Exzenterhaus | 89m [realisiert 09/2013]

  • In #62 sprach ich vom Ist, nicht vom Könnte - leider oft ein großer Unterschied. In D liegen drei 100m+ seit Jahren auf Eis.


    50m sind wirklich nicht die Welt - in der Größenklasse haben D, E, und auch K eine kaum bezifferbare Vielzahl von Gebäuden. Das Wort Hochhaus geht mir da aber schon schwer über die Lippen.


    Allein an der Speditionsstraße im Medienhafen könnten(;)) im Ergebnis 6 Häuser über 60m stehen (Hyatt*2, Königskinder*2, Sign und das schon fertiggestellte Colorium).

  • @Enzo Molinari


    Du hast natürlich recht....
    Ab min. 50m sind auch in meiner Auffassung absoluter Grenzwert.
    Es sind "Mini-HHs" und alles andere als "Wolkenkratzer".
    -allerdings empfinde ich ihn für NRWs Verhältnisse als "akzeptablen" und dazu noch "runden" Wert.
    Trotzdem KANN man unter bestimmten Umständen mit soetwas schon eine kleine "HH-Kulisse" bilden.
    -Das bis jetzt eher unpassende Wort "Skyline" vermeide ich jetzt mal aus Rücksicht auf deine Gefühle... ;-)


    Die 4 "BO-Babys" um den HBF liegen momentan bei 52-56m.
    Sie würden aber mit 2 Nachbarn um die 70-90 Meter (zumindest für mich) unter diesen Gegebenheiten zu einer als solche erkennbaren "Skyline" werden...


    Ich sprach daher von HHäusern die in einer exponierten Lage stehen (deswegen fragte ich auch nach einem "erkennbaren" Cluster) und deshalb deutlicher wahrgenommen werden können.


    Mir ist durchaus bewusst, dass K und D grosse Zahlen ab 50m Gebäuden (wie nennt man diese?) haben, deshalb war das auch nicht die Frage.


    Und Zitat:
    "Allein an der Speditionsstraße im Medienhafen könnten im Ergebnis 6 Häuser über 60m stehen".


    - Dann haben wir schon mal einen guten? Anhaltspunkt für D.

  • Es ist super schade, dass die Faber Pyramide nicht in der Nähe der Innenstadt gebaut werden soll.
    Die sieht auf den Renderings schon wirklich nach Spitzenklasse aus!
    Und Dreiecke (84m) sind zudem noch extrem selten...


    Es ist wirklich still um die Faberpyramide geworden. Ich hätte sie mir nämlich auch eher in der Innenstadt gewünscht, vielleicht auf der frei gewordenen Fläche neben der Bogestrazentrale ca 100m von dem Exzenterhaus entfernt ???


    Aber insgesamt finde ich es bemerkenswert, was sich in den letzetn Jahren und vor allem Monaten in sachen Hochhäuser in Bochum tut.
    Da ist das Exzenterhaus, der Stadtturm, das Hochhaus im Trimonte Park und das Hochhaus im Westpark.
    Im Westpark ist sogar die Rede von einer ganzen Reihe von Hochhäusern...


    und nicht zu vergessen, das mögliche Hochhaus im BioMedizinPark-Ruhr und die Faberpyramide.
    Ausserdem das mögliche (ich hoffe es sehr :) ) Justizhochhaus am Ostring.


    Natürlich werden wohl einige von denen nie realisiert, aber man kann schon behaupten, dass Bochum aus seinem Winterschlaf erwacht ist. ;)
    und ich bin gespant wie sich die Situation um die Hochhäuser weiter entwickelt. Ich hoffe natürlich positiv :)


    Zur Dichte der Hochhäuser in der Innenstadt fallen mir genau wie Wohnklotz auch keine Städte in NRW.. außer Essen und Bochum ein.

  • Tatsächlich am Westpark mehrere??


    Hab ich nichts von gehört.
    Aber ich wünsche mir definitiv lieber eines über 60m, als 2 Klötze mit 40.
    Dann steigt auch noch der Anreiz und bleibt die Chance für andere, es besser zu machen.

  • Bochum plant ein 16stöckiges Bürohochhaus. Der Aufbau gliedert sich in drei Abschnitte zu je 5 Geschossen. Die Höhe des Hochhaus liegt bei 82,35m.


    Wenn schon so genau, dann: Die Höhe über Gelände darf bis zu 85 m betragen, mit Technikaufbauten (die aber von der Aussenkante zurückspringen müssen) bis zu 91 m. (Quelle: Entwurf des Bebauungsplans)


    Was auf den ersten Blick interessant erscheint, könnte statisch gesehen ein Fehlschlag werden. ...


