Beiträge von Isek

    Rom, Athen und Lissabon spielen nur ökonomisch in einer Klasse unter München (Athen sicher auch 2 Klassen). Daher ist München sicherlich schon ein Exot unter der Städten. Am ehesten kommt mir noch ein Vergleich mit Kopenhagen und Stockholm in den Sinn, die zumindest ähnlich wirtschaftlich stark sind und ähnlich groß sind sowie ebenfalls anscheinend ein Problem mit Hochhäusern haben.

    Wenn wir den Rahmen gobal spannen, dann wird's natürlich ziemlich auffallend mit dem Hochhausproblem Münchens.

    Grundsätzlich optimiert Büschl seine Rendite und minimiert seinen Stress/Aufwand, wenn er den Projektgegnern entgegenkommt. Am Ende hat er das Projekt primär aus Idealismus und dem Gedanken vorangetrieben, seiner Stadt etwas Gutes zu tun. Im Prinzip hängt wieder einmal alles daran, dass geschätzt 1% der Stadtgesellschaft laut schreit und 99% schweigen. Aus meiner Sicht wäre jetzt primär die Stadtregierung und das Stadtparlament gefragt eine Entscheidung vorzugeben. Wenn die sich von 1% vor sich hertreiben lassen, dann sowieso schachmatt.

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    Sollen sie doch München weiter mit gestalterischen Schrott zukakken. Die Stadt verdient einfach nicht mehr. Kann den ambitionierten Investor voll verstehen. Baut er die auf Maximalrendite getrimmten 5 Stockwerke Kisten hat er minimalen Stress und bekommt trotzdem sein gutes Geld.

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    Naja, dass sich die Staatsregierung finanziell nicht sonderlich um München kümmert, hat Tradition. Ist auch gut nachvollziebar. Jede Ausgabe kann nur 1 mal getätigt werden. Und der Freistaat hat grundsätzlich das Ziel die Angleichung der Lebensverhältnisse. Finanziell hier Oberbayern oder sogar München selbst zu unterstützen braucht es nicht. Und warum jeder Einwohner Bayerns 77 Euro für Hochkultur zahlen muss, wovon wenn überhaupt 200 oder 300 Tausend Menschen profitieren erschließt sich schon gleich gar nicht.

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    Lego? Eine absteigende Marke. Irre teuer, Qualität sinkt. Mittlerweile gibt es sehr sehr gute Alternativen. Bei besserer Steinequalität Faktor 3-4 billiger als Lego. Aber ok, für die, die Disney wollen, wird es Lego bleiben.

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    Wobei die PGA ja trotz vorrübergehender Nicht-Planung des S-Bahn-Haltes ja noch eine einigermaßen hohe Dichte besitzt. Mit S-Bahn-Halt wäre vermutlich trotzdem anders gepant worden. Vielleicht gar nicht mehr Wohungen sondern im Nahfeld der Station Büro/Hotel/Quartierszentrum.

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    über 100 T brutto in der Baubranche ist schwierig. Das klappt für Geschäftsführer und Gesellschafter je nach Gewinnauszahlung. Für das Arbeitspensum (ich sitzt z.B. heute schon wieder seit 9 am Rechner) ist das für 99,9 % der fähigen jungen Menschen ein schlechter Scherz. Also die Leute in der Baubranche über 80 T müssen rackern ohne Ende! Stress pur, absurde Termine, oft grottenschlechte Qualität, hohe Geldsumme, hohes Risiko, oft tägliches Reisen (1000 km pro Tag sind für Bauleiter und Gutachter keine Seltenheit) teils Personalverantwortung bis runter in den technischen Bereich. Der Bausektor in Deutschland bleibt somit etwas für minderbemittelte "Quasi-Akademiker", die de facto unterirdische Qualität bei Arbeit nach Vorschrift abgeben, oder absolute Idealisten und Spinner.

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    Egal welche Kosten. Das Geld ist fast das geringste Problem. Wichtig wäre ein konsequenzes Festhalten an den langläufigen Entscheidungen der Gesellschaft hin zu einer Stärkung des schienengebundenen ÖVs. Die größten Herausforderungen sind die Knappheit von Knowhow in Verbindung mit den personellen Ressourcen derartige Planungen im Bausektor überhaupt noch in Deutschland machen zu können. Nicht vergessen und unabhängig von den Kostensteigerungen ist der "Bauingenieur" bezogen auf die Vergütung ohne Übertreibung deutlich hinter allen anderen Ingenieurbereichen. Am Ende entscheiden hier Ingenieure über 1 Mrd. Euro, welche selbst egal ob auf Seiten der Baufirmen (dort etwas besser) oder auf Seiten des Bauherren / Staat im Schnitt zwischen 50 T und 80 T Euro pro Jahr brutto verdienen. Das ist in vielen anderen Branchen Techniker-Niveau.

    Die spezielle Herausforderung bei uns ist, dass wir zwar zusammen auf 88 T€ kommen und damit mit 2 Kindern prinzipiell förderfähig sind, aber wir die Familie im Ausland unterstützen. Ist privat keine einfache und zu verallgemeinernde Situation. Zudem: Auf lange Sicht ist Mieten für mich keine Option - allein schon wegen der Kinder. Da würde ich sogar die Stadt wechseln. Gut, konnte noch einigermaßen passend mit ca. 7.000 Euro pro Quadratmeter Eigentum erwerben. Es kommt auch noch meine Eitelkeit dazu, da ich auch nach der Promotion zum Dr.-Ing. mit 72 T pro Jahr immer noch ein lächerliches Gehalt habe aber keinen Nebenerwerb aus Gutachten bzw. einen Wechsel in die Industrie anstrebe und lieber meine Zeit in sozusagen brotlose Forschung.