Beiträge von Ameise

    Man kann von diesem kleineren Projekt eigentlich nicht sagen, dass es resonanzarm gewesen sei.

    Vielmehr wurde der Bau des Hochbahnsteiges Rosenstraße geradezu zum städtebaulichen Sündenfall für die einen, die U-Bahn-Freunde der Stadt hochstilisiert. Und von den anderen, die den Ausbau des oberirdischen ÖPNV, auch wenn dafür Autoverkehrsflächen verlorengehen, als notwendig für eine Verkehrswende sehen, wird die Haltestelle als wichtiger Beitrag für eine gelingende Verkehrswende gefeiert.

    Hier ein Foto vom Hochbahnsteig Hbf/Rosenstraße mit seinem markanten Dach, das auch schon mal kantige Wolke genannt wurde:


    Und hier zum Vergleich ein Link zu einer google-street-view Aufnahme von 2008, damals noch ohne Hochbahnsteig:

    https://www.google.com/maps/@5…bfov%3D100!7i13312!8i6656

    Wer weiß, ob nicht eines Tages Postmoderne gleichgesetzt wird mit Post-Corona?

    Es gab gerade in Deutschland schon immer in weiten Bevölkerungskreisen verbreitete Vorbehalte gegen verdichtetes Wohnen.

    Ich befürchte, dass es großformatige Wohnprojekte noch schwerer haben werden in den nächsten Jahren auf Akzeptanz zu stoßen in der Bevölkerung.

    Das "Unbehagen an der Moderne" nimmt zum Teil hysterische Züge an, auch in der Medienberichterstattung.

    Und assoziale Hetzwerke (sogenannte "soziale Netzwerke") leisten schlimme Zerstörungsarbeit.
    Das ist mir bei der Berichterstattung über Corona-Erkrankungen im Iduna Hochhaus in Göttingen aufgefallen.

    (Ich will hier bewusst keine Beispiele darstellen, aber wer mit dem Begriffspaar "Iduna-Hochaus" und "Corona" googelt, der wird schnell fündig.)

    Sehe ich das zu pessimistisch?

    Heinzer,

    das sind zweifellos zwei gewaltige Baukörper, aber fein und ebenmäßig gegliedert.

    Die Sichtachse durch den Mittelgang Richtung Bahnhofsgebäude (das vierte Bild) gefällt mir gut.

    Zur zeit ist nicht viel mit Reisen.

    Aber wenn es mich mal wieder durch Bremen führt, dann will ich es nicht versäumen zumindest einen kurzen Spaziergang während des Umsteigens zu machen und dabei einen Blick auf das neu errichtete Gebäude zu erheischen.

    Die Durchwegung wird aufgewertet:

    Der mögliche Ausgangspunkt einer erfolgreichen Revitalisierugsgeschichte des Ihme-Zentrums könnte die Fußgänger*innen und Radfahrer*innen-Durchwegung sein, die jetzt offensichtlich endlich in Angriff genommen werden soll:

    Ich sehe darin gute Chancen für das ganze Ihme-Zentrum, denn die jetzige Durchwegung hat viele abgeschreckt, durch das Ihme-Zentrum zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Trotzdem haben es viele gemacht, wegen der abkürzenden Wirkung:

    Bis November 2021 soll die neue Durchwegung fertig sein.

    Mehr Infos auf der Internetseite der Stadt Hannover: https://www.hannover.de/Servic…Durchwegung-unterzeichnet

    Zitat gelöscht. Urheberrechtsverletzung! nikolas Das berichtet der NDR am 21.3.2019 https://www.ndr.de/nachrichten…ieren,ihmezentrum330.html
    Bei den Wohnungseigentümern im Ihmezentrum herrscht vielfach Lethargie vor. Die wünschen sich sehr eine Revitalisierung der Gewerbeflächen, weil sie es leid sind durch eine "Ruinenlandschaft" zu gehen, wenn sie zu ihrer Wohnung wollen. Immerhin verspricht der inzwischen "vierte Investor" etwas mehr zu investieren, als intown es bereits versprochen hat. Intown hatte nur kurze Zeit nach Beginn der zugesagten Bauarbeiten Ende letzten Jahres jetzt angekündigt, das Objekt an Windhorst weiter zu veräußern.