    Wird es vermutlich nicht. Es ist eine zusätzliche Pfahlgründung vorgesehen, die insbesondere die U-Bahnröhre frei von zusätzlichen Lasten hält und gleichzeitig auch noch eventuellen Problemen aus unbekanntem Bergbau (mit denen man in Regionen wie Bochum rechnen sollte) entgegenwirkt.


    a) Die U-Bahn wurde mit Absicht weitergezogen, damit eine kleine alleeähnliche Grüninsel entsteht und gerade jetzt wo die Anpflanzungen endlich ansehlich sind sollen sie wieder weg, durch Asphalt ersetzt werden , nur um ein paar Parkplätze zu schaffen, die sowieso nicht ausreichen


    Die vorhanden großen Bäume bleiben bis auf einen erhalten. Die kleinen Bäume – von denen 8 erhebliche Schäden aufweisen – werden vollständig ersetzt.


    c) Planerisch durfte keiner der umliegenden Hausbesitzer bisher die ortsübliche Bauhöhe auch nur um eine Etage überschreiten, obwohl auch da Büros und Geschäfte angesiedelt sind. So etwas nennt man Ungleichbehandlung


    Dafür wurde ja extra der Bebauungsplan aufgestellt.


    d) Die Parkraumsituation ist derzeit in der Tat schon ein Alptraum in dem gesamten Umfeld. Deshalb ist es seltsam zu behaupten, dass der Exzenterbau zwar sehr viele Arbeitsplätze schaffe, aber dennoch verschwiegen , bzw. vergessen wird , daß verhältnismäßig viel zu wenig Parkplätze geschaffen werden können, um den prognostizierten Bedarf zu decken. Insofern trifft es zu, wie die Anwohner befürchten, daß eine extreme Parkraumnot entstehen wird


    Auf dem Grundstück werden genau so viele Stellplätze gebaut, wie gesetzlich gefordert sind – und wie sie auch bei jedem anderen Bauvorhaben im Umfeld zu fordern wären. Die Parkraumprobleme entstehen nicht durch den geplanten Neubau, sondern sie sind insbesondere deshalb vorhanden, weil es für die Bestandsbauung rings herum keine ausreichende Anzahl von Stellplätzen (auf den privaten Grundstücken) gibt. Außerdem ist es heute für eine Vermietung von solch anspruchvollen Räumen unabdingbar, dass im Zweifelsfall noch zusätzliche Stellplätze im Umfeld geschaffen oder angemietet werden. Und es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Turm direkt neben einem U-Bahnbahnhof und einer ganzen Anzahl von Bushaltestellen erstellt wird.


    f) Dieser Bunker ist der einzigste echte Rundbunker in weitem Umkreis und wurde als Sonderkonstruktion von einem Architekten geschaffen, der hier ein gekreuztes Treppenhaus schuf, was damals zwar unüblich war, aber dennoch sinnvoll


    Das Treppenhaus – es ist tatsächlich etwas Besonderes – wird es auch in Zukunft in dieser Form geben. Es wird sogar in den neuen Geschossen fortgeführt.


    UND Bunker sind nicht häßlich nur werden die manchmal mit bunter Farbe wirklich häßlich gemacht. Es gibt auch schönere Beispiele wie http://www.bochumer-bunker.de/html/gunnigfelderstr_.html sagst du auch hier häßlich? Die jüngeren Anwohner wissen noch nicht einmal das dieses Bauwerk ein Bunker ist. Nur mit dem Anstrich wurde ein "Fachwerkhaus" daraus.


    Hier sollte man dazu sagen, dass eine solche ‚Tarnung’ schon während es Krieges üblich war.


    Das Argument der überlasteten Abwasserkanäle ist auch nicht von der Hand zu weisen und um noch einmal auf die Leuchttürme zurückzukommen, vor einigen Jahren wurden die Kanäle erneuert und das Problem besteht weiterhin, weil die Fehler und Problemlagen nicht erkannt wurden, Und darauf käme noch der zusätzlich belastende Exzenterbau.


    Das Abwasserproblem hat mit dem geplanten Hochhaus nichts zu tun. Es wird auch durch dieses nicht verschärft. Das Problem ist also kein Argument gegen das Hochhaus.

    zudem gibt es da eine Beschlussvorlage nach der im Zusammenhang mit dem Exzenterbau auch eine Verbesserung der Kanalsituation erfolgen soll. Was daran einen faden Nachgeschmack hinterläßt ist, daß die Anwohnerkeller und Erdgeschosse erstmalig nach einer neuen Kanalverlegung mehrfach in den letzten paar Jahren abgesoffen sind (Fäkalienbelastetes Abwasser) und deswegen eine Fehlberechnung der Kanaldimensionen angenommen werden kann.


