HafenCity I [Januar 2004 - März 2007]

  • HafenCity I [Januar 2004 - März 2007]

    Mod(Samuel) EDIT:

    Fakten


    Baubeginn: 2001 - ~2025


    Größe: 155 Hektar


    davon Wasserflächen: 1/3


    Landflächen: 2/3


    Parkanlagen: 5,8 Hektar öffentliche Parkanlagen


    Promenaden und Plätze: 11 Hektar Promenaden und Plätze


    Wohnungen: 5500 (ca. 20 000 Bewohner)


    Arbeitsplätze: 40.000 Arbeitsplätze


    Investitionskosten: Rund 5 Milliarden Euro Investitionskosten


    Verkehrsanbindung: Neue U-Bahnlinie U4 ab 2011


    Lage: Südlich der Landungsbrücken im alten Hafen. Auf dem Sandtorkai, Dalmankai,großem Grasbrook, kleinem Grasbrook, Strandkai, Magdeburger Hafen, Brooktorkai, Kaiserkai und auf dem Überseequartier


    Entfernungen: -zum Rathaus: 800 m
    - zum Hauptbahnhof: 1.100 m
    - zum Flughafen: 9.500


    Geschossfläche: 1,8 Mio.qm


    Ausdehnung: 3.300 Meter (Ost-West)
    1.000 Meter (Nord-Süd)


    Austellung:


    Im alten Kesselhaus in der Speicherstadt (Am Sandtorkai 30) wurde ein Ausstellungs- und Dokumentations-Center zur HafenCity eingerichtet.


    Ein Modell im Maßstab 1:500 informiert interaktiv über den jeweils aktuellen Planungsstand. An sogenannten Wissensstationen erhält der Besucher audio-visuelle Informationen über die Hafen-City, aber auch über andere Themen, wie die Geschichte großer Hafenstädte oder Hochwasserschutz. Außerdem sind Modelle und Fotos berühmter Schiffe ausgestellt.

  • Beschlossen: Tamm-Museum in HafenCity


    Senat will 30 Millionen Euro investieren. Ansonsten soll sich der Betrieb aus Eintrittseinnahmen finanzieren



    Quelle: Abendblatt

  • das Überseequartier


    Das Herz der HafenCity soll bereits ab 2009 am Magdeburger Hafen schlagen - mit dem Überseequartier im Zentrum als dem größten Areal für Einkaufen, Wohnen, Büros und Unterhaltung. Sogwirkung wird das Ensemble der Maritimen Erlebniswelt auf der westlichen Kaispitze des Überseequartiers haben. Die Maritime Erlebniswelt lädt die jährlich mehreren hunderttausend erwarteten Besuchern dazu ein, in die Welt der Ozeane einzutauchen - mit einem Science Center zum Thema "Meere - der 6. Kontinent". Science Center läuten einen Wandel der Freizeitwelten ein: Wissen wird spielerisch vermittelt und bringt zugleich Spaß.


    So können z.B. in einer zentralen Halle Großphänomene wie Hurrikane und Tornados demonstriert werden. Darüber hinaus werden ein schon lange gewünschtes Groß-Aquarium sowie eine rund 1.000 Quadratmeter große Ausstellungshalle für Sonderausstellungen gebaut. Ein 3D-IMAX-Kino soll diesen maritimen Kulturgenuss mit erstklassigen Naturfilmen auf einer Projektionsfläche - zehn Mal so groß wie eine klassische Kinoleinwand - abrunden.


