Bertha-von-Suttner-Platz

  • Bertha-von-Suttner-Platz

    Heute stand folgendes im General-Anzeiger Bonn:


    "Keine Provisorien mehr für den Suttnerplatz"


    die Stadt Bonn soll nun die gesamte Fläche neu gestalten - Damit in Zukunft die Anbindung an die sanierte Kennedybrücke klappt, rücken die Busspuren nach außen. Zunächst war nur der Neubau der Straßenbahnhaltestelle mit Hoch- und Tiefbahnsteig in der Platzmitte vorgesehen.
    Weil nun nur wenige hundert Meter weiter die Sanierung der maroden Kennedybrücke ansteht, hat die Verwaltung ihre Pläne überarbeitet, um den Verkehr richtig zu verknüpfen. Dafür kann die Stadt auch noch Fördermittel beim Land beantragen, bis Ende 2007 soll der Suttnerplatz samt Gehwegen fertig sein.
    Der zusätzliche Raum entsteht durch die Gestaltung der Haltestelle. Sie ist wesentlich schmaler als die alte vom Nahverkehr genutzte Insel. Die Fahrbahnen für Busse und Autos rücken weiter in die Mitte und die Fahrradfahrer bekommen einen markierten Radstreifen auf der Fahrbahn. Weichen muss dafür eine Baumreihe, die zurzeit noch auf der Mittelinsel steht. Als Ersatz wird an den Seiten neuer Ahorn gepflanzt.
    Außerdem ist Platz für Lampen, Bänke und Papierkörbe, für eine behindertengerechte Toilette und Wartehäuschen für die Busfahrgäste. Für Lieferanten, die oft einen der Rechtsabbieger zum Belderberg blockieren, wird eine Ladezone eingerichtet. Bevor die Gestaltung der Platzränder beginnen kann, müssen die Kanäle saniert werden. Die Stadt geht davon aus, dass Bushaltestellen, Straßenbelag, Gehwege und Kanäle insgesamt rund 1,5 Millionen Euro kosten.
    (23.05.2006)


    hört sich interessant an-schliesslich kann man am B.v. Suttnerplatz nicht viel falsch machen.


    kennt jemand die genauen Pläne? Gibts Bilder oder Modelle?


    ist in irgend einer Weise auch eine Aufwertung der Architektur (Umgestaltung/Neubau) geplant?


    vielleicht wird dadurch ja der Wert des Platzes angehoben, bessere Geschäfte stellen sich ein und vielleicht möchte dann ja jemand in Zukunft dort verweilen... Immerhin haben sich ja in letzter Zeit ja zwischen den Fastfoot-Läden und Ramschverkäufen einige nette Innenausstattder und Möbelläden am Platz und Umgebung angesiedelt. Mit ein wenig Engagement könnte man am Platz Veränderungen anstoßen, die diesen Teil Bonns wieder in die Innenstadt zurückhohlen... Vielleicht wird ja mal ein netter Boulevard draus.. Hätte auf jeden fall etwas, die alte Innenstadt und nebenan ein moderner, schöner Platz, wo man gerne einkauft und verweilt?? Schlisslich ist der Platz die einzigste Ecke von Bonn, wo man ein bischen was von Großstadt schnuppern könnte, wenns schöner wäre und die Läden ansprechender, und vielleicht etwas Aussengastronomie...

  • Die Entscheidung ist natürlich die einzig richtige. Bis zu neun Meter sollen die Bürgersteige werden, und daraus läßt sich etwas machen.
    Schön ist auch, daß so eine Lösung gefunden werden muß, die den aktuellen Busverkehr bewältigen kann, und keine, die nur einem heruntergerechneten zukünftigen genügt.


    Die Gestaltung wird wohl nicht besonders hochwertig, was schon an der neuen Straßenbahnhaltestelle zu erkennen ist. Wurde am Konrad-Adenauer-Platz noch Kopfsteinplaster im Gleisbereich verwandt, benutzt man am Suttnerplatz einen blauen Betonstein. Ich hätte mich über eine einheitliche Gestaltung gefreut, um beide Brückenköpfe über städtebauliche Motive miteinander zu verbinden.


    Eine Aufwertung des Platzes ist dennoch gewiß; für den weiteren Verlauf der Oxfordstraße sehe ich da auch mit Umbau weniger Potential.
    Der Platz bleibt natürlich weiterhin ein lärmender Verkehrsplatz. Das finde ich nicht schlimm, doch ob dies ideale Bedingungen für eine hochwertige Außengastronomie sind, weiß ich nicht. Vielmehr werden die bestehenden Imbisse Plätze im Freien anbieten. Doch auch das wäre ein Gewinn.


    Daß endlich die Bildung eines geschlossenen Kneipenviertels in Bonn forciert wird, ist überfällig. Bonn hat nicht wenige Cafés und Restaurants, doch selbst in der sog. Altstadt erreichen sie nicht die nötige Dichte für ein Gastronomie-Viertel, das auch überregional Besucher lockt.
    Hier sollte man endlich mehr Tatendrang zeigen, doch leider reicht öffentliche Iniatitive nicht aus.

