Beiträge von NativeBerliner

    Der BER wird sich in den nächsten 10 Jahren wieder auf dem Niveau von 2019 einpendeln, was dann mit T1, T2 und T5 machbar wäre. Mehr Wachstum erwarte ich persönlich nicht. Die Gründe dafür:

    • Eine Bürgermeisterin der Grünen wird eher kein Interesse am Wachstum des Flugverkehrs in der Region haben.
    • Die Lobby aus FRA, MUC, DUS und Lufthansa wird weiterhin und noch argwöhnischer den BER vom internationalen Luftverkehr abschneiden.
    • Die Bundesregierung wird weiterhin keine Landerechte für Emirates erteilen.
    • Die Flughafengesellschaft ist hoch verschuldet und wird sehr zaghaft mit größeren Investitionen sein.
    • Easyjet und Ryanair fahren ihr Berlin-Engagement leider auch zurück.

    Richtig übel wäre es, wenn irgendwann Eurowings und Lufthansa mit Verweis auf Klimakrise und Bahnausbau den Berlinern "empfehlen", nach MUC, FRA und DUS mit der Bahn zu fahren und dann von dort zu fliegen. Ich würde denen das zutrauen.

    Vor Corona hatte ich auch regelmäßig die Passierzahlen für BER, MUC und FRA aus den ADV Statistiken verglichen und ein "Aufholen" Berlins erhofft.

    Inzwischen sehe ich das entspannter: Lieber Qualität statt Quantität. Was würde eine extrem gute Erholung der Passagierzahlen bringen, wenn dafür noch mehr Chaos am BER entstünde?

    Ich habe inzwischen auch keine ernsthafte Hoffnung mehr auf eine übergeordnete Rolle des BER. Die Lobby aus Lufthansa, Hessen, Bayern und NRW wird niemals zulassen, dass der Status Quo der Drehkreuze aus dem Nachkriegs-Westdeutschland in Frage gestellt wird. Lippenbekenntnisse zur Wiedervereinigung ja, aber ein Drehkreuz im Osten als Konkurrenz? Nein Danke!

    Ansonsten bin ich etwas "schadenfroh" über das aktuelle Chaos in Frankfurt und bei der Lufthansa: Hier rächt sich nach meiner Meinung z.B. der Umsteigezwang für alle Berlin-Passagiere, weil das noch mehr Arbeit am in FRA verursacht.

    Entwicklungsgebiet ehemaliges Postfuhramt im östlichen Melchiorblock


    Vielleicht noch interessant: Gegenüber der zukünftigen neuen Grundschule wird im "Östlichen Melchiorblock" (zwischen Engeldamm, Melchiorstraße und Adalbertstraße, siehe hier bei Google Maps) das verfallene Postfuhramt durch einen privaten Investor entwickelt zu einer Mischung aus Wohnen, Gewerbe und Einzelhandel.


    Dort soll es jetzt konkret mit den Bauarbeiten losgehen und es gab eine erste Informationsveranstaltung für die Anwohner, siehe hier.


    Grundlage für die Entwicklung ist das entsprechende Blockkonzept aus dem Sanierungsgebiet.

    Bezüglich der Grundschule Adalbertstraße finden sich noch mehr Informationen in der Webseite des Sanierungsgebietes Nördliche Luisenstadt hier.


    Ich hoffe sehr, dass die Bauarbeiten jetzt bald loslegen. Sonst wird es knapp mit der geplanten Inbetriebnahme zum Schuljahr 2023/24.

    Ansonsten immer noch viel verfallenes, dass sofort als "Freiraum" von irgendwelchen Aktivisten beschlagnahmt wird. Gleichzeitig fragt man sich wirklich, wer eigentlich die Eigentümer sind, dass man seine Grundstücke derart verfallen lässt.


    ...


    Auch diese seltsamen Nutzungen mit einem ATU, m i t t e n in der City erschließt sich mir einfach nicht.


    Zur Bauruine: Bei dem betreffenden Gebiet handelt es sich ja um den "Östlichen Melchiorblock" im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt. Zu den langwierigen und komplizierten Diskussionen die Entwicklung des Blockes betreffend, siehe auch die Protokolle der entsprechenden Betroffenenvertretung (z.B. Protokoll Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt). Fazit kurz gesagt: Es handelt sich um institutionelle Eigentümer, die angeblich bauen wollen, aber dann meistens doch lieber gewinnbringend weiterverkaufen.


    Die Situation in diesem Gebiet ist aber vor allem so kompliziert, weil gegenüber in Kreuzberg an der Köpenicker Strasse ein "Störfallbetrieb nach der Seveso II Richtlinie" liegt (Galvanikbetrieb). Durch diesen Betrieb war bis 2019 ein ca. 2 km Radius betroffen und dort konnten keine Wohngebäude oder soziale Einrichtungen gebaut werden. Man hat versucht den Betrieb umzusiedeln, aber der Besitzer scheint nur auf immer noch mehr Entschädigung zu pokern. Der Bezirk hat jahrelang versucht zu verhandeln, ist aber gescheitert (siehe z.B. Tagesspiegelartikel). Daher ist an der genannten Ecke auch nur der ATU Betrieb. Ein Wohnhaus oder eine Schule kann dort nicht gebaut werden!


