Mülheim/Ruhr: Bauprojekte und Stadtplanung

  • B&B

    ^ Das wäre dann hier - kürzlich habe ich dort beginnende Erdarbeiten gesehen. Lieber wäre mir eine kleinteilige Ergänzung des Quartiers um die Kohlenstraße, in der Vergangenheit gab es schon mal angepasste Bauten wie die Wohnhäuser an der Max-Kölges-Straße und (kurz vor der Jahrtausendwende) an der Westseite des Bahnhofsvorplatzes. Der übliche B&B-Klotz im Billiglook wird da einen Bruch darstellen.


    Der gegenwärtige Stand - weder wird an die blinde Wand des Hauses des Handwerks angebaut (was mE nötig wäre), noch die gestalterische Qualität dessen Straßenseite erreicht. Die Rückseite sollte man hingegen abdecken - gerade deswegen ist sie weniger aufwändig geltaltet, weil sie kaum sichtbar bleiben sollte. So wird die städtische Kriegswunde endgültig zementiert:







    Zum Vergleich die typische kleinteilige, romantische Bebauung im Quartier:



  • Neubau des St. Marien-Hospitals

    ^ @B&B: Mittlerweile wurde ein Baukran aufgestellt.


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    Die Krankenhaus-Baustelle erreichte das 2. OG:





    Bei Gelegenheit habe ich ein paar Fotos des Altbaus an der Kaiserstraße gemacht - ein netter Backsteinbau mit Naturstein kombiniert der frühen Moderne. Der Neubau wird niemals diese gestalterische Qualität erreichen:







  • Straßenbahn / Stadtbahn

    Die WAZ berichtete heute über die Gleiserneuerung der Linie 102 an der Mellinghofer Straße, die Haltestelle Buchenberg soll höhere Bahnsteige erhalten. Vorgestern wurde über den Fortschritt beim Umbau der U18-Haltestelle am Rhein-Ruhr-Zentrum berichtet - diese soll im Mai 2015 fertig sein.


    Die positive Botschaft bei Gelegenheit - wenn in Straßenbahngleise und Haltestellen investiert wird, ist die noch kürzlich diskutierte Stilllegung offenbar endgültig vom Tisch.

  • Doch kein Bürostandort am "Flughafen"

    Die WAZ veröffentlichte vorgestern einen Artikel über Betriebe, die schliessen oder gehen wie auch über die Wirtschaftsförderung allgemein. Im letzten Absatz gibt es die städtebaulich wichtige Nachricht: Man wird auf die Entwicklung neuer Bürostandorte (wie am Sportflugplatz, in Mülheim egofördernd als Flughafen bezeichnet) verzichten - stattdessen sollten Modernisierungen existierender, leer stehenden Büroimmobilien diese marktfähig machen.


    Die Stadt habe laut Artikel "nur noch sechs Hektar" verfügbare Gewerbeflächen - sollten jedoch Betriebe weggehen, kommen derer Flächen hinzu?

  • Raadt: Agiplan-Zentrale

    ^ Zum Thema passt auch dieser gestrige WAZ-Artikel über die 1996 errichtete Agiplan-Zentrale an der Zeppelinstraße von Norman Foster, die seit 2003 leer steht. Im Frühjahr 2013 wurde ein Mieter für einen Teil der Flächen gefunden, der kurz darauf die Insolvenz anmeldete. Da es alleine in der City über 10.000 Qm Büroleerstand gibt, sei die Suche nach neuen Mietern hoffnungslos - selbst bei Mietangeboten von 5 EUR/Qm. Laut Artikel gebe es Investoren, die den Bau abreissen und das 14.500 Qm große Gelände mit Wohnungen bebauen wollen.