    Die Stadt Hannover übt nun auf den neuen Berliner Investor Druck aus, um die Investitionspläne voranzutreiben.
    Sie droht mit der Nichtverlängerung der Mietverträge der städtischen Behörden im Ihme-Zentrum.
    haz.de


    Quasi "auf den letzten Drücker" hat der Investor jetzt mit Umbauarbeiten begonnen: "Umbau am Ihme-Zentrum gestartet - Tatsächlich haben am 2. Januar die Abbrucharbeiten an der Mittelfassade des Ihme-Zentrums begonnen. Der Haupteigentümer will gut 10 Millionen Euro in eine neue Gestaltung zur Blumenauer Straße investieren." HAZ vom 5.1.2018 http://www.haz.de/Hannover/Aus…rum-in-Hannover-gestartet


    In dem Artikel wird auch auf die von dir festgesetzten Frist hingewiesen: "Tatsächlich hat am Ihme-Zentrum am Mittwoch der Abbruch der Betonfassade zur Blumenauer Straße begonnen. Das geschah keinen Tag zu früh: Die von der Stadt festgelegte Frist sah den Umbaustart zum 2. Januar vor."

    5.5.2018: Veranstaltung zum Tag der Städtebauförderung

    "Veranstaltung zum Tag der Städtebauförderung: "Revitalisierung des Ihme-Zentrums – Projekte und Visionen"
    Anlässlich des bundesweiten Tages der Städtebauförderung lädt die Landeshauptstadt Hannover (LHH) herzlich zur Infoveranstaltung "Revitalisierung des Ihme-Zentrums – Projekte und Visionen“ am Sonnabend (5. Mai) am Ihmeufer auf Höhe der Ida-Arenhold-Brücke ein.
    Beginn ist um 13.30 Uhr. Ab 14 Uhr gibt es unter anderem Führungen durch das Ihme-Zentrum, eine kleine Bauzaunausstellung zum Thema "Ihme-Zentrum gestern, heute, morgen und übermorgen", Live-Musik und die Gelegenheit zum Gespräch. Es sprechen Oberbürgermeister Stefan Schostok sowie Sascha Hettrich für den Gewerbeeigentümer Intown und Torsten Jaskulski als Verwalter für die Eigentümerversammlung. Die Veranstaltung endet gegen 15 Uhr."

    Quelle: https://www.focus.de/regional/…-visionen_id_8829111.html


    Eine Revitalisierung des Ihme-Zentrums muss berücksichtigen, was die Planer in den 70er-Jahren entweder bewusst ignorierten oder einfach nicht auf dem "Schirm" hatten, weil es nicht dem damaligen Zeitempfinden entsprach, diese Verkehrsart Ernst zu nehmen: Den Fahrradverkehr!
    Und die geplante Aufwertung der provisorischen Durchfahrt für den Radverkehr durch das Ihmezentrum kann der Startschuss für eine gelungene Revitalisierung der Gewerbeflächen im Ihme-Zentrum sein!


    Es ist in jedem Falle bemerkenswert, dass trotz der widrigen jetzigen Umstände starke Verschmutzung und Geruchsbelästigung durch Taubenkot, stark verwinkelte Radwegeführung, Eingangsportale, die an eine Geisterbahn erinnern, schummrige Neonröhren-Beleuchtung so viele Radfahrer und Fußgänger diese provisorische Durchwegung benutzen!


