Beiträge von tel33

    Dekoratives Anführungszeichen

    ^^
    Da die Bürger bei den Entscheiden zur Bebauung von Tempelhof und Mediaspree nicht im Sinne des Senats abgestimmt haben - wird das Interesse der Regierungskoalition künftig über solche Fragen häufiger abstimmen zu lassen dementsprechend gering sein.

    Richtig. Weil der hiesige Bürger im Regelfall in einem eher ländlichen Umfeld sozialisiert wurde und auch in der Wahlheimat Großstadt seine ruralen Vorlieben bewahren möchte. Bauprojekte jedweder Art sind da naturgemäß abzulehnen. Unter diesen Gesichtpunkten ist auch das mangelnde Interesse an der Neugestaltung des Berliner Altstadtareals zu verstehen. Den meisten Leuten ist eben der Kartoffelacker näher als der Marktplatz.

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    tel33
    Du weisst natürlich genau, dass in Tegel Flugbetrieb stattfinden kann, dass dem ggf. nicht mehr so sein wird, ein Desaster in welches man sehenden Auges steuert, ist eine rein politische, gewillkürte Entscheidung und kein Naturgesetz und auch kein rechtlicher Zwang:

    Die Frage was technisch prinzipiell möglich wäre, ist hier aber nicht von Belang. Es ist sowohl aus wirtschaftlichen wie auch rechlichen Gründen unsinnig und unzulässig TXL gleichzeitig weiterzubetreiben. Das tun sich weder die Airlines an, noch die Betreiber. Das wurde hier doch nun wirklich schon hinreichend ausdiskutiert. Ich empfehle Thread lesen.

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    Nichts hält in Berlin länger als ein Provisorium. Nur, dass man hier den falschen Altflughafen weiter nutzt. Tegel hat sehr viel mehr Kapazität und ist auch von der Substanz her noch sichtlich besser geeignet, weiterbetrieben zu werden (Schönefeld Alt ist regelrecht "runtergerockt", sieht man schon mit bloßem Auge als Fluggast an jeder Ecke).

    Inwiefern jetzt ein Terminal in Tegel die fehlende Kapazität des BER ausgleichen soll, erschließt sich mir nicht. Schließlich kann und wird von dort kein Flugbetrieb mehr stattfinden. Von den Runways in Schönefeld hingegen schon. Insofern ist die Weiternutzung bereits bestehender Anlagen dort bis zur tatsächlichen Erweiterung ein völlig natürlicher und auch alternativloser Vorgang.

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    Und natürlich hat der Landtag als Hausherr in diesem Fall große Einflussmöglichkeiten, da er als demokratische Institution gewisse Interessen zur eigenen Außendarstellung vertritt.

    So so... da gibt es nur ein kleines Detail, dass in diesem Zusammenhang gerne vergessen wird. Dieses Gebäude gehört nicht dem Landtag. Es ist lediglich gemietet vom Eigentümer, der BAM.
    Insofern kann der Mieter natürlich seiner Nutzung entsprechende Vorschläge und Wünsche äußern - womit und von wem aber weitere Dekorationen angebracht werden, dürfte wohl eher nicht in seiner Entscheidungsgewalt liegen. Die Diskussion ist einmal mehr völlig absurd.

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    Super, dann ist die Kulturlobby schon vertragslos drin und verlangt erstmal, dass der städtische Vermieter eine feste Stelle nur für ihre Betreuung schafft und sich dafür einsetzt, dass man langfristig bleiben kann

    Die 'Kulturlobby' ist eigentlich nirgendwo 'drin'. Das ist ein sich maßlos selbstüberhöhender Kleinstverein, der mit derlei Aktionismus die Medien und mithin die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Befugnisse und Bedingungen zu täuschen versucht. Als Sprachrohr fungiert André Tomczak, seines Zeichens Sachkundiger Einwohner im Ausschuss Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr in der Fraktion 'die Andere' in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung.
    Quelle: Impressum

