Hallo MiaSanMia,
ich möchte meinen Standpunkt ein wenig erklären.
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Erstens "bürdet" man dem Umland keinen Flughafen auf - dieser wird weder ausschließlich von den Stadtbewohnern genutzt, noch führt es zu irgendeinem sinnvollen Ergebnis, den Flächenverbrauch von Stadt und Umland gegeneinander aufzurechnen.
Mir geht es nicht um eine Aufrechnung zwischen Stadt und Umland, sondern darum, dass die DUH in ihrem Hitze-Check den tatsächlichen Flächenverbrauch erfasst.
Ich will das an einem fiktiven Beispiel erläutern:
Nehmen wir an, die Stadt München möchte ihren Busbahnhof aus der Stadt verlagern, um den innerstädtischen Verkehr zu entlasten.
Sie plant, den Busbahnhof in gleicher Größe auf ein Feld unweit einer S-Bahn-Station in der Nähe des Flughafens zu verlegen.
Die freiwerdende Fläche in der Stadt soll dann an einen Investor verkauft werden, der sich verpflichtet, auf nur 35% der Fläche ein ökologisches Büroprojekt zu errichten.
Eine öffentliche Grünfläche soll dagegen 65% der Fläche einnehmen.
So wird es gemacht.
Die DUH macht ihren üblichen Hitze-Check, ist sehr begeistert von dem Projekt und verleiht der Stadt dafür einen Preis.
Ich finde, hier zeigt sich die Schwäche dieser Methode. Denn man müsste natürlich die versiegelte Fläche des neuen Busbahnhofs in der Umgebung gegenrechnen.
Das Ergebnis wäre dann, dass insgesamt 35% mehr Fläche versiegelt wurde.
Das ist eigentlich genau das, was die Umwelthilfe mit ihrem Hitze-Check verhindern wollte.