  • Neubau am Ruhrufer

    Inzwischen wird an der Decke über dem 3. OG gearbeitet - dann bleibt nur noch das Staffelgeschoss übrig:





    Was für schöne Lage am Wasser mit der Kiste verhunzt wird, zeigt der Blick vom Wasserbahnhof:



  • Mülheim-Holthausen: Umbau der Jugendherberge

    Unter #45 wurde über den Umbau der Jugendherberge am Kahlenberg berichtet - so sieht das Gebäude nach dem Umbau aus:



  • Neubau B&B-Hotel

    Wie man links sieht, inzwischen wurden die ersten Fundamente gegossen - auf dem Straßenniveau. Es ist höchst ungewöhnlich, dass ein Hotel in der Innenstadt einer Großstadt keinerlei TG oder Kellerräume hat. Der verschwenderische Umgang mit Ressource Fläche ärgert mich hier genauso wie der Mangel an städtebaulicher Anbindung:



  • Studentenwohnheim an der Bülowstraße

    Au dem städtischen Grundstücks an der Bülowstraße in Mülheim-Broich soll ein neues Studentenwohnheim entstehen. Der Entwurf der Dipl.-Ing. Rainer Dittrich Planungsgesellschaft mbH ging aus dem Wettbewerb als Sieger hervor. Das Planungsbüro hatte auch die temporäre Hochschule (an der Dümptener Straße ) entworfen.


    Die Bebauung an der Bülowstraße sieht drei Baukörper vor, die einen Campus umschließen. Nach Erteilung der Baugenehmigung soll umgehend der Baubeginn erfolgen, so dass die 110 Studentenappartements zum Wintersemester 2016 bezogen werden können.


    Pressemitteilung: Hochschule Ruhr-West



    Bild: dittrich architekten

  • Neubau des St. Marien-Hospitals

    Mittlerweile wird an den Wänden des 3. OG gearbeitet:





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    Ich habe auch die Baustelle des B&B-Hotels gesehen - wie zwei Beiträge darüber vermutet, es wird an der Bodenplatte auf dem Straßenniveau gearbeitet (also ohne Keller), genauso wie besonders billige Eigenheime gebaut werden.

  • B&B-Hotel

    Da es weder eine Baugrube noch Kellerräume gibt, geht es schnell - die Bodenplatte ist weitgehend da, es wurden und werden weiterhin EG-Wände betoniert:



  • Heissen: Mühlenfeld

    Die WAZ berichtete gestern über die Planung des Baugebiets am Mühlenfeld (neben einer unterirdischen U18-Haltestelle), wo u.a. zwei Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser und Doppelhäuser geplant sind. Vor Jahren gab es mal Meldungen, nach den nur Reihenhäuser geplant sein sollten, so sind die MFHs am gut erschlossenen Standort als Fortschritt zu werten - dennoch hätten es mehr MFHs und keine die Fläche verschwendende Doppelhäuser sein sollten.


    Aufgrund der Bürgereinwände wird der geplante Standort eines MFHs etwas verschoben - gut, dass nur verschoben und nicht zugunsten niedrigerer Häuschen ausgedünnt. Ebenso gut, dass auf Baumfällungen für weitere Parkplätze verzichtet wird. Im Mai 2015 soll der Bebauungsplan beschlossen werden.

  • Neubau Vertriebs und Marketing-Zentrale Turck

    Der Mülheimer Automatisierungsspezialist Turck erweitert seine Vertriebs- und Marketingzentrale. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich begannen am Donnerstag den 20.11.14 die Bauarbeiten für den Neubau in Mülheim an der Ruhr.


    Auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Grundstück direkt neben der bestehenden Firmenzentrale an der Witzlebenstraße wird bis zum Frühjahr 2016 ein neues Gebäude entstehen, das rund 4.500 Quadratmeter Büro- und Repräsentationsfläche für Mitarbeiter und Kunden bieten wird.


    Verantwortlich für Planung und Realisierung ist das Architekturbüro Eller + Eller. Rund 12 Mio. wird der Neubau der Vertriebs- und Marketingzentrale in Mülheim kosten.


    Quelle: elektroniknet | WAZ



    Grafik: eller + eller Architekten, Düsseldorf

  • Winkhausen: Steigerweg 4-18

    Wie die WAZ gestern berichtete, dort gibt es zweigeschossige unrenovierte MFHs aus dem Jahr 1953 mit 32 WE, von den derzeit 15 unvermietet sind. Da die Wohnungen jeweils einen Kleingarten haben, wird ein 7300 Qm großes Grundstück belegt. Die Besitzerin Vivawest Wohnen überlegt derzeit noch, ob die Häuser renoviert werden sollten oder es abgerissen und neu gebaut wird - die Entscheidung wird nicht vor dem ersten Quartal 2015 erwartet. Falls neu gebaut werden sollte, würde der Baubeginn frühestens 2016 erfolgen.