    Die folgende Karte erstellt auf der Grundlage von google-street-map zeigt, warum für Fußgänger und Radfahrer, zwischen Linden-Mitte und Calenberger Neustadt die provisorische Durchwegung des Ihme-Zentrums trotz all ihrer Widrigkeiten sehr attraktiv ist. Es ist eine Wegeführung, die Umwege erspart!
    Wollte man das Ihmezentrum auf der Benno-Ohnesorg-Brückenseite (rote Pfeilspitze unten) umgehen oder umfahren ergibt sich ebenso wie auf der Seite der Spinnereistraßenbrücke (rote Pfeilspitze oben) ein erheblicher Umweg im Vergleich zur mittigen Durchwegung (blau gestrichelte Verlängerung der Gartenallee mit Rechts-Links-Knick) über die nach Ida-Ahrenholz benannten Fußgänger- und Radfahrerbrücke (ebanfalls blau gestrichelt):



    An der Tatsache des massenhaften Fuß- und Radverkehrs durch einen Gebäudekomplex, der in diesem Bereich vielfach wie eine heruntergekommene Bauruine anmutet, müssen die Planer anknüpfen. Hier liegt der Keim liegen für eine Revitalisierung der Gewerbeflächen.


    Auf der Ruinen-Plattform, auf der einst ein chinesisches Restaurant angesiedelt war, könnte zum Beispiel ein Café entstehen, dass Sitzplätze bietet, die bei schlechtem Wetter mit Fenstern geschützt werden können und bei gutem Wetter geöffnet werden können, und das Radfahrern und Fußgängern eine willkommene Labung mit einem wunderbaren Ausblick auf Hannover bietet.


    3 Millionen für eine vernünftige Fahrrad-Durchfahrt

    "Im März hatte das Bundesbauministerium das Ihme-Zenrum als „nationales Projekt des Städtebaus“ anerkannt und 2 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Mit dem Geld und einer weiteren Million von der Stadt soll der durch den Komplex verlaufende dunkle Gang in Höhe der Gartenallee bis zur Ida-Ahrenhold-Brücke umgebaut werden."
    Das berichtete die HAZ vom 12.12.2017. http://www.haz.de/Hannover/Aus…s-Mitte-Februar-vorliegen
    Es wäre wirklich zu schön um wahr zu sein, wenn aus dem winkligen, dunklen und vielen unheimlichen Durchgang durchs Ihmezentrum ein gut ausgeleuchteter Rad- und Fußweg wird.
    Trotz der derzeit "unterirdischen" Qualität der Durchfahrt/des Durchgangs wird er sehr stark frequentiert. Das Ihme-Zentrum riegelt mit seiner Länge von ca. 550 Meter die Calenberger Neustadt von Linden-Mitte ab.
    Radfahrer und Fußgänger jedoch gehen ungern Umwege. Das erklärt die große Beliebtheit des Durchgangs, der von der Lindener Seite aus ziemlich mittig durch das Riegelbauwerk hindurchführt und auf der Uferseite zur Fußgänger - und Radwegbrücke über die Ihme führt.
    Mit drei Millionen Euro würde dieser Rad- und Fußwegweg von rund 120 Meter Länge gewiss zu einem der preislichen Spitzenklasse zählen. Aber das Geld ist es Wert an dieser Stelle investiert zu werden!

    Projekt Zehn Siebzehn - läuft wie geschmiert!


    Im Rahmen des oberirdischen barrierefreien Ausbaus der D-Linie in Hannover (=Projekt Zehn Siebzehn) wurde in der engen Kurve vor der Ernst-August-Galerie eine Gleisschmieranlage eingebaut, um Quietschgeräusche der Straßenbahn zu vermindern, bzw. zu verhindern. Nach meiner Beobachtung funktioniert das hervorragend. Die neue Strecke ist inzwischen mehrere Wochen in Betrieb. Hier zwei Fotos von der Gleisschmieranlage am Übergang von der Ernst-August-Galerie zum Ernst-August-Platz. Die Öffnungen befinden sich in der Mitte der Schiene. Es sind mehrere Öffnungen hintereinander im Abstand von ca. 80 cm aus denen das Schmiermittel austritt. Das rechte Foto zeigt eine solche Öffnung in Nahaufnahme:



    Den Leuten ist das allerdings nicht wirklich egal. 80% aller Fahrten sind Pendelfahrten irgendeiner Form; zur Arbeit, zur Schule etc. Fast jeder optimiert diese Pendelfahrten bezüglich Fahrzeugwahl entweder nach persönlicher Vorliebe (-> Auto), nach finanziellen Rahmenbedingungen (-> ÖPNV oder Fahrrad) oder nach Zeit (-> überwiegend ÖPNV ab gewissen Mindeststrecken).