    Den Auftakt für die Maritime Erlebniswelt bietet bereits ab 2006 das "Internationale Schifffahrts- und Meeresmuseum Peter Tamm" mit einer weltweit einzigartigen Sammlung maritimer Exponate im Kaispeicher B, dem ältesten Speicher der Speicherstadt

  • Re: Hafencity-News

    Aussichtstürme für unsere HafenCity


    Der Manager des gigantischen Bauvorhabens über neue Marketingkonzepte, Wahrzeichen und die »24-Stunden-Stadt« für den Magdeburger Hafen



    Quelle: Morgenpost







    Tamm-Museum: Sponsor zahlt 1,5 Millionen


    HafenCity: Die größte maritime Privatsammlung der Welt hat einen ersten Geldgeber



    Quelle: Abendblatt
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  • Im TV-Sender Hamburg 1 sprach sich SPD-Spitzenkandidat Mirow zudem gegen eine Stadtbahnverbindung in die HafenCity aus. Die vom Senat geplante U 4 sei aber zu teuer. Er bevorzuge eine aufgestelzte Erweiterung der U 3, die vom Baumwall abzweigen könne.

    (aus dem Hamburger Abendblatt)



    Das wäre die absolut optimale Lösung....also an alle Hamburger: SPD wählen:zunge:

  • Fundraising: 290 Gäste spendeten für das Amerika- Zentrum im Curio-Haus.


    500 Euro zahlte jeder der 290 Gäste für das exquisite "Fundraising Dinner" zu Gunsten des Amerika Zentrums, zu dem Freitagabend Bürgermeister Ole von Beust (48), US-Generalkonsulin Susan Elbow (46) und US-Botschafter Daniel R. Coats (60) ins Rathaus gebeten hatten. Das Zentrum, dessen umfangreiche Sammlung aus 9000 Büchern, US-Dokumentarfilmen sowie Off- und Online-Datenbanken zurzeit im Curio-Haus untergebracht ist, soll im Jahre 2006 einen neuen, repräsentativen Sitz in der HafenCity bekommen.


    Quelle: http://www.abendblatt.de

  • Neue Konzerthalle in der HafenCity


    Die HafenCity bekommt eine neue Konzerthalle. Die beiden kugelförmigen Gebäude mit einem Durchmesser von 50 und 26 Metern kosten rund drei Millionen Euro. Die 27 beziehungsweise 14 Meter hohen Iglu-ähnlichen Kuppeln sind durch einen Gang miteinander verbunden. Sie bieten Platz für 5000 beziehungsweise 1000 Menschen. Bereits für Mitte Februar ist die erste Musikveranstaltung in der ungewöhnlichen Konzerthalle geplant.



    Quelle: http://www.abendblatt.de

  • Original geschrieben von Welfe
    Innerhalb Hamburgs sind Staus fast unbekannt


    Das kann ich leider nicht so stehen lassen. Fahr mal an einem beliebigen Wochentag nachmittags auf dem Ring 3 von Schnelsen/Niendorf in Richtung Eidelstedt/Stellingen. Oder, zur selben Zeit, aus Richtung Wandsbek kommend über die Alsterbrücken nach Hoheluft. Oder auf der Rothenbaumchaussee. Oder morgens zwischen 7 und 8 auf der Friedrich-Ebert-Straße/Kollaustraße. Gute Chancen, zu Fuß schneller als per Auto zu sein, hat man man ansonsten auch im Nedderfeld, auf der Fruchtallee oder der Osdorfer Landstraße. Das waren natürlich nur Beispiele.


    Für viele dieser Staus ist allerdings, das muss man zugestehen, der total überlastete Elbtunnel kausal verantwortlich. Ist der erst fertig (dank Senator Mettbachs eigenwilliger Planung und mangelhafter Kommunikation mit dem Bund kann das noch einige Jahre dauern), wird es vielleicht besser.


    Recht geben muss ich allerdings der Bevorzugung einer U-Bahn in die Hafencity, wobei mit Mirows Stelzenlösung optimal zu sein scheint. Schon jetzt ist die Fahrt mit der U3 entlang der Landungsbrücken ein einmaliges Erlebnis! Zudem dürfte diese Lösung tatsächlich viel billiger sein, als eine "echte" U-Bahn.


    P.S.: SPD sollte man in Hamburg natürlich auch aus ganz anderen Gründen wählen! ;)

  • Ich war heute in der Ausstellung zur Hafenerweiterung!
    Sie ist wirklich sehr zu empfehlen! Auf der offiziellen Seite gibt es auch einen link zur Austellung.


