Abriss / Neubau „Wittwerhaus“ (Königstraße 30/32)

  • Laut StZ wird das „Wittwerhaus“ an der Königstraße 30/32 abgerissen. Inhaber Dinkelacker AG sieht nach 60 Jahren den „Lebenszyklus des Gebäudes am Ende”. Bis Ende 2027 sollen Miter ausziehen, Wittwer in das bis dahin voraussichtlich fertiggestellte Patio umziehen. Abriss soll 2028 beginnen, Fertigstellung ist für 2030 (spätestens 2031) geplant.

    (Quelle)

    Aus diesem Anlass hier ein paar Bilder zum aktuellen Ist-Zustand:

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  • Soso, nach 60 Jahren ist der Lebenszyklus schon zu Ende. Andere Gebäude stehen seit über 150 Jahren in Stuttgart und da kommt keiner auf die Idee die Abzureißen. Ähnlich ist das beim Schwabenzentrum. Alles Beispiele für die Abrissarchitektur mit der Architekten die Städte nach dem WWII verunstaltet haben.

    Hoffentlich kommt da jetzt was brauchbares hin, aber die Chance sehe ich als gering an.

  • Das ist aber eine faustdicke Überraschung!

    Dann hoffen wir mal, dass der Abriss erfolgt, bevor noch irgendjemand auf die Idee kommt, das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.

  • Keineswegs ist der Abbruch beschlossene Sache. Ausgelobt wurde ein Realisierungswettbewerb zur Zukunft des Areals. Die Pressemitteilung der Stadt:

    Wettbewerb für die Zukunft des Wittwer-Baus startet

    Neun Teams nehmen am Realisierungswettbewerb für den Wittwer-Bau in der Königstraße teil. Gesucht werden Ideen für die Zukunft des Gebäudes und seines Umfelds. Das Preisgericht soll im März 2027 über die Entwürfe beraten.

    Für den „Wittwer-Bau“ in der Königstraße 30/32 wird ein neuer Weg eingeschlagen. In einem Realisierungswettbewerb sollen Ideen für die Zukunft des Gebäudes und seines Umfelds entwickelt werden. Darüber wurde der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am 22. September 2026 informiert. Neun Teams aus Architektur- und Landschaftsplanungsbüros nehmen an dem Wettbewerb teil, darunter zwei aus Stuttgart. Das Preisgericht soll im März 2027 über die Entwürfe beraten.

    Der Wittwer-Bau liegt an einem der zentralsten Orte der Stuttgarter Innenstadt zwischen Schlossplatz, Königstraße, Kunstmuseum und Kleinem Schlossplatz. Das Gebäude gehört zu den prägenden Geschäftsbauten der Innenstadt aus der Zeit des Stadtumbaus der 1960er Jahre. Über Jahrzehnte war es der Hauptstandort eines Traditionsbuchhändlers, dessen Name bis heute mit dem Gebäude verbunden ist.

    Gebäude und Umfeld gemeinsam betrachten

    Der Wettbewerb soll eine umsetzbare Gesamtkonzeption entwickeln, die städtebauliche, architektonische, funktionale, soziale, ökologische und wirtschaftliche Anforderungen miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht dabei die Einbindung des Gebäudes in sein Umfeld.

    Besondere Aufmerksamkeit gilt dem öffentlichen Raum zwischen dem Kunstmuseum, der Königstraße und dem Kleinen Schlossplatz. Die Planungen sollen Antworten auf die anspruchsvolle topografische Situation und die Erschließung geben. In einem freiraumplanerischen Ideenteil geht es zudem um Perspektiven für die Entwicklung, Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums.

    Die teilnehmenden Teams sollen sich ohne Denkverbote mit dem Gebäude beschäftigen. Erhalt, Teilerhalt, Umbau oder Neubau sind im Rahmen einer überzeugenden Gesamtkonzeption möglich.

    Wettbewerb schafft Grundlage für weitere Planung

    Erste Überlegungen zur Neustrukturierung und Sanierung des Gebäudes hatte der Bauherr bereits im Oktober 2025 im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik vorgestellt. Seitdem wurde in der Stadtgesellschaft intensiv über die Zukunft des Wittwer-Baus und seines Umfelds diskutiert. Mehrere öffentliche Veranstaltungen fanden statt. Auch die Architektenkammer griff die Diskussion auf, und der Städtebaubeirat befasste sich im Juli 2026 mit den Planungen.

    Mit seiner zentralen Lage bietet der Standort die Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Stuttgarter Innenstadt zu leisten. Der Wettbewerb soll dafür unterschiedliche städtebauliche, architektonische und freiraumplanerische Perspektiven zusammenführen.


    Über das Verfahren soll die Projektwebsite http://www.zukunftsort-koenigstrasse-30-32.de informieren.