    Das bezweifle ich allerdings stark, dass die Pendelfahrten nach den von dir genannten Kriterien optimiert werden. Wer ein Auto hat, der wird es auch möglichst häufig benutzen, alleine schon deshalb, damit seine Anschaffung sich lohnt. In Gesprächen mit Autofahrern und Nicht-Autofahrern höre ich immer wieder Folgendes heraus: Autofahrer argumentieren regelmäßig damit, dass die ÖPNV-Verkehrsmittel viel zu teuer seien. Aus der Sicht eines Autobesitzers mag das zumindest subjektiv betrachtet verständlich sein. Die meisten rechnen einfach nur den Sprit, den sie für eine bestimmte Strecke benötigen und setzen eine Fahrkarte für eine einfache Fahrt dagegen. Zum Beispiel 2,50 Euro für die Fahrt vom Stadtrand in die Innenstadt von ca. 10 km Länge. Spritpreis für 10 km bei mäßigem Verbrauch (5l pro 100km das entspricht 0,5 l pro 10km) x 1,50 Euro = 0,75 Euro.
    Anschaffungskosten, Wertverlust, Reparaturkosten, Versicherung usw. für das Auto werden einfach ausgeblendet.
    Andere Kosten wie zum Beispiel Parkplatzgebühren, Kosten für den Stellplatz vor der Haustür usw. werden ebenfalls entweder ausgeblendet oder es wird so getan, als sei es doch das ureigenste Grundrecht des "autofahrenden Bürgers" sein Fahrzeug kostenlos am Straßenrand abzustellen.
    Wenn man in einem Gespräch mit einem Autofahrer auf diese Kosten insisitiert, dann kommt als Reaktion: Aber diese ganze Kosten zahle ich doch sowieso schon, deshalb ist es doch sinnvoll, dass ich das Auto benutze, weil ich diese Kosten sowieso schon aufbringe.
    Was die Parkplatzkosten für einen Stellplatz in der Innenstadt angeht, bekommt man dann entweder zu hören: Die Parkhausgebühren werden mir beim Einkauf erstattet oder es sei ja ohnehin eine Unverschämtheit, dass die Stadt die Bürger dafür abzockt indem sie Parkplatzgebühren kassiere und die Anzahl der Parkplätze deshalb bewusst niedrig halte anstatt zusätzliche Parkplätze (und zwar kostenfreie!) einzurichten, worauf man als KFZ- und Mineralölsteuer-zahlender Auto-Bürger doch schließlich ein Anrecht habe!


    Vielleicht ändert sich diese Kosten-Betrachtung ja durch dieses Projekt:
    https://www.moia.io/de/
    Dabei geht es darum, dass die Teilnehmenden an dem Projekt per Handy-App ein Fahrzeug bestellen können, dass dann an den gewünschten Abholpunkt kommt und den Fahrgast zu den gewünschten Zielpunkt bringt. Abgerechnet wird ähnlich wie beim Taxi pro km. Quasi Autofahren zum kilometergenauen Preis. Perspektivisch soll das dann mit autonom fahrenden Fahrzeugen abgewickelt werden.
    Während der Testphase soll der Kilometerpreis 6 Cent betragen (also noch weniger als der Spritpreis bei der oben aufgemachten Rechnung). In der Hannoverschen Allgemeinen vom 14.9.2017 steht dazu geschrieben: "In Hannover sind es nur 6 Cent pro Kilometer und Person. Das deckt nicht einmal die Betriebskosten. Moia verlangt so wenig Geld, weil der Dienst dadurch von der Stadt nicht genehmigt werden muss. Im späteren Praxisbetrieb soll der Moia-Dienst teurer sein als Bus und Bahn, aber günstiger als ein Taxi."
    http://www.haz.de/Hannover/Aus…es-Sammeltaxi-in-Hannover


    Der Kilometerpreis für Fahrten mit dem eigenen Auto wird übrigens vom entsprechenden ADAC-Rechner zum Beispiel für einen VW-Polo mit rund 30 bis 35 Cent (je nach Ausstattung) pro Kilometer angegeben.
    https://www.adac.de/infotestra…sten-rechner/default.aspx

    ^ Mod: Zitat des kompletten Vorbeitrags entfernt. Bitte auf unsere Richtinien achten.
    -----------------


    Volle Zustimmung zu deiner Befürchtung, dass diese "City Trees" missbraucht werden könnten, um am massenhaften Autoverkehr festzuhalten.


    Allerdings finde ich die City Trees trotzdem sinnvoll eingesetzt, an Stellen, an denen es nicht so ohne weiteres möglich ist, Bäume zu pflanzen. Und gestalterisch gelungen sind sie m. E. auch, eine Kombination aus Technik und Natur mit klaren Formen, die auf die Funktion hinweisen.

    zu #52:


    Volle Zustimmung zu deiner Vision von der autofreien Stadt. Allerdings schätze ich die Entwicklung mit dem selbstfahrenden Auto anders ein:


    Ich glaube nicht dass noch viele Leute Auto fahren würden, wenn es selbstfahrende Autos sind. Deshalb wird die Automobil-Industrie alles tun, um den großflächigen Einsatz selbstfahrender Autos zu verhindern. Und sie hat schon einiges dafür getan, indem sich große Autofirmen selbst der Entwicklung dieser Technik angenommen haben. Dann lässt sich die Entwicklung nämlich am besten steuern und lenken (also verschleppen).


    Das Autofahren macht den Menschen Spaß und das ist der wichtigste Motivator dafür. Einfach nur im Auto mitfahren macht dagegen keinen Spaß.


    Dann schon lieber Bus und Bahn fahren, da trifft man andere Menschen, kann sich unterhalten und lesen, es gibt auch immer wieder Bus- und Bahnfahrgäste die zumindest ein Nickerchen machen. Mein Vater erzählte mir häufiger davon, dass er deshalb hin- und wieder die richtige Haltestelle zum Aussteigen verpasst hat. Mir ist das auch schon passiert. Wenn ich rechtzeitig dran denke, stelle ich deshalb den Timer ein.


    Ich bin mir sehr sicher, dass eine Stadt, in der nur noch automatisch gesteuerte Autos unterwegs sind, ziemlich bald einen deutlichen Rückgang des Autoverkehrs verzeichnen könnte.

    Urban Gardening im Ihmezentrum

    Derweil die Gewerbeflächen des Ihmezentrums weiter brach liegen, hat sich dort ein Urban Gardening Projekt angesiedelt:

    Dieses Bild (oben) ist vom Küchengartenplatz aus aufgenommen.
    Das zweite Bild (unten) vom oberen Ende der Behelfstreppe aus:

    Die Hannoversche Neue Presse berichtet über die Fortschritte beim Bau der neuen Innenstadthochbahnsteige für die Linien 10 und 17 am 20.7.2017:


    "Fahrgäste der Üstra werden am neuen Hochbahnsteig Rosenstraße gegenüber der Ernst-August-Galerie nicht nur trocken auf die Bahn warten. Sie werden auch ganz schön elegant trocken auf die Bahn warten. Eine Firma ist derzeit damit beschäftigt, das futuristrisch anmutende Stahldach über dem Bahnsteig zu montieren, der am 18. September in Betrieb gehen soll."
    http://www.neuepresse.de/Hanno…-Rosenstrasse-fast-fertig


    Dazu dieses Bild, das den neuen Hochbahnsteiges vor der Ernst-August-Galerie zeigt. Noch sind jedoch nicht alle Schutzfolien von der Beplankung der "Kantigen Wolke" des hannoverschen Architekten Bernd Müller entfernt:


    Die Berichte über den Neubau hatten mich neugierig gemacht und bei passender Gelegenheit nutzte ich einen kurzen Aufenthalt in Bremen, um mir vor dem Bahnhof mal die Füße zu vertreten und diese Aufnahmen zu machen:
    Zunächst mal ist ein Bauzaun zu sehen, der die große Baugrube absperrt. Und eine Aussichtsplattform für alle, die die Baufortschritte direkt vor Ort in Augenschein nehmen wollen.