    Hier könnten auch andere Gründe eine Rolle spielen. Aber dazu müsste man mehr über die ursächlichen Regenereignisse wissen. Nur als Hinweis: Regenentwässerungsanlagen werden im Regelfall nur für den 5-jähren Regen ausgelegt. Kommt es zu Starkregenereignissen, die darüber hinaus gehen, wird dies immer zu Problemen führen.


    Hilfe hat bisher keiner erhalten, im Gegenteil. Und wenn diese Situation zu bereinigen abhängig vom Exzenterturm gemacht wird , oder besser gesagt "in Aussicht" gestellt wird...


    Die hier angenommene Abhängigkeit besteht darin, dass es sicherlich sinnvoll ist, eine Leitung DN 800 zu verlegen, bevor man einen Parkplatz darüber baut.



    Weiterhin besteht in dieser Sache ein gewisser politischer und verwaltungstechnischer Wille, die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandflächen zu ignorieren. Das hieße nichts anderes, als daß die Bewohner dreier Häuser, selbst wenn sie aus dem Dachfenster schauen, zuerst nichts anderes sehen als einen über 60 Meter die Dächer überragenden hohen Turm in weniger als 16 m Abstand.


    Der minimale Abstand zwischen Turm und nächst stehendem Haus beträgt tatsächlich 18,8 m und nimmt nach links und rechts innerhalb von jeweils 11m auf ca. 30 zu. Geht man von einem horizontalen menschlichen Gesichtsfeld von 150° aus, nimmt der Turm im extremsten Fall ca. ein Zehntel des Gesichtsfeldes ein.


    Die anderen in den Hinterhöfen und in den umliegenden Häusern würden zudem viel weniger Besonnungzeiten haben ...


    Sie haben durch den Turm keine geringeren Besonnungszeiten als sie durch eine zulässige Bebauung auf anderen Grundstücken hätten oder sogar schon haben. Tatsächlich betroffen sind nur die genannten 3 Gebäude.

  • Fahr mal dort hin und schau dir die Gegend in natura an. Hier handelt es sich nicht um dicht zusammengedrängte Blöcke und die derzeitige Verschattung hält sich stark in Grenzen. In der ganzen Siedlung haben die Häuser maximal 4 Etagen, so daß es sich bei den weiträumigen Hinterhöfen und den gegenüberliegenden Häusern um lichtdurchflutete Flächen handelt, die auch als stark begrünte Verweilzonen der Bewohner dienen.


    In der Oskar-Hofmann-Straße westlich der Universitätsstraße stehen sich 4,5 geschossige Häuser in ca. 18 m Abstand gegenüber - bei fast geschlossener Gebäudefront, in der Wilhelm-Engel-Straße beträgt der Abstand ca. 17,5 m bei 3-geschossiger Bebauung mit Hausgruppen. In der Brunsteinstraße beträgt der Abstand zwischen 15 m und 20 m - dabei sind es gerade bei den höchsten Gebäuden mit 3 und 4 Geschossen nur 15 m. Mit diesen Straßen ist in etwa der Bereich beschrieben, wo der Turm überhaupt einen relevanten Schatten wirft - und das auch nur am Nachmittag oder späten Nachmittag. Untersucht man hier die gegenseitige ‚Verschattung’ der bestehenden Gebäude, wird man feststellen, dass diese viel weitgehender ist, als die durch das Hochhaus. Dies wird aber durch die Bewohner hingenommen oder nicht wahrgenommen, weil man es nicht anders kennt. Es ist offensichtlich schwierig zu verstehen, dass Gebäude grundsätzlich einen Schatten werfen - im Umfang abhängig von der Gebäudeform, Jahres- und Tageszeit. Gebäude, die östlich, westlich und nördlich eines anderen Gebäudes in einem gewissen Umfeld stehen (auf der Südhalbkugel statt nördlich südlich), werden irgendwann im Laufe des Jahres durch den Schatten dieses Gebäudes berührt werden - sonst müssen wir die Erde anhalten.


    Ein Problem wurde übrigens noch nicht erwähnt - die Veränderung des Mikroklimas durch Luft - Verwirbelungen. Dieses Problem entstand z.B. durch das Bochumer Hochhaus am Boulevard und ist so groß, daß selbst bei einem Weinfest an einem warmen Tag bestimmte Bereiche gemieden werden, weil es dort ständig furchtbar zieht.


    Im Falle des Exzenterhauses wurde diese Frage gutachterlich untersucht. Die Situation wird zukünftig nicht wesentlich anders sein, als sie heute schon ist – und sie wird erträglich sein.


    Weder ist er angestrahlt, noch hat man meineswissens vermieden Plakatwände in der Nähe -oder direkt daran? zu platzieren.


    Die Plakatwände stehen direkt vor der Hauswand – ich hab da wunderschöne Fotos ...

  • Gérard


    Du hast es offenbar auch nicht mehr ausgehalten....