  • Die Lösungsansätze sind interessant und stellen sicherlich alle ein Verbesserungsmöglichkeit dar.
    Schade nur, dass es letztendlich so lange dauert, bis Ideen in die Tat umgesetzt werden. Immerhin simd schon 8 Jahre vergangen seit der ersten Idee, bis erste Umbaumassnahmen beginnen.
    Ausserdem scheint die Stadt die architektonische Aufwertung des Platzes völlig auf die lange Bank geschoben zu haben. in den Wettbewerbsbeiträgen gab es einige Vorschläge für neue Bauten/ Aufstockungen. Ich glaube, dass bei entsprechender Weichenstellung private Investoren sehr zügig Um- und Neubauten am Platz ausführen werden.
    Es wird darrauf hinauslaufen, dass irgendwann der Boulevard fertig ist, Abriß-oder Umbauarbeiten an den umgebenden Gebäuden aber für viele Jahre Lärm und Dreck verbreiten und Geschäft schädigen werden. Wenn die Stadt alles in einem erledigen will, sollten die umgebenden Gebäude unbedingt einbezogen werden.
    Insgesamt scheint in der Bonner Stadtplanung lediglich die Funktion der Stadt von Interesse zu sein, die frage nach der zu erbauenden Architektur dagegen sehr unwichtig. Den Eindruck hatte ich schon bei der Diskussion des Bahnhofsvorplatzes mit Bürgerbeteiligung

  • Ich freue mich über den Umbau. Was bislang fehlt in Bonn ist ein großstädtischer Boulevard, wo auch und gerade nach Geschäftsschluss und am Wochenende noch etwas los ist. Die Ecke hat sich ganz gut gemausert mit neuen Bars, Clubs und Cafés, da kann was draus werden.


    Der Autoverkehr stört nicht, auf den Kölner Ringen ist auch immer was los trotz oder wegen des Verkehrs. Ich hoffe nur, dass man auch die Idee des Media-Turms in absehbarer Zeit verwirklichen wird.

  • An den Media-Turm glaube ich irgendwie nicht, weil er zusätzliches Geld kostet.


    Inzwischen steht übrigens die Stahlkonstruktion für das Glasdach der Niederflurhaltestelle, der Hochbahnsteig ist in Bau.

  • Heute wurde auch der Hochbahnsteig eingeweiht. Damit ist die Haltestelle fertig. Im Großen und Ganzen ist das ganz gut geworden, nur leider sieht das verkürzte Haltestellendach nicht besonders schön aus...

  • Das kurze Dach ist mir auch schon negativ aufgefallen.


    Gestalterisch bleibt der Neubau leider weit hinter den neuen Haltestellen am Konrad-Adenauer-Platz zurück.

  • Die Beleuchtung ist sehr dezent in die Spitzen der Masten integriert, welche sowohl das Dach als auch die Oberleitungen halten. Sieht besonders nachts sehr schoen aus.

  • Stimmt, doch das war es auch schon an positiven Eindrücken, die der neue Bahnsteig bei mir hinterließ.
    Insgesamt gefällt mir das `Beleuchtungskonzept´ am Adenauerplatz viel besser, wirkt urbaner und auch freundlicher.


    Und das Kopfsteinpflaster in Beuel ist auch hochwertiger als der blaue Kunststein zwischen den Gleisen am Suttnerplatz.

  • Jaja der dunkle Kunststein, scheint neuerdings die Loesung in der gesamten Innensdtadt zu sein. Solange es nicht der rote ist... und alllemal besser als die graue Standartbetonplatte oder graues Betonpflaster

  • Bis auf die verkürzte Überdachung gefällt mir die neue Haltestelle eigentlich gut. Farbgebung und "Accessoires" wie Stationsschilder, Sitzbänke etc. wirken schon edel. Bei der Beleuchtung muss man abwarten, was für die Randbereiche des Platzes geplant ist. Man hat die Beleuchtung wohl bewußt etwas dezenter gewählt, um die Haltestelle nicht zu aufdringlich und "billig" wirken zu lassen. Zu den Kunststeinen: ich hätte am liebsten ein Rasengleis gehabt, um die Verkehrsfläche etwas aufzulockern.


    Apropos, hat die Neugestaltung des Platzes erste Auswirkungen auf die Eigentümer anliegender Grundstücke? Die Baulücke neben dem Dede-Grill wurde planiert und eingezäunt. Ob das was geplant ist?

  • mischakr,


    roter Kunststein wäre sicherlich schlimmer, aber das macht den blauen nicht besser.
    Es gibt immer wieder Städte, die zumindest in der Alt- oder Innenstadt durch qualitätvolle Pflasterungen auffallen, und Bonn hätte, wenn es schon seine Fußgängerzone neu gestaltet, diese Gelegenheit nutzen müssen. Auch, um so andere Stilbrüche, die der Innenstadt ihr geschlossenes Bild rauben, durch ein entgegengesetztes einendes Band zu überbrücken.


