Beiträge von KMS1983

    Dort hat sich in Sachen Aufenthaltsqualität gar nix getan. Vor allem die Rückseite entlang der alten Dresdner Strasse ist eine Enttäuschung. Keine Barrierefreiheit, keine Qualität, schattig und mit entsprechender Hinterhofatmosphäre die in Trampelpfaden endet. Der dortige, kaputte Fahrstuhl wird schon seit Jahren von den Verantwortlichen ignoriert. Leider hat sich auch im Kunstgewerbehaus nix entwickelt. Das Erdgeschoss steht weiterhin seit Jahrzenten leer. Gleiches gilt fürs GGG Hochhaus. Die Kuh wird gemolken. Nix investiert. Im Erdgeschoss in bester Lage vom HBF kommend nur, sorry, Müll. Da wird nicht ein Euro in die Hand genommen das Gebäude wenigstens auf Sichthöhe aufzuwerten. In der Ecke des Technischen Rathauses, wo es noch die höchste Aufenthaltsqualität gibt ist nun, tada, ein Dönerladen mit wunderbar auffälliger Schaufenstergestaltung eingezogen. Fehlt eigentlich nur noch der mannshohe, blinkende DÖNER HIER BILLIG Schriftzug. Dann wirds schwer für die Pizzawellblechhütte gegenüber. Wow!

    Das gepflastertete Gässchen und der Bärenbrunnen sind die Highlights des neuen Getreidemarktes. Den Kasten in der Mitte hätten sie sich schenken können. Warum hat man hier nicht mal was mit Fassadenbegrünung gemacht oder Holz. Dort wurde soviel Blattmasse vernichtet als man den Parkplatz und den alten Baumbestand weggenommen hat, wo ist dafür der Ausgleich in unmittelbarer Umgebung? Aber sicherlich wurde dafür ein Teich voller Lurche irgendwo bei Einsiedel renaturierung. Hilft der Ecke aber in der Sommerhitze auch nix.

    Dort gibt's auch nicht was vor "Wetter" schützt. Hitze, Schnee, Regen kannste dort hautnah erleben. Kein Kiosk, kein Shop. Ich weiss nicht ob die Leute sich die Mühe machen werden in die Bahnhofshalle zu gehen.

    Da kann man nur hoffen, dass die beiden anderen Grundstücke auch irgendwann noch bebaut werden und der Blockrand damit wieder geschlossen wird. Was die GGG an der Mühlenstraße gemacht hat ist eine Katastrophe gewesen. Meinerseits unverziehen bis heute.

    Vor 2 Jahren konnte man beim Stadtradeln auf einer Karte fleissig Schwerpunkte definieren, die behoben werden müssten. Wie viel ist davon umgesetzt worden? Die Zenti bleibt für Radfahrer weiterhin eine Katastrophe, Busspuren sind tabu, die Annaberger ist nur die ersten 100 Meter für Radfahrer ausgebaut OBWOHL der Abschnitt längst bewiesen hat, dass dort eine Spur und ein Radstreifen reichen. Die StraNa wird wohl erst 2027 oder später ANGEGANGEN, wenn die Bahn gebaut wird und die Mühlenstraße ist auch ohne Streifen obwohl man dort nur die Spuren neu zeichnen müsste. Gern wird ja darauf verwiesen, dass es tolle Radwege in der Nähe der Einfallstraße gibt. Wenn ich aber den Pendlerverkehr vom Auto aufs Fahrrad bewegen möchte, gehört mehr dazu als paar hübsche Wege im Grünen. Anscheinend reicht das aber den Obrigkeit um zu sagen, wir tun doch genug. Die sollten mal aus ihren vermieften Büros in andere Städte fahren und gucken, wie dort Radverkehr gedacht wird. Ich glaube die haben noch nie einen Blick auf etwas geworfen, dass deutlich weiter ist als Dorfchemnitz. Aber hey, dafür haben wir tolle überteuerte Radabstellboxen, die keiner nutzt. Warum überrascht mich das nicht?

    Würzburg 127.000 Einwohner. Chemnitz 250.000 Einwohner. Wenn Würzurg das kann, warum soll Chemnitz das nicht können? Die Fördermittel, wenn es sie denn gibt, kommen aus den gleichen Töpfen. Land, Bund, EU

    Gegenüber wurde ja eigentlich mal begonnen zu sanieren. Sehr früh stoppte das Ganze aber. Die Ruinen neben der Sparkasse stehen weiter. Es ist mir absolut schleierhaft, weshalb es hier keiner geschafft hat diesen dominanten Platz mit fast lückenloser Vorkriegsbebauung zu reaktivieren. Der Abriss des Gebäudes neben dem, das jetzt wohl auch in sich zusammenfällt, war damals schon ein schwerer Fehler. Da hat man viel zu lange zugesehen oder nicht alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft, das Objekt zu erhalten. Mit dem Gebäude gehts wohl nun weiter und auch gegenüber schwindet meine Hoffnung auf Rettung. Grausam, wie wenig sich in alle den Jahren getan hat.

    Die FP berichtet, dass wohl auch für den hässlichen Flachbau am Getreidemarkt die Zeit abgelaufen ist. Ende 2024 Anfang 2025 steht der Abriss an. Terminlich natürlich total unglücklich gewählt, hätte das ganze Quartier eigentlich Anfang 2025 fertig sein müssen. Die Mieter wissen davon natürlich noch nichts. Ist mir persönlich aber auch egal. Das Ding muss endlich weg. Was dort dafür neu entstehen soll gefällt leider wenig. Wohnungen für Bundesbedienstete und im Erdgeschoss Büros für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Also wieder genau das, was in dem Quartier leider so gar keinen Sinn ergibt. Die Wohnungen sind am Wochenende leer weil die Angestellten Heim fahren und die Büros zu. Läuft!

    Neubau am Chemnitzer Getreidemarkt im Frühjahr fertig: Was wird aus dem Nachbarhaus?

    https://www.freiepresse.de/chemnitz/neuba…?ref=share_link