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    Und hier der Link zu den Zehn Punkten:

    http://www.kulturlobby.de/2015/06/unsere…-rechenzentrum/

    Und einmal mehr - wer oder was ist die 'Initiative Kulturlobby' und was qualifiziert sie überhaupt in dieser Sache Forderungen aufzustellen?
    Aber was frag ich, es ist wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur eine weitere Scheingruppierung aus dem Dunstkreis der 'Anderen'. Wird nur langsam etwas auffällig.

    naja, ganz ehrlich, das 'gehobene' macht nirgendwo auf der Welt die Masse der Besucherströme aus. In europäischen Metropolen schon mal gleich garnicht. Berlin ist gerade für jüngere Touristen attraktiv, weil preiswert, das ist richtig. Das bedeutet aber nicht, dass die alle nur zum Saufen anreisen. DAS ist hier nämlich auch nicht billiger.

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    Michael Müller wünscht sich im Humboldtforum eine Ausstellung "Welt. Stadt. Berlin" und will damit wohl sugerrieren, Berlin sei immer noch eine Weltstadt. Aber eigentlich ist Berlin doch eher ein Millionendorf.

    Das bisschen Glanz, das die Engländer bringen (Simon Rattle, Norman Foster, Neil Mc Gregor, the Queen) reicht nicht aus, um das zu ändern ;)

    Wenn man sich die Besucherzahlen und Beliebtheitsrankings der letzten Jahre so betrachtet, dann ist Berlin sehr wohl auch Weltstadt. Das liegt allerdings nicht an der Fähigkeit der lokalen Verantwortlichen, sondern einfach an der besonderen historischen und mittlerweile auch aktuellen Bedeutung der Stadt im Herzen Europas. Der vermeintliche Glanz der Engländer ist da völlig irrelevant.

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    Schließlich zu den Fassaden: Es kann niemand von Frau Lüscher erwarten, dass sie sich in der ohnehin schwierigen politischen Auseinandersetzung für Dinge aufreibt, die nur eine Handvoll Leute interessieren. Das wäre der Job der diversen genannten Vereine. Wenn die nichts auf die Reihe kriegen, dann sollte man nicht andere zum Sündenbock stempeln.

    Unsinn. Es ist natürlich vordringlichste Aufgabe der tatsächlich Verantwortlichen und hier nicht zuletzt auch in Person der Senatsbaudirektorin für entsprechende Regularien zu sorgen. Die Vereine haben in dieser Hinsicht überhaupt keine Entscheidungsbefugnis, bestenfalls können sie Vorschläge unterbreiten - die aber ganz offenkundig auch niemanden in entsprechender Position interessieren. Was natürlich auch wieder eine Personalfrage ist.

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    Es gibt allerdings ein Bauvorhaben in dem Bereich, das von der öffentlichen Hand gebaut wird, und das ist das Archäologische Besucherzentrum.

    Der richtige Wille zum Bau ist selbst bei diesem Projekt und seinen Verantwortlichen nicht zu erkennen. Die EU-Mittel verfallen und man fängt (vielleicht) noch mal von vorn an. Es ist letztendlich wie bei allen senatseigenen Vorhaben - der Weg ist das Ziel. Hauptsache es können noch viele weitere Beamtengenerationen ihre geistigen Duftmarken anbringen, eine möglicherweise drohende Realisierung kann da nur hinderlich sein.

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    Bei WISTA fehlt m.E. der Campuscharakter. Man weiß nicht, ist das ein Gewerbegebiet mit Hochschulnutzung oder ein Hochschulcampus mit eingestreutem Gewerbegebiet.

    Da gibt es doch nicht viel zu rätseln, WISTA funktioniert auch ohne Universitätsanschluss. Es ist in erster Linie mal ein gewerblicher Standort und aufgrund der wissenschaftlich/technologischen Ausprägung natürlich bestens geeignet die Studierenden näher an die Praxis zu bringen.