    Dieses Band muß allerdings auch positiv auffallen und einen Wiedererkennungswert haben. Ich würde nicht sagen, daß der dunkle Kunststein diese Aufgaben erfüllt.

  • 1) der antrazitfarbene Stein ist O.K. für den B.v. Suttnerplatz-Naturstein wäre natürlich besser, aber scheint kaum noch möglich heute aus finanziellen Gründen. Wie sollen eigentlich die Bürgersteige gestaltet werden?
    In der historisch geprägten Innestadt passt der antrazitfarbene Stein kaum, Natursteinplaster wäre optimal. An allen Stellen, wo geschwungene Strassen mit dem Betonpflaster ausgelegt wurden, siehts unelegant aus. Kompromiss wäre ein Gemisch Natursteinpflasterung/Betonstein wie an anderer Stelle in der Innenstadt.


    2) War heute noch mal in der Innenstadt: Um den B.v. Suttnerplatz beginnen erste private Verschönerungen: Das Möller-Haus an der Oper wird eingerüstet, auf der gegenüberliegenden Seite wir ein Haus, welches erst vor kurzer Zeit eine neue Fassenbemalung bekommen hat (blau-rot-gelb), erneut eingerüstet (vielleicht auch nur eingerüstet, damit man mit dem großen Werbeplakat Geld verdienen kann, solange noch nicht vermietet wird?). Vielleicht geschieht auch etwas an der kleinen Baulücke auf der Südseite des Platzes Neben dem Dede-Grill (wie schon oben erwähnt)? zu hoffen wäre es ja.


    Hab den Eindruck, es stehen in der Umgebung viele Büroräume leer, wo doch Bonn sont eher besser dasteht was die Situation der Vermietungen angeht-und das in Innenstadtlage! Warscheinlich sind den meisten Investoren die Projekete am B.v. Suttnerplatz einfach zu klein, oder sie warten alle bis endlich der große Aufbruch losgeht.


    Immerhin gibt es zunehmend Inneneinrichtungshäuser in der Ecke-Bald eröffnet Bo-Concept am unteren Ende des Friedensplatzes.


    @Zet101
    Ach Ja-Ich habe nur einen Renomee-Punkt, fällt mir gerade auf? Wie bekomme ich die, und wofür sind die eigentlich gut? Du hast auch nur einen, ZET101, können uns ja gegenseitig empfehlen, dann bekommen wir vielleicht mehr, oder? (;-I)

  • Zitat von mischakr

    Vielleicht geschieht auch etwas an der kleinen Baulücke auf der Südseite des Platzes Neben dem Dede-Grill (wie schon oben erwähnt)? zu hoffen wäre es ja.


    Sieht leider nicht so aus. Laut Baustellenschild sind nur zwei zusätzliche Wandöffnungen bei Nutzungsänderung entstanden. Es sieht so aus, als firmiere der Grill jetzt als Restaurant und die zusätzlichen Öffnungen waren vermutlich eine Auflage zwecks Entfluchtung im Brandfall.

  • An der Innenstadtseite des B.v.S. Platzes ist die Fahrbahn fertiggestellt, die Bordsteine gelegt. Die Breite des Bürgersteigs dürfte ca 9 m sein in der Platzmitte, wirklich angenehm zum flanieren. Genau dasselbe hätten auch die anderen Schneisen in unserern Städten verdient!
    Der Bodenbelag ist noch ein Chaos, geht erst nach Weihnachten weiter.

  • In diesen Tagen schreiten die Kanalbauarbeiten am Suttner-Platz voran, anschließend geht es an die Vollendung der Platzgestaltung, die Ende des Jahres anvisiert wird.
    Mit der neugestalteten Kennedybrücke soll dann ein einendes städtebauliches Band über den Rhein hinweg gespannt werden.
    Als Vorgeschmack die geplante Endausbaustufe des Platzes, wobei die Lichtstele in der Mitte meines Wissens noch nicht budgetiert ist.


    Aus Richtung Kennedybrücke:
    http://www.stefan-schmitz-arch…es/30x800suttnerplatz.jpg
    Vogelperspektive:
    http://www.stefan-schmitz-arch…n.de/media/images/bs3.jpg
    In Richtung Kennedybrücke:
    http://www.stefan-schmitz-arch…n.de/media/images/bs2.jpg

  • Der gewonnene Platz am Rand wird schneller wieder zugestellt, als er geschaffen wurde. Akribisch wurde für jeden Fleck ein Stadtmöbel eingeplant, damit der Platz ja nicht einfach sinnlos Platz ist.


    Der Media-Turm bringt mich auf eine Idee. Großformatige und charakteristische Leuchtreklame an den eher durchschnittlichen Fassaden könnte aus dem Platz durchaus etwas machen. Solche Schilder können, dafür gibt es ja Beispiele genug, durchaus zu einem Wahrzeichen werden, wenn sie nur individuell genug gestaltet sind. Eine bessere Perspektive, als ewig auf neue Fassaden zu warten.