Rund um den Domplatz

  • Ja Tobert - ich stimme Dir zu - ein Glasbau auf dem Domplatz würde dort die ganze optische Szene sprengen. Ätzend -
    Heute im Abendblatt haben sie dann noch ein Seeschiff aus Glas gezeigt -
    noch schlimmer dort an dem Platz.
    Eine Kirche brauchen wir auch nicht - denke ich .


    Wie wäre es mit dem Hamburger Tor?
    In angepasstem Material - und natürlich nutzbar für alles, was da geplant war?


    Denn, dahinter liegt der Hafen - und auch wenn es nicht genau die Uralt-Stadtgrenze ist - könnte ich mir vorstellen, dass es zu 97 "-Wällen passt, die Hamburg hat.


    Wenn das Tor auch offen wäre, wie das Logo (nicht das Wappen) entspräche es einer Passage von der aus man dann alle Eingänge erreichen könnte.
    Wäre oben noch ein Cafee mit Aussichtsplattform - wäre auch nicht schlecht.
    Aber das ist auch nur mal so eine naive Idee.

  • eigentlich ist der Platz auch geeignet für einen Kinder-Abgabe-Spielplatz.
    So sehr gross empfinde ich ihn jedenfalls nicht.


    Und für so einen Kinderplatz wäre auch HOLZ mal eine angenehme Alternative.
    Von mir aus dann die Kirche in holz - wie sie einmal gewesen sein soll.


    Ach ja - die Stadt ist ja kein Weihnachtsmann..:D

  • Zudem ist die Höhe von 27 Metern Ausdruck des notorischen Größenwahns der Hamburger Standortpolitiker und wird dazu führen, daß der Würfel optisch sowohl die Petrikirche als auch das benachbarte Zeitungsgebäude am Speersort optisch erschlägt.


    27 Meter und Größenwahn? :lach: Diese Höhe ist an diesem Standort noch völlig ok, da das Gebäude damit nicht wesentlich höher sein würde als die Umgebung. Was mir eher sauer aufstößt ist der fehlende architektonische Bezug des Entwurfes zum historischen Standort und seine Kälte, die er mir als Betrachter vermittelt.

  • Per se ist der Entwurf nicht übel nur ist er leider am Domplatz im wahrsten Sinne des Wortes fehl am selbigen.
    Die Tatsache, dass Hamburg eine (noch) recht schöne Altstadt hat lässt unsere Herren Politiker wohl veranlassen, jeden H(a/)umbu(r)g durchgehen zu lassen.:nono:

  • Die Eröffnung der Austellung über die geplante Bebauung des Domplatzes gibt Anlass für neuen Zündstoff zwischen den Politikern. Spricht Senator Freitag noch von einem "architektonischen Juwel" hält es der Fraktionsvorsitzende der Grünen für "eine gigantische Lackierhalle"



    Die Ausstellung an der Curienstraße 1 (direkt am Domplatz) ist täglich von 12 bis 18 Uhr kostenlos zu sehen. Hat vielleicht jemand Zeit und Lust da vorbei zu schauen?



    http://www.abendblatt.de/daten/2006/02/17/534539.html

  • durchaus möglich, dass wir dir dafür dann sehr dankbar wären! ;)


    ich bin auch für einen neuen wettbewerb! ehe dort so etwas entsteht, lieber eine grünanlage mit großem brunnen um der historischen bedeutung gerecht zu werden!

  • "Laut SPD ist der Entwurf für den Domplatz so schlecht, dass der Wettbewerb erneut ausgeschrieben werden soll! "
    Das kostet zwar wieder Geld. Aber seis drum, bevor das Grauen wirklich gebaut wird.
    Ich fasse es immernoch nicht, wie man mit einem historischen Ort wie dem Domplatz derart unsensibel umgegehen kann.

  • Ein paar Zitate. Wirklich köstlich, wenn es nicht so traurig wäre:
    Es ist eine sehr empfehlenswerte Ausstellung, denn dem, der sie besucht, erscheint der räudige Parkplatz plötzlich gar nicht mehr so räudig. Und das graue Nichts wirkt geradezu sympathisch.

    Doch im Vergleich zu den vielen wunderbaren Kristallhäusern der Architekturgeschichte, von Bruno Taut bis Coop Himmelblau, wirkt dieser Entwurf eher wie ein leckgeschlagenes Riesenaquarium.



    Zum Nachdenken:
    Vielleicht erinnert sich dann ja Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust (CDU) wieder an das, was ihm vor ein paar Jahren noch ungemein wichtig war. Damals saß er in der Opposition, klagte über »den lieblosen Umgang der Stadt mit ihren herausragenden Plätzen« und ließ für den Domplatz einen erstaunlichen Plan ausarbeiten. Mit Feldsteinen sollten die Grundrisse von Hammaburg und Dom nachgezeichnet werden, ergänzt durch ein paar Schautafeln und ein Informationszentrum. Es war ein einfacher, ein billiger, vor allem ein würdevoller Vorschlag. Genau das, was Hamburgs Domplatz braucht.


