Beiträge von Gärtner

    Auf jedenfall hochinteressante Pläne zum innerstädtischen Campus. Es ist der richtige Weg. Aber ob das jemals kommt. Was wird denn dann mit der Reichenhainer?
    Und wenn ich mir die Pläne anschaue, das sträubt es sich mir teilweise.


    Eine Mensa am Busbahnhof? Kommunikationszentrum? Drehscheibe Universität?


    Außerdem:
    In der 3 Ausbaustufe die Erweiterungsfläche bis Carolastraße? Was wird mit den Gebäuden da?


    In der 1 Ausbaustufe der Wirtschaftscampus - soll dort nicht Straßenbahn runterkommen?


    M.E. einfach nur Pläne irgendwo aus den Wolken an jeder Realität vorbei um die Jury in Berlin zu beeindrucken. Nie und nimmer so umsetzbar.

    Dieser "Fassadenstreit" geht mir langsam auf die Nerven. Entschuldigung, aber diese alte Fassade lag 40 Jahre bedeckt und auf einmal will sie jeder wieder haben. Meine Güte, wer die Epoche erleben will, der hat in Leipzig noch genügend andere Möglichkeiten. Ist mir sowieso fraglich welche Epoche denn das nun sein soll. Der Erweiterungsbau hinkt ja schon seit seiner Bebauung der Zeit hinterher und verkörperte eine Epoche, die schon damals längst vorbei war. Er ist kein typischer Bau der 20iger Jahre. Und obendrein musste ein schönes Gabäude für ihn weichen. Und heute muss er halt weichen. Na und?

    ^ Prager Bierttunnel:
    Da heute der obere Teil nicht mehr von Gerüsten verdeckt ist, konnte ich mir ein genaueres Bild machen.


    Man hat als Abschluß der Fassade schon die typische Stuckleiste angebracht, ungefähr auf mittlerer Höhe des Turmfensters. Somit endet diese Stuckleiste aber jeweils links und rechts des Fensters, was nicht gerade passend wirkt. Man hätte denke ich auf dieses Turmzimmer verzichten sollen und die klassische helle Attika nachgestalten sollen. Vor allem deswegen, weil das Gebäude von allen Seiten sehr frei einsehbar ist. Schade drum. Für meinen Geschmack schmälert es die Qualität der eigentlich guten Sanierung.

    Vielleicht kann uns dies hier weiterhelfen. Über die google-Bildersuche bin ich auf 2 historische Aufnahmen vom Johannisplatz gestoßen. M.E. erkennt man hier auch den Prager Biertunnel.


    http://www.deutsche-schutzgebi…g%20Johannisplatz%20+.jpg


    Das rötliche Gebäude in der rechten Reihe (nicht das im Vordergrund, sondern das nächste höhere Gebäude) müsste der Biertunnel sein. Erkennt man auch am "Turm".


    http://www.heimatsammlung.ch/t…ter/04_02/leipzig_252.jpg


    Auch hier erkennt man das Gebäude am rechten Rand.


    Gut, viel erkennt man natürlich nicht, aber man sieht schon Unterschiede zur jetzigen Sanierung. Die Eckgestaltung entspricht nicht dem Vorbild.

    Wahrscheinlich habt ihr Recht. Aber es gefällt mir trotzdem nicht, vor allem wegen der Dachlandschaft. Da gibt es schönere Vorgründerzeitler. Kann mir nicht vorstellen, dass das oben schon immer so glatt war. M.E. hätte man einen Abschluß schaffen können, ähnlich wie der Schmuck um die Fenster herum, wie es auch bei ähnlichen Gebäuden der Fall ist. Das die Fassade original einfach so ausläuft, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.


    Mit teilsaniert meinte ich aber nur, weil es noch nicht ganz fertig ist.

    Prager Biertunnel

    Hier ein erstes Photo vom teilsanierten Prager Biertunnel. Der Schriftzug vom Hotel ist schon angebracht. Obwohl es nicht billig saniert ist, erscheint es irgendwie recht billig. Keine Ahnung. Muß an der Farbe liegen.