    Tja. Die Liste der "Argumente" ist so lang, wie lächerlich.
    (Vieles davon ist total verdreht, himmelweit übertrieben, verschwiegen, irrelevant, oder komplett an den Haaren herbeigezogen, damit es "noch dramatischer" klingt...)


    Das macht es mühsam auf alles logisch einzugehen.
    -Aber bei vielem scheinen wir ja das gleiche bemerkt zu haben.


    Und auch ich danke für die ergänzenden Informationen.


    Gérard


    Ist dein Nickname eine lustige Anspielung auf Gerhard Spangenberg aus Berlin? -oder Zufall?








    ..............................herr exzenterhaus....?.......

  • tatsächlich Zufall, weil mein Name - ich bin aber nicht Spangenberg


    Speziell zu dem Bunker wundert mich es aber auch, wie es möglich ist ein unter Denkmalschutz stehendes Bauwerk derart umzunutzen. Die solch großer Umbau ist doch eigentlich nicht erlaubt, weil hier ein völlig neues Bauwerk erschaffen wird, welches eine andere Charakteristik hat!?


    Geschützt ist die Originalsubstanz (einschließlich seiner eigenen Gebäudegeschichte) sowie seine Ideengeschichte.
    Die Originalsubstanz des Rundbunkers wird weitestgehend gesichert. Wo diese geschädigt ist, wird sie repariert und ergänzt. Da das Baudenkmal nicht außerhalb der Zeit steht, wird es sich auf Veränderungen des Stadt- und Nutzungsgefüges einstellen, um als Zeitgenosse bestehen zu bleiben und Wirkung entfalten zu können.
    Mit dem Bauvorhaben wird das Baudenkmal einer Nutzung zugeführt werden, was im Sinne der Erhaltung der Bausubstanz wünschenswert ist.


    Wohnklotz
    Ich möchte wenigstens das gerade rücken, was unrichtig dargestellt wird.



    Das der Bunker abgerissen wurde, ist aber keine Folge der Ideen des genannten Architekten - im Gegenteil. Es könnte allerdings sein, dass den Bochumer Bunker das gleiche Schicksal ereilt, wenn sich keine Folgenutzung findet und er nur weiterhin das Stadtsäckel belastet.

  • @ Gérard - jetz bin ich aber neugierig. Auf die Frage von Wohnklotz hast du gesagt, nicht Gerhard Spangenberg zu sein, glänzt aber mit besonderen Detail - Kenntnissen aus der Planung. Weiterhin wohnst du in Berlin - wie Spangenberg und gibst an Planer zu sein. Jetzt frag ich mal woher du so viele Beschlußvorlagenkenntnisse und der Bochumer Verwaltung vorgelegten Kenntnisse hast. Oder arbeitest du für den Architekten oder hälst du dich in seinem Umfeld auf ? Weil - ich fürchte du bist auch befangen in dieser Angelegenheit.
    Im übrigen muss ich noch einmal betonen, dass der Bunker unter Denkmalschutz steht und in seiner Form und im Charakter nicht verändert werden darf - das ist mein Interesse, in dieser Hinsicht bin ich selbst befangen, weil dieses gesamte Bauwerk, wie alle Bochumer Bunker, ein Unikat in besonderer Bauweise ist.
    Ansonsten liegst du ziemlich falsch mit deiner Behauptung, dass der Bunker das Stadtsäckel belastet. Die Kosten stehen dazu in keinem Verhältnis, sind nicht erwähnenswert. Die effektiven laufenden Kosten sind reine verechnungstechnische Kosten resultierend aus dem Zeitaufwand der jährlichen Kontrollen. Diese Kontrolllen tätigen städtische Angestellte. Zudem kommen gelegentliche, kleinere Reparaturen der Dachrinne. Diese Kosten fallen also in keiner Weise ins Gewicht, Im Gegenteil, sie werden kompensiert alleine durch die Werbetafeln auf dem Grundstück.
    Zudem gab es, wie bereits erwähnt, machbare Nutzungskonzepte.


    Die genannte Pfahlgründung zeigt, daß der Bunker als Sockel nur bedingt Verwendung finden soll oder kann. Gerade diese Gründung ist auch der Grund, warum der Turmbau auch jederzeit irgendwo anders stattfinden kann. Damit könnte der Architekt sogar Bäumchen überbauen lassen. Es wäre dann nämlich ein Hochhaus auf Stelzen.
    Aber wahrscheinlich hat es sich bereits herumgesprochen, dass einige Bochumer Politiker nach jedem Strohhalm greifen und fast jedem überdimensionalem vorgeschlagenen Projekt erst einmal mit Hurragebrüll zustimmen, nur um etwas zu gestalten oder umzuformen. Hier findet m.E. purer Aktionismus statt, weit entfernt von den Wünschen und Sorgen der Bochumer Bevölkerung.