    Hier der aktuelle Zustand am Dalmankai Richtung Grasbrook und Sandtorhafen

  • Vielen Dank für die sehr schönen Bilder!


    Für Nicht-Hamburger: Das letzte Bild zeigt nicht die Speicherstadt sondern die ganz in der Nähe gelegene Deichstraße in der Altstadt. Es ist das letzte erhaltene Ensemble typischer Hamburger Kaufmannshäuser aus dem 18. Jahrhundert. Das Bild zeigt die Häuser von hinten, von der Fleetseite ("Fleet" ist der Hamburger Begriff für die die Stadt durchziehenden kleinen Kanäle). Von dort aus wurde die Handelsware mit Lastkähnen (sogenannten Schuten) herangefahren und per Giebelkran in die Lager auf dieser hinteren Haushälfte verfrachtet. In der vorderen Hälfte der Häuser, die zur Straße zeigte und oft auch repräsentativ verputzt war, lagen die Wohnräume und das Kontor, heute würde man sagen: Die Büros. Wohnen, Verwalten und Lager - alles unter einem Dach.


    Diese Art Häuser mußte aufgegeben werden als Hamburg im Jahr 1888 dem Deutschen Zollverein beitrat. Von nun an mußte für Waren, die in die Stadt eingeführt wurden, wie überall im Deutschen Reich Zoll gezahlt werden, während die bis dahin in der ganzen Stadt zollfrei lagern konnten, was den Handel natürlich wesentlich erleichterte.


    Für den Beitritt der Stadt zum Zollverein hatte Hamburg nun eine Bedingung ausgehandelt, nämlich daß das Hafenareal selbst Zollausland blieb. Der Hafen blieb ein sogenannter Freihafen. Das ist bis heute so: Waren müssen erst verzollt werden, wenn sie das Hafengelände verlassen. Nun mußten die Kaufleute, wenn sie weiterhin die Vorteile der Zollfreiheit genießen wollten, ihre Warenlager in der Stadt auflösen und auf das Hafengebiet verlagern. Dafür entstand die Speicherstadt. Für sie wurde ein ganzes Stadtviertel, der (besonders schöne) Holländische Brook, dem "Hafengebiet" zugeschlagen und abgebrochen, Über 20.000 Bewohner wurden umgesiedelt, hauptsächlich in das Dorf Barmbek nördlich der Innenstadt, das sich dadurch in einen dicht besiedelten Arbeiter-Stadtteil wandelte.


    Auf diese Weise verlor das traditionelle Kaufmannshaus mit Wohnung, Büros und Lager unter einem Dach seine Funktion. Die Speicherstadt funktionierte zwar im Prinzip genauso: Warenanlieferung über die Fleete auf der Rückseite, Einlagerung per Giebelkran, Büros auf der Vordersdeite, aber die Wohnungen blieben in der Stadt.


    Übrigens: So weit ich weiß ist die Speicherstadt bis heute der einzige Ort, an dem heute noch in großem Stil mit Giebelkränen gearbeitet wird. Es gibt einen eigenen Berufstand derjenigen, die diese Anlagen bedienen, der "Quartiersleute". Allerdings werden heute die Waren fast ausschließlich per Lastwagen von der Straßenseite aus angeliefert. Durch die Fleete fahren pratisch nur noch Touristenboote.

  • Zitat von Kampflamm

    Schon fast kriminell, so ein großes Projekt mit so langweiliger, durchschnittlicher Architektur zu "stopfen".


    Das kann man eigentlich nur behaupten, wenn man sich nicht wirklich mit den Planungen auseinandergesetzt hat. Bislang steht nur das Aussehen von vielleicht 20-25 Gebäuden fest, darunter die spektakuläre Philharmonie und der wunderschöne Kaispeicher B. Natürlich kann man ein komplettes Stadtviertel nicht ausschließlich mit extravaganten Bauwerken zupflastern - das wäre wirklich kriminell - aber auch die übrigen Gebäude, die zum Teil schon im Bau sind, weisen die ein oder andere überraschende Idee auf, ohne dabei die wichtige Homogenität des Ganzen zu gefährden.