    Seit 2019 ist nun wohl eine neue Filteranlage im Galvanikbetrieb aktiviert worden und dadurch der Schutzradius auf wenige hundert Meter reduziert worden. Dadurch könnte nun zumindest im inneren des östlichen Melchiorblocks (z.B. altes Postfuhramt) gebaut werden. Die Bauruine an der Ecke Köpenicker/Engeldamm liegt aber eventuell immer noch im Störfallradius? Da bin ich mir nicht sicher.


    Die zweite riesige Herausforderung ist der Umgang mit "KÖPI". Der betreffende "Kulturverein" ist ein radikal linkes Wohnprojekt inklusive Wagenburg und wird von der Politik im Bestand garantiert. Alle Investoren rund um diesen Bereich der Köpenicker Strasse müssen mit dieser politisch aufgeladenen Situation umgehen.

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    Ich glaube da liegt eine Verwechslung vor:


    Das Projekt Eiswerk ist an der Köpenicker Str. 40/41.


    Die neue Baugenehmigung Köpenicker 48 müsste dann das bisher leere Grundstück neben dem Altbau Köpenicker 47 betreffen, auf dem zur Zeit noch der Autohandel ist.


    Für eine genaue Übersicht ist das Blockkonzept (Kapitel 7) zum Holzuferblock hilfreich, zu finden unter https://www.luisenstadt-mitte.…konzept_Holzuferblock.pdf


    Sinnlosen Fullquote des Vorposts gelöscht.
    Bato

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    Der "Investor" war ein mittleres Architekturbüro mit einigen Angestellten. Und gehören tut das Haus den Bewohnern. Bereuen tut hier im übrigen keiner irgendwas.
    Außer vielleicht die Familie, denen die Steine ins Kinderzimmer geworfen wurden, während sie anwesend waren.Lustig ist, dass viele der Bewohner gebürtige Berliner sind, denen man gar nichts über den "weltoffenen" Kiez beibringen musste. Die Leben zum Teil länger in Berlin, als die selbsternannten Weltverbesserer/Linksnazis/Steinewerfer.
    Schöne Grüße vom Anwohner

    Baufahrzeuge, Taxis, Handwerker, Polizei, Krankenwagen, Lieferwagen können natürlich nicht auf ÖPNV oder Fahrrad ausweichen.


    Der andere (sicher größere) Teil, der täglich z. B. in der Leipziger oder Grunerstraße im Stau steht, sind aber Privat-PKW, in denen meist nur eine Person sitzt. Von denen könnten es die meisten schon - auch die von außerhalb.


    Sichwörter Park&Ride, Bequemlichkeit, Gedankenlosigkeit...


    Sehe ich genauso. Mich wundert immer wieder, wie viele Berliner sich bereitwillig in den Rush Hour Wahnsinn in der Innenstadt mit dem Privat PKW begeben.
    Und der ÖPNV in Berlin ist denke ich schon nicht schlecht.


    Zum Molkenmarkt: Ich hatte zuletzt den Eindruck, dass diese Thema bei Frau Lüscher nicht sehr populär war. Vielleicht hat sie nach Absage der Luftschloss-IBA ja wieder Zeit, sich um ein solches Projekt zu kümmern. :)

    Diese Ausschüsse sind ja sehr interessant. Leider finde ich zu o.g. Ausschuss nur noch Protokolle bis Mai 2012.


    Was nützt die Internetpräsenz der BVV Mitte, wenn keine Transparenz über die Beschlüsse hergestellt wird. Oder gibt es noch andere Quellen? Oder bleibt es einem nur übrig, persönlich zu erscheinen?

    Spittelmarkt

    Ich kenne die Gegend seit den 70er Jahren und fand sie immer schrecklich. Die nun erfolgte temporäre Gestaltung mit Bänken und Radwegen gefällt mir da deutlich besser.
    Den Radweg benutze ich jetzt schon oft und ab Sommer dann täglich als Arbeitsweg, ich find den gut und richtig.
    Richtig furchtbar sind nur die Platten an der Nordseite der Leipziger (zu hoch, zu massiv, doofe farbe) und die DDR Brutalo Neubauten am Ende der seydelstrasse.

    OMG, wie sehr muss man scharf darauf sein, an der Grenze zu PBerg zu wohnen, um in dieses Haus zu ziehen.
    Bin schon seit Kinderzeiten in den 70er Jahren immer wieder mit der Tram daran vorbei gefahren und hatte mich immer gefragt, wer freiwillig an so einer Kreuzung lebt.
    Aber naja, ich verstehe einiges nicht mehr in Good Old East Berlin. :)

    Air Berlin

    Hoffe wirklich, dass die Verschiebung und deren Folgekosten nicht der Fluglinie den Rest geben. Es gibt schon Stimmen aus der Insolventverwalterszene, die sich fragen, ob Air Berlin das Jahr überlebt. Das wär dann echt ein Gau für Berlin.
    Insofern lieber ordentlich Schadenersatz für die Fluggesellschaften.

    Wollte ich auch schon anmerken: Da ich demnächst gegenüber wohnen werde, kann ich sagen, dass das Haus eher eine Ost-West Ausrichtung hat...


    Aber vielleicht bereiten sich die Bewohner ja schon auf den nächsten Konflikt mit den nicht weit entfernten Autonomen-Wagenburglern vor... :)