Beiträge von Malicorne21

    Ich möchte mich doch noch einmal zu Wort melden in der Diskussion zum Lebensraum des Juchtenkäfers. Es beschäftigt mich wirklich sehr, dass dieser armen Spezies zwar großes mediales Interesse entgegen gebracht wird.

    Aber ist Euch denn bewusst, mit welchen erbärmlichen Einschränkungen diese Tierchen leben müssen? Sie haben kaum eine Chance, sich aus dem Schlosspark in die Welt auszubreiten. Überall Beton und vielbefahrene Straßen rundherum. Ihnen ist einfach der Weg der Evolution abgeschnitten!

    Ich fordere eine Juchtenkäferschneise und Juchtenkäferbrücken auf die Alb, damit sich Juchtenkäferpopulationen artgerecht vermischen können. Ein Juchtenkäfervolk, das sich nur in Inzucht vermehren kann, ist dem Untergang geweiht! Oder es wird eines Tages durch eine von außen hereingetragene Seuche gnadenlos ausgerottet.
    Wollt Ihr dies verantworten? Rettet den Juchtenkäfer. Öffnet ihm die Welt!

    Ich starte eine Initiative: jeder verantwortungsbewußte Juchtenkäfer-Schutz-Bürger sammelt mit einem Stück Totholz ein Juchtenkäferpärchen auf und trägt es in vollen Zügen aus K21-ist in die weite Welt. Die Bahn sponsort die Fahrt! Freie Fahrt für freie Juchtenkäfer!

    Tja, und was hindert die Bahn daran, die unsinnige Realität von heute durch angepasste Abläufe in eine neue Realität von morgen, die dann dem Simulationsverhalten entspricht, weiter zu entwickeln? Warum soll man auch künftig eine Fahrstraße über mehrere Minuten nutzlos freihalten und nicht erst dann freigeben, wenn es absehbar erforderlich wird? Nehmen wir doch einmal an, dass auch die technische Umsetzung sich ändern kann! Selbst wenn sich die Simulation nicht an der heutigen Praxis orientiert (warum auch immer), so ist diese doch nicht unumstößlich zementiert.

    @ kato2k8: Danke für die Klärung zu Friedrichsfeld. Das ist nachvollziehbar - und ich sehe, dass mein Gedanke unrealistisch ist.

    Nochmal zur Tram: mag sein, dass man von Plankstadt in ähnlicher Zeit mit der Tram nach HD kommt wie mit dem MIV. Aber auch über die B535?

    Die Spange B36/B535 wird sicher in unserem Leben nicht kommen. Wir müssen warten, bis die Sanddühnen irgendwann abgewandert sind und auch so manches Kleingetier sich neue Lebensräume sucht. Da ist eben der XY-Käfer derzeit wichtiger als die Verkehrsverlagerung. Man sollte mal die Anwohner (z.B. Zähringer Straße in Schwetzingen) fragen, ob sie zu Gunsten der Käferpopulation gerne ihre Nachtruhe opfern. Ökologie und Naturschutz sind sicherlich ein hohes Gut - aber manchmal bleibt der Eindruck, dass der Mensch (und dessen artgerechte Haltung) erst an zweiter Stelle steht.

    Ist schon klar, dass die Haltepunkte auf der Rheintalbahn die Anbindung schaffen - aber das zusätzliche Angebot auf der Güterstrecke wäre ja vielleicht nicht schlecht. Warum soll man nicht über eine Flügelung in Friedrichsfeld nachdenken? Ist das räumlich/baulich nicht möglich? Die genannte Alternative (?) HD-MA-Sz ist dann sicher für die Reisezeit auch nicht mehr soooo attraktiv.

    Das Thema Straßenbahn hatten wir schon ab #99. Es war sicher dem Motorisierungswahn der 70-er geschuldet, dass die Strecke gekappt wurde. Dabei sollte aber auch nicht vergessen werden, dass ein Grund (sozusagen im vorauseilenden Gehorsam) der geplante Bau der B37z (heute als B535 gebaut) war und weiterhin der Neubau der Schwetzinger Bahnbrücke "kostengünstig" ohne Schienentrasse erfolgen sollte. Und ich bin immer noch der Ansicht, dass eine Tram über Plankstadt-Eppelheim-Pfaffengrund keine rechte Alternative zum MIV darstellen kann. Die Fahrzeit ist einfach zu lang.

    Dekoratives Anführungszeichen


    [*]Mannheim-Friedrichsfeld Nord

    • Ausbau des bestehenden Bahnhofs
    • Regionalbahnhof mit Ausstattung zum Flügeln/Koppeln von Bahnen


    Das hört sich doch gut an: vielleicht denkt schon jemand klammheimlich darüber nach, durch Flügelung einen Abzweig HD-Friedrichsfeld-Schwetzingen zu realisieren. Damit bekommt Schwetzingen endlich wieder eine recht attraktive Schienenverbindung nach Heidelberg. Ein zusätzlicher Haltepunkt könnte den Bereich Kasernengelände östlich, das Gewerbegebiet Plankstadt und das AW-Gelände anbinden. Gleichzeitig lässt sich das fragwürdige Projekt "Straßenbahn" zu den Akten legen.