    So nebenbei muß ich dich Gérard, mit den vielen "Insiderkenntnissen" auch mal fragen, wie die Bodenklasse unter dem Bunker festgestellt worden ist und ob mangels Untersuchungsmöglichkeit die Pfahlgründung erst notwendig geworden ist.
    Für diejenigen, die sich das nicht vorstellen können - Pfahlgründung würde bedeuten, dass rund um die Bunkerhülle herum gesonderte Pfähle als Stützen / Pfeiler nötig sind. Diese sind nicht auf der Vorstellungsseite des Architekten zu erkennen, wahrscheinlich wurde vergessen, diese zu zeigen...
    Dass hier jemand vom Gesichtsfeld spricht ist auch ziemlich interessant, weil alleine das Gesichtsfeld mit diesen Zahlen ausgedrückt bedeuten würde, dass man den Kopf nicht mehr bewegen darf, weil sonst vom möglichen Einsichtsbereich gesprochen werden muß und der Betrachter sich dabei noch nicht einmal bewegen darf. Und vor allem - wer von uns schaut nur horizontal ?


    So hat also jede Seite ein gewisses Interesse und auch Argumente die dafür oder dagegen sprechen. Die einen wollen was bauen um zu zeigen dass sie es können, die anderen wollen Geld verdienen, wieder andere (ich z.B.) sehen hier ein Denkmal in Gefahr, eine andere Gruppe will sich auf ihre Fahne die Entwicklung der Stadt schreiben (auch wenn keiner wirklich positiv oder negativ abwägen kann), eine Gruppe liebt nur Hochhäuser zum ansehen, fotografieren oder sonstwas, die nächsten wollen am liebsten Metropolis aufbauen und das ganze meist noch übereilt, gestern sozusagen. Wer aber fragt nach denjenigen, die dort bereits seit Jahren leben und arbeiten ? Die Menschen spielen offensichtlich im großen Bauspiel keine Rolle. Wir sind hier nicht im Legoland, wo man eben mal was wegnimmt und was anderes, moderneres hinsetzt. Verglichen mit Hattingen, einem Städtchen mit sehr moderater Entwicklung, einer weitgehend erhaltenen Altstadt, einem Flair mit gemütlichen Ecken wird Bochum zunehmend kälter, mit jedem, dem Zeitgeist unterworfenem Bau. Und der Turmbau ist ein solches Bauwerk. Und deshalb sollten diejenigen zuerst gefragt werden, die mit einem Turm vor ihrer Tür oder in ihrer Nähe leben müssten, ob sie das überhaupt wollen.

  • Maehler


    Ich lach mich tot!!!!
    Der Vergleich
    Hattingen - Bochum
    ist nicht nur so unpassend wie kaum innerhalb des Ruhrgebietes möglich, er ist auch total nach hinten losgegangen!!!


    Erstens mal ist Hattingen im Ruhrgebiet DIE Ausnahme was den Umfang der erhaltenen Altstadt angeht!!
    Und desweiteren willst du doch wohl nicht im Ernst behaupten, dass die Altstadt NUR erhalten geblieben ist, weil man da nicht so "viel" gebaut hat wie in Bochum.....???
    Mir war nicht bewusst, dass man in Bochum die Altstadt freiwillig abgerissen hat.....??
    Ich denke es liegt wohl eher daran, dass Hattingen sehr viel unbedeutender und kleiner ist, und sehr viel mehr "Glück" gehabt hat, den Bombenhageln des 2ten Weltkrieges zu entgehen,
    an den DU (ironischerweise) IMMERZU ERINNERN WILLST!!!!


    Wenn man nach Hattingen will, kann man schnell nach Hattingen fahren. -ist eh irgendwie ein Teil Bochums. Ich mache das nicht anders.
    Denkst du allen ernstes Bochum bliebe schöner ("wärmer" mit mehr "flair") wenn der Bunker unangetastet bliebe, und dass man deshalb eher mit der Hattinger Altstadt vergleichbar wäre und mit dieser "mithalten" könnte????


    Im Verhältnis zur Grösse und Lage der Stadt innerhalb einer "METROPOLREGION" und in Anbetracht dessen, dass BO. dabei sogar noch ein Oberzentrum darstellt, ist rekordmäßig WENIG repräsentatives gebaut worden. (Und an ALTBAUTEN hat Bochum ja leider nun einfach nicht viel schönes)
    Selbst in Mannheim sind mehr grosstädtischere Bauten zu bewundern.
    Auch im Vergleich zu Duisburg wirst du wohl keine Angst haben müssen, dass BO durch die 2 Hochhäuser in der Innenstadt seinen berühmten und "beliebten" Charakter verlieren wird....
    -Dazu wird noch BEI WEITEM nicht genug Geld investiert.
    Und aus dem Wiederaufbau ehemals SCHÖNER Gebäude wird wohl ausserhalb von Berlin in Deutschland eh nichts....


