Beiträge von Bummler

    ^Deine Quelle war der Artikel aus der Berliner Morgenpost, den Desktopstarrer verlinkt hat. Im anderen Thread zum Alexa-Hochhaus.

    In unmittelbarer Nähe in der Wolfenhagener Straße 74/Kavalierstraße 9 stellte ich ebenso [post=510016]hier[/post] diesen grandiosen und damals frisch sanierten Reformbau aus dem Jahre 1909 von Emil Böttcher vor-leider sind auch hier die Bilder nicht mehr vorhanden daher der Nachtrag:







    Das Pendant gegenüber verharrt noch im unsanierten Zustand:




    Die Gesobau hat sich die Mühe nur gemacht, weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht, eine Billigsanierung mit dem üblichen Baumarktsortiment, wie sie bei Wohnungsbaugesellschaften sonst bevorzugt wird, nicht ohne weiteres durchzusetzen gewesen wäre.
    Die eigentliche Einstellung des Unternehmens gegenüber historischer Bausubstanz offenbart sich ein paar Meter weiter in der Kavalierstraße 19, einem ebenfalls erhaltenswerten, aber nicht denkmalgeschützten Vertreter des Reformwohnungsbaus. Dort ist komplette Zerstörung angesagt: Vernichtung der feingliedrigen Kastendoppelfenster, Zerstörung der Fassadenornamentik durch Außendämmung, ein den Außenanblick beeinträchtigender Ausbau des Dachgeschosses...
    Weitere Informationen gibt es hier: http://www.kavalierstrasse.de/


    Hier ist man nun dabei und scheinbar haben sich die Proteste schon damals gelohnt:




    Zum Schluss zwei weitere Impressionen aus der Kavalierstraße:




    Zuletzt hier


    Das größte Projekt der Gesobau in der Mendelstraße/Bleicheroderstraße in Pankow nähert sich der Fertigstellung:








    Der Neubaukomplex orientiert sich an der Blockrandbebauung der umliegenden Wohnhäuser und befindet sich im sog. Krankenhausviertel, welches von zahlreichen bürgerlich-reformierten Wohnanlagen dominiert wird. In der [Post=616086]Fotolounge[/Post] zum Thema Reformbauten habe ich ein paar Eindrücke hinterlassen.

    ^Dieser tollen Fotoserie möchte ich ein paar Eindrücke vom sog. Krankenhausviertel

    in Pankow zufügen. Das Krankenhaus ist selbst 1905/1906 erbaut worden, Architekt war Wilhelm Johow. Die weiteren Wohnhäuser sind in den Zwanzigern entstanden und schöne Beispiele des bürgerlich-reformierten Geschosswohnungsbaus, meistens im Auftrag der Pankower Heimstätten-Gesellschaft mbH.


    Ehemaliges Krankenhaus



    Wohnanlage von Carl Fenten und Rudolf Klante Bj.1924-1927









    Reichsbahnerzuschusswohnungen Bj. 1923/1924 gleiche Architekten



    Leider wird die kleine Alexanderstraße nach wie vor in einer Sackgasse enden, die Hinterhofsituation des Memi ist wirklich unansehnlich und städtebaulich Mist. Als Positivbeispiel nenne ich mal das Internationale Handelszentrum an der Friedrichstraße. Hier ist auch die Rückseite in ihrer Umgebung "erlebbar". Dies müsste für mich ungefähr der Anspruch sein, wenn man das Gebäude so erhalten möchte bzw. nun "erweitert".

    Neben den hier gelobten [post=467690]Victoria Gärten[/post] entsteht ein weiteres ansehnliches Wohnhaus sowie 4 Stadthäuser an der [url=https://www.google.de/maps/place/Blankenburger+Str.+29,+13156+Berlin/@52.5820873,13.4066944,17z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47a85260e80a7165:0x90861412c5d72f41!8m2!3d52.5820841!4d13.4088831]Blankenburger Straße 29[/url] mit dem Namen "Blankenburger 29".




    (C)BerlinProjektBorchert Immobiliengesellschaft mbH


    Projektseite


    Fügt sich gut ein und sieht vom Material ganz ansprechend aus. An der Blankenburger Richtung Niederschönhausen hat sich in den letzten Jahren doch einiges getan.

    Ich finde der Kommentar unter dem Baunetz Artikel sehr treffend. Man arbeitet sich an der Fassade ab und vergisst darüber die tatsächlichen Schwächen des Baus. Hautkritikpunkt: Die Organisation der Flächen.


    Warum sollten OpenSpace-Konzepte beim Mieterausbau nicht möglich sein-die Kritik verstehe ich nicht.


    Nicht nachvollziehen kann ich auch die gewünschte und gelobte Schlichtheit der neuen Fassade, insbesondere bei einen solchem Koloss. Dass macht den Bau nur öder. Dass es anders geht, zeigt mir [post=553211]dieses Beispiel[/post] gleichen Bautyps (Stahlskelettbau,nix Platte), obwohl auch eher schlicht gehalten. Tatsächlich gefällt mir auch das Beispiel Potsdamer Landesbibliothek von Konstantin. Rekonstruieren sollte man da, wo es sich auch lohnt, dass ist beim HdS nach meiner subjektiven Einschätzung definitiv nicht der Fall.


    Der Neubau an der Otto-Braun-Straße ist, wenn ich den Wettbewerbsauftrag richtig verstehe, mehr als Idee zu sehen und steht nur perspektivisch in Planung. also unabhängig von der Fassadengestaltung.


    Mich würde mal der neu geplante Durchgang zum Viertel/HdG dahinter interessieren, wie das gedacht ist.


    ^hört sich gut an mit dem HdE, beschlossen war ja aber auch der Abriss des HdS.

    Die Tage bzw. Jahre des alten DDR-Sporthotels scheinen wohl gezählt.


    Im RBB wird von einem Abriss in zwei Jahren berichtet, auch die Projektseite zeigt neue Visus, die mir gut gefallen. Spannende moderne Architektur, die sich gut in diese Gegend einfügen wird. Dennoch trauere ich dem Sporthotel sehr hinterher, es was mehr als erhaltungswürdig!!


    p.s. Zeit mal den Namen des Threads zu ändern :-)

    Es mag natürlich albern sein, heutzutage Visus oder Imagefilmen Glauben zu schenken, wie ja die Realisierung an diesem konkreten Beispiel zeigt. Ich habe die "Wand" mehr als transparenten Zaun interpretiert, so dass man möglicherweise so gar ein Blick auf schöne Gärten bekommen hätte.



    (C)Bauwert Werderscher Markt GmbH


    Wäre die Gasse noch mit ein paar Zierbäumen, ein paar Rekolaternen gestalten worden, wäre ein Abstecher doch ganz lohnenswert, auch weil ich die unterschiedlichen Fassaden der Stadthäuser ganz ansprechend finde.


    So bleibt es bei bei einer besseren Zufahrt, wie Architektenkind schrieb.


    Ich muss aber sagen, dass ich persönlich auch Abseits der "schönen" Wege eine Stadt erkunde. In diversen Altstätten gehe ich auch mal uninteressante Wege lang, und lande dann auf einem schönen kleinen Platz mit Brunnen und Bistro/Restaurant...jeder erobert sich eine Stadt anders.