    Ja, ein NKF ist ein gerechneter Wert, der auch jederzeit in sich zusammenbrechen kann. Das liegt in der Regel am "K", wo die tatsächliche Entwicklung gerne (und mit Absicht?) ausgeklammert wird. Und schon geht dem NKF die Puste aus.

    Spaß beiseite, ich würde die Tramverbindung sehr begrüßen. Aber es bleiben einfach "gefühlte" Zweifel, dass eine Trasse weitgehend auf der derzeitigen Busroute über die OD Plankstadt nach Schwetzingen so prickelnd ist und ähnliche Effekte wie im Karlsruher Netz auftreten können. Da sind einfach hohe Zeitverluste einzukalkulieren und die Ortsdurchfahrungen bringen auch Konflikte (Sicherheit, Anlieger, Fläche) mit sich. Und nachher sitzen wieder nur die AAA´s in der Tram, und Verlagerungen finden kaum statt.

    Der Neuaufbau der Tram von (Heidelberg)-Eppelheim nach Schwetzingen geistert ja schon jahrelang eher erfolglos in den Köpfen herum. Ich fürchte, das Fahrgastaufkommen wird nicht so gigantisch sein, dass sich dieses Projekt wirklich rechnet. Übervoll sind die Busse derzeit eigentlich nie, und selbst der Schienenbonus wird bei den grottigen Reisezeiten nicht zum großen Ansturm auf die Tram führen.
    Und dann sollte man aus der Geschichte lernen: die erste Straßenbahn wäre fast an den Plänkschtern gescheitert ("mer hawwe gail"), und eigentlich sind die auch heute noch gegen alles neumodische (neue Bahn, neue Straße, neue Bürger, ...). Also, wenn schon, dann im großen Bogen um die Gemarkung Plankstadt herum - und dann fahren wir vielleicht besser über Wild, Patrick-Henry (oder was mal daraus wird), Oftersheim nach Schwetzingen. Eine planerische Herausforderung, aber mit mehr Potenzial!

    Oh, nein - was muss ich sehen, wenn ich den Link anklicke! Gleich das erste Bild einer K21 Vision zeigt mir Bahnsteige mit Stützenkonstruktionen und Rolltreppen. Meine Bitte an Fehlplaner: besuche bitte die Ausstellung und versuche herauszufinden, ob in den hier gezeigten Entwürfen der Abstand von 3,00 Meter zur Bahnsteigkante eingehalten wird. Noch sind es ja Visionen, und noch ist nichts verloren.

    Schwetzingen UNESCO Welterbeantrag

    Nicht mehr ganz aktuell, aber hier noch nicht benannt: Der überarbeitete Welterbeantrag wurde zum 1. Februar 2011 von der Bundesrepublik Deutschland unter dem Titel „Schwetzingen – Kurfürstliche Sommerresidenz“ bei der UNESCO in Paris eingereicht.

    Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte bereits im Herbst 2010, dass der im Januar 2010 eingereichte Welterbe-Antrag "Schwetzingen - Kurfürstliche Sommerresidenz" den technischen Richtlinien zum Welterbe-Abkommen entspricht und vom Welterbe-Zentrum als vollständig betrachtet wird. Die Kultusministerkonferenz beschloss daraufhin die offizielle Nominierung der "Kurfürstlichen Sommerresidenz Schwetzingen".

    Schwetzingen befindet sich somit 2011 erneut in der so genannten Evaluationsphase. Darin wird der Antrag von einem Fachgremium gelesen und das zur Eintragung vorgeschlagene Ensemble vor Ort durch einen Evaluator (wie schon einmal geschehen) begutachtet. Die Entscheidung über den Antrag erfolgt im Rahmen der Sitzung des WelterbeKomitees im Jahr 2012.

    Zur Erinnerung: Der ursprüngliche Antrag aus 2009 wurde (nach negativ gewerteter Begutachtung) zunächst zurückgezogen, 2010 wurde der Neuantrag erfolgreich zur technischen Vorprüfung bei der UNESCO eingereicht.

    Der Antragstext kann hier heruntergeladen werden.

    @ Wagahai

    Höre ich da Spott? Mach´doch mal einen Ausflug nach Brandenburg und schau Dir die dortige (Bahn-)Landschaft an. Da kommt Dir auch ohne Todesfälle das kalte Grausen.