    Wie stehst du zu den letzten Baumaßnahmen? Bist du auch einer von denen, die die verwahrloste Massenbergstrasse lieber im damaligen (beschämenden) Zustand hätten erhalten wollen?
    Nur weil einige schon krankhaft darauf erpicht sind, darauf aufmerksam machen zu wollen, dass Bochum "ja mal eine Arbeiterstadt war" und man es ihr auch auf Ewigkeiten weiter ansehen müsste.... (auch wenn sich inzwischen einiges ganz gravierend geändert hat).
    In Bochum wurde Jahrzehnte lang kaum etwas vorzeigbares gebaut.
    Wenn das alles so unverbesserlich war, und nichts verändert werden darf, wieso verliert Bochum seit den 70ern dann so massiv an Einwohnern?
    - Jetzt sag bloss nicht, weil seit 1 Jahr das Exzenterhaus angekündigt ist.... das traue ich Dir mittlerweile nämlich zu....
    Ich würde mal vermuten, da man arbeitslos auch in einer attraktiveren Gegend sein kann.....


    Heruntergekommene Reihenhäuser und Kriegsrelikte die kein Tourist wahrnehmen / sich ansehen wird, wird es im Ruhrgebiet (nicht nur in Bochum) eh noch in etlichen 100 Jahren geben....
    Also Bunkerfans und "die Anwohner" werden sich auch weiterhin wohlfühlen können, wie "die Made im Speck"....
    Der Bunker ist ausserdem für "Nicht-Eingeweihte" (ich wusste es lange Zeit auch nicht) garnicht als Bunker zu erkennen. (Das war wohl auch die Idee...)
    Jetzt ist er mit Efeu und Plakaten verdeckt. -sieht nach einem klassischen "Denkmal" aus.


    Wieso verallgemeinerst du immer, dass "die Bochumer" dieses Haus nicht wollen?
    In Bochum Wohnen mehr als nur 137 Leute (die sich beschwert haben) . Wieso zählen die nicht, die im Turm leben und arbeiten werden?
    Ausserdem: Zählen Marktwertsteigerung und Arbeitsplätze nichts?
    Wenn man die positive Entwicklung in Bochum nicht ertragen kann, sollte man doch eher nach Herne ziehen.
    Wenn einem auch das noch zu "Grösstädtisch" wäre, frage ich mich, was sucht man dann in Bochum-Mitte????
    Und was machen die armen Leute in Düsseldorf???


    HHs sind schon eher Attraktionen die Leute anziehen, als ein vergammelter Bunker -auch wenn er für manche (wenige) Leute noch so faszinierend ist.
    Frankfurt ist auch nicht die schönste Stadt der Welt, zieht aber doch Touristen an.
    -Ein Grund wird sicher auch die Skyline sein.


    Obwohl Hattingen (z.T.) eine ganz schöne erhaltene Altstadt hat, ist ironischerweise in Bochum weit mehr los.
    Auch in Düsseldorf sind mehr HHs und es fliesst WEIT mehr Geld. -Ist auch ohne Bunker nen Besuch wert....


    Für Hattinger, Herner und noch ner Menge anderer Leute aus dem Umfeld, ist Bochum ein Zentrum.
    Herne hat auch nur 1 HHs und ist lt. einer Studie "die ungesündeste Stadt Deutschlands" (unter den 81 grössten).
    In Herne ist ÜBERHAUPT nicht los.
    -OBWOHL seit Ewigkeiten kaum einer etwas investiert hat, und alles so gemültlich nach Krieg und billigem Wiederaufbau aussieht....
    -komisch....


    Wie ich schonmal schrieb: #44
    "Während die anderen Oberzentren ihre Stellung ausbauen, wird Bochum zum Museum für (ungepflegte) Kriegs -und Nachkriegsarchitektur."


    Zitat Maehler:
    ".....die nächsten wollen am liebsten Metropolis aufbauen und das ganze meist noch übereilt"
    Was meinst du damit? Speziell in Bochum???? Was wurde denn so grossartig verändert im Vergleich zu anderen Städten?
    Metropolis?
    Schön, wenn Bochum zu einer Weltmetropole scheinbar nur noch das Exzenterhaus fehlt.... -hab ich irgendwas verpasst...??


    Zitat:
    "Die Menschen spielen offensichtlich im großen Bauspiel keine Rolle."
    Was sprichst du immer von "den Menschen"??? was sind denn das für Wesen die etwas mit dem Exzenterhaus zu tun haben werden?
    Versuchst du hier etwa den zukünftigen Anwohnern ihre Menschlichkeit abzuerkennen? -damit sie von dir besser als Monster dargestellt werden können???