    Amen!

  • Wahrzeichen


    Früher war es der Stolz der Bürgerstädte, mit ihren Bauten etwas zu schaffen, das bleibt – als architektonisches Zeichen ihres Selbstbewusstseins. Auch der Domplatz-Neubau sollte ein »Wahrzeichen der Stadt« werden, hieß es in den Auslobungstexten. Und in einem zynischen Sinne ist er das wirklich: das Wahrzeichen einer Stadtgesellschaft, die jeden Anspruch auf die Gestaltung ihrer öffentlichen Räume aufgibt und ihre Geschichte als lästig empfindet, da kommerziell unergiebig.

  • Aslo ich habe mir gerade die Ausstellung angesehen. Teilweise sind,meiner meinung nach, auch dem Ort angemessenere Entwürfe dabei. WAs man auf jeden Fall mitbringen sollte : 1 leere Speicherkarte und mind. 1 Std. Zeit. Ich hatte beides nicht. WAr aber trotzdem interessant.


    Der beste Spruch zum Projekt von Auer und Weber:


    Ein Diamant als Hommage an die Geschichte

  • Ich habe mir die Ausstellung vorhin spontan nach der Arbeit angeschaut und ich bin größtenteils enttäuscht. Die meisten Entwürfe nehmen überhaupt keinen Bezug auf den historischen Ort und/ oder auf die umliegenden Gebäude, sondern versuchen sich respektlos in Szene zu setzen. Dementsprechend fiel auch mein Gästebucheintrag aus. Für sich genommen sind zwar einige gute Entwürfe dabei, aber passen nicht in die Umgebung (z.b. der Eisenman-Entwurf). Am besten gefallen haben mir der Entwurf von Zaha Hadid (4.Platz), GMP (Phase II des Wettbewerbs), und ein weiterer aus der ersten Phase.
    Kamera hatte ich leider keine dabei.:D
    Apropos Gästebucheintrag: Ich hätte mir mal etwas Zeit lassen sollen, die Kommentare zu lesen. Ist nur einer hängen geblieben: "Das ist das Ende der Hamburger Geschichte" (oder war es "das Ende des alten Hamburg"?)

  • Hier meine angekündigte Reportage:


    Phase II (Endausscheidung)


    Auer + Weber (1. Platz):


    Eisenman (2. Platz):


    Barkow Leibinger (3. Platz):


    Dominique Perrault (4. Platz):


    Zaha Hadid (5. Platz):


    Letzte Plätze:


    Gössler:


    Britz & Partner:


    Staab:



    In Phase I waren weitere 19 Entwürfe rausgeflogen, die auch teilweise nicht schlecht sind. (Abgesehen davon, dass eigentlich alle Entwürfe schlecht sind, weil sie der Historie des Ortes in keiner Weise gerecht werden -- aber das liegt an den Zielvorgaben des Wettbewerbs.)


    Falls Interesse besteht, kann ich die 19 Modelle aus Phase I auch noch posten.

  • Zitat von Samuel

    Mit Feldsteinen sollten die Grundrisse von Hammaburg und Dom nachgezeichnet werden, ergänzt durch ein paar Schautafeln und ein Informationszentrum.


    Könnte man sich nicht bitte ganz schnell dazu entschließen, die ganzen Schrottentwürfe zum Recyclinghof zu bringen und den oben zitierten Plan umzusetzen? Dieser einfallslose Einheitsbrei geht ja gar nicht. :Nieder:

  • Kann mich Manitu nur anschließen. Ein wahres Armutszeugniss was unsere Stadt hier ausgelobt hat.
    Was noch schlimmer ist. Die Lackierhalle ist meines Erachtens noch der schönste Entwurf.
    zu den anderen Entwürfen.

    Eisenmann:
    bitte? Ist das ein Hochbunker?
    Barkow Leibinger: Geht noch, verbaut aber die Petrikirche, völlig.
    Dominique Perrault:Viel zu groß, geht am wenigsten auf das Umfeld ein. Im Gegenteil
    Zaha Hadid : Für mich der zweitbeste Entwurf. Aber auch nur wegen des Bogens.


    Vielen lieben Dank Micro. Ja, bitte jetzt will ich die "schlechten Entwürfe" sehen.

  • Eigentlich kann man die Entwerfer bedauern, denn sie hatten aufgrund der Vorgaben


    • Ein Investor trägt das Risiko; damit ist es kein öffentliches Projekt!
    • Das Volumen wird begrenzt auf 40 Mio
    • Erste Teilflächen sollen nach 10 Jahren abmietbar sein


    Wer kann da kühne und weitreichende Entwürfe erwarten?