    Naja, angeblich ist der City-Tunnel so ausgelegt, dass pro Stunde ein Fernverkehrszug mit durchgeschleußt werden kann. Wie das bei einem 5min Takt der S-Bahn gehen soll, fragt mich bitte nicht.
    Außerdem ist der City-Tunnel m. E. weder für die Strecke Dresden-Frankfurt noch für die derzeitige Berlin-München über Jena geeignet. Nur die Sachsen-Franken-Magistrale, also der Teilast von Leipzig über Zwickau bzw. Plauen nach Nürnberg könnte vom Citytunnel profitieren. Aber dort gibt es ja bekanntlich keinen Fernverkehr und wird es wohl so schnell auch nicht wieder geben, da bekanntlich die Schnellfahrstrecke über Erfurt geführt wird. Es war mal geplant eine Schnellfahrstrecke durchs Vogtland, aber naja...


    Vorstellbar wäre derzeit m. E. nur eine Verlängerung der IC von Hannover bis nach Chemnitz. Aber dafür müsste man die eingleisige und teilweise nicht elektrifizierte Strecke erstmal ausbauen (was allerdings geplant ist).

    Prager Biertunnel - SchlafGut

    Hallo Zusammen,
    am Prager Biertunnel und dem SchlafGut-Appartment Hotel ist man schon etwas weiter. Die Plane ist weg und man sieht die Fassade. Das Gerüst steht aber noch, da der Anstrich noch nicht fertig ist. Ob der Eröffnungstermin 1.3. gehalten wurde, kann ich mir aber nur schwerlich vorstellen.


    Hier der Link zum Betreiber.


    Vom Gebäude selbst bin ich etwas enttäuscht. Vor allem die Dachgestaltung gefällt mir nicht. Kann mir kaum vorstellen dass der Eckturm früher auch schon so einfach gestaltet war. Vor der Sanierung ja, aber Original war da bestimmt mal ein prächtiger Turm drauf. Wirkt so irgendwie wenig prächtig, war aber ja auch so zu erwarten. Fotos hab ich leider keine, weil es schon gedämmert hat.

    Bahnverbindungen sollen gestrichen.

    Wie verschiedenste Medien (u.a. Leipzig Fernsehen, LVZ, etc.) heute und gestern berichten, sollen die beiden ICE Strecken Frankfurt-Dresden und Berlin-München ab dem Fahrplanwechsel nur noch aller 2h fahren. Als Grund werden die Probleme mit der Neigetechnik angegeben.
    Zudem soll es eine neue schnelle Nord-Süd-Verbindung über Halle geben.


    M.E. war dies abzusehen. Spätestens wenn die Schnellfahrstrecke nach Erfurt fertig ist, wird der Trasse Berlin-München komplett über Halle geführt. Dass braucht man sich bloß mal auf der Landkarte anschauen und sich das Problem des Leipziger Kopfbahnhofes klar zu machen. Bei der Bahn geht es einzig und allein um Geschwindigkeit. Erfurt soll ja sowieso das neue Drehkreuz werden.
    Hoffentlich bekommt Leipzig wenigstens als Ersatz einen IC, der dann direkt nach Hamburg bzw. Rostock geführt wird. Das wäre m.E. sogar ein Zugewinn. Annähernd gleich schnell, aber günstiger.

    Blick vom Dittrichring auf den Matthäikirchhof. Die barocke Häuserfront wurde bekanntermaßen nach 1900 gründerzeitlich bzw. im Reformstil überformt.

    Quelle: lipsikon.de



    Wenn ich diese Bild sehe, dann blutet mir, trotz der Schönheiten, der Gründerzeit und der ganzen Neoostilarten, schon ein wenig das Herz. Da sieht man, was die Gründerzeit letztendlich "zerstört" hat. Da kann man m.E. die Diskussion um die Blechbüchse oder die Diskussion um Retro schon ein bißchen anders sehen. Historismus und Co. sind auch kein "Original". ;)


    Aber eine Entwicklung als Wohnviertel mit kleinteiliger Bebauung, wäre ein absoluter Gewinn. Denn Handelsfläche gibt es schon genug in der Stadt und die Stadt ist ja im Grunde schon ein einziges Shopping-Center. Bei Abyssalon klingt das aber eher nach Stadthäusern ;)

    Sanierung Seeburg-/Talstraße?

    Wahrscheinlich gute Nachrichten aus dem Osten.


    Vorhin beim Vorbeifahren entdeckt: An der Ecke Seeburg-/Talstraße gibt es Bautätigkeit. (bing)


    Das Eckhaus wird entkernt, die Fenster sind schon raus.



    Das interessante Nachbargebäude ist in der Absperrung einbegriffen. Ich weiß leider nicht was dort einmal drin war, aber es sieht nach einem kirchlichen Gebäude aus.


    Leider nur Bilder mit dem Handy. Kann mir nicht vorstellen, dass das ein Abriss wird (an dieser Stelle und bei der Substanz). Die sonst üblichen Plakate hab ich aber nicht gesehen.



    Alle Bilder von mir selbst!

    Diese Diskussion ist völlig überflüssig. Dann müsste man das gesamte Projekt verändern, denn hinter die Blechfassade kommen ab der 2.Etage Parkplätze. Wollt ihr wirklich die Hänschelfassade als Fassade eines (Teil)Parkhauses? Kann ich mir nicht vorstellen.
    Außerdem wird die Blechbüchse m. E. der Clou an dem ganzen Einkaufstempel (denn etwas anderes ist er nicht), da sie vor allem Austrahlung auf den Ring und somit auf die Autofahrer hat. Und das wird dem Investor wichtig sein. Der Kundenstrom zu Fuß wird eher über die Brühlseite angezogen und bekommt von der Blechbüchse gar nichts weiter mit, ähnlich wie heute.

    Immer wieder erstaunlich wie viele zu entwickelnden Projekte und Potentiale es selbst in der verhältnismäßig kleinen Leipziger Innenstadt noch gibt. Die wiederhergestellte Treppe könnte an dieser Ecke tatsächlich die Initialzündung sein, denn es würde, vom Theater kommend, ein weiterer interessanter Zugang zur Innenstadt entstehen. Dafür muss aber wohl tatsächlich die Stasi-Platte weg, und damit sollte man nicht allzu lange warten. Man könnte die Fläche (auch wenn einige hier sicher dagegen sein werden) ersteinmal zum Teil begrünen und so diesen neuen Innenstadtzugang attraktiv machen, bevor man die Ecke dann behutsam wachsen lässt und evtl. mit einem Anziehungspunkt versieht. Vielleicht einer Zweigstelle der Bibliothek oder einem Veranstaltungsort ähnlich der Moritzbastei. Also nicht unbedingt die derzeitige Großdiskothek.


    Eine "historische" Bebauung à la Dresden-Neumarkt hat Leipzig aber m.E. nicht nötig. Eine zeitgemäße kleinteilige Bebauung allerdings an dieser Ecke auf jedenfall.

    @cherubino


    Deine treffende Formulierung kann man sich nur herbeiwünschen. Aber es bleibt allein der Wunsch. Von Petra W. und Barbara L. ist nix mehr zu erwarten. Man hat resigniert im Rathaus, angesichts der Fakten. Bleibt nur die Frage, warum diese beiden und andere Entscheidungsträger, wenn schon nicht jedes Haus, weiter ihren eigenen Stuhl im Rathaus retten können.

    Genau diese "Torsituation" am Augustusplatz meinte ich. Die alte Paulinerkirche hatte aber wirklich keinen so prägnanten Turm wie das neue Paulinum. Ein zweites Hochhaus in der Goethestraße fände ich aber weit weniger passend.


    Was ich vorteilhaft fände: Man könnte den Ursprungsentwurf quasi an der Parallelachse zwischen Brühl und Ritterstraße spiegeln und 2 ausgepräckte Ecken realisieren. Dann meinetwegen in der Form und Höhe wie im 1. Entwurf an der Ecke Brühl/Goethestraße. Das würde gleichzeitig die Ecke zur Ritterstraße aufwerten und das Karree schließen. Aber ich weiß nicht ob die gesamte Brache Unister gehört.
    Mich würde aber sowieso mal interessieren wie die Ecke Ritterstraße/Goethestraße gestaltet werden soll.

    Halte ich für keine passende Lösung. Da fehlt der "Gegenturm". Das Krochhochaus fungiert quasi mit dem "Kirchturm" des Paulinums als Entrée zur Grimmaischen Straße und gibt ein sehr harmonisches Bild. Das wäre beim Brühl dann absolut nicht gegeben. Vorstellbar wäre m.E. eine Lösung ähnlich dem Katharinenwinkel mit kleinteiliger Blockbebauung. Das würde das Karree schließen und es könnten 2 Eckhäuser realisiert werden (Brühl und Ritterstraße) mit evtl. Turmcharakter.


    Will man ein weiteres Hochhaus, sollte man es gleich, wie sowieso geplant, am Ring bauen.

    Die Idee der Fortführung des Walls und der Revitalisierung des Johannisplatzes ist absolut zu begrüßen. Meine Vision dazu wäre auch eine Einbindung des neuen Museums von der Hinterseite samt Gestaltung des Hinterhofes mit vielleicht einem "Archäologie-Erlebnis-Spielplatz", Freilicht-Ausstellungen (vielleicht etwas steinerner Wald??) und Gastro.


    Was sich mir aber nicht erschließt - warum spricht man von einer Fußgängerzone und diskutiert gleichzeitig von einer verbesserten Anbindung des Autoverkehrs? Plant man eine Tiefgarage oder wo sollen die ganzen Autos hin? Die heutigen Parkflächen kann ich in dem Plan nicht mehr sehen, was auch so in Ordnung ist. Oder kommt etwa wieder ein Parkhaus?


    Von mir aus könnte der Autoverkehr gleich ausgeschlossen werden und der Platz beruhigt werden. Wäre sicher wichtig, für den Wall als Fußgängerzone. Auf der anderen Seite der Bahnhofstraße gibts ja einen Riesenparkplatz, so dass ich da keine Probleme sein. Allein es fehlt der Mut.

    ^ Im Gegenteil: Keller-, Erd- und 1. Obergeschoss werden laut Exposé (leider veraltet, enthält immer noch die Zufahrtsspirale vom Ring) von einem Ankermieter besetzt werden, ein weiterer kommt ans östliche Ende, damit in der Mall immer schön Betrieb ist - ist ja bei fast allen Einkaufszentren so üblich. Laut textlichen Festsetzungen des Bebauungsplans kommen in der Blechbüchse auch im 2. OG noch Einzelhandelsbetriebe hinzu, erst darüber sind dann Parkplätze vorgesehen. In den restlichen Abschnitten befinden sich an diesen Stellen dann die Wohnungen, Büros und die KiTa.


    DaseBLN


    Sieht so aus als würde es dann wohl an der Blechbüchse auch einen Eingang zum Großmieter geben. Der Kundenstrom wird aber wahrscheinlich eher aus der Mall selbst kommen und weniger vom Richard-Wagner-Platz. Es sei denn der Eingang geht zur ganzen Mall.


    Kleinteiligkeit darf man nicht erwarten, es wird ein klassisches Einkaufcenter. Jeder der anderes erwartet, ist zu optimistisch. Für die alte Fassade wäre es somit fast schon schade, nur als Schmuck für ein Einkaufscenter mißbraucht zu werden. Von daher finde ich die Entscheidung für die Blechbüchse absolut korrekt. Bei einer kleinteiligen Bebauung hätte man evtl. anders entschieden.


    Problem dieses Tempels ist, dass der nördliche Teil der Innenstadt dringend Belebung braucht, so dass man eigentlich grundsätzlich gar nichts gegen das Projekt sagen kann. Die "Höfe" am Brühl sind wohl immer noch besser als der jetzige Zustand und sie werden zur Belebung des gesamten nord-westlichen Teils der Innenstadt beitragen, und dies kann man fast gar nicht ablehnen.