    Zum Thema Pfahlgründung
    Kann es nicht sein, dass die Pfähle INNERHALB des Bunkers eingesetzt werden?


    Die Sache mit dem Gesichtsfeld ist gar nicht so weit hergeholt.
    Zumindest nicht weiter als deine Behauptung, dass die Anwohner immer nur dazu gezwungen wären, den ganzen Tag vor ihren Häusern zu hocken, auf die Turmspitze zu starren und sich darüber zu beschweren....


    Ob Gérard nun tatsächlich Gerhard ist, ist doch egal.
    Wenn die Fakten und Zahlen stimmen, kannst du ihm doch nicht wirklich "Befangenheit" vorwerfen, und seine Argumente zugunsten deiner "Argumente" entwerten....
    -Doch du kannst...


    Deshalb wird es mir zu ..... weiter auf solch lachhafte Behauptungen einzugehen...

  • @ maehler
    Ich arbeite nicht bei Spangenberg und halte mich zwar in Berlin, aber nicht in seinem Umfeld auf. Ich würde auch Planer nicht mit Architekten gleichsetzen. Beschlussvorlagenkenntnis ist im Zeitalter des Internets keine große Sache. Das Neuste findest du übrigens hier: https://session.bochum.de/soma…o0050.php?__kvonr=7037210 Und ob ich befangen bin, finde ich zumindest solange nebensächlich, solange ich mich auf die schlichten Fakten beziehe. Und mehr als Fakten hab ich hier bisher nicht beschrieben. Aber Fakten lassen wohl manches anders aussehen, als nacherzählte Meinungen. Aber ich verstehe auch ganz zufällig etwas von dem, was ich hier inhaltlich geschrieben habe – das ist mein Job.


    Denkmalschutz


    Ich kann dir ergänzend mitteilen, dass das LWL - Amt für Denkmalpflege in Westfalen - der Überbauung zugestimmt hat. Außerdem kenn ich eine ganze Reihe von Denkmälern, die im Einvernehmen mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden zum Teil sehr weitgehend umgestaltet / umgebaut wurden (darunter auch ein Bunker).


    Stadtsäckel


    Ich hab da andere Informationen als du – insbesondere was zukünftig erforderliche Maßnahmen angeht (wenn der Bunker nicht umgebaut würde).


    Bunker als Sockel


    Ohne den Bunker als Sockel wäre es ein ganz anderes Projekt – deshalb geht es nur an dieser Stelle oder möchtest du den Bunker an eine andere Stelle bringen?


    Pfahlgründung


    Der Baugrund wurde selbstverständlich untersucht und natürlich gibt es die erforderlichen Bodenproben aus allen erforderlichen Tiefen.
    Und die Pfähle außerhalb des Bunkers einzubringen ist wegen der U-Bahn nicht möglich (kein Platz), die Pfähle werden von innen eingebracht – das ist aber nichts wirklich Besonderes. Dass die Pfähle in den im Internet veröffentlichten Plänen nicht zu sehen sind, würde ich auch nicht als was Besonderes ansehen – welchen potentiellen Mieter interessiert das?


    Gesichtsfeld


    Du versuchst durch eine merkwürdige Argumentation richtige Argumente umzudeuten. Es ging darum, dass behauptet wurde, man sähe nur den Turm und sonst nichts. Das Gesichtsfeld ist das Minimum, was man mit den Augen wahrnimmt. Natürlich sieht man als normaler Mensch ohne Bewegungseinschränkung tatsächlich wesentlich mehr – sowohl durch die Bewegung des Auges, als auch durch Bewegung des Kopfes / Körpers. Und vertikal ist das menschliche Gesichtfeld deutlich eingeschränkter (ca. 110°) – da siehst du aus der genannten Entfernung nicht mal die heutige Dachkante des Turms, geschweige denn den geplanten Aufbau - aber du kannst ja ...

  • Gérard
    Ich denke wir machen uns viel zu viel Mühe...
    Bisher wurden doch auch alle Argumente ignoriert.
    Im Zweifelsfalle wurde dann einfach auf etwas anderes ausgewichen. -was in der Regel dann genau so lächerlich war....


    Umso länger der Thread noch wird, umso häufiger kommen die gleichen Darstellungen wieder vor. -soll man jetzt jedes mal die entsprechenden Gegendarstellungen der letzten 6 Seiten neu formulieren??


    Glücklicherweise müssen wir maehler nicht wirklich überzeugen. Er scheint der einzige hier im Forum zu sein, der strikt dagegen ist... egal.


    Vielleicht sollten wir abwarten. Ende des Jahres wissen wir wohl mehr.

  • Im übrigen möchte ich anmerken, daß Mannheim Prunkbauten hat, von denen das Ruhrgebiet nur Träumen kann und das die Augustaanlage noch in Teilen erkennen läßt, daß dich Champs-Elysees dagegen wie ne Armensiedlung ausgesehen haben müssen. So, jetzt könnt ihr euch weiterstreiten!