  • Zitat von manitu

    Das kann man eigentlich nur behaupten, wenn man sich nicht wirklich mit den Planungen auseinandergesetzt hat. Bislang steht nur das Aussehen von vielleicht 20-25 Gebäuden fest, darunter die spektakuläre Philharmonie und der wunderschöne Kaispeicher B. Natürlich kann man ein komplettes Stadtviertel nicht ausschließlich mit extravaganten Bauwerken zupflastern - das wäre wirklich kriminell - aber auch die übrigen Gebäude, die zum Teil schon im Bau sind, weisen die ein oder andere überraschende Idee auf, ohne dabei die wichtige Homogenität des Ganzen zu gefährden.


    Ich kann dir nur zustimmen, manitu!
    Den Kaispeicher A als langweilige durschnittliche Architektur abzutun, kann ich so nicht nachvoll ziehen, aber gut, jeder hat seine Meinung.
    Rendering:

  • mit der hafen-city - so wie sie jetzt geplant ist - wurde leider eine riesen-chance verpasst. trotzdem gibt es einige highlights: das museum im kaspeicher b zum beispiel ist ein tolles projekt.


    man kann übrigens auf keinen fall pauschalisieren und sagen, dass moderne langweilig ist...das wäre so, als ob man sagen würde, die speicherstadt ist langweilig, weil dort jedes gebäude irgendwie gleich ist und das alles sehr eintönig wirkt.

  • Jonny
    Ich habe nie behauptet, dass das ganze Projekt interessant wäre. Jedoch lässt sich m.E. nicht bestreiten, dass gewisse Gebäude, wie zum Beispiel die Elbphilharmonie, eine einmalige Form haben.


    Da überhaupt erst rund ein Duzend Gebäude näher geplant sind, kann man sich noch kein umfassendes Urteil über die architektonische Qualität des gesamt Projektes erlauben. Lediglich der Sandtorkai und geringe Teile des Dalmankais sind bisher im Bau.

  • @JDR: Ich schreibe das immer? Ich habe bisher wieviele Beiträge insgesamt geschrieben? 5? 6? Du musst mich verwechseln.


    BMXican: Ich bleibe bei der Feststellung, dass man sich zum jetzigen Zeitpunkt als Trottel outet, wenn man behauptet, die Hafencity wäre nach aktuellem Planungsstand ein Reinfall. Vielleicht 5-10% der Gebäude sind überhaupt erst entworfen, wie kann man da pauschal über ein Projekt urteilen, dessen letzte Schritte erst in über 20 Jahren vollzogen werden sollen? Wenn man sich mit den Planungen allerdings nur so oberflächlich befasst hat, dass man nicht mal weiß, dass das aktuelle Modell der Hafencity fast nur aus Platzhaltern besteht, sollte man sich besser nicht (negativ) äußern.


    Neben den Gebäuden spielt die Freiflächengestaltung eine große Rolle. Was da bislang an Planungen besteht, vor allem unter Einbeziehung des reichlich vorhandenen Wassers, ist traumhaft und in dieser Form nirgendwo anders in Deutschland möglich.

  • Die architektonische Qualität ist soweit aber nicht berauschend. Solche Gebäude entstehen in jedem Stuttgarter Gewerbegebiet.


    Die Hafencity muß sich schon am Düsseldorfer Medienhafen messen, und dieser Vergleich fällt vernichtend aus.

  • manitu, erstens habe ich nichts gegen die hafen city gesagt. dass man eine riesen-chance verpasst hat, hat wenig mit den einzelnen gebäuden zu tun, sondern mit dem gesamtkonzept. das ist meiner meinung nach nicht besonders geglückt.
    zweitens, das was bisher von der hafen city zu sehen ist, ist auch nicht besonders berauschend (siehe jinstuttgart's beitrag). ich hoffe, die entwickler haben sich ein paar trümpfe für später aufgehoben.