    Bitteschön ... das sollte nur ein Zwischenruf meinerseits sein. S21 ist ein schönes Projekt, das zeigt, welchen Luxus wir uns leisten können bzw. welchen respektablen Angebotsstandard wir in manchen Regionen schaffen. Nur - im direkten Vergleich werden dann die Defizite andernorts umso deutlicher!

    @ Fehlplaner

    Erst durch zunehmende Reisegeschwindigkeit (!) können die Wegelängen zunehmen, ohne das tägliche Zeitbudget zu überschreiten. Ich denke aber, dass es keinen Teufelskreis gibt, da Reisegeschwindigkeiten nicht beliebig zu verkürzen sind, bzw. eine weitere Verkürzung (und damit Verlängerung der möglichen Wegelängen) mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden wäre.

    Es ist sicherlich auch nicht egal wo man wohnt. Die Raumplanung hat sich längst vom Begriff der "Gleichwertigkeit" aller Lebensräume verabschiedet. So ist es durchaus nachvollziehbar, dass ich nicht umziehen möchte, aber dennoch auf Jobsuche bin und dabei auch meinen Aktionsradius (= Zeitbudget) ausreize. Und dann können es auch mal 100 ... 150 km Pendlerentfernung werden. In der Regel wird sich das auf höherqualifizierte Personen beschränken, die einen adäquaten Job suchen (und das sollte in einem Hightec-Land durchaus förderfähig sein, wenn man denn in diesen Bereichen weltweit punkten möchte - nichts gegen das produzierende Gewerbe, aber das wird vielleicht nicht die Zukunft des "Standorts Deutschland" bilden).

    Meine Anmerkungen beziehen sich nicht auf den Stuttgarter, der nach Hamburg pendelt und auch nicht auf Langzeit-Pendler (nicht Lang-Strecken!), der über´s Pforzheimer Pflaster rasselt. Ich wollte nur deutlich machen, dass es für eine zunehmende Zahl von Personen interessant (evtl. auch existenziell notwendig) wird, in o.g. Entfernungsbereich Angebote zu finden. Wir haben diese Gesellschaftsstruktur, und wir müssen darauf reagieren. Die kleinräumige Verflechtung ist zwar schön - und auch erstrebenswert (da sind die Planer unserer Zukunft gefordert) - aber eben nicht mehr die Regel.

    Die genannte Alternative des Wochenend-Pendelns wirkt auf mich zynisch und wenig erstrebenswert. Aus dem eigenen Umfeld kenne ich genügend Personen, deren Familienleben daran zerbrochen ist.

    fehlplaner

    Die Wegelängen zeigen eine zunehmende Tendenz. Interessant ist dabei, dass dies auf den Freizeitsektor, aber auch (an zweiter Stelle) auf die Berufswege zutrifft. Letzteres sind in aller Regel erzwungene Fahrten und Wegelängen, da sich die Wenigsten ihre Arbeitsstelle frei aussuchen können bzw. froh sein dürften, einen angemessenen Arbeitsplatz in (zeitlich) erreichbarer Nähe zu finden. Wir gehen eben leider nicht mehr allzu häufig zu Fuß zur Arbeit. Dazu hat die Siedlungsentwicklung der letzten Jahrzehnte beigetragen, was also nicht einfach umkehrbar ist. Somit sind Langstreckenpendler heute schon auf vielen Relationen anzutreffen - diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Es macht also durchaus Sinn, auch für mittlere Relationen schnelle Verbindungen anzubieten. Damit werden auch weiter entfernte (Arbeitsplatz-)Ziele zeitgünstig erreichbar, was Vielen zu Gute kommt!

    Vielleicht kandidiere ich für den Ba-Wü-Wahlkampf. Ich verspreche dann jedem, der es hören möchte, dass ich persönlich und entschieden dafür eintreten werde, Stuttgart21 nach Fertigstellung wieder zuzuschütten. Reisende zwischen Paris und Bratislava können mit ihrem Fahrausweis einen kostenlosen Rikscha-Shuttleservice zwischen Feuerbach und den Fildern nutzen. Die selbstlosen BUND-Aktivisten werden diesen Service tatkräftig unterstützen.:107:

    ICE fährt S-Bahn

    Hey Stuttgarter, bohrt doch den S-Bahn Tunnel am Hauptbahnhof auf und schüttet die restlichen Zugänge in der Stadt zu. Dann fährt der ICE (langsam - aber er fährt) durch den S-Bahn Tunnel zum Flughafen und Ihr Stuttgarter könnt gerne mit der Stadtbahn auf die Fildern zuckeln. Der Haupt-(kopf-)bahnhof wird dann ein niedlicher Regionalhaltepunkt für die schwäbische Provinz :D . Auf einigen sicher frei werdenden Gleisen könnt Ihr dann gerne noch ein Eisenbahnmuseum einrichten.