    Die Häuser auf der anderen Straßenseite wurden 2005 bis 2007 saniert.

  • Umbau 'Troostsche Weberei'

    Die 1791 am Ruhrufer gegründete Baumwollspinnerei wurde 1988 mit dem noch vorhandene Gebäudeensemble unter Denkmalschutz gestellt. Im Herbst 2013 wurde ein erster Entwurf, eines im niederrheinischen Rheinberg ansässige Immobilien Unternehmens vorgestellt, der den Umbau des Gebäudes zu einer Wohnanlage mit 17 Wohnungen vorsieht. Die Investoren wollten alle Gebäude abreißen und neu „historisierend“ errichten. Das bedeutet, die Fassaden nach vorne sollen dem Denkmal nachgebaut werden. Das hat für Diskussionen gesorgt. Weil die Gebäude als Wiege der Industrialisierung in Mülheim gelten, wollten sie Denkmalschützer größtenteils erhalten. Mittlerweile wurden Kompromisse gefunden und ein überarbeiteter Entwurf vorgestellt.


    Quelle: WAZ - Zimmer in der alten Weberei in Aussicht



    Foto: Gemeinfrei - von wikipedia commons

  • Dümpten: Talstraße

    Die WAZ berichtete heute über das Bebauungsplanverfahren für Hinterhöfe u.a. hinter der früheren Gärtnerei Elsner. Angeblich feht dort an der Abwasserkanäle-Kapazität, weswegen die Stadt auf aufgelockerte Bebauung mit Doppelhäusern drängt, während sonst Reihenhäuser oder gar Mehrfamilienhäuser im Gespräch wären. Eine Erneuerung des maroden Kanalnetzes sei nicht geplant.


    Das Gelände ist für Mülheimer Verhältnisse gut verkehrlich erschlossen - an der Haltestelle Dümpten Friedhof trifft die Strab 102 auf zwei Buslinien. Besser dort ordentlich verdichten und auf die Bebauung einer Grünen Wiese woanders verzichten - wo man ebenso Abwasserkanäle bräuchte, die man sich anscheinend nicht leisten kann. Das Problem ist doch gerade deswegen entstanden, weil immer wieder durch zu geringe Baudichte die Stadt in die Fläche geht, wodurch etliche Kanäle und Leitungen erst richtig teuer werden.


    Die übliche Anwohnernörgelei sollte man am besten ignorieren. Ich kenne übrigens Anwohner dort, die gar nichts gegen Nachverdichtungen haben - dass angeblich Fäkalien überlaufen würden, habe ich noch nie gehört.

  • Neubau am Ruhrufer

    Den letzten Bericht gab es Mitte Oktober unter #86. Seitdem wurde der Rohbau vervollständigt, es werden Fenster eingesetzt - nicht besonders hochwertig wirkende:





    Die Baustelle des B&B-Hotels (zuletzt #91) erreichte inzwischen das 1. OG.

  • Neubau des St. Marien-Hospitals

    Die Baustelle wurde zuletzt unter #90 gezeigt - inzwischen wurde das 4. OG des Rohbaus abgeschlossen. Interessant finde ich, dass man vorne in der Betonwand gegenüber eine Reihe Löcher sieht, die zugemauert wurden - am EG und 1. OG bleiben noch Spalten unter der Decke:


  • B&B-Hotel

    Die Hotel-Baustelle wurde zuletzt Anfang November unter #91 gezeigt - inzwischen ist der Rohbau des 1. OG fertig - die Straßenseite:





    Die Hofseite:



  • B&B-Hotel

    Die Baustelle geht rasend schnell voran - inzwischen sieht man drei Geschosse. Auf dem rechten Bildrand habe ich einen Teil des Handwerkerhauses festgehalten - mich ärgert jedesmal, wenn ich diesen Bruch mit der Straßenblock-Struktur sehe. Wenn man wenigstens noch etwa ein MFH an die blinde Wand (dort, wo jetzt Mülleimer stehen) anbauen würde, welches die Straßenflucht abschließen würde - mit Fenstern zum Hotel hin. Ich vermute, dort kommt eher ein Parkplatz hin als Krönung des städtebaulichen Desasters: