Beiträge von Azichan

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    Also, bei 20Promille am Feuersee braucht es keine 20 Sekunden bis der Zug rollt, sondern ungefähr 0, da die Hangabtribskraft deutlich über den Reibungskräften liegt. Bei 7 Promille und kurvigem Bahnsteig in Köln ist da nicht gegeben, da kann der Zug erst mal stehen, der Zugführer packt die Thermoskanne und die Stulle zusammen, udn während er nicht aus dem Fenster sieht fängt unbemerkt der Zug an zu rollen. Am Feuersee hat er die Hand noch an der Betriebsbremse wenn der Zug schon rollt.


    Naja ganz so einfach wie du es beschreibst ist es eben doch nicht! Durch das Gefälle wirkt eine Kraft, der die Reibungskraft entgegenwirkt, dazu kommt noch eine nicht zu vernachlässigende Masse, die wiederum Einfluß auf beide Kräfte hat. Das Zusammenspiel dieser drei Faktoren ergibt erst das individuelle Wegrollen des Zuges. Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass bei 0,7% mehr Gefälle die Strecke einer Achterbahn gleicht, in der der Tf nach 1 Sekunden erkennt, dass der Zug rollt. Außerdem lässt du völlig das Konzept der Trägheit außer acht, in Köln haben sich die Züge auch schon in der ersten Sekunde nach dem Stehen ins Rollen begeben, jedoch mit einer gering wirkenden Beschleunigung, diese wird bei Stuttgart21 natürlich größer sein, aber ein "Wegrollen" wird der Tf auch erst nach einer gewissen Zeit bemerken, da der Zug erst ganz langsam wegrollt und dann immer schneller wird.
    Das stärkere Gefälle von Stuttgart21 jetzt als großen Vorteil zu verkaufen finde ich ist schon ein starkes Stück!!!

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    Lass es mich anders formulieren: Wenn ich die Wahl habe zwischen deiner Aussage (und den deiner Gegner-Kollegen) und die von hfrik, dann vertraue ich hfrik, weil er sich in der Vergangenheit als recht kompetent in den bahnbezogenen Themen herausgestellt hat. Vielleicht irre ich mich mit dieser Wahl, vielleicht auch nicht. Bisher stärkst zumindest du mit deiner leicht aggresiven Art jedenfalls nicht mein Vertrauen in deine (bahntechnischen) Kompetenzen.


    Woher willst du wissen wer mein Kollege ist und wer nicht? Scheinst ja über hellseherische Fähigkeiten zu verfügen!? Ich bin kein Gegner von Stuttgart21, ich sehe das Projekt nur kritisch! Ich bin Frankfurter und Stuttgart21 ist mir eigentlich völlig egal, mal abgesehen von dem Lügenkonstrukt der Politiker damals und den immens hohen Kosten. Meiner Meinung gibt es viel viel wichtigere Infrastrukturprojekte, deswegen sehe ich das Durchpeitschen von Stuttgart21 unter all den problematischen Umständen eigentlich als sehr ungeschickt an. Ich trenne auch strikt die NBS von dem Bahnhofsprojekt Stuttgart21!

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    Ein Zugführer muss also im Wesentlichen zwei Hebel umlegen, richtig? Wenn ja, dann müsstest du dich eigentlich selbst widerlegt haben. Schließlich hast du gestern noch folgendes geschrieben:

    Oder habe ich dich doch schon wieder falsch verstanden? Dein Kommetar interpretiere ich jedenfalls so, dass ein Zugführer im neuen Bahnhof ständig die Bremse betätigen muss.


    Du interpretierst wirklich zuviel! Der Richtwert für Bahnhöfe ist laut EBO 2,5%o, damit ist Stuttgart21 eine Ausnahme die sich auch höchstwahrscheinlich in Ausnahmeregelungen bemerkbar machen wird, so wird es höchstwahrscheinlich die Dienstanweisung an alle Tf geben im Bahnhof die Festsstellbremse zu betätigen und sicher zu gehen, dass der Zug auch nicht wirklich wegrollt und bei Letzterem kann ich mir sicher vorstellen, dass der Blick auf den Bahnsteig verpflichtend wird (Dienstanweisung!), während ein kurzes Käffchen aus der Kanne und die Pause wohl nicht dazu gehört. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass der Fahrgastwechsel am Bahnsteig 1:1 so funktioniert wie in anderen Bahnhöfen, der Tf wird dazu verdammt diesen Wechsel peinlichst genau zu beobachten.

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    Hey, allgemein habe ich echt kein Problem mit den 15%o am Bahnsteig, wenn man mir wirklich glaubhaft machen kann, dass die Bahn das Problem schon in den Griff kriegt, dh Dienstanweisungen die von gut geschultem und vorallem motiviertem Personal befolgt wird. Leider ist die DB ein durch und durch verrottetes Unternehmen, sorry das so zu sagen, aber das Renditedenken geht hier über alle Bereiche, über Investitionen, Personal und teilweise die Sicherheit. Auch eine technische Lösung, wie zum Beispiel automatisierte Bremstechnik (Feststellbremse, Bremsschuhe, was auch immer!) ist ein gangbarer Weg, jedoch ist solche Technik, wenn sie im Bahnhof selber installiert wird, immer sehr teuer und mindestens im zweistelligen Millionenbereich anzusiedeln.

    Ich sehe ganz einfach die Gefahr des menschlichen Versagens, dass ein Tf doch mal vergessen sollte in Stuttgart die Feststellbremse im Steuerwagen zu betätigen, so wie es auch in Köln passiert ist, das war nämlich auch menschliches Versagen und hat mit der Technik überhaupt nichts zu tun!

    Ansonsten schließe ich ich mich voll und ganz pretender an, er hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Einstellung der Stuttgart21 Fanatiker nervt mich ein bischen, nach dem Motto jeder Kritiker hat keine Ahnung lasst mal die Profis machen, denn ihr seid eh dumm, Kritik verbietet sich pauschal! Bei der Diskussion um das Gefälle haben beide Seiten mit Fehlinformationen um sich geschmissen, aber keiner will es zugeben. Ein bischen mehr Offenheit bitte, von allen Seiten!

    ^^
    Zur Thematik Umrüstung der Züge...
    Das war eine Fragestellung auf den Hinweis, dass einige Forumsuser meinten man könne alle DB Steuerwagen mit einem automatischen Feststellbremssystem nachrüsten und das es ja scheinbar überhaupt kein Problem wäre.

    Tatsache ist, wenn man die Züge umrüstet, dann in ganz großem Umfang leider!

    madmind: Bitte laß deine Frustration nicht an mir aus, indem du mir Dinge unterstellst die ich so nie behauptet habe! Was für eine Quelle verlangst du von mir, wenn es nur eine Fortführung meiner Argumentation ist, die sich auf Vorschreiber bezieht. Aber sicher ist, wenn die ersten paar Regios, IC's oder alte ICE's wegrollen, dass es dann nachträglichen Handlungsbedarf gibt und man mit Systemen nachrüsten muß, die bestimmt nicht für ein Appel und Ei zu haben sind.

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    ...
    Da halte ich es lieber mit hfrik weiter oben. Sprich, ein weiterrollen bzw. wegrollen des Zuges fällt sofort auf, noch bevor die Türen offen sind.


    Wirklich? Ein Zugführer muss die Feststellbremse ständig manuell betätigen, damit ein Zug nicht losrollt? Das klingt bei hfrik aber irgendwie anders. Quelle?


    Das ist nicht eine Frage von "halten" also glauben, denn Glauben ist eine Frage von Religion, das ist eine Frage von Tatsachen!

    Wenn ein Zug steht, dann steht er erstmal. Es gibt das physikalische Gesetz der Trägheit, dh. der stehende Körper beschleunigt nach dem Stillstand erst sehr langsam wieder. Ob der Zug erst nach vielleicht 30 oder 40 Sekunden wie in Köln, oder in vielleicht 20-30 Sekunden wegrollt ist dabei Jacke wie Hose. Nach dem der Zug steht steht er eben, der Triebwagenführer denkt es ist alles ok und wird eventuell anderen Dingen nachgehen. Leichte Beschleunigungen spürt man auch nicht, man erkennt das Wegrollen nur durch Hinausschauen. Wieviele Menschen spüren nicht mal das ihr ICE (er fährt wirklich sehr soft an!) schon fährt und bemerken es nur mit einem Blick aus dem Fenster.

    Bei einem wegrollenden Zug reichen schon wenige km/h aus um Menschen zum Sturz zu bringen. Wie schon von mir geschrieben, ein Sturz im Bahnsteigbereich ist potentiell lebensgefährlich.

    Zu den Bremsen!
    Aus einer Lokomotive heraus wird mit der "automatischen Festsstellbremse" auch automatisch der Zug festgestellt und ist gegen ein Wegrollen gesichert. Aus einem Steuerwagen heraus kann man den Zug nicht automatisch feststellen, sondern muß nach dem normalen Bremsvorgang manuell die Feststellbremse betätigen, also sozusagen zwei Bremsvorgänge. Hier besteht die Gefahr des menschlichen Versagens, nämlich das im Steuerwagen die manuelle Feststellbremse vergessen wird. Gut geschultes Personal verhindert jeden Unfall, aber gerade bei der Bahn wird an allen Ecken und Enden gespart, bei den Personalkosten, bei den Investitionskosten usw.

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    Nochmal zu Stuttgart21, es gibt gewisse Vorgaben für neue Bahnhöfe und bei Stuttgart21 überschreitet das Gefälle die Vorgaben um das Sechsfache! Wenn alles kein Problem ist, wieso gibt es dann diese Vorgaben, irgendein Grund muß es doch haben!? Suttgart21 wird jetzt nicht das absolute Sicherheitsrisiko, aber es kommen nur noch mehr Probleme auf das Projekt zu, die so am Anfang nie publik gemacht wurden. Am Anfang hat die Bahn und die Politik das Projekt in schönsten Farben gemalt. Mir geht es auf die Nerven, dass gewisse Menschen die Öffentlichkeit mit den Fakten zu Stuttgart21 eiskalt belogen haben und jetzt ihre Hände in Unschuld waschen, die Idioten sind natürlich nach allgemeinem Gusto die Stuttgart21 Gegner. Hätte man gleich am Anfang alles auf den Tisch gelegt, wäre es ehrlicher gewesen und man hätte nie die extreme Spaltung in der Bevölkerung gehabt, kein Bauprojekt sollte die Menschen so extrem polarisieren, das ist es einfach nicht wert! Vielleicht wäre Stuttgart21 dann doch gekommen oder eben nicht!?
    Dass die Problematik mit dem Gefälle jetzt während der heißen Phase des Bauens und nicht schon vor vielen Jahren ausdiskuttiert wurde sollte auch den Stuttgart21-Befürwortern zu denken geben, mit welcher Gutsherrenpolitik Fakten beschönigt wurden oder gar nicht an die Öffentlichkeit gegeben. Das ist meine Kritik! Das man im Endeffekt an Stuttgart21 nichts ändern kann ist mir auch bewußt.

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    ...
    Und ich schrieb von Alltagsgefahren im normalen Verkehrsgeschehen für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen etc. Wenn diese Situation auf Bahnsteigen auftritt, so what? Es ist schon seltsam konstruiert ( Azichan) anzunehmen, dass ein Rollstuhl durch den geneigten Bahnsteig auf einen sich bewegenden Zug rollt und dann den Einstieg verfehlt :nono:. ...


    Habe ich nie geschrieben! Weswegen sollte ich gerade von so einem Szenario ausgehen?
    Gehen wir mal von einem Szenario aus, was ich selber schonmal gesehen habe, älterer Mann steigt aus dem Regionalexpress, klettert die Stufen runter, fällt und bleibt mit den Beinen in dem Spalt zwischen Bahn und Bahnsteig hängen. Bei auch nur kleinen Bewegungen der Bahn potentiert sich das Fallrisiko. Eine auch nur kleine Bewegung der Bahn bei einer in den Bahnsteigspalt gestürzten Person kann schwerste Verletzungen oder gar den Tod bedeuten.

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    ...
    Die Feststellbremse gibt´s schon manuell oder teilautomatisiert (danke hfrik, in der Regel wird das Wegrollen bei hohen Längsneigungen sofort bemerkt und abgestellt - also sind hohe Neigungen eigentlich sogar positiver zu sehen als sehr geringe )...


    Das halte ich doch für sehr gewagt! Gerade die starke Neigung führt eher dazu, dass Züge viel schneller wegrollen und im Endeffekt in kürzerer Zeit eine höhere Rollgeschwindigkeit erreichen, also höheres Gefährdungspotential.

    Triebfahrzeugführer sind leider keine Maschinen, auch ihnen passieren Fehler. Die Situation in Stuttgart21 würde bedeuten, dass sie die ganze Zeit während des Fahrgastwechsel hochkonzentriert am Arbeitsplatz sitzen müssen, kein Snack, kein Schwätzchen beim Personalwechsel, In die Flasche urinieren...und das ist ganz ehrlich voll an der Arbeitsrealität vorbei!

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    Randbedingungen, die die Längsneigung des Tiefbahnhofs bedingen, sind folgende Punkte:

    Nordkopf:

    • S-Bahn (liegt sehr tief, kann nicht unterfahren werden)
    • Stadtbahn (wird extra verlegt, damit Überfahrung möglich)


    Südkopf:

    • Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie (wird extra ein Stockwerk höher gelegt, damit Unterfahrung möglich wird)
    • Konrad-Adenauer-Straße (Oberfläche und Tunnel)

    Schlussfolge: Eine andere Neigung ist nur unter riesigen Eingriffen möglich. Wenn jemand einen guten Vorschlag hat, hab ich gerne ein offnes Ohr. Nochmal schön anzuschauen hier.


    Ok, man sieht es leider deutlich, dass es mehr als nur EINES Eingriffes bedarf. In der Lage ist Stuttgart21 nur so zu machen!

    Jetzt stellt sich mir die Frage, wieso man Stuttgart21 gegenüber dem Hauptbahnhof eigentlich drehen musste? Wäre die Variante viel teurer geworden? Ich frage aus Neugier.

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    ^ Da hat man sich aber einen Sch...platz für den Bahnhof ausgesucht.


    Irgendwie siehts stark danach aus. Hier sind die Ansprüche innenstadtnah zu bleiben und trotzdem einen modernen unterirdischen Bahnhof zu besitzen aufeinander kollidiert.

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    ...
    Dass Züge auf Bahnhofsgleisen zu Geisterfahrern werden, ist doch durch Betätigen der Feststellbremse zu vermeiden. So was lässt sich bestimmt automatisieren, wenn kein Vertrauen in den Lokführer besteht...


    Was denkst du würde mehr kosten? Das Problem des Gefälles der Bahnsteige von Stuttgart21 zu lösen oder alle Triebwagen und Lokomotiven der deutschen Bahn umzurüsten?

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    ...
    Und warum sind Rollifahrer und Kinderwagen nur auf "schiefen" Bahnsteigen an Leib und Leben so extrem gefährdet und nicht auf Straßen und Wegen, wo z.B. 2,5 Prozent (= 25 Promille) eine allgemein übliche Mindestquerneigung darstellen?...


    Dir ist sicherlich bewußt, dass es einen Unterschied gibt zwischen einer einfachen Straßenquerung bei 2,5% Gefälle oder einem Einstieg in einen Zug der DB. Der Ein- und Ausstieg aus dem Zug ist wohl das Gefährlichste bei der Bahn schlechthin, hier passieren die meisten Unfälle! Die Stufen, die man wohl als steil ansehen kann und der Spalt zwischen Fahrzeug und Bahnsteig machen die ganze Sache schon so prickelnd genug, jetzt stell dir mal dazu einen wegrollenden Zug vor. Es ist eine nicht zu unterschätzende Sturzgefahr für Kinder und ältere Menschen, deswegen finde ich so eine Verharmlosung nicht korrekt.

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    ??? Da wird nix wegphilosophiert - es gibt aber Lösungen dafür, die man nur anwenden muss. Also, warum wird das bei der Bahn überdramatisiert? Wieviele Pkw oder Reisebusse sind schon weggerollt ... interessiert das hier jemanden? Wieviele Kinderwagen sind schon auf die Straße gerollt, weil Mutti vergessen hat, die Bremse anzulegen ... interessiert das hier jemanden? Es passt aber so schön in das Weltbild, dass hier im Bereich der Bahn Fehler auftreten und diese dann schön breit getreten werden können. Das hat nicht wirklich etwas mit S21 zu tun.


    Oh doch! Es wird wegphilosophiert, denn wenn ich die Bahn benutze, will ich auch ein sicheres Verkehrsmittel benutzen, Psychologie spielt hier die entscheidende Rolle. Wieviele Menschen denken heute noch die Bahn sei wettertauglicher als das Auto, dabei hat die Bahn heutezutage eher mit extremen Witterungen zu kämpfen als der Straßenverkehr.
    Wenn jemand mit einem Auto crasht ist es natürlich eine Tragödie, aber in einem sehr engen Kreis, wenn es ein Zugunglück gibt, so sind viel mehr Menschen betroffen, die vielen Augen oder Ohrenzeugen zählen dazu, es wird viel publiker dadurch, schlimm ist natürlich beides.

    Wenn es nichts mit Stuttgart21 zu tun hat, wieso wird dann die Sollvorgabe für das Gefälle von Bahnsteigen beim Bau von neuen Bahnhöfen um das Sechsfache überschritten???
    Wieso wird mit falschen Karten gespielt? Es wird einem hier erzählt, dass solche Neigungen nichts Besonderes seien, jedoch wird außer acht gelassen dass keine solche Neigung im Haltebereich eines Fernbahnhofs existiert! Siehe Fehlinformationen hier, da werden Äpfel und Autoreifen gleichgesetzt, Dinge die nichts miteinander zu tun haben, sowie Rampen und Haltebereiche.
    =answered&order=title&sorting=desc"]direktzu.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de

    Abschließend möchte ich festhalten, dass die Stuttgart21 Befürworter, genauso wie die Stuttgart21 Gegner, mit Fehlinformationen um sich schmeißen und sich geistig ein ideales Konstrukt bauen, dass den Erfordernissen der Realität niemals standhalten wird. Den Planern von Stuttgart21 werfe ich gelinde gesagt Dilettantismus vor, denn die 15%o ließen sich sicher irgendwie vermeiden, so kommen nur nachträglich erhebliche Zusatzkosten auf das gesamte Projekt zu, denn auch elektronische Sicherungsmethoden werden Kosten im zweistelligen bis dreistelligen Millionenbereich verursachen.

    Ein fairer und sachlicher Umgang mit dem Projekt ist sicher angebracht und dazu zählen leider nunmal auch die Kritikpunkte der Gegner, nicht ihre Fundamentalposition, das will sicher keiner! Wenn man nicht auf berechtigte Kritik eingeht kommt meist Murks bei einem Projekt raus.

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    Neben S-Feuersee mit 2% hat S-Neckarpark sogar 4%, Berlin Hbf 2,5% Längsneigung.

    Quelle: direktzu S21

    ...


    Diese Angaben stehen nicht im richtigen Kontext und sind daher falsch! In Berlin weist nicht der Hauptbahnhof, sondern die Tunnelrampen diese extremen Steigungen auf. Die südliche Rampe weist 30%o und die nördliche Rampe 25%o auf. Die Situation der Station Neckapark kenne ich nicht, daher keine Aussage dazu. Das Video von Jack000 zur Station Feuersee ist schon beeindruckend, habe so etwas bei noch keine Station in Deutschland gesehen!

    Die Steigungen beziehen sich meist auf Streckenabschnitte und nicht auf Haltebereiche mit Personenwechsel. Man muß beachten, dass dies bei einem typischen S-Bahnsteig mit etwa 180-200m Länge und 40%o Steigung, über 7m Höhendifferenz wären, also mehr als drei ausgewachsene Profibasketballspieler übereinander gestapelt! Diese Steigung weisen eigentlich nur Tunnelrampen der Stadtbahn und S-Bahn auf.

    Es gibt keinen großen deutschen Bahnhof mit der Steigung von Stuttgart21 im Bahnsteigbereich! Stuttgart21 wird so steil, dass sogar leichtläufige Koffer und Rolleys einfach am Bahnsteig wegrollen dürften.

    Die Schnellfahrstrecke Rhein-Main/Köln hat auf einem Abschnitt eine Steigung von 40%o, das besonders Lustige, die Strecke kann auch nur von ICE3 befahren werden, alle anderen Fernverkehrszüge schaffen diese extreme Steigung nicht. Die extreme Steigung von 40%o wird an der Hallerbachtalbrücke erreicht. Bei der Neubaustrecke Stuttgart-Wendlingen besteht nur eine Steigung von 25%o und somit wird diese Strecke von allen gängigen Personenzügen befahrbar sein, nicht jedoch von Güterzügen.

    Hi, ich maße mir mal an als Auswertiger ein paar Worte zu schreiben :cool:

    Ich finde das Projekt Stuttgart21 an sich nicht schlecht, jedoch geht bei dem Projekt der Nutzen-Kosten-Faktor leider nicht auf. Wurden im Jahre 2008 die Gesamtkosten für das Projekt auf 2,8 Mrd. € geschätzt, so waren es im Jahre 2012 4,3 Mrd. €, geschätzt für das Projekt werden wahrscheinlich 6,5 Mrd. €. Ich denke diese "Verarschung" hat erst zu den massiven Protesten geführt. Es gibt immer Leute die gegen Großprojekte sind, das liegt in der Natur des Menschen, jedoch hat die "Kostenverarschung" meiner Meinung erst viele Leute zusätzlich sensibilisiert was noch auf sie zukommen könnten. Zu nennen wären die extreme Steigung im Fildertunnel, die Trassenführung allgemein, Abriß des alten Bahnhofsgebäudes usw.

    So jetzt zu meinem Punkt...
    Wieso muß der Bahnhof im Bahnsteigbereich ein Gefälle von 15 Promille aufweisen??? Bei höchstwahrscheinlich 6,5 Mrd € Gesamtinvestitionen, wäre eine ebenere Lösung sicher machbar. Erstens ruft das wieder die Kritiker auf den Plan und zweitens sehe ich schon eine Sicherheitsgefährdung, denn man kann nicht pauschal S-Bahntriebzüge, die ja für extremere Steigungen ausgelegt sind alleine schon um über städtische Tunnelrampen ans Tageslicht zu kommen, mit langen Fernverkehrszügen vergleichen. Ein Bahnhof zu konzipieren der nur für ICE's der neusten Generation und S-Bahnen gedacht ist, dass ist schon arg an der Realität vorbeigedacht.

    So nun meine Gesamtkritik...
    Stuttgart21 ist zwar ein tolles Projekt, jedoch gibt es in ganz Deutschland gesehen dringlichere Bauprojekte. Stuttgart mag zwar keine kleine Stadt sein und auch eine gewisse Bedeutung haben, es ist jedoch kein zentraler Fernverkehrsknotenpunkt in Deutschland. Der bedeutendste Knotenpunkt ist Frankfurt am Main, hier treffen sich Nord-Süd und Ost-West Verbindungen und genau in diesen Knotenpunkt wird so gut wie gar nichts investiert. Wenn man nach Frankfurt am Main Hbf. einfährt kann es gut und gerne sein, dass man 10 min auf dem Vorfeld wartet da die Kapazitäten vorne und hinten nicht reichen. Und dabei sind es kleine Dinge die viel bewirken würden, kein Frankfurt21, sondern eine Neukonzipierung des Vorfelds und eine weitere Eisenbahnbrücke über den Main.
    Auch frisst Stuttgart21 mit etwa 5 Mrd. €, eventuell sogar mehr, das Geld für wichtigere Projekte wie die Y-Trasse und die Schnellfahrstrecke Rhein-Main/Rhein-Neckar, besonders letzteres Projekt ist unglaublich wichtig, da die Kapazität vorne und hinten nicht reicht und es andauernd zu Verspätungen kommt. Beide Projekte wären mit den Mittel aus Stuttgart21 zu realisieren!

    Also insgsamt kein schlechtes Projekt, jedoch hinter anderen Projekten anzustellen!

    Grüße aus Frankfurt ^^

    Wow, schöner Vorentwurf. Wenn es auch nur ansatzweise durchgesetzt wird, so kann man von einer Stadtreparatur sprechen. Endlich wird die hässliche Narbe in der Heidestraße verschwinden, die Zufahrt zur Saturn Tiefgarage sieht nicht nur aus der Distanz schäbig aus, auch aus der Nähe betrachtet erweckt sie einen tiefgreifenden Gammelcharme. Der Front in der Berger Straße wird sicher keiner eine Träne nachweinen. Und Kritiker gibt es immer ;) da muß man sich nichts vormachen, nur werden es hier sicher Wenige sein :cool:


    Zu der Saturn Filiale an sich. Ich glaube nicht wirklich daran, dass ein Saturn auf die Berger Straße zurückkehren wird. Erstens wird im neuen Skyline Plaza eine neue Saturn Filiale entstehen und zweitens wird der Osten Frankfurts schon vom Mediamarkt im HessenCenter bedient. Saturn und MediaMarkt gehören beide zur Metro-Gruppe und man wird sicherlich genau schauen einen schön aufgeteilten Markt zu haben und sich nicht selber Konkurrenz zu machen. Schade ist es schon, denn der Saturn in der Berger war relativ groß, schön aufgeräumt und nicht so überfüllt, wie der Saturn in MyZeil. Im Gegensatz zum Saturn in MyZeil ist auf der Berger auch alles sehr einfach fußläufig zu erreichen, während man in MyZeil riesige Distanzen von einer Abteilung in die Andere zurücklegen muß.

    Die Statistik hinkt leider! Frankfurt mag zwar die Stadt mit den meisten Strafdelikten in Deutschland sein, doch dürften die meisten davon wohl nicht die Allgemeinheit betreffen, zum Beispiel der illegale Aufenthalt in Deutschland. Einem Ausländer ist wohl nur schwer anzusehen ob er gültige Aufenthaltspapiere besitzt oder sich illegal und damit strafbar in Deutschland aufhält. Der Illegale wird sich ganz im Gegenteil sehr gesetzestreu verhalten, immer schön bei grün über die Straße gehen, sich höflich und zuvorkommend verhalten, usw um nicht in das Raster einer Polizeikontrolle zu kommen.

    Frankfurt ist ein Verkehrsknotenpunkt und mit Hamburg wohl eines der ersten Anlaufziele für illegale Einwanderer. Für Illegale bieten sich in Frankfurt auch viele Arbeitsmöglichkeiten freiwillige, so wie unfreiwillige, von Bauarbeit, Putzen bis hin zur Prostitution.

    Jeder aufgegriffene Illegale taucht auch in der Statistik auf.

    Weitere Knackpunkte sind Wirtschaftskriminalität und vorallem Vandalismus, der in Frankfurt desöfteren zu sehen ist.

    Nicht zu vergessen ist die Straßenkriminalität mit Diebstahl, da in Frankfurt sich kurz- oder langfristig viele Touristen aufhalten, ist dies ein Magnet für Taschendiebe, von denen es in Frankfurt nicht wenige gibt.

    Ja und last but not least die Mafia in Frankfurt! Die übelsten Gewaltdelikte sind wohl im Frankfurter Rotlicht- und Drogenmilieu anzusiedeln. Es geht hier um viel Geld, da geht leider oft sehr schnell die Moral verloren, wie man an den zwei Toten im Hotel Luxor vor ein paar Monaten gesehen hat. Den Normalbürger tangiert diese Gewalt jedoch nicht, es ist klar abgegrenzte Milieukriminalität.

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    Statistik hin oder her...ich als geborener Frankfurter fühle mich absolut sicher in der Stadt. Ich hatte in meinem Leben nur zwei Ereignisse wo ich "dumm angemacht wurde" von unnetten Mitbürgern, jedoch ohne irgendwelche Konsequenzen. Man kann in Frankfurt feiern, sturzbetrunken durch die ganze Stadt nachhauselaufen und sich sicher sein, das einem eigentlich nichts passieren wird. Keine Gangster die auf einen Lauern, keinen Pistolenkugeln denen man ausweichen muß.

    Für jeden Nichtfrankfurter ergibt sich ein anderes Bild, er sieht die Statistik und bekommt dabei ein Schaudern. Also die Statistik ist für Frankfurt sicher kein Aushängeschild. Ich schließe mich meinen Vorrednern an, dass die Stadt zu wenig gegen Vandalismus unternimmt und möchte noch die gewerbsmäßige Bettelei in der Innenstadt anmerken, die auch ein Schandfleck ist.

    ^http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost…0&postcount=243

    Noch ein kleiner Nachtrag von meiner Seite aus...

    Der Club "Moon13" hatte letztes Wochenende seine Pforten geöffnet.

    Hier ein Link zur FR, das Öffnen und Lesen natürlich auf eigene Gefahr! http://www.fr-online.de/frankfurt/neue…irstTeaser.html

    Bei den Betreibern des Moon13 handelt es sich um Altbekannte in der Disco- und Gastroszene, bekannt durch das Europalace. Wobei ich persönlich gespannt bin, wie sich das Moon13 entwickelt, denn das Europalace ist vorallem dadurch so erfolgreich, dass bei den Lohnkosten gespart wird wo es nur geht. Viele Mitarbeiter sind auf Basis einer Niedriglohntätigkeit beschäftigt und wie mir von offiziellen Stellen zu Ohren gekommen ist, soll man es beim Europlalace mit der Meldung der Beschäftigten bei den Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern nicht so genau nehmen. Laut einem FAZ-Artikel soll die Mitarbeiterzahl des Moon13 nur gut ein Drittel dessen betragen, was mal im Cocoon gearbeitet hat, hoffentlich läuft es rund und man muß nicht 25 Minuten auf sein Bier warten.

    Ich trauere dem Cocoon hinterher, das Konzept war einzigartig und ein paar gute Freunde haben dort auch öfter aufgelegt. Das Cocoon wollte Weltklasse sein, war es auch, ist leider an sich und Frankfurt gescheitert.

    Ich wünsche mir für Frankfurt, dass es bald wieder einen stylishen Szenetempel der "Weltklasse" gibt, der Gibson-Club schickt sich an diese Position zu erkämpfen, während Moon13 wahrscheinlich eher mainstreamtauglich wird.

    ^
    Der Faktencheck hält, denn bei der Gewerbesteuer wird der Steuermeßbetrag mit dem Hebesatz multipliziert. Vor 2008 war die Steuermeßzahl, aus dem sich der Steuermeßbetrag errechnet, gestaffelt und betrug bis zu 5%, heutezutage sind es einheitliche 3,5%.

    Frankfurt liegt auch ganz weit vorne bei den Einnahmen, da hast du recht und die Umverteilung zugunsten schwächerer Kommunen ist ein zweischneidiges Schwert, dass ich auf einer Seite verabscheue auf der anderen aber gutheiße.

    Um jetzt mal konkret zu werden...
    Wo sollte man deiner Meinung nach sparen? Ich seh in Frankfurt kein Einsparpotenzial mehr gegeben, außer vielleicht wenige Posten mit vier bis fünfstelligen Beträgen. Das Einsparen führt ja zu so schwachsinnigen Provisorien wie der oberirdischen Stadtbahn im Europaviertel, die Stadt hat einfach nicht das Geld um den Mehraufwand einer unterirdische Variante selber zu tragen.
    In Frankfurt läuft bestimmt niemand mit dem Füllhorn rum! Wenn du Einwände bringst, dann solltest du das bitte auch belegen.

    Beim Letzten hast du mich mißverstanden. Die meisten Unternehmen sind patriotisch und zeigen sogar gesellschaftliches und soziales Engagement. Wenn aber ein Unternehmen wie die Deutsche Börse, seit Jahrhunderten in Frankfurt verankert, die Anfänge reichen ins 16. Jhdt. zurück, meint die Stadtgrenzen verlaßen zu müssen, um genau vor den Stadtgrenzen wieder ihren Anker zu setzen, dann lassen sie sich auf das Niveau parasitären Schmarotzertums herab. Ihre Angestellten profitieren weiterhin von der "big city" mit all ihren Vorzügen, wie Kultur, Nachtleben, Einkaufsmöglichkeiten, aber das ist nichts was sich selber erhält, dafür müssen Bürger und Unternehmen ihren Anteil leisten. Wäre die Deutsche Börse nach München oder Hamburg gezogen, hätte man als guter Verlierer sagen ,müssen "ok die anderen Städte haben eben mehr Vorzüge und Attraktivität gehabt", aber hier haben wir es nur mit unmoralischer Steuerflucht zu tun. Witzhaft, da besonders die Börse im Geld schwimmt und gigantische Profite erwirtschaftet, während andere Unternehmen in Frankfurt nicht so gut dastehen aber auch nicht umziehen, wie Radeberger oder Samson!

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    Original von Immobilienmogul
    Azichan, auf den Ideenwettbewerb bin ich aber gespannt. Nicht die Einnahmenseite der Stadt Frankfurt ist das Problem, sondern die Ausgabenseite hat die Stadt nicht im Griff.

    Kein Wunder also, dass die, in deren Taschen ständig gegriffen wird, sich auch mal aus dem Staub machen. Gut, wenn sie dann gleich wieder in Eschborn vor Anker gehen und somit dem Rhein-Main-Gebiet erhalten bleiben.


    Auf der Ausgabenseite der Stadt Frankfurt gehören so unwichtige Posten, wie die Kinderbetreuung, der öffentliche Nahverkehr, die städtischen Bäder, der zoologische Garten, das Ordnungsamt mit der Stadtpolizei, die Kulturförderung usw. Alles Posten die man durch reine Einnahmen nicht aufrechterhalten kann, sondern die subventioniert werden müssen. Eine Beschränkung der Ausgabenseite nach deinem Gusto würde unerschwingliche Fahrpreise für den ÖPNV, unverschämte Kosten bei der Kinderbetreuung ohne Förderung sozialschwacher Familien und eine Schließung des Großteils öffentlicher Einrichtungen bedeuten. Halt dir bitte mal vor Augen, dass sogar die alten Römer kulturelle Einrichtungen und eine Grundversorgung der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung stellten, dazu gehörten kostenlose Bäder, Spiele und eine freie Wasserversorgung! Kultur wurde sogar von allen Hochkulturen subventioniert.

    Bei der Ausgabenseite wurde in den Jahrzehnten zuvor viel geschludert, Projekte waren zu groß dimesioniert oder überflüssig, aber man hat sukzessiv gespart und gekürzt, auch dort wo es schmerzt. Wenn die Sadt immer mehr von dem verliert, was sie mal ausgemacht hat, zum Beispiel Kultur oder öffentliche Einrichtungen, dann ist es für mich auch ein Standortnachteil gegenüber anderen Kommunen.

    Es ist eben nicht gut, wenn Unternehmen aus Frankfurt nach Eschborn ziehen, denn die Unternehmen nehmen für ihre gutqualifizierten und gebildeten Arbeitnehmer die Frankfurter Infrastruktur in Anspruch, sind aber nicht bereit diese in irgendeiner Weise mitzutragen. Ich bin mir sicher, dass viele Mitarbeiter der Börse Eschborn in Frankfurt wohnen, viele die auch nicht in Frankfurt wohnen öfter mal den Zoo und Palmengarten besuchen, auch mal dem Schauspielhaus einen Besuch abstatten und sich über die schönen öffentlichen Plätze in Frankfurt freuen. Ja super natürlich wenn diese Mitarbeiter in Frankfurt wohnen und die Kinder in Frankfurter Kindertageseinrichtungen unterkommen. Diese Posten kannst du nicht alleine über Gebühren decken, unmöglich und unsozial, ein Kindergartenplatz würde statt 148€ dann 300-400€ kosten und soziale Härtefälle die nur 30€ bezahlen, müssten dann die volle Gebühr bezahlen.

    Die Unternehmen erwirtschaften ihre Gewinne ja auch nicht in einem luftleeren Raum, sondern in einem gesellschaftlichen Umfeld und diesem Umfeld sind sie eben auch Rechenschaft schuldig. Es kann nicht sein, das ein Unternehmen Geld mit Bürgern macht und im Endeffekt aber nichts zurückgeben will, sich sogar auf die billige Schiene des Steuerdumpings und der Steuerschlupflöcher begibt. Ehrgefühl, Respekt und nationaler Stolz gehören leider bei vielen Unternehmern der Vergangenheit an, es herrscht reiner Egoismus vor, den eigenen Profit vor jede Moral zu setzen!

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    Original von Immobilienmogul
    Wenn die Frankfurter SPD weiter von Steuererhöhungen babbelt und mit diesem Populismus Wahlen gewinnt, dann werden der Börse zu Recht noch viele folgen. Das da was beim Konzept der Verteilungspolitiker durchdacht ist, vermag ich nicht zu erkennen.


    Ja klar, sie "babbeln" nur von Erhöhungen! Schau die bitte mal die Entwicklung der Gewerbesteuer in Frankfurt an.

    =58155"]http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2778&_ffmpar[_id_inhalt]=58155

    Die Entwicklung ist rückläufig! Die Stadt nimmt immer weniger Geld ein, muß dafür andere Einnahmequellen erschließen und diese schröpfen, zum Beispiel eben den kleinen Bürgern über Gebühren und Eintrittspreise.

    Beim Khasana-Gelände ist Folgendes machbar...

    Das Gelände wird in zwei Bereich aufgeteilt in einen nördlichen und südlichen Bereich. Im nördlichen Bereich sind südlich und nördlich jeweils 7 Haltepositionen (bis zu 9 auf einer Seite wären möglich!), insgesamt also 14 Haltepositionen mit reichlich Platz zum Einsteigen, Koffer einladen etc. Der südliche Bereich dient nur als Standbereich für die Busse, die können dann enger beieinanderstehen. Es würden im südlichen Bereich etwa 20 Busse nebeneinanderstehen können, dann nur auf einer Seite der Hälfte.

    Der Busbahnhof würde nur dem Einsteigen und Umsteigen dienen. Für den reinen Ausstieg von Buspassagieren, zum Beispiel weil die Fahrt in Frankfurt endet, würden sich die Positionen direkt südlich des Hauptbahnhofs weiterhin anbieten. So etwas wird in Belgrad jahrzehntelang erfolgreich praktiziert, die dort endenden Busse fahren nicht in den ZOB ein, sondern haben eine ziemlich kleinen kurzzeitigen Haltebereich außerhalb und fahren dann zu einem gigantischen Busparkplatz.

    Für die entstehenden 14 Haltepositionen und 20 Parkpositionen könnte man die 9 Bushaltepositionen östlich des Hauptbahnhofs streichen und den heute etwas unwirtlichen Ort aufwerten.

    Bei den Überlegungen gehe ich von einem Busbahnhof ohne jegliche Überbauung aus, ok vielleicht eine stilvolle filigrane Dachkonstruktion zum Schutz vor Regen. Man könnte noch eine Tiefgarage in Erwägung ziehen. Heute bietet das Khasana-Gelände etwa 300 PKW's eine Heimat, eine Tiefgarage abzüglich Rampen und Pfeiler würde pro Etage noch 200 PKW's Zuflucht bieten, bei drei Tiefgeschossen macht das immerhin 600 Parkplätze direkt am Hauptbahnhof.

    P.S.: So jetzt aber genug zu dem Thema... :cool:

    ^
    Ich weiß worauf du hinaus willst und muß dir bei deiner Grundüberlegung recht geben, wenn das Khasana-Gelände als reiner Busbahnhof fungieren würde.

    Darauf will ich aber gar nicht hinaus. Es geht um eine kombinierte Nutzung von der Südseite des Hauptbahnhofs, in Verbindung mit dem Khasana-Gelände und da kommt man effektiv auf mehr als nur 6000-8000qm. Das Khasana-Gelände als reiner ZOB ist natürlich für eine Stadt wie Frankfurt wirklich zu klein. Es soll aber als zusätzliche Fläche für die Busabfertigung dienen und auch mit Überbauung blieben noch 6000qm übrig, wie du korrekt bemerkt hast. Du mußt nur die heutigen Zustände und die Fläche vergleichen, mit dem was eben mit der zusätzlichen Fläche gewonnen werden würde.

    Mit der "Nichtverkehrsfläche" wollte ich darauf anspielen, dass die anderen ZOB's eben nicht nur Verkehrsfläche aufweisen, sondern auch Officeräume, Warteräume, Toiletten und Gaststätten und dafür gehen 1/4 bis 1/3 der Grundfläche flöten. Ich denke mal du hast bei den Flächen der ZOB's von Grundfläche gesprochen und nicht Verkehrsfläche, ansonsten sorry!

    Zu den Ticketräumen noch...
    Touring hat sein Office direkt an der Südseite des Bahnhofs, die Südzeile der Mannheimer Straße. Andere Anbieter könnten sich direkt daneben oder im Hauptbahnhof einmieten, es ist kein Muss das der Ticketschalter genau auch im ZOB integriert ist. Ich würde es begrüßen, wenn Mildan Im- und Export in der Mannheimer Str. einem Ticketoffice weichen würde :D

    Was wirklich wichtig wäre, ist die komplette Südseite umzugestalten, inklusive Stuttgarter, Pforzheimer und Karlsruher Straße, wenn möglich viele parkende Autos zu verbannen, neue Nutzflächen zu schaffen und ein großes Parkhaus, oder besser eine Tiefgarage, zu implementieren. Der Aufwand wäre Enorm, der Nutzen aber dafür umso vielfältiger. Es bietet sich für den gesamten Raum Hbf. Südseite ein gewaltiges Entwicklungspotential.

    Eine politische Low-Budget Lösung wäre natürlich der Kaiserlei, was als Option natürlich kein Weltuntergang wäre, aber doch insgesamt ungeeigneter.

    Ich persönlich glaube eher, dass das Beamen erfunden wird, bevor Frankfurt ein Busbahnhof bekommt, denn die Jahrzehnte davor hat sich ja auch nichts getan, während Städte wie Mannheim, München oder Hamburg hier geklotzt haben.

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    Nachts träume ich von schönen Dingen ;)

    Als Beispiel, weil du mir anscheinend nicht glaubst!

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt…t-a-727294.html

    Der Umzug der Börse nach Eschborn kostet der Stadt Frankfurt enorm viel Geld! Für die Börse ist es nur ein kleiner Schritt gewesen, für die Stadt Frankfurt ein gewaltiger Griff ins Klo.

    Dieses Geld fehlt einfach bei Allem, da muß man sich nichts vormachen, da wird eben bei der Stadtbahn genauso gespart, wie man die Kita-Gebühren erhöhen will. Die Landesregierung freuts, denn sie will ja einen Wettbewerb der Kommunen, dass dabei große Städte verbluten, weil sie viel mehr an Infrastruktur aufrechterhalten müssen interessiert dabei natürlich nicht.


    Schmittchen
    Ich glaube über so etwas wie politische Sympathien brauchen wir nicht zu streiten, jeder ist frei, mündig und kann wählen was er will! Es geht hier um Sachthemen und bei diesem Thema ist wirklich die SPD die einzige Partei die ein eher durchdachteres Konzept hat. Klar wird es Widerständ geben, wo gibt es die nicht?

    Nochmal zu den von tunnelklick verlinkten drei Busbahnhöfen.

    Die Fläche die aufgeführt wurde ist keine reine Verkehrsfläche, es handelt sich um die gesamte Fläche der Busbahnhöfe. In allen drei Fällen muß man ordentlich an Fläche für anderweitige Verwendung abziehen, ob dies Toiletten, Kioske oder der Mc Donalds sind. Hier musste eine Infrastruktur für die Busreisenden erst geschaffen und zur Verfügung gestellt werden! Realistisch kann man etwa gut 1/3 der Fläche anderweitigen Verwendungen zurechnen.

    Ein Busbahnhof auf dem Khasanagelände bräuchte keinerlei großartige Infrastruktur, außer vielleicht ein Toilettenhäuschen. Man findet im Hauptbahnhof schon alles was man braucht, von Fast Food, über Apotheke, Blumengschäft bis hin zum Supermarkt. Man könnte prozentual sehr viel von der Grundfläche der reinen Verkehrsfläche zuschlagen.

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    Original von tunnelklick
    Bei einem Bodenrichtwert von aktuell 1.100 €/m² ruft dieses Gelände nach intensiver Nutzung, d.h. Verdichtung, während ein Busbahnhof eine eher extensive Flächennutzung darstellt.


    Ruft das Gelände danach? Irgendwie hat in den letzten Jahrzehnten niemand den Ruf gehört, denn das Gelände ist ein Parkplatz, ein ziemlich schäbiger dazu! Theoretisch hast du recht, praktisch aber nicht. Der Besitzer wäre wahrscheinlich froh, wenn das Gelände irgendwie halbwegs entwickelt werden könnte, der Traum eines Hochhauses ist in Zeiten eines Überangebots an hochwertigen Büroflächen in Frankfurt wohl fast ausgeträumt.

    Was zu einem eventuellen Busbahnhof auf dem Gelände gehört ist viel Verhandlungsgeschick und Engagement, ich denke nicht, das jemand in der Frankfurter Politik bereit ist da so viel zu investieren leider.

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    Original von mahlzeit
    Kaiserlei ist meiner Meinung nach besonders durch die viel bessere Autobahnanbindung prädestiniert. Der Verkehr rund um den Baseler Platz wäre ohne die Busse, die sich ständig durch dieses Nadelöhr quälen, deutlich entlastet.


    Wenn der Kaiserlei dicht ist, dann ist auch der Busbahnhof dicht. Der Busbahnhof in Frankfurt wird nicht nur über den Baseler Platz angefahren, von und nach Norden gibt es sogar mehrere Möglichkeiten nämlich durch den Hafentunnel, durch das Gutleutviertel oder direkt am Hauptbahnhof vorbei. Das Hauptverkehrsaufkommen am Hauptbahnhof und Baseler Platz machen sicherlich nicht die Busse aus.

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    Original von penultimo
    - Der Kaiserlei ist mit vier S-Bahnlinien im sehr dichten Takt nahezu 20h/Tag per Bahn zu erreichen. Alle Linien bedienen den Hauptbahnhof, zwei sogar den Flughafen.


    Wie ich schon geschrieben habe, man muß mit etwa 20-30 min vom Frankfurter Hauptbahnhof zum Kaiserlei rechnen, trotz des sehr guten Taktes. Was wirklich niemand bedenkt ist der Fußweg und die Wartezeit auf die S-Bahn, besonders der Fußweg mit schwerem Gepäck ist so eine Sache. In Hamburg ist der Zentrale Busbahnhof direkt am Hauptbahnhof und in München genau eine S-Bahnstation davon entfernt, auch eventuell zu Fuß zu erreichen.

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    Original von penultimo
    - Kiss&Ride lässt sich dort viel leichter abwickeln und hält diesen Verkehr von dem ohnehin überlasteten Bereich rund um den Hauptbahnhof fern. Und derzeit parken die Zubringer wirklich jeden Meter zu, um Freunde und Verwandte abzusetzen und blockieren dabei gerne auch mal die Busse und den übrigen Verkehr.


    Das ist jetzt kein Problem des Busbahnhofs, auch bei Bahnreisenden wirst du dieses Kiss&Ride vorfinden. Allgemein ist die Parksituation am Hauptbahnhof schlecht.
    Eine mögliche Lösung wäre das Khasanagelände um eine Tief- oder Hochgarage zu erweitern und ebenerdig den Busbahnhof zu integrieren. Kurze Parkzeiten (weniger als 15 Minuten) müssten natürlich kostenlos sein, sonst würde es niemand nutzen.

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    Ok nochmal zum Zusammenfassen...

    Im Moment läuft es in Frankfurt mit dem Busverkehr, der gigantische Andrang auf die nationalen Busverbindungen ist ausgeblieben. Der Busverkehr wird aber minimal stetig wachsen, da muß man sich nichts vormachen. Das Khasanagelände ist ideal als Busbahnhof geeignet, es geht um eine Entschärfung der bisherigen Lage und da werden die über 8000qm wohl mehr als ausreichend sein. Man muß bedenken, dass dieses Filetstück im Moment einfach nur als Parkplatz genutzt wird. Man braucht ja nichts Großes, theoretisch könnte man das ganze Gelände so belassen und mit neuen Markierungen als Busbahnhof benutzen. Eine Luxusnutzung mit mehrgeschoßiger Tiefgarage, ebenerdigem Busbahnhof und mehrstöckigem Bürogebäude darüber wäre auch denkbar, wenn es denn jemand wollte!?

    Ich warne eindrücklich davor etwas so Wichtiges wie einen Zentralen Busbahnhof an die Stadtgrenzen zu verbannen, denn Frankfurt lebt davon ein Verkehrsknotenpunkt zu sein, die ideale Lage des Hauptbahnhofs, die Nähe des Flughafens zum Stadtzentrum sind sehr sehr gewichtige Standortvorteile für die Stadt. In fast keiner Stadt außer Berlin ist der Busbahnhof außerhalb der Stadtmitte, er ist fast immer neben dem Hauptbahnhof und profitiert meist auch durch dort zur Verfügung gestellte Infrastruktur.

    Und nochmals, die meisten Busreisenden sind wirklich ausländische Mitbürger, die den Bus benutzen um die Heimat zu besuchen. Es sind nicht die Benutzer der grünen oder gelben Buse. Diese Menschen reisen teilweise sogar von weiter außerhalb an, um am Busbahnhof Reisen zu beginnen die in der Regel weiter als 1000km gehen, dass diese Menschen sich noch durchs Frankfurter S-Bahnnetz quälen müssen halte ich für kundenunfreundlich. Die Unternehmen werden es sich dann sicher überlegen ihr Drehkreuz zu verlagern, zum Beispiel nach Mannheim, welches über einen sehr modernen Busbahnhof verfügt.

    Folgende Beiträge aus Thread "Gedanken zum Frankfurter Nahverkehr" hierher verschoben.
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    Ich will mich jetzt auch mal in dem Thread "mitmischen" :D

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    Original von Xalinai
    Vielleicht zeigt deine Kristallkugel ja auch, wann die von Dir vorgeschlagenen Maßnahmen den Status "Bauprojekte und konkrete Planungen" erreicht haben.


    Ich muß Rohne jetzt mal in Schutz nehmen. Die chronische Klammheit der Kommunen ist nicht gottgegeben oder der schwierigen Wirtschaftslage in Deutschland verschuldet. Es ist leider so, dass der Bund sehr viele Aufgabe an die Kommunen abgibt, im Gegenzug eine Finanzierung nicht mehr gewährleistet. Der finanzgestalterische Spielraum, den die Kommunen haben ist sehr gering und trifft meist Otto-Normalbürger und die Schwachen der Gesellschaft, über gestrichene Leistungen und zusätzliche zweckgebundene Abgaben. Das effektivste Mittel ist die Gewerbesteuer, aber hier haben wir im Rhein-Main-Gebiet ein ganz mieses Steuerdumping der Kommunen, das so von unserer Landesregierung gewollt ist.

    Es ist schon traurig, dass unsere Vorfahren mit weit weniger Know-How und einer verglichen mit heute witzhaften Wirtschaftsleistung weit mehr erreicht haben. Unsere komplette moderne Infrastruktur verdanken wir den 40 Jahren nach dem Krieg, danach ist nicht viel gekommen, außer den Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn, die aber schon seit den 70er angedacht waren. Es bedrückt mich zu sehen, wie Schwellenländer riesige Projekte stemmen aber hier um jeden Meter Straßenbahnstrecke gekämpft werden muß.

    Konkret für Frankfurt bedeutet dies, nach einem eventuellen Regierungswechsel in Hessen, den "Landkreis Rhein-Main". Mit der Reform würde dem Steuerdumping Eschborns, oder anderer Kommunen, so etwas wie ein Riegel vorgeschoben werden, wenn dieser Vorteil der kleinen "Parasitenkommunen" entfallen würde, dann würden über kurz oder lang viele Unternehmen nach Frankfurt ziehen, wegen den Vorteilen die eine Großstadt gegenüber einer kleinen Kommune eben bietet.

    Also gemäß dem Motto "never say never" kann sich die finanzielle Wetterlage der Stadt Frankfurt auch ganz schnell ändern. Außerdem werden Projekte wie die Verlängerung der U5 und die Ginnheimer Kurve niemals gestrichen, was denn bitte soll streichen heißen, werden Vorplanungen und Überlegungen in den Müll gegeben? Der passendere Ausdruck wäre doch eher "auf Eis gelegt".

    Jetzt muß ich dir @Xalinai natürlich auch recht geben, denn weder die Verlängerung der U5 noch die Ginnheimer Kurve ist wirklich aktuell. Aber wie schon geschrieben, man darf auch ruhig längerfristig denken, ist ja kein Verbrechen ;)

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    Original von siefert
    Ich finds auch bitter, dass wir das Projekt nochmals schieben müssen (letztes Jahr haben wirs noch gerettet), aber wenn man die restliche Streichliste und den Konsolidierungsbedarf im Stadthaushalt sieht wird's halt schwierig momentan drauf zu bestehen. Das Thema wir aber wieder kommen, da die Verlängerung eine relativ preiswerte sinnvolle Ergänzung darstellt (ca. 8 Mio)


    Gute Ideen sind im Gegensatz zu vergänglichen Objekten unsterblich und werden immer wieder gedacht.

    Die Verlängerung ist eben mehr als sinnvoll und das "Einfrieren" schon ein übles Trauerspiel. Aber die Verlängerung wird kommen, früher oder später.

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    Original von Megaxel
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass man die Rosa-Luxemburg-Str. so lässt, wie sie ist. Abgesehen von mehrjährigen Bauarbeiten mit Riesen-Verkehrschaos wäre die Tieferlegung ziemlich teuer. An der S-Bahn-Linie muss man zudem doch wieder hoch um die Gleise zu überqueren und den Niddapark will man wohl auch nicht zerschneiden. Außerdem darf man die Vorteile der Straße nicht vergessen: Sie sieht scheiße aus, aber sie hält den Verkehrs aus den Stadtteilen. Wenn die Straße ebenerdig wäre, hätte man zig Kreuzungen mit entsprechendem Verkehrsstau.


    Korrekt! Sieht zwar übel aus, ist aber verkehrstechnisch das Nonplusultra! Außerdem sind die Anwohner im Moment vor dem Lärm der Rosa-Luxemburg geschützt, durch Lärmschutzwände. Ich denke nicht, dass die Anwohner eine Tieferlegung wirklich begrüßen würden, optisch hätten sie einen Vorteil, aber dafür faktisch den Lärm einer Stadtautobahn in den Wohnräumen.

    PS: Sorry für den langen Text, wollte aber auf mehrere Postings eingehen!

    So jetzt gehe ich auf die Lage eines eventuellen Fernbusbahnhofs ein!

    Es kommen eigentlich nur zwei Bereiche in Frage, wo der Busbahnhof liegen sollte, nämlich in der Nähe des Hauptbahnhofs oder am Flughafen. Der Busbahnhof wird momentan und auch in Zukunft wahrscheinlich, mehrheitlich von ausländischen Mitbürgern frequentiert. Diese nehmen weite Strecken in Kauf, um dann in den Fernbus umzusteigen. Die kurzen Wege vom Hauptbahnhof direkt zur Südseite sind ideal. Es gibt zwar tagtäglich ein Chaos und Kudelmuddel mit den Busen, auch weiß man nie von wo ein Fernbus genau abfährt, aber die kurze Distanz zu dem Verkehrsknotenpunkt Nummer 1 in der Republik ist optimal.

    Der Flughafen ist wie der Hauptbahnhof auch gut angebunden an das Schienennetz und noch viel besser an die Autobahn. Nachteilig wären die langen Wege, die man schon jetzt hat, zB. vom Regiobahnhof zum Fernbahnhof.

    Gebiete wie der Kaiserlei scheiden eigentlich grundsätzlich aus.
    Wieso scheidet der Kaiserlei aus?
    Die meisten Reisenden verfügen über Unmengen an Gepäck, meist mit einem sehr hohen Gewicht, vom Hauptbahnhof dann nochmal zum Kaiserlei mit der S-Bahn zu fahren ist eine Tortur.
    Auch kommen viele Fernbuse zu sehr unchristlichen Zeiten am Frankfurter Hbf an, zB. 3 Uhr in der Nacht, am Hbf können die Menschen aber zumindest die gute Infrastruktur nutzen und im Hbf warten, eine frühe Verbindung nehmen, ein Taxi mieten oder einfach in einem der vielen Hotels unterkommen, diese Infrastruktur gibt es leider am Kaiserlei nicht.

    Xalinai
    Deine Annahmen sind schon richtig, jedoch würde ich nicht von der Stadtmitte als Ausgangspunkt zum Busbahnhof ausgehen, sondern eher vom Hauptbahnhof, da die meisten Reisenden eher aus der Region, bzw. von weiter außerhalb kommen. Da kommt man von F Hbf zum Kaiserlei auf genau 12 Minuten, nicht einberechnet die durchschnittliche Wartezeit auf die S-Bahn, schätzen wir mal grob 5 Minuten. Mit zusätzlichem Fußweg sind wir ganz schnell bei 25 Minuten mehr, verglichen Kaiserlei mit der jetzigen Situation. Einsparungen ergeben sich klar durch die schnelle Auffahrt auf die Autobahn, jedoch ist es schwierig diese 25 Minuten zu kompensieren, daher sehe ich den Kaiserlei als die schlechtere und langsamere Lösung an!

    ---

    Die Hauptfrage die man sich stellen muß ist...Wer benutzt die Fernbusse eigentlich? Im Moment sind es mehrheitlich ausländische Mitbürger, dabei sehr viele ältere Gastarbeiter mit meist viel Gepäck. Der große innerdeutsche Andrang wird meines erachtens nach erstmal ausbleiben, jedoch wird der minimale Anstieg der innerdeutschen Buslinien von Frankfurt aus die schon jetzt komplett chaotische Situation am Hauptbahnhof unerträglich machen.

    P.S.
    Ich nutze auch sehr oft die internationalen Fernbuslinien, da ich meine Verwandten in Südosteuropa regelmäßig besuche und ich leider ein wenig Flugangst habe :D Ich fliege nur, wenn es absolut sicher ist und unschlagbar vom Preis :cool:

    Das jetzige innerdeutsche Fernbusnetz ist doch keine Konkurrenz zur Bahn und auch in 10 Jahren wird dies nicht anders sein. Die Deutsche Bahn ist das innerdeutsche Verkehrsmittel Nummer 1 des ÖV. Der Grund ist in den historischen Gegebenheiten zu suchen. In Deutschland gab es so etwas wie ein Netz aus Fernbuslinien nicht, stattdessen ein gut ausgebautes Streckennetz der Bahn. In anderen Ländern verhält es sich historisch genau umgekehrt, nämlich die Länder Osteuropas und Südeuropas, dort gibt es schon seit vielen Jahrzehnten ein sehr durchdachtes und effektives Fernbusnetz, mit einer sehr guten Taktung.

    Eine echte Konkurrenz für die Bahn wird es mit aller Wahrscheinlichkeit nicht geben, denn hierfür bedürfte es eines Anbieters, der auf einen Schlag gleich ein ganzes Netz an Verbindungen aufweist. Ein paar vereinzelte Verbindungen bringen nur den härtesten Sparfüchsen etwas. Die Taktung der Bahn ist einfach unschlagbar, denn die meisten Städte werden im 1 oder 2 Stundentakt bedient, das würde ein kleiner oder mittelgroßer Anbieter auf Anhieb niemals schaffen.

    Der Faktor Geschwindigkeit kommt der Bahn zu Gute. Wer möchte 2 1/2 Stunden von Frankfurt nach Köln im Bus sitzen, wenn er auch in 1 Stunde und 5 Minuten am Ziel sein kann. Bei längeren Strecken schlägt dieser Faktor noch massiver durch.

    Nicht zu vergessen der Komfortfaktor! Die Deutschen lieben Komfort, nicht umsonst ist der ICE luxuriöser ausgestattet als die meisten anderen Hochgeschwindigkeitszüge in Europa. Hier kann der Bus nicht mal ansatzweise mithalten, denn man ist dort eigentlich "genötigt" die ganze Zeit auf dem Sitz zu hocken.


    Für wen dann bitte einen Busbahnhof?
    Es gibt von Frankfurt aus eine immense Anzahl an internationalen Busverbindungen. Die Fernbuslinien sind sozusagen der "Gastarbeiterexpress"! Die meisten Verbindungen gehen dabei nach Südeuropa (Portugal, Spanien), Südosteuropa (Rumänien, Bulgarien, Serbien usw.) oder Osteuropa (Polen, Ukraine, Weißrußland etc.).
    Diese Verbindungen sind fest etabliert und sehr attraktiv für die meisten Menschen. Fliegen ist nicht immer billiger, meistens sind die Fernbuslinien unschlagbar. Außerdem ist das Gepäck fast keinen Restriktionen, was Anzahl oder Gewicht betrifft, unterlegen, man zahlt pro verstauter Tasche etwa 3 - 5 Euro.

    Die Bahn profitiert sogar von den internationalen Fernbuslinien, denn viele Menschen fahren weite Strecken mit der Bahn, um am Hauptbahnhof in den Fernreisebus umzusteigen.

    Das Problem, dass die Südseite des Hbf schier platzt vor Bussen besteht nicht erst heute, sondern schon seit langer Zeit. Das Khasana Gelände ist ideal geeignet für eine Entschärfung der heutigen Situation.

    tunnelklick
    Das Problem besteht aber schon seit einiger Zeit und eben in dieser Zeit ist kein privater Investor aufgetaucht. Man kann sich nicht einfach einen privaten Investor herwünschen, insoweit liegt das Problem doch bei der Stadt. Im übrigen bezahlen die Busunternehmen ja für die Benutzung des Busterminals, daher würde die Stadt oder eben die dann städtische Betreibergesellschaft durch die Einnahmen profitieren. Leider ist die Errichtung eines Campanile oder allgemein Hochhauses an der Stelle viel profitabler als ein Busbahnhof, auch wenn der natürlich keine Verluste bringen würde, aber eben nicht so viel Profit. Jeder Investor würde das Gelände einer wahrscheinlich reinen Büronutzung zuführen, ein intergrierter Busbahnhof wäre ohne Zuschüße ein viel zu großer finanzieller Aufwand. Die Stadt müsste hier schon handeln.

    Ich finde das Innendesign gar nicht mal so schlecht :cool:

    Besonders das organische Element schlägt hier voll durch, schön der Kontrast zwischem dem verwendeten Holz und den "Alienbäumchen" die scheinbar wirklich mit echten Kletterpflanzen garniert sind. Sattes Grün gegen warme Holztöne. Das Skyline Plaza wirkt sehr organisch, dabei aber gleichzeitig hell und aufgeräumt. Es ist schon ein Kunststück nicht in Sterilität oder Unübersichtlichkeit abzugleiten.

    Das einzige was mich ein wenig verwundert und da schließe ich mich den vorigen Posts an, ist nämlich die zu erwartende Kundschaft wird nicht die Durchschnittsfamilie sein, sondern eher kinderlose Kunden. Ich schließe einfach aus dem Überangebot von wahrscheinlich eher trendigen Modegeschäften auf die zu erwartende Kundschaft. Für solvente Trendshopper ist das Innendesign eher unglamourös. Ich kann mich auch irren und das Skyline Plaza wird ein Magnet für Familien, zB. wegen des Foodcourts, dann ist das sehr fröhliche Innendesign mehr als gerechtfertigt.

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    Original von Äppler111
    ob es besser geht? bestimmt. aber dann muss man mal auch ne stange geld in die hand nehmen und ein design-team auch ordentlich bezahlen. ne richtig gute und angesehen agentur wird da nicht für peanuts arbeiten.


    Umsonst arbeiten Andreas von Chrzanowski und Thomas Geissert bestimmt nicht! Besonders der Künstler von Chrzanowski ist in der Kunst- und Graffitiszene kein Unbekannter. Hier werden keine jungen Graffitikünstler aus der Region beschäftigt, es sind echte Profis im Bereich Kunst und Design.

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    Original von Äppler111
    ich schau aber erstmal wie es fertig aussieht, bevor ich mein finales urteil abgebe.


    Viel mehr wird da nicht kommen, sorry dich enttäuschen zu müssen, aber die Wandpaneele stadteinwärts haben ihren finalen Zustand mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit schon erreicht, denn wie anders sollte ein "Nebelwald mit schemenhaft angedeuteten Stämmen" wohl aussehen? Büsche und Blumen wirst du hier nicht erwarten können.

    Jetzt kommt meine Kritik! Ich finde den "Nebelwald" als Kunstobjekt ja eigentlich toll, nur der Ort ist dermaßen von unpassend. An jeder beliebigen Mauer in Frankfurt unter freiem Himmel wäre es ein Hingucker. Als ich mit einem Freund auf die S-Bahn gewartet habe und wir die ersten übersprühten Paneele gesehen haben, da haben wir zuerst auf ein Wassereinbruch mit anschließendem Moosbewuchs getippt. Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, dass es der finale Zustand nach einer Sanierung sein könnte.

    Besonders wer sich mal das Portfolio von Andreas von Chrzanowski angesehen hat, der wird erstaunt sein über das im Vergleich schwache Werk im Tiefbahnhof. Ich finde das Gesamtkonzept auch nicht schlüssig, denn was hat Glitzermosaik auf den Säulen mit einem Nebelwald zu tun? Die Säulen müssten dann eigentlich konsistent braun sein, um den Stämmen der Bäume im Nebelwald zu entsprechen.

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    Original von marty-ffm
    Allein entscheidend ist doch, dass nach Jahren der Verwahrlosung seitens der DB Geld in die Hand genommen wird und die S-Bahn-Station renoviert wird. Ob das jetzt rot wird oder Nebelwaldgrün oder sonstwie - entscheidend ist, dass die Station heller und freundlicher wird und durch die Renovierung auch wieder sauberer. Und das schreckt dann hoffentlich auch die Chaoten und Schmutzfinken ab, die sich bekanntlich ja auch gerade da besonders gern austoben, wo es dreckig und unaufgeräumt ist.


    Absolute Zustimmung zu der Aussage, dass nach Jahren der Verwahrlosung endlich was geschieht, denn damit habe ich ganz ehrlich nicht zu Lebzeiten gerechnet. Es ist schon ein trauriges Bild, dass der Exportweltmeister Deutschland, das High-Tech-Land Germany in seiner Verkehrskapitale über einen S-Bahnhof verfügt der schäbiger gewirkt hat als die verlottertsten Bahnhöfe in der Dritten Welt.

    Leider keine Zustimmung zu dem Punkt, dass die Station heller und freundlicher wirken wird. Sie wird auf jeden Fall sauberer wirken nach dem Umbau, mit Ausnahme der Wandpaneele die ja nicht umsonst organisch wirken und daher einen leicht schmuddeligen Touch haben. Mit dem dunklen Streckgitter als Deckenverkleidung, einer erheblich dunkleren Gestaltung der Wandpaneele als vorher und dem verbleibendem grünen Boden wird der Bahnhof im Gegenteil dunkler wirken als vorher.