  • Dortmund hat gewonnen....
    :-(



    :-) fehlt wohl noch duisburg - dann hätten wir alle? konkurrierenden Kandidaten mit den unbekannteren "Skylines".

  • Heute gab es in den Ruhr-Nachrichten wieder einen Bericht über das geplante Exzenterhaus.
    Es wird berichtet, dass aufgrund der Klage der Anwohner das Gericht über das Bauvorhaben entscheiden wird.


    Q: Ruhr-Nachrichten


    Auch in der WAZ wird in der heutigen Ausgabe über das Exzenterhaus berichtet.
    Man habe sich mehrheitlich für das Exzenterhaus entschieden, daraus folgt , dass die Anwohner jetzt vor Gericht klagen wollen, dadurch verzögert sich auch der Baustart. :mad:


    Q: WAZ

  • Laut WAZ wurde nun im Ausschuss für Stadtentwicklung der Bebauungsplan als Satzung mehrheitlich beschlossen. Die Rundbunker-Bürgerinitiative droht nun Klage an.

  • .........und die ganze Innenstadt könnte durch das Bauwerk aufgewertet werden. ;)


    Eines vorab:
    Ich bin weder ein direkter Anwohner noch sonst irgendwie direkt betroffen.
    Allerdings finde ich als Bochumer, dass dieses Monstrum, sollte es denn
    realisiert werden, unsere Stadt verschandeln würde.
    Die Uni-Strasse hat jetzt endlich in der Mitte etwas Grün angesetzt und
    nun soll dieser unförmige Wasserkopf als Blickfang dorthin.
    -------------------------------------------------------------------
    Für die Nicht-Bochumer: Hier etwas zur Einstimmung:
    http://www.bochum.de/zeitpunkte/bd8_05.htm
    Und hier mal ein Blick von Süden nach Bochum.
    http://home.arcor.de/fhy/kirchen/200...0073a-1000.jpg
    Am rechten Bildrand würde dann dieser Fremdkörper aufragen.
    -------------------------------------------------------------------
    Und: Die Parkplatzsituation ist nicht nur ein Argument der "Gegner"
    In dem Viertel ist wirklich immer alles dicht.

  • Das Europahaus oder die sogenannten TwinTower, der Bahnhof die Verwaltung von ARAL/BP die Uni, die Post, das alte Stadtwerkehaus oder der ganze Rest von Bochum sehen auch nicht besser aus.


    Ich finde das Exzenterhaus ist ein origineller Entwurf und nicht schlechter als 90% der anderen Hochhhäuser in Deutschland.


    Findest du, dass das gegenüberliegende Arbeitsamt etwa schöner ist? -oder der Bunker? oder die billigen 50er Jahre Reihenhäuser? -speziell die unsanierten?


    Da die Parkraumnot schon jetzt besteht, liegt wohl eh schon ein Problem vor, das gelöst werden muss. Das ist ja nicht jetzt schon Schuld des Exzenterhauses.
    Aber falls es gebaut wird, steigen die Chancen, dass sich generell etwas in dem Viertel bewegt und ändert. -auch zum Positiven.
    Ohne Impulse wird wohl eher nichts gemacht. -wie bisher.


    Bochum ist nicht die einzige Stadt auf der Welt wo es Viertel gibt wo man kaum Parkplätze bekommt. In Essen Rüttenscheid gibt es Wohngegenden, wo Autos oft wider der Anordnungen stehen -und da die Polizei die Situation kennt, drückt sie in der Regel bei nicht allzu krassen verstössen ein Auge zu.
    Auch ohne Hochhaus.

  • Ich finde die Klage der Einwohner lächerlich .......


    Ich finde die Klage der Anwohner gar nicht lächerlich sondern recht begrüßenswert,
    allerdings aus anderem Grund (denn ich bin selbst nicht
    direkt betroffen, also kein Anwohner, "nur" Bochumer), da ich das geplante Bauwerk
    als kopflastige Mißgeburt empfinde, die das Stadtbild eher verschandeln als bereichern würde.
    Ich hoffe, es wird sich herausstellen, dass dieses aufgepfrofte Glaszylindermonstrum
    sich wirtschaftlich nicht rechnet; dann wäre es hoffentlich vom Tisch.
    Laßt den Bunker so wie er ist!
    (Wenn der Bunker genutzt werden soll, dann als ein Museum der
    Zeit "Bochum 1940-45" Kaum jemand kann sich heute noch vorstellen,
    wie die Produktion während der Kriegsjahre in unterirdischen Stollen
    stattfand. Das unterirische Bochum wäre durchaus ein "Magnet"
    für den Industriekultur-Tourismus).