hier für die Stadt Dortmund (Klinikum) ein Gefälligkeitsgutachten abgegeben hat. Absolut ärgerlich😩😱😫

    Hatte vor kurzem mal ein persönliches Gespräch mit jemandem aus der Stiftung. Danach wird Libeskind eigentlich komplett abgelehnt. Den hat ausschließlich der OB aus dem Hut gezaubert. Libeskind-Sohn arbeitet dem Hörensagen nach in Potsdam auf dem Telegrafenberg......., also Vater vielleicht auch mal öfter vor Ort.

    Bitte einmal in Potsdam die Fachleute anzapfen. Es gibt eine Gestaltungssatzung bzw. Sanierungsziele für den Lustgarten, die den Abriss des Gebäudes vorsehen. Dies bedeutet, dass zunächst Bestandsschutz für das Hotel besteht, aber keine Erweiterungen und schon gar kein Neubau genehmigt werden dürfen. Das Hotel darf langsam vor sich hinrotten und dann nur noch abgerissen werden.