Hannover: Wasserstadt Limmer

  • Hannover: Wasserstadt Limmer

    Hannover plant nun, nachdem es Streit mit der ansässigen Bevölkerung gegeben hatte, eine ergebnisoffene Entwicklung des ehemaligen Continental Werksgeländes gemeinsam mit den Bürgern. Hierzu hat die Stadt jüngst ein Informationsportal freigeschaltet.


    Die Stadt plante etwa 2000 Wohnungen für 5000 Menschen zu bauen, entgegen der ursprünglich geplanten 650 Wohnungen. HAZ


    Nachdem die Continental AG 1999 das Werk in Limmer stillgelegt hatte wurden bis in das Jahr 2009 alle neueren und fast alle historischen Gebäude abgerissen.
    Der denkmalgeschützte Turm und die noch vorhandenen Gebäude sollen aber in das neue Konzept eingearbeitet und saniert werden.
    Auf HAZ.de können die vorhandenen heruntergekommenen Gebäude betrachtet werden.


    Weitere Informationen:
    Projektseite Wasserstadt Limmer
    Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer
    NDR-Bericht vom 16.06.2014

  • Die bisherige Bürgerbeteiligung im Detail:


    Sie begann in der ersten Phase mit einer Auftaktveranstaltung am 19.11.2014.
    Darauf folgten Themenbezogene Werkstattverfahren bis Anfang Februar, die dann in einer "Planungswerkstatt" zusammengeführt wurden und deren 102 Ziele auf einer Abschlussveranstaltung präsentiert wurden.


    In der zweiten Phase fand am 12.05.2015 eine "Feedbackwerkstatt" statt in der die bisherigen Ergebnisse diskutiert und die Bürgervertreter eines "runden Tisches" gewählt wurden.
    Als nächstes traf sich der "runde Tisch" in drei Sitzungen, deren Ergebnisse am 08.07.2015 in einer Zwischenbilanz mit der interessierten Bevölkerung diskutiert wurde.
    Sitzung 1
    Sitzung 2
    Sitzung 3
    Zwischenbilanz 1


    Daraufhin tagte erneut der "runde Tisch" deren Ergebnisse am 13.10.2015 bekannt gegeben werden.
    Sitzungen 4&5


    Nachdem sich bisher ein Kompromissvorschlag seitens der Stadt von 1600-1800 Wohneinheiten abzeichnete gab es nun kürzlich zwei "Ausreißer".
    Zum einen, einen nach unten von den Grünen, die nun 1400-1545 WE in Aussicht stellen. haz.de
    Zum anderen, einen nach oben vom SPD-Bauexperten, der angesichts der Flüchtlingskrise doch alle 2000 WE erbauen möchte, was vom SPD-Bürgermeister jedoch abgelehnt wurde. neuepresse.de


    Man darf also auf das Ergebnis am 13. Oktober gespannt sein.

  • Die Wasserstadt Limmer soll mit einer starken Radverkehrsinfrastruktur an die Stadt und die Region angebunden werden. Einige Voraussetzungen dafür sind bereits gegeben, andere sind noch zu schaffen: "Die Pläne für den Bau eines Radschnellweges zwischen Wasserstadt und City sind ebenfalls noch nicht fertig. Derzeit würden noch Varianten geprüft, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage Zierkes mit. Bis zur politischen Sommerpause könnte es neue Details geben." aus: HAZ, "Das Conti-Gelände ist bereit für die Wasserstadt".
    http://www.haz.de/Hannover/Aus…reit-fuer-die-Wasserstadt
    Eine starke Radverkehrsinfrastruktur ist m. E. eine hervorragende Möglichkeit ein dicht besiedeltes Wohngebiet mit attraktiven Nahversorgungseinrichtungen auszustatten. Gleichzeitig ist aber auch die Autoverkehrsinfrastruktur so zu gestalten, dass deutlich wird, dass neben dem Fußverkehr das Fahrrad das bevorzugte Mobilitätssystem darstellt.

  • Die HAZ berichtete über eine weitere Idee zur Anbidung der Wasserstadt: Eine städtische Seilbahn, die primär als ÖPNV-Transportmittel und nicht als Touristenattraktion dient:
    http://wasserstadt.haz.de/eine…ahn-fuer-die-wasserstadt/
    Pläne für Stadtseilbahnen werden in Deutschland u. a. in Marburg, Bonn, Konstanz und Wuppertal verfolgt. In Berlin wurde kürzlich eine Stadtseilbahn in Betrieb genommen, die über das IGA-Gelände hinwegführt. In Koblenz ist Deutschlands erste Dreiseilumlaufbahn. Sie hat mit einer Förderkapazität von 7600 Personen pro Stunde die weltweit größte Leistungsfähigkeit. (Quelle Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Seilbahn_Koblenz )

  • Der erste Spatenstich wurde gemacht. Die HAZ berichtete unter anderem in diesem Video:
    https://youtu.be/qYHwsL0ow_M
    Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok kündigt in dem Beitrag an, dass 1800 Wohneinheiten für 3500 Menschen auf dem Wasserstadtgelände geschaffen werden sollen.


    Noch ist der alte Fabrik-Turm auf dem Wasserstadtgelände eingerüstet. Er soll frisch renoviert das Wahrzeichen der Wasserstadt werden.
    Und das Ende der Renovierungsarbeiten am Turm soll zugleich der Baubeginn für die neue Wasserstadtbebauung sein.
    Hier ein Bild vom eingerüsteten Turm:

  • Das neue alte Wahrzeichen ist enthüllt

    Inzwischen ist der renovierte Wasserturm auf dem ehemaligen Conti-Werksgelände enthüllt. Davor liegen Abwasserrohre für die Erschließungsstraßen der Wasserstadt, die jetzt jedenfalls schon ein beeindruckendes Wahrzeichen hat, das auf die Vergangenheit des Baugeländes hinweist. Foto: Anfang August 2017

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    Schön und schade zugleich. So "fabrikneu" sieht der Turm nur noch halb so gut aus. Aber natürlich super, dass er erhalten wird und als Wahrzeichen taugt er allemal.