    Das Baustellenschild zeigt welcher der Entwürfe denn nun verwirklicht werden soll:

    Und nun der Blick über'n Bauzaun auf die Bauarbeiten für die Kellergeschosse:

    Das neue alte Wahrzeichen ist enthüllt

    Inzwischen ist der renovierte Wasserturm auf dem ehemaligen Conti-Werksgelände enthüllt. Davor liegen Abwasserrohre für die Erschließungsstraßen der Wasserstadt, die jetzt jedenfalls schon ein beeindruckendes Wahrzeichen hat, das auf die Vergangenheit des Baugeländes hinweist. Foto: Anfang August 2017

    ADAC fordert "Die Stadt der kurzen Wege"

    Was der ADAC im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 von sich gibt lässt aufhorchen: "Selbst der ADAC notiert in seinen Impulsen zur Bundestagswahl mit Sorge, dass Pendelverkehr zunimmt, „weil viele Menschen in den Städten keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden“. Der ADAC macht sich für die „Stadt der kurzen Wege“ stark mit verdichtetem Wohnraum und mit einem engen Nebeneinander von Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Freizeit. Dann würde den Menschen öfter Fuß- und Radverkehr reichen. Das sei geeignet, „Wege mit dem Auto zu ersetzen“, so der Automobilclub."
    Quelle: Handelsblatt online vom 31.7.2017 http://www.handelsblatt.com/pa…-zur-arbeit/20126834.html
    Ist das nur der billige Versuch des ADAC einer "Nach-vorne-Verteidigung", um keinesfalls in Verbindung gebracht zu werden mit dem derzeit heiß diskutierten autoindustriellen-politischen-Komlex rund um den Dieselgate, der da gerade enttarnt wird?
    Oder hat beim ADAC tatsächlich ein Umdenken eingesetzt?
    Und wenn Ja, wie werden die vielen Millionen ADAC-Mitgleider das aufnehmen? Für viele ADAC-Mitglieder ist das Modell Häuschen im Grünen mit breit ausgebauten, schnellen Straßen zum Arbeitsplatz doch nach wie vor das Non-plus-Ultra ihres Lebensgefühles. Werden die sich nicht von dieser ADAC-Aussage gewaltig vor den Kopf gestoßen fühlen?

    ^


    Natürlich wäre es Unfug, zugunsten dieser City-trees die Bäume einer Stadt auszureißen, oder auf das Anpflanzen echter Bäume zu verzichten. Aber es gibt in vielen Städten Plätze, wo es nur unter erheblichem Aufwand möglich ist, Bäume anzupflanzen. Wo es zugleich aber auch angezeigt wäre eine Begrünung herbeizuführen.


    Die Gestaltung der City-tree-Gerüste finde ich gelungen. Es sind klare Formen und die verwendeten Materialien kontrastieren gelungen mit dem was das Gerüst trägt. Die Sitzbankfläche ist zudem aus Holz!


    Darum sollte nach sorgfältiger Standortprüfung keinesfalls einfach so pauschal das Aufstellen eines City-trees ausgeschlossen werden!


    Freilich steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen. Was passiert z. B. eigentlich im Winter bei Frost mit dem City-tree? Werden die dann irgendwo in Hallen abgestellt? Oder stehen die dann ohne Bepflanzung dar? Oder sind die Gerüste mit Beflanzung winterfest?


    Darüber hoffe ich mehr zu erfahren mit der Eröffnung dieses Themas.