Beiträge von Stoff

    In der ursprünglichen Planung hätten die Fern- und Regionalzüge im S-Bahnhof an einem höhenangepassten Bahnsteig gehalten, weshalb es keinen gravierenden Eingriff in den Tunnel zwischen Echterdingen und Flughafen gebraucht hätte. Nur zwischen Flughafen und Bernhausen hätte der S-Bahn-Verkehr bei der ursprünglichen Planung gelitten, allerdings hat dieses Teilstück sehr viel weniger Fahrgäste.

    In Brüssel hat man die unterirdische Verbindung zweier Kopfbahnhöfe quer durch die Stadt schon in der ersten Hälfte des 20. Jhs. verwirklicht. Die Punktverbindungstopologie des 19. Jhs. war schon hier als verbesserungswürdig erkannt worden.


    Die vielen Kopfbahnhöfe des 19. Jhs. waren wohl eher Notlösungen. Denn es war zumeist schon schwer genug die Gleise überhaupt in Stadtnähe zu bekommen, dazu nutzte man häufig Einschnitte in der Besiedlungsfläche. Tangentiale Trassen hätten entweder die Bahnhöfe weit in die Periferie verschoben oder erhebliche Eingriffe in den Gebäudebestand zur Folge gehabt.

    Das einzige, was ich diesem Entwurf vorwerfen würde, ist Platz mit Rolltreppen zu verschwenden. Was soll das denn, wer will denn viermal die Rolltreppe wechseln um vom Bahnsteig zum Ausgang zu kommen. Diesen Schacht hätte man besser mit einem halben Dutzend zusätzlicher Expressaufzüge gefüllt, dann gibts auch keine nervigen Wartezeiten auch zu Stoßzeiten.


    Das Bild aus Post #633 ist schon recht alt, zwischendurch hat sich viel verändert. Die UFO-Optik is' nicht mehr. Der ganze Bau hat jetzt eine zylindrische Außenform mit Lamellen-Zickzack-Fassade und die Rolltrepperei wurde durch genau solche Expressaufzüge (sogar 8 Stück + 2 FW-Aufzüge) ersetzt.


    Nachzulesen hier, StZ vom Mai 2015

    Haha, ich stell mir vor, die Polizei fischt mich am Neckartor aus dem Verkehr und erklärt mir, dass jetzt ein Prüfingenieur mein Auto verkabelt und erst mal eine Runde dreht, um die relevanten Fahrsituationen herstellen zu können. Nach einer halben Stunde ist er wieder da, wenn es gut geht, muss mir aber leider mitteilen, dass meine Karre irgendwelche Grenzwerte überschreitet, weswegen der Hersteller nachbessern muss. Ich bekäme dann eine Nachbesserungsforderung, der nachzukommen außerhalb meiner Möglichkeiten läge, denn nur der Hersteller kann die Software ändern.

    Auf dem Foto in Post #177 von Holger ist das Verbindungsbauwerk 9 bei Streckenkilometer ~52,9 zu sehen. Die Formulierung "12 m Breite" ist in der Grafik im Post #190 etwas unglücklich geraten. Zum Thema Schleusen heißt es in der Richtlinie:
    "In den Querschlägen zwischen zwei Fahrtunneln [...] sind Schleusen von mindestens 12 m Länge anzuordnen."


    (Richtlinie EBA „Anforderungen des Brand und Katastrophenschutzes an den Bau und den Betrieb von Eisenbahntunneln“ in der Fassung vom 01.07.2008, Absatz 2.3)


    Die merkwürdige Um-die-Ecke-Form dieses Verbindungsbauwerks wie übrigens auch vieler anderer Querschläge ergibt sich durch Einhaltung genauer 500-m-Abstände im gekurvten Doppelröhrentunnel.

    Im Juni soll der Marktplatz (fast) ohne Baustelle sein, kaum vorstellbar.


    Jetzt (20. Juli) ist da immer noch volle Baustellentätigkeit. Wer den Baufortschritt beobachten will, hier die Webcams:


    Marktplatz Nord:


    Marktplatz Ost:


    Marktplatz:


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    Altert Sichtbeton nicht wunderschön?


    Wenn ich das richtig beobachtet habe, wurde die Bibliothek von außen hellgrau angemalt, weil die Bauteile mit Sichtbeton nicht den Ansprüchen an Gleichmäßigkeit entsprachen. Jetzt kann man natürlich auch wieder nörgeln, weil man alle 10 Jahre neu streichen muss.

    Hallo Silesia und auch die anderen Fotografen,


    nur kurz ein großes Lob für die guten Fotos und das lang anhaltende Engagement. Nicht zuletzt auch wegen der Fotodokumentationen klicke ich mich immer wieder durch das Forum, um auf dem Laufenden zu bleiben. Danke!

    Ganau weiß ich nicht mehr, wo das thematisiert wurde, aber in vermute irgendwo im Rahmen von Einwendungen gegen PÄs. Da ging es um die Feststellung, dass speziell Teile des Ausbruchs des Fildertunnels im konventionellen Tunnelbau zum Förderbandtransport ungeeignet sei. Welche Eigenschaften dafür verantwortlich sind, kann ich nur vermuten (das kam im Text nicht zur Sprache), z. B. könnte es um einen zu großen Anteil an Ausbruchmaterial >30 cm gehen. Für einen Brecher plus Umschlagfäche dürfte es schlicht an Platz fehlen. Die Scheidrollen einer TBM erzeugen Chips, die sind handlich.