Areal Sattlerplatz / Färbergraben [in Planung]

  • Hier noch eine kleine Bestandsaufnahme vom Sattlerplatz mit Hirmer-Parkhaus und Postgebäude. Im Rahmen der geplanten Neugestaltung wird wahrscheinlich auch letzteres abgerissen:





    Alle Bilder © Architektator

  • Zitat MM:
    Aus diesem Grund entschied die Stadt, den Abriss des Hirmer-Parkhauses zu verschieben – um zu verhindern, dass in bester Innenstadt-Lage jahrelang eine Baulücke klafft.


    Ob die Baulücke soviel schlimmer gewesen wäre, als die Optik des Parkhauses :lach:?

  • Grundstück soll an Hirmer vergeben werden

    Das Grundstück des zum Abriss freigegebenen Parkhauses am Färbergraben soll offenbar an Hirmer vergeben werden. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung will das Herrenmodehaus dort auf 1200 Quadratmetern seine Verkaufsflächen erweitern. Am Dienstag wird der Wirtschaftsausschuss über die Grundstücksvergabe entscheiden.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…errenausstatter-1.3734556

  • ^


    Er hat entschieden.


    Hirmer erhält über ein 60 jähriges Erbbaurecht den Zuschlag für ein Gebäude auf 1.200 qm Grundstücksfläche. Dieses soll direkt an den bestehenden Block der Kaufingerstraße (Benetton)anschließen. Unterkommen sollen Wohnungen, Büros, Einzelhandelsflächen, Gastronomie und die erweiterten Verkaufsflächen von Hirmer. Zusätzlich soll es einen Durchgang vom Färbergraben zur Fürstenfelderstraße geben.


    Ein zweites Gebäude soll auf dem verbleibenden Grund und dem Sattlerplatz errichtet werden, ggf. durch die Familie Inselkammer (Augustiner). Jene möchte auch das Postgebäude ausbauen. Wie groß letztlich dann der Sattlerplatz wird - oder ob er als Passage endet - steht nicht im Artikel.


    http://www.immobilien-zeitung.…arf-auf-filetstueck-bauen

  • Der Münchner Merkur meldet, der Sattlerplatz werde vom Büro Norman Foster geplant. Dazu gibt es diese Visualisierung: https://www.merkur.de/bilder/2…vor-hofstatt-vor-PSef.jpg


    Insgesamt wird damit das Hackenviertel und teilweise auch der Rindermarkt autofrei - sicherlich ein weiterer wichtiger Schritt zu komplett autofreien Altstadt. Das Hirmer Parkhaus soll abgerissen werden, trotzdem sollen unter dem Sattlerplatz wieder neue Autostellplätze in einer Tiefgarage entstehen (:confused::confused::confused:). Ob Foster dann auch die Neubauten bauen darf, scheint noch nicht festzustehen.


    https://www.merkur.de/lokales/…er-muenchen-10247284.html

  • ^


    Ich gehe davon aus, dass Foster das gesamte städtebauliche Strukturmodell verantwortet (Verkehrsführung, Fußgängerzone, Baumassen der Gebäude). Ob die gezeigte Visualisierung des Durchgangs bzgl. ihrer Ideenlosigkeit wirklich von Foster stammt oder doch eher vom Investor Inselkammer :lach:?


    Auf jeden Fall schön, dass es hier vorwärts geht und nicht wieder einer der handvoll Dauerbeauftragten aus München / Österreich den Auftrag ergattert hat.


    Die geplante TG sehe ich aber auch negativ. Für die Anwohner ok, doch warum denn für die Öffentlichkeit? Da wird diskutiert, wie der Verkehr im Viertel neu geregelt und Chaos vermieden werden soll, wenn mehr Straßen zur Fußgängerzone werden, und auf die naheliegendste Lösung - keine neue öffentliche Massenparkeinrichtung schaffen - kommt niemand.

  • Ich bin etwas entsetzt. Gemäß des Renderings sieht es so aus, als ob der Platz von der Fläche her stark reduziert wird und die Sattlerstr. sowie das Gelände westlich davon bis zum Parkhaus bebaut werden soll. Der Platz verkümmert zu einem etwas breiteren Durchgang.


    Auch den Plan hier weiter an einer öffentlichen Tiefgarage festzuhalten kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe nichts gegen eine Tiefgarage für die Anwohner, aber eine öffentliche Tiefgarage finde ich hier definitiv fehl am Platz. Die Herzogspitalstr. und Färbergraben sind für mich die Kandidaten der so wichtig benötigten West-Ost Querverbindung eines Fahrradschnellweges, wo dann hier einige Oberflächenparkplätze dran glauben müssten.


    Weiterhin ist das Rendering wirklich ideenlos. Alleine diese schönen Lampen....

  • ^


    Es ist seit langem bekannt, dass die Baulinie weiter nach Osten gezogen wird.


    Der Sattlerplatz (mittlerweile Georg Kronawitter Platz) besteht heute auch nur aus einer kleinen Fläche für Fußgänger, den Rest bildet ein Parkplatz und die Parkhauseinfahrt, die tatsächlich entspannt erlebbare Fläche wird also nicht kleiner. Da Bereiche rund um den Sattlerplatz auch zur Fußgängerzone werden, steht den Fußgängern künftig sogar mehr autofreier Platz zur Verfügung. Zudem soll es eine öffentliche Passage in den Neubauten geben.

  • LugPaj : na ja, die Goldfischglas-Lampen sind ja Pflichtprogramm in der Altstadt, darüber kann sich wohl auch kein Büro Foster hinweg setzen :)


    Die Tiefgarage wäre in der Tat ein Skandal. Erstens, weil der Sattlerplatz ja nicht irgendwo am Rande der Altstadt liegt, sondern mittendrin - wie soll die Altstadt autofrei werden, wenn ich in ihrer Mitte Parkgaragen erhalte bzw. neu baue? Sollen die Autos etwa aus der Luft dorthin gelangen? Zweitens wird der extrem beengte Straßenraum in der Altstadt dringend für Fußgänger und Radfahrer benötigt - das Konzept einer Ost-West und Nord-Süd Durchfahrung der Altstadt für den Radlverkehr ist aktuell wohl eines der dringlichsten Mobilitätsprojekte in diesem Bereich und muss angepackt werden.

  • Da dieser Platz doch Georg Kronawitter Platz heißt, liegt es ja auf der Hand, daß die östlichen und westlichen Einpferchungen Wolkenkratzer sein müssen, die den "Platz" zu einer 6-8m breiten, verkümmerten Durchgangspassage machen.


    Grausam!!! Paßt aber zum Namen Kronawitter!

  • Sollen die Autos etwa aus der Luft dorthin gelangen?


    Die Antwort liegt auf der Hand: Es wird eine Tiefgarage für Lufttaxis :).


    Bzgl. Radweg: Der Färbergraben scheint eine Fußgängerzone zu werden.

  • ^
    Es ist seit langem bekannt, dass die Baulinie weiter nach Osten gezogen wird.


    Sehr schade, das ist an mir vorbeigegangen. Damit wird dem Platz jedmögliches Potential genommen. Interessanter hätte ich es gefunden, wenn man hier Platz auch für Kunstaktionen gehabt hätte oder eben eine ganze Reihe von gastronomischen Angeboten ihre Außenflächen Platz gefunden hätten.