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    Jetzt wird nachgebaut. Wusste gar nicht, dass die Berliner Denkmalpflege Rekos zustimmen kann. Gemerkt.

    Nein, es wird nicht nachgebaut. Das ist bereits wieder vom Tisch bzw. wird ignoriert - obwohl die BVV eine entsprechende Auflage in der Baugenehmigung verlangte.
    O-Ton Bezirksstadtrat Nünthel: "Dem Bauherren ist bewusst, dass die Gebäude denkmalgeschützt sind. Doch das Neubauvorhaben wird sich nicht mehr an den denkmalgeschützten Gebäuden orientieren. Geplant ist studentisches Wohnen".
    Im Amtsdeutsch sieht das Ganze dann so aus: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg…00106213/13.pdf

    Erstens, es waren zwei Häuser. Und zweitens - nein, natürlich geht es hier nicht um Schlösser oder Prunkbauten. Sondern eben die letzten verbliebenen Reste der ländlichen Ursprungsbebauung, lokales kulturelles Erbe sozusagen. Mag sein, dass sowas heute in einem Umfeld zwischen Plattenbauten und Lidl-Einheitsbaracke als Fremdkörper erscheint. Gerade deswegen sollte es aber erhalten bleiben. Als Mahnmal gegen die fortschreitende kulturhistorische Amnäsie.

    Und wieder einmal fordert der praktizierende Denkmalschutz in Berlin ein weiteres Opfer: Die letzten verbliebenen Reste der Ursprungsbebauung in Friedrichsfelde, die beiden Kutscherhäuser in der Einbecker Straße sind nach über 20 Jahren Untätigkeit und geradezu bespielhafter behördlicher Inkompetenz 'planmäßig' niedergerissen worden.
    Schon vor 15 Jahren hatte man das Areal mit einem Supermarkt bebauen lassen, unter der Auflage die beiden Gebäude zu sanieren. Nichts dergleichen geschah.
    Stattdessen wurde wie so oft, auf den unwiderruflichen Verfall spekuliert, der letztlich dann auch eintrat. Nun wird neu gebaut, aber natürlich auch nicht in Anlehnung an die Vorgängerbauten - wie anfänglich geplant und von der BVV ausdrücklich gefordert - sondern ein völlig maßstabsloser Klotz. Ein Studentenwohnheim wirds. Hallelujah.

    Das wars einmal:

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…ecker_Str_2.jpg
    Quellenangabe?

    Das sollte es mal werden:

    Und so siehts heute aus:


    Wer oder was ist die Initiative "Potsdamer Mitte neu denken" bzw. welche Relevanz sollte sie im Prozess der Stadtplanung haben? Es wird langsam lächerlich, wenn sich ständig irgendwelche Kleinstgrüppchen (aus dem immer gleichen politisch-ideologischen Dunstkreis) zusammenfinden und sich medial zu etwas aufplustern, dass sie in keinster Weise sind.

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    Ich schreibe jetzt nicht nochmal, dass ich mir hier und nur hier eine hochwertig gestaltete Grünanlage wie das Marsfeld oder die Tuilerien in Paris vorstellen möchte. Und zwar vom Fernsehturm bis zum Humboldtforum! :-))))

    Ich wäre für Golfplatz. Kann gleich völlig problemlos an der Breiten Straße entlang bis zur Autobahn erweitert werden. Um diese sinnfreie Verschwendung von Stadtraum beneidet uns wirklich die ganze Welt! :D

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    So wird diese vielleicht älteste Ecke der Stadt noch viele Jahre ein Trauerspiel bleiben....

    Das war doch zu erwarten. Hauptsache die nächste Brachfläche in der Innenstadt erschaffen. Freuen sich die Parkraumbewirtschafter.
    Ich glaube auch nicht mehr, dass in den nächsten Dekaden irgendwas in Richtung Klosterviertel/Grunerstraße passieren wird. Es ist einfach